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Warum ist die Bevölkerung in China so hoch?

Gefragt von: Frau Dr. Nelli Riedl  |  Letzte Aktualisierung: 25. Februar 2026
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Chinas riesige Bevölkerung erklärt sich durch eine Kombination aus günstigen natürlichen Bedingungen für Landwirtschaft und Besiedlung in den östlichen Ebenen, historischen Traditionen (große Familien als Altersvorsorge), dem anhaltenden Frieden nach 1949 mit hohen Geburtenraten und einer frühzeitigen Modernisierung und Verbesserung der Lebensbedingungen, die die Sterblichkeit senkte, bevor strenge Geburtenkontrollen (wie die Ein-Kind-Politik) das Wachstum bremsten, dessen Effekte jedoch heute zu einer schrumpfenden Bevölkerung führen.

Warum hat China so eine hohe Bevölkerung?

Wie konnte es soweit kommen? Das überdurchschnittliche Bevölkerungswachstum hat zum einen mit der natürlichen Ausstattung des Landes zu tun. Gebiete, die über Jahrhunderte Reis anbauten, erzielten eine höhere landwirtschaftliche Produktivität als Weizengebiete.

Warum hat China eine so große Bevölkerung?

Der anhaltende Frieden nach der Revolution von 1949 brachte die erste längere Periode ohne Angst vor dem Tod im Krieg. Wie andere Entwicklungsländer der Nachkriegszeit beschritt China einen ähnlichen Weg: hohe Geburtenraten gepaart mit niedrigen Sterberaten führten zu einem raschen natürlichen Bevölkerungswachstum.

Warum wächst Indiens Bevölkerung so stark?

Indiens schnelles Bevölkerungswachstum beruht auf einer Kombination aus sinkender Sterblichkeit durch bessere Gesundheitsversorgung, hohen Geburtenraten (bedingt durch Armut, Kinder als Arbeitskräfte und traditionelle Werte) und einer großen jungen Bevölkerung, die sich im gebärfähigen Alter befindet, wobei sich das Wachstum hauptsächlich in den nördlichen Bundesstaaten konzentriert. Die historische Fruchtbarkeit fruchtbarer Ebenen, eine starke Landwirtschaft und die kulturelle Bedeutung von Nachkommen tragen ebenfalls dazu bei.
 

Warum hat China eine hohe Geburtenrate?

Im Laufe der Jahrhunderte war Chinas Bevölkerungsentwicklung von vier Trends geprägt: 1) Hohe Geburtenrate, bedingt durch: ein patriarchales System und eine ethische Philosophie der Ahnenverehrung, die eine ununterbrochene Familienlinie erforderte, sowie ein System des Privateigentums, in dem Land das primäre Produktionsmittel war; eine politische ...

Warum Chinas Bevölkerung schrumpft | auslandsjournal

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Wie vermeiden die Chinesen eine hohe Geburtenrate?

Die Ein-Kind-Politik hat die Einstellung vieler chinesischer Paare zum Thema Kinder maßgeblich geprägt. Experten sind sich zwar uneins darüber, inwieweit die Politik die langfristige Geburtenrate Chinas beeinflusst hat, doch herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass das Wirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte den Geburtenrückgang im Land beschleunigt hat [10].

Warum sind die Geburtenraten in Deutschland so niedrig?

Es werden immer weniger Kinder in Deutschland geboren. Krisen und vielfältige Herausforderungen erschweren es jungen Menschen, sich für Kinder zu entscheiden. Vor allem der Arbeitsmarkt und das Thema Care-Arbeit spielen eine bremsende Rolle.

Wieso sind plötzlich so viele Inder in Deutschland?

Ein möglicher Grund dafür ist die niedrige sprachliche Barriere, da Englisch im Zentrum Berlins alltäglich ist. Ende 2024 lebten rund 277.500 mit indischer Staatsbürgerschaft in Deutschland. Die Anzahl hat sich damit in den letzten 5 Jahren verdoppelt, so dass es derzeit ein exponentielles Wachstum gibt.

Warum wuchs die Bevölkerung Indiens so schnell?

Die Bevölkerung Indiens wird jedoch weiter wachsen, wobei sich das Wachstum hauptsächlich auf die nördlichen Bundesstaaten des Landes konzentriert. Dies ist auf die demografische Dynamik zurückzuführen, ein Phänomen, das durch die große Anzahl junger Erwachsener im gebärfähigen Alter bedingt ist.

Wie hoch ist die Fertilitätsrate pro Frau in Indien?

In Indien liegt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau (Gesamtfruchtbarkeitsrate) bei etwa 2,0 bis 2,1 Kindern, was nahe am Wert für die Bevölkerungsstabilisierung liegt; neuere Daten zeigen Werte um 1,98 (2023) oder 1,96 (2024), eine deutliche Senkung gegenüber früheren Jahrzehnten, wobei städtische und besser gebildete Frauen tendenziell weniger Kinder bekommen.
 

Wie kam es zur Überbevölkerung in China?

Chinas Bevölkerungswachstum nach 1949

Im Anschluss wuchs die Bevölkerung in China – trotz phasenweiser Versorgungsengpässe mit Nahrungsmitteln – enorm an. So stieg die Anzahl der Chinesinnen und Chinesen von 1949 bis Mitte der 1970er-Jahre um mehr als die Hälfte – von 550 Millionen auf über 900 Millionen.

Warum produziert China so viel?

Sechs wichtige Punkte für Made in China:

Niedrige Produktionskosten: Deutlich geringere Arbeitskosten im Vergleich zu westlichen Ländern ermöglichen günstigere Preise. Hohe Skalierbarkeit: Chinesische Unternehmen profitieren von flexiblen und skalierbaren Lieferketten.

Warum schrumpft Chinas Bevölkerung?

Die Geburtenrate in der chinesischen Bevölkerung sinkt bereits seit einigen Jahren. Experten sehen in den hohen Kosten für Wohnen, Bildung und Gesundheitsversorgung in China Hauptgründe dafür. Infolge des Trends wurde Indien im vergangenen Jahr seit Langem wieder zum bevölkerungsreichsten Land der Welt.

Wie steht China zur Homosexualität?

In China ist Homosexualität seit 1997 nicht mehr strafbar und wurde 2001 von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen, was eine rechtliche Entkriminalisierung bedeutet; gesellschaftlich bleibt sie jedoch weitgehend ein Tabu, die gleichgeschlechtliche Ehe ist verboten, und staatliche Zensur sowie repressive Maßnahmen gegen LGBTQ+-Aktivitäten haben zugenommen, was die Situation für die Community komplex macht. 

Was gilt in China als respektlos?

Lautes Reden, intensives Essen, Teilen von Speisen – all das gehört zur kulturellen Norm. Auch Knochenreste, Knorpel oder Fischgräten werden häufig einfach neben den Teller oder auf den Boden gespuckt – das ist kein Zeichen von Respektlosigkeit, sondern in manchen – oft ländlichen – Regionen Chinas Realität.

Wie viele Stunden am Tag arbeitet man in China?

Die Regelarbeitszeit beträgt in China 8 Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche.

Wie geht Indien mit dem Bevölkerungswachstum um?

Vom 1. Januar bis zum 1. Juli 2023 wächst Indiens Bevölkerung laut Prognosen der UN um 6,5 Millionen Personen auf insgesamt über 1,4 Milliarden, davon werden 52 Prozent männlich und 48 Prozent weiblich sein. Das Medianalter zum 1. Juli 2023 beträgt 28,2 Jahre.

Wie alt werden indische Frauen?

Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt in Indien beträgt im Jahr 2023 geschätzt rund 72,00 Jahre, wobei die Lebenserwartung der Frauen rund 73,60 Jahre beträgt und rund 70,52 Jahre bei den Männern.

Wie viel Prozent der Bevölkerung Indiens gelten als Hindus?

Verbreitung. Weltweit gibt es nach einer Schätzung von 2010 etwa eine Milliarde Hindus, wovon rund 92 % in Indien leben, wo sie etwa 80 % der Bevölkerung bilden.

Welche Nationalität haben die meisten Flüchtlinge in Deutschland?

Die meisten Flüchtlinge in Deutschland kommen aktuell (Stand 2024/2025) aus Syrien, Afghanistan und der Türkei, wobei die Ukraine nach dem Überfall Russlands ebenfalls eine sehr große Gruppe darstellt, hauptsächlich als Schutzsuchende. In den letzten Jahren sind es vor allem Menschen aus Syrien, Afghanistan und der Türkei, die die meisten Asylanträge stellen, während die Ukraine die größte Gruppe der nach Deutschland Kommenden bildet.
 

Wie viel gibt der deutsche Staat für Flüchtlinge aus?

Deutschland gibt jährlich mehrere Milliarden Euro für Flüchtlinge aus, wobei die genaue Zahl je nach Berechnung (Bund, Länder, Kommunen, direkte vs. indirekte Kosten) variiert, aber 2023/2024 die Gesamtausgaben für den Bund bei über 20 Milliarden Euro lagen, zuzüglich Kosten für Länder und Kommunen, die unter anderem für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) aufkommen, was 2024 rund 6,7 Milliarden Euro ausmachte. 

Wie viele Kinder hat eine indische Familie?

Die zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer pro Frau lag 2017 noch bei 2,2 Kindern und nähert sich damit dem Durchschnitt der Industrieländer an, wobei es starke Unterschiede zwischen einzelnen Regionen und gesellschaftlichen Gruppen im Land gibt. Im Jahr 1960 lag die Kinderzahl noch bei 5,9 pro Frau.

Werden zu Kriegszeiten mehr Jungen geboren?

In Kriegszeiten werden ebenfalls mehr Buben geboren, obwohl weniger Paare vor dem Standesbeamten stehen. Es müßten also mehr Mädchen geboren werden. Das ist aber nicht der Fall.

Wer hat die niedrigste Geburtenrate der Welt?

Südkorea hat mit ca. 0,72 bis 0,78 Kindern pro Frau die weltweit niedrigste Geburtenrate, gefolgt von Singapur (0,95) und der Ukraine (ca. 0,99), wobei die Ukraine durch den Krieg zusätzlich stark betroffen ist, während Hongkong (UN-Prognose 2023: 0,77) auch sehr niedrig liegt. Diese extrem niedrigen Werte liegen weit unter der für die Bevölkerungsstabilität notwendigen Rate von 2,1 und spiegeln kulturelle, wirtschaftliche und soziale Herausforderungen wider, wie hohen Wettbewerb und hohe Lebenshaltungskosten.
 

Welcher Jahrgang ist der geburtenstärkste in Deutschland?

Als Babyboomer werden Personen bezeichnet, die etwa von Mitte der 1950er bis Ende der 1960er Jahre geboren wurden. In diesem Zeitraum gab es außergewöhnlich viele Geburten in Deutschland. Der Geburtsjahrgang 1964 ist mit 1,35 Millionen Personen der geburtenstärkste Jahrgang seit 1945.

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