Zum Inhalt springen

Warum habe ich Angst vor Blutdruckmessung?

Gefragt von: Herr Prof. Fritz Jacob B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 20. Oktober 2026
sternezahl: 4.9/5 (24 sternebewertungen)

Angst vor der Blutdruckmessung (Blutdruck-Phobie) entsteht oft durch die Sorge vor hohen Werten (Weißkittel-Hypertonie), die zu Panik führen und den Blutdruck weiter erhöhen, was eine Teufelsspirale auslöst, erklärt die Herzstiftung. Man befürchtet eine ernsthafte Krankheit, die Messung selbst verursacht Stress durch Aufregung, ein zu enges Anlegen der Manschette oder falsche Haltung, was die Werte verfälscht und die Angst verstärkt. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren, richtig zu messen und mögliche Gesundheitsrisiken durch Lebensstiländerungen anzugehen.

Was tun bei Angst vorm Blutdruck messen?

Um die Angst vor dem Blutdruckmessen in den Griff zu bekommen, schaffe eine ruhige Umgebung, entspanne vorher, wende sanfte Messgeräte an und nutze Techniken zur Stressbewältigung wie Achtsamkeit, um den Teufelskreis aus Angst und steigendem Blutdruck zu durchbrechen. Korrekte Messung mit Ruhephasen, passender Manschette und richtiger Haltung reduziert Messfehler, die die Angst verstärken können. Bei anhaltender Angst können psychologische Unterstützung oder spezielle Atemübungen helfen. 

Wie kann man Angstzustände beim Blutdruckmessen vermeiden?

Tief durchatmen .

Langsames, tiefes Atmen signalisiert Ihrem Gehirn, dass Sie in Sicherheit sind. Bevor Sie Ihren Blutdruck messen lassen, setzen Sie sich hin, beruhigen Sie Ihre Gedanken und atmen Sie einige Minuten lang tief durch.

Was tun gegen nervösen Bluthochdruck?

Bei nervlichem Bluthochdruck hilft eine Kombination aus Stressbewältigung (Yoga, autogenes Training, Pausen), Lebensstiländerungen (gesunde Ernährung, Sport, weniger Salz/Alkohol/Rauchen) und ggf. Medikamenten wie Betablockern, um das gestresste Nervensystem zu beruhigen und den Blutdruck zu senken, wobei eine ärztliche Abklärung wichtig ist, um die Ursachen zu klären. 

Warum lässt sich der Blutdruck nicht messen?

Ein nicht messbarer Blutdruck (Hypotonie) kann durch Flüssigkeitsmangel (Dehydratation), Blutverlust, Herzprobleme, schwere Infektionen (Sepsis), allergische Reaktionen, Medikamentennebenwirkungen, Hormonstörungen (z. B. Schilddrüse, Diabetes), neurologische Erkrankungen, Schwangerschaft oder einfach durch Veranlagung verursacht werden, wobei auch Messfehler oder eine extreme Kreislaufinstabilität (Schock) eine Rolle spielen können. Es ist wichtig, die genaue Ursache durch einen Arzt abklären zu lassen, da dies auf ernsthafte Grunderkrankungen hinweisen kann.
 

Du bekommst Angst, sobald Dein Blutdruck gemessen werden soll? Bluthochdruck & Weißkittelsyndrom

21 verwandte Fragen gefunden

Warum tut es weh, Blutdruck zu messen?

Um deinen Blutdruck zu messen, muss die Zirkulation in deinem Arm für kurze Zeit durch den von der Manschette ausgeübten Druck unterbrochen werden. Wenn die Luft aus der Manschette wieder abgelassen wird, beginnt das Blut im Arm wieder zu zirkulieren, was ein prickelndes Gefühl verursachen kann.

Was verfälscht die Blutdruckmessung?

Falsche Armhaltung (nicht auf Herzhöhe), eine unpassende oder falsch angelegte Manschette, mangelnde Ruhe vor der Messung (mind. 5 Min.), Sprechen, Bewegung oder Stress, sowie das Messen direkt nach dem Essen, Koffein, Nikotin oder Sport können Blutdruckmessungen verfälschen und zu falschen, oft zu hohen Werten führen. Auch zu häufiges Messen hintereinander oder das Überschlagen der Beine sind Fehlerquellen.
 

Wie hoch darf der Blutdruck bei Aufregung gehen?

Bei Stress darf der Blutdruck kurzfristig ansteigen, oft um bis zu 30 mmHg, aber Werte über 140/90 mmHg dauerhaft, besonders bei 180/110 mmHg oder höher, sind gefährlich und sollten ärztlich abgeklärt werden, da dies auf eine hypertensive Krise hinweisen kann, die umgehend behandelt werden muss, besonders bei Symptomen wie Brustschmerzen oder Atemnot. Kurzfristige Anstiege sind normal, aber langfristiger, chronischer Stress kann den Blutdruck dauerhaft erhöhen und Risiken für Organschäden bergen.
 

Welcher Mangel löst hohen Blutdruck aus?

Bei Bluthochdruck (Hypertonie) bestehen häufig Mängel an Kalium und Magnesium, die wichtig für die Gefäßfunktion sind, sowie an bestimmten B-Vitaminen (B6, B9, B12) und Vitamin D. Auch Omega-3-Fettsäuren, Taurin, Zink und Arginin sind relevante Mikronährstoffe, deren Mangel Bluthochdruck begünstigen kann, wobei Kalium als Gegenspieler zu Natrium fungiert und Magnesium die Muskelfunktion unterstützt.
 

Welche inneren Unruhe ist ein Symptom von Bluthochdruck?

Innere Unruhe ist ein häufiges Symptom bei hohem Blutdruck (Hypertonie), da Stresshormone das Herz-Kreislauf-System beeinflussen und zu Nervosität, Schlafstörungen, Herzklopfen und Reizbarkeit führen können, besonders bei stark erhöhten Werten oder sogenannten hypertensiven Notfällen, wo auch Kopfschmerzen, Schwindel und Atemnot auftreten können, was eine ärztliche Abklärung und Stressbewältigung (Entspannungstechniken, Bewegung) erfordert. 

Warum habe ich Angst davor, meinen Blutdruck zu messen?

Angst. Das Erste ist die Angst. Angst tritt oft auf, wenn die Blutdruckmanschette angelegt wird, der Druck steigt und man in Panik gerät . Wenn Sie an einer generalisierten Angststörung leiden, haben Sie wahrscheinlich mit einer angstbedingten Blutdruckphobie zu kämpfen.

Warum erhöht Angst den Blutdruck?

Angst löst eine Stressreaktion aus, bei der die Nebennieren Adrenalin und Noradrenalin freisetzen, was Herzfrequenz und Kontraktionskraft erhöht, die Blutgefäße verengt und die Pumpleistung des Herzens steigert, wodurch der Blutdruck kurz- und langfristig ansteigt, um den Körper auf Flucht oder Kampf vorzubereiten (Kampf-oder-Flucht-Reaktion). Dieser Mechanismus ist eine natürliche Reaktion, die bei chronischer Angst zu anhaltendem Bluthochdruck führen kann. 

Warum steigt mein Blutdruck, wenn ich zum Arzt gehe?

Der Stress einer Gesundheitsuntersuchung könnte die Ursache für den sogenannten Weißkittelblutdruck sein . Früher ging man davon aus, dass ein Blutdruckanstieg während eines Arzttermins, der danach aber wieder abfällt, unbedenklich sei.

Soll man bei Aufregung den Blutdruck messen?

Eine Blutdruckmessung erfordert Ruhe und Konzentration, da Aufregung oder Anstrengung die Werte verfälschen können.

Warum steigt mein Blutdruck, wenn ich ihn messe?

Die meisten Messfehler beim Blutdruckmessen entstehen durch eine falsche Manschettengröße oder dadurch, dass die Manschette über der Kleidung angelegt wird . Eine falsche Manschettenplatzierung kann zu einer Verfälschung des Blutdruckmesswerts um 10 bis 50 Punkte führen.

Wie kann ich aufhören, mir Sorgen um meinen Blutdruck zu machen?

Nehmen Sie sich täglich Zeit, um in Ruhe dazusitzen und tief durchzuatmen . Planen Sie Zeit für angenehme Aktivitäten oder Hobbys ein, wie Spaziergänge, Kochen oder ehrenamtliche Tätigkeiten. Üben Sie sich in Dankbarkeit. Anderen Ihre Dankbarkeit zu zeigen, kann Stress abbauen.

Was löst sehr hohen Blutdruck aus?

Extrem hoher Blutdruck (Hypertonie) wird oft durch Lebensstilfaktoren wie Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel, hohe Salzaufnahme, Rauchen und Alkoholkonsum verursacht, kann aber auch durch Medikamente, Hormonstörungen (z.B. Schilddrüse), Nierenerkrankungen, Schlafapnoe oder genetische Veranlagung bedingt sein, wobei die häufigste Form die primäre Hypertonie ohne klare organische Ursache ist, während die sekundäre Hypertonie auf eine andere Krankheit zurückzuführen ist. 

Hilft Magnesium gegen Bluthochdruck?

Zusammenfassung. Eine Magnesiumzufuhr von 500 mg bis 1000 mg/Tag kann den Blutdruck um bis zu 5,6/2,8 mmHg senken . Klinische Studien zeigen jedoch eine große Bandbreite an Blutdrucksenkungen; in einigen Fällen wurde keine Veränderung des Blutdrucks beobachtet.

Wie viel Magnesium braucht man, um den Blutdruck zu senken?

Um den Blutdruck zu senken, wird eine zusätzliche Magnesiumzufuhr von 300 bis 600 mg pro Tag empfohlen, oft in Verbindung mit ärztlicher Begleitung, wobei höhere Dosen in Einzelfällen möglich sind. Studien zeigen, dass bereits durchschnittlich 368 mg täglich den systolischen Blutdruck um etwa 2 mmHg senken können. Wichtig ist, die Menge mit einem Arzt zu besprechen, da die optimale Dosis individuell variiert und Magnesiumreiche Lebensmittel wie Vollkorn, Nüsse, Samen und grünes Gemüse die Basis bilden. 

Wie kann ich meinen nervösen Blutdruck senken?

Bei nervlichem Bluthochdruck hilft eine Kombination aus Stressbewältigung (Yoga, autogenes Training, Pausen), Lebensstiländerungen (gesunde Ernährung, Sport, weniger Salz/Alkohol/Rauchen) und ggf. Medikamenten wie Betablockern, um das gestresste Nervensystem zu beruhigen und den Blutdruck zu senken, wobei eine ärztliche Abklärung wichtig ist, um die Ursachen zu klären. 

Was passiert, wenn man zu oft den Blutdruck misst?

Zu häufiges Blutdruckmessen hintereinander kann die Werte verfälschen und Stress verursachen, was die Werte weiter erhöht (Mess-Stress), aber das regelmäßige Messen ist wichtig zur Kontrolle von Bluthochdruck, da unerkannte Hypertonie zu Organschäden führen kann. Die Gefahr liegt weniger im zu oft Messen an sich (solange es richtig gemacht wird), sondern in Messfehlern oder übermäßigem Fokus auf Schwankungen, die normal sind. Für eine zuverlässige Messung sollte man sich entspannen, nicht reden und Pausen einhalten. 

Ist psychischer Bluthochdruck gefährlich?

Dabei ist er einer der größten vermeidbaren Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Denn belastender Stress sorgt dafür, dass unser Blutdruck ansteigt. Im schlimmsten Fall kann das – bei Dauerstress – zu einem Herzinfarkt, einer Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder Herzversagen führen.

Warum tut Blutdruckmessen weh?

Schmerzen während der Blutdruckmessung

Viele Patient*innen empfinden das Aufpumpen der Manschette am Oberarm während der Messungen als unangenehm und befürchten, dass die Blutdruckmanschette zu eng am Arm anliegen könnte.

Wie hoch steigt der Blutdruck bei Angst?

Bei Angst kann der Blutdruck vorübergehend stark ansteigen, oft um bis zu 30 mmHg über dem normalen Wert, durch die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin, was den Herzschlag beschleunigt und die Gefäße verengt. Bei starken Angstattacken oder chronischem Stress können Werte über 180/110 mmHg erreicht werden, was als hypertensive Krise gilt und medizinische Aufmerksamkeit erfordert. Der Anstieg ist individuell, aber Stress macht Menschen oft generell anfälliger für höhere Werte.
 

Wann darf der Blutdruck nicht gemessen werden?

Kontraindikationen für die Blutdruckmessung am Arm sind u.a. Dialyse-Shunt https://www.zavamed.com/de/blutdruckmessung.html, DocCheck Flexikon, Lähmung (Hemiparese), Lymphknotenentfernung (Ablatio mammae), offene Wunden oder Hautveränderungen, Gefäßzugänge und starke Entzündungen am Messarm, da dies zu falschen Werten oder Schäden führen kann; auch starke Bewegung, Stress, volle Blase, Alkohol/Koffein/Nikotin kurz vorher oder zu enge Kleidung verfälschen die Ergebnisse. 

← Vorheriger Artikel
Wie viele Zylinder hat ein Unimog?
Nächster Artikel →
Wann ist es an der Zeit zu gehen?