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Warum Gluckert es im Darm?

Gefragt von: Frank Barth-Steffens  |  Letzte Aktualisierung: 28. März 2026
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Darmgluckern entsteht durch die normale Bewegung von Flüssigkeit, Nahrung und Gasen im Darm, transportiert durch Muskelkontraktionen (Peristaltik). Häufige Ursachen für lautes Gluckern sind Blähungen, die durch blähende Lebensmittel (Kohl, Hülsenfrüchte), hastiges Essen, Zuckeralkohole oder kohlensäurehaltige Getränke entstehen. Auch ein leerer Magen kann durch "Housekeeping Waves" Geräusche verursachen, die oft mit Hunger verwechselt werden.

Was bedeutet Gluckern im Darm?

Bei Blähungen handelt es sich um übermäßige Gasansammlungen im Magen-Darm-Trakt. Wer darunter leidet, hat oft auch mit einem Rumoren, Blubbern oder Gluckern im Unterbauch und krampfartigen Schmerzen zu kämpfen. Weitere typische Symptome sind: Völlegefühl.

Was bedeutet Rumoren im Darm?

Wenn der Darm grummelt, ist das meist ein normales Zeichen aktiver Verdauung, verursacht durch Luft und Flüssigkeiten, die durch den Darm wandern, oft verstärkt durch blähende Lebensmittel (Kohl, Zwiebeln), hastiges Essen oder Stress, aber auch Hunger. Harmlos, wenn es nur gelegentlich auftritt, aber bei starken Schmerzen, anhaltenden Beschwerden, Fieber, Blut im Stuhl oder anderen Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden, da es auch auf Unverträglichkeiten (z.B. Zöliakie) oder andere Probleme hindeuten kann.
 

Ist es gut, wenn der Darm Geräusche macht?

Ja, Darmgeräusche sind meistens ein gutes Zeichen, weil sie zeigen, dass Ihr Verdauungssystem aktiv ist und Nahrung, Flüssigkeiten und Gase durch den Darm bewegt (Peristaltik), was völlig normal ist, besonders wenn der Darm leer ist (Hunger) oder bei der Verdauung. Erst wenn sie mit Schmerzen, Fieber, Durchfall oder Blut im Stuhl einhergehen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da sie dann auf Probleme wie Reizdarmsyndrom, Intoleranzen oder Infektionen hindeuten können.
 

Wie kann ich das Gluckern in meinem Darm stoppen?

Sie können verschiedene Maßnahmen ergreifen, um die Darmgeräusche zu reduzieren. Dazu gehört, Lebensmittel zu meiden, die Ihren Magen reizen könnten . Wenn Sie beispielsweise laktoseintolerant sind, sollten Sie auf Milchprodukte verzichten. Außerdem können Sie die Verdauungsgeräusche verringern, indem Sie langsam essen.

Weniger Blähbauch: Was hilft wirklich? Die besten Tipps & Tricks gegen Völlegefühle & Bauchprobleme

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Warum blubbert mein Darm?

Darmblubbern (auch „Borborygmi“) ist meist ein normales Geräusch der Verdauung durch Darmbewegungen (Peristaltik) und Gasbildung, oft verstärkt durch blähende Nahrungsmittel (Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln) oder schnelles Essen, aber auch ein Zeichen von Hunger oder Stress. Langanhaltende, schmerzhafte Geräusche und Blähungen können aber auf Unverträglichkeiten, Reizdarm oder seltenere Erkrankungen wie Darmkrebs hindeuten und sollten ärztlich abgeklärt werden.
 

Warum ist meine Darmperistaltik so laut?

Durchfall – also wässriger Stuhl – ist eine häufige Ursache für sehr laute oder übermäßige Magengeräusche . Bei Durchfall kommt es in der Regel zu verstärkten Muskelkontraktionen im Magen und Dünndarm, was zu deutlichen Darmgeräuschen führt.

Wie bekommt man Darmgeräusche weg?

Gegen laute Darmgeräusche helfen langsames Essen, gut Kauen, regelmässige Bewegung und das Vermeiden von Luftschlucken, sowie Wärme (Wärmflasche), Bauchmassagen (im Uhrzeigersinn) und Kräutertees (Fenchel, Anis, Kümmel), um Blähungen und Krämpfe zu lösen. Bei anhaltenden, neuen oder störenden Geräuschen ist eine ärztliche Abklärung ratsam, um ernstere Ursachen wie Intoleranzen auszuschliessen, da diese meist harmlos sind, aber auch ein Reizdarmsyndrom dahinterstecken kann.
 

Welche Darmgeräusche können Hinweise auf Darmkrebs sein?

Blähungen und „Gurgeln“ im Bauch

Starke Darmgeräusche und übermäßige Blähungen (zum Teil auch mit ungewolltem Stuhlabgang) können Hinweise auf Darmkrebs sein.

Woher kommen starke Darmgeräusche?

Laute Darmgeräusche (Borborygmi) entstehen durch die Bewegung von Luft, Flüssigkeit und Nahrung durch den aktiven Verdauungstrakt, oft verstärkt durch Hunger ("Reinigungswellen") oder blähende Lebensmittel wie Kohl und Hülsenfrüchte, aber auch durch hastiges Essen oder Luftschlucken. Meist sind sie harmlos, können aber bei Unverträglichkeiten (Laktose, Fruktose), Reizdarmsyndrom, Infektionen oder selten bei ernsteren Erkrankungen auftreten, besonders wenn Schmerzen, Fieber, veränderter Stuhlgang oder Blut im Stuhl hinzukommen. 

Was tun, wenn es im Darm rumort?

Und hier stoßen Sie auf vieles, was auch bei anderen Beschwerden der Verdauungsorgane lindernd wirkt:

  1. Wärme tut gut. ...
  2. Natürliche Kräuter für schnelle Hilfe bei Blähungen. ...
  3. Entspannende Bauchmassage. ...
  4. Bewegen hilft. ...
  5. Aktive Entspannungstechniken. ...
  6. Schnelle Hilfe bei Blähungen aus der Apotheke.

Hat man bei Reizdarm Darmgeräusche?

Auch häufige Blähungen und laute Darmgeräusche weisen auf ein Reizdarm-Syndrom hin. Nachts sind die meisten Reizdarm-Patienten beschwerdefrei. Zusätzlich können auch Beschwerden wie Sodbrennen und Übelkeit hinzukommen.

Was beruhigt den Darm?

Bewegung tut dem Darm gut

Sanfte Ausdauersportarten wie zum Beispiel Wandern, Walken, Radfahren aber auch Schwimmen regen die Darmperistaltik von außen an. Dadurch können träge Magen-Darm-Muskeln wieder zur Bewegung angeregt werden.

Was hilft gegen Gluckern im Bauch?

Wenn der Bauch gluckert, helfen Wärme (Wärmflasche), sanfte Bauchmassagen im Uhrzeigersinn und beruhigende Tees wie Fenchel-Anis-Kümmel-Tee, um die Verdauung anzuregen und Blähungen zu lindern. Langsam essen, gut kauen, Bewegung integrieren und blähende Lebensmittel wie Kohl oder Hülsenfrüchte meiden, unterstützen das Ganze. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, um ernstere Ursachen auszuschließen. 

Was ist die Ursache für Blubbern im Rippenbereich?

Blubbern zwischen den Rippen kann von harmlosen Darmgeräuschen bis zu ernsthaften Problemen reichen, oft verursacht durch Blähungen, Muskelverspannungen, einen Zwerchfellbruch (Hiatushernie) oder Flüssigkeitsansammlungen (Pneumothorax, Pleuraerguss), die Luft oder Flüssigkeit im Brustraum bedeuten. Da die Ursachen von Verdauungsproblemen bis zu lebensbedrohlichen Zuständen wie einem Pneumothorax reichen, sollten Sie bei anhaltenden oder beunruhigenden Symptomen, Atemnot oder Schmerzen umgehend einen Arzt aufsuchen.
 

Was bedeutet häufiges Pupsen?

Häufiges Pupsen (Flatulenz) wird meist durch blähende Lebensmittel (Kohl, Bohnen, Zwiebeln), hastiges Essen, viel Luftschlucken (auch durch Softdrinks), Stress, bestimmte Medikamente oder Unverträglichkeiten wie Laktose-/Fruktoseintoleranz verursacht. Auch Reizdarm-Syndrom, Verstopfung oder hormonelle Schwankungen (Schwangerschaft, Periode) sind mögliche Ursachen. Einfache Maßnahmen sind langsame Ernährung, Vermeidung blähender Speisen, Bewegung und Tees wie Fenchel, Anis, Kümmel. Bei anhaltenden Beschwerden, Schmerzen, starken Blähbauch oder Durchfall sollte ein Arzt aufgesucht werden. 

Wann sind Darmgeräusche gefährlich?

Deswegen geben Darmgeräusche üblicherweise nur in Kombination mit gesundheitlichen Beschwerden Anlass für eine ärztliche Abklärung der Symptomatik. Insbesondere wenn der Knurrdarm mit Durchfall, Verstopfung/Obstipation oder starken, schmerzhaften Blähungen einhergeht, kann eine Erkrankung zugrunde liegen.

Warum blubbert der Bauch?

Wenn sich Gasbläschen durch Flüssigkeit bewegen, kann es zu blubbernden Geräuschen kommen. Da Magen und Darm Hohlkörper sind, verstärken und verändern sich die Geräusche. So werden Darmgeräusche nicht nur als glucksend, sondern manchmal auch als knurrend wahrgenommen.

Was sind die Vorboten von Darmkrebs?

Frühe Anzeichen von Darmkrebs sind oft unspezifisch, aber achten Sie auf veränderte Stuhlgewohnheiten (Durchfall/Verstopfung im Wechsel, dünner Stuhl, Schleim), Blut oder Schleim im Stuhl, Bauchschmerzen oder Krämpfe, unerklärlichen Gewichtsverlust, ständige Müdigkeit, Blässe und Leistungsschwäche; wichtig: Diese Symptome können auch andere Ursachen haben, daher ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich.
 

Welches Getränk beruhigt den Darm?

Besonders hilfreich sind während einer Magen-Darm-Grippe Wasser und Kräutertees. Kamillentee beruhigt die Verdauungsorgane und wirkt gleichzeitig entzündungshemmend. Anis-, Fenchel- und Kümmeltee lindern die Krämpfe und Pfefferminztee mindert die Übelkeit.

Wie lange sind Darmgeräusche normal?

Durch die physiologischen Bewegungen des Darmes (Peristaltik) entstehen bei der Bewegung des Darminhaltes Geräusche. Normalerweise hört man etwa alle 10 Sekunden Geräusche, die sich am besten als Glucksen oder Knarren beschreiben lassen.

Wie kann man Bauchgrummeln stoppen?

Magenknurren ist dann zu hören, wenn statt Essen Luft im Magen bewegt wird. „Schnelle Abhilfe schafft eine gut verdauliche, leichte Zwischenmahlzeit", empfiehlt Prof. Volker Groß von der Gastro-Liga in Gießen. Auch ein paar Schlucke lauwarmes Wasser helfen: Wärme entkrampft den Magen.

Was beruhigt die Darmperistaltik?

Um die Darmperistaltik zu beruhigen, helfen Wärme (Wärmflasche), Kräutertees (Pfefferminze, Fenchel, Kümmel), Entspannungstechniken (Yoga, Meditation) und sanfte Bewegung, da Stress und Anspannung den Darm stark beeinflussen; wichtig sind auch ausreichend Flüssigkeit und eine ballaststoffreiche Ernährung. Pfefferminzöl in magensaftresistenten Kapseln kann zusätzlich krampflösend wirken. 

Warum ist mein Darm so unruhig?

Ein unruhiger Darm (oft Reizdarmsyndrom) wird durch eine Kombination aus Stress, psychischen Belastungen (Angst, Depression), Ernährung (fettig, blähend, Koffein, Alkohol, FODMAPs, künstliche Süßstoffe) und einer gestörten Darmflora ausgelöst, wobei auch Infektionen (Salmonellen) eine Rolle spielen können, und es besteht eine enge Verbindung zwischen Darm und Gehirn (Darm-Hirn-Achse). Hormonelle Schwankungen und wenig Bewegung sind weitere Faktoren. 

Was sind die Ursachen für eine gestörte Darmperistaltik?

Gestörte Darmperistaltik wird durch Faktoren wie Stress, Ernährung (Ballaststoffmangel, Zucker, tierisches Fett), Medikamente (Antibiotika, Abführmittel, Magensäureblocker), Darmflora-Ungleichgewicht (Dysbiose), Magen-Darm-Infektionen, Krankheiten (Reizdarmsyndrom, Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion), Operationen oder auch chronische Entzündungen verursacht und äußert sich in Durchfall, Verstopfung oder Krämpfen, da die Darmmuskulatur zu schnell oder zu langsam arbeitet.
 

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