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Warum fühlt man sich manchmal nicht real?

Gefragt von: Herr Prof. Willibald Hartung B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 4. Juni 2026
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Sich manchmal unwirklich zu fühlen, liegt oft an Dissoziation – einer Abwehrreaktion des Gehirns auf Stress, Traumata (bes. in der Kindheit) oder Angstzustände, um sich von überwältigenden Gefühlen zu distanzieren, was sich als Depersonalisation (fremd sich selbst) oder Derealisation (fremd die Umwelt) äußert. Auch Schlafmangel, Drogen, psychische Erkrankungen wie Depression oder Schizophrenie sowie neurologische Probleme können dieses Gefühl auslösen, das oft harmlos, aber auch ein Symptom einer Störung sein kann.

Warum fühle ich mich nicht real?

Die meisten Menschen erleben im Lauf ihres Lebens mindestens einmal leichte kurzdauernde Depersonalisation oder Derealisation. Dies hat in der Regel keinen Krankheitswert. Ursachen sind meist Übermüdung und Stress. 0,5-1,5% der Allgemeinbevölkerung leiden unter klinisch relevanter Depersonalisation/Derealisation.

Warum fühle ich mich manchmal nicht real?

Dies ist möglicherweise auf genetische und Umweltfaktoren zurückzuführen . Hoher Stress und Angst können Episoden auslösen. Symptome der Depersonalisations- und Derealisationsstörung können mit Kindheitstraumata oder anderen Erlebnissen oder Ereignissen zusammenhängen, die starken emotionalen Stress oder ein Trauma verursachen.

Was sind die Ursachen für Realitätsverlust?

3. Ursachen

  • Psychische Erkrankungen. Schizophrenie. Persönlichkeitsstörungen.
  • Neurologische Erkrankungen. Schlaganfall. Demenz.
  • Schock.
  • Dehydratation.
  • Drogen.
  • Stoffwechselstörungen.
  • Enzephalopathie.
  • Kachexie.

Warum kann ich manchmal nichts fühlen?

Gefühllosigkeit tritt häufig als Symptom einer Depression oder eines Burnouts auf, bei dem Betroffene nur noch Leere in sich spüren und keine Emotionen mehr empfinden. Gefühlskälte ist jedoch keineswegs ein Synonym für eine dieser beiden Krankheiten.

Depersonalisation: Warum Sie sich nicht real fühlen und wie Sie wieder Verbindung finden

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Was ist eine stille Depression?

Eine stille Depression, auch larvierte oder somatisierte Depression genannt, ist eine Form der Depression, bei der Betroffene ihre tiefe Niedergeschlagenheit und innere Leere hinter einer funktionalen, kontrollierten Fassade verbergen, anstatt offensichtliche Traurigkeit zu zeigen. Stattdessen treten oft unspezifische Symptome wie chronische Schmerzen, Erschöpfung, Gereiztheit, Schlafstörungen oder Magen-Darm-Probleme auf, die fälschlicherweise als Stress abgetan werden, wodurch die psychische Ursache lange unentdeckt bleibt. 

Was ist ein "stilles Burnout"?

Ein stiller Burnout ist eine schleichende Form der totalen Erschöpfung, bei der Betroffene nach außen hin funktionieren, aber innerlich völlig leer sind, oft ohne offensichtliche Warnzeichen; die Symptome sind subtiler und umfassen innere Leere, Freudlosigkeit, Zynismus, Schlafstörungen, Reizbarkeit und eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sinneseindrücken wie Licht und Lärm, bis hin zu psychosomatischen Beschwerden, die oft erst nach einem plötzlichen "Zusammenbruch" auffallen. 

Wie zeigt der Körper, dass die Seele leidet?

Zu Sorgen und Ängsten können körperliche Symptome wie Schlafschwierigkeiten, permanente Anspannung, körperliche Verspannung, Reizdarmsyndrom oder Herzleiden kommen. Die GAS kann in jedem Alter auftreten und betrifft eher Frauen als Männer.

Wie zeigt sich eine beginnende Psychose?

Frühwarnzeichen einer Psychose sind oft subtil und schleichend, wie Leistungsabfall, Konzentrationsprobleme, sozialer Rückzug, innere Unruhe, Ängstlichkeit, Interessensverlust, Schlafstörungen und Gereiztheit; später treten deutlichere Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder Denk- und Wahrnehmungsstörungen auf, die den Realitätsverlust markieren. Eine frühzeitige Erkennung ist wichtig, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen, daher sollte bei Verdacht professionelle Hilfe gesucht werden. 

Welche Persönlichkeitsstörung hat die höchste Suizidrate?

Die Menschen können in existenzielle Krisen mit großer innerer Verzweiflung geraten, was bis zum Suizid führen kann. Die narzisstische Persönlichkeit weist mit 14% die höchste Suizidrate auf.

Wie fühlt sich Realitätsverlust an?

Antriebslosigkeit und innere Leere: Viele Betroffene ziehen sich plötzlich von ihrer Umgebung, der Familie, den Freunden oder Bekannten zurück und möchten eigentlich niemanden mehr sehen und sprechen. Sie wirken innerlich leer, ihr Leben und alles, was damit verbunden ist, wird ihnen immer gleichgültiger.

Warum habe ich immer das Gefühl, anders zu sein?

Gerade wenn wir von vielen sozialen Gruppen umgeben sind, kann es sein, dass das Gefühl, anders zu sein oder sich nicht zugehörig zu fühlen, mehr Platz einnimmt als das Gefühl der Zugehörigkeit. Gründe dafür können wie genannt die Hochsensibilität, aber auch Selbstablehnung oder innere Unruhe sein.

Was ist Derealisation?

Derealisation ist ein Zustand, in dem sich die Umgebung unwirklich, fremd oder wie in einem Traum anfühlt, oft begleitet von dem Gefühl, durch eine Art Schleier oder Glaswand von der Welt getrennt zu sein, wobei die Realität aber weiterhin erkannt wird; sie tritt häufig zusammen mit Depersonalisation (Fremdheit gegenüber dem eigenen Selbst) auf und kann durch Stress, Angst, Trauma oder Erschöpfung ausgelöst werden, ist aber auch bei Gesunden in Stresssituationen möglich und kann mit Atemtherapie und Psychotherapie behandelt werden, wenn sie leidensdruck verursacht.
 

Wie merkt man, dass man innerlich kaputt ist?

Dass du innerlich kaputt bist, erkennst du an Gefühlen der Leere, Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit, begleitet von körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen, Herzklopfen, Übelkeit und ständiger Müdigkeit, sowie psychischen Anzeichen wie sozialem Rückzug, Reizbarkeit, Antriebslosigkeit, innerer Unruhe, dem Gefühl, eine Rolle zu spielen, oder der Unfähigkeit, Freude zu empfinden. Typisch sind auch ein Mangel an Interesse, sich selbst zu versorgen, und eine innere Zerrissenheit, die sich in Inkonsequenz zeigt.
 

Wie kriegt man die Derealisierung weg?

Um Derealisation loszuwerden, hilft es, das Grübeln zu stoppen, sich durch Ablenkung (Sport, Hobbys) und starke Sinnesreize zu erden (z. B. mit Eis oder lauter Musik), und die Ursachen in einer Psychotherapie (KVT, Psychodynamik) aufzuarbeiten, um einen Kreislauf aus Angst und Unwirklichkeit zu durchbrechen und positive Muster zu entwickeln. 

Was triggert Menschen mit Depressionen?

Depressionen werden oft durch eine komplexe Mischung aus genetischer Veranlagung, biologischen Veränderungen (z.B. Neurotransmitter-Ungleichgewicht), schweren Lebensereignissen (Trauma, Verlust), chronischem Stress, bestimmten Krankheiten (Schilddrüse, Diabetes) und Umweltfaktoren (Lärm, Luftverschmutzung) ausgelöst, wobei die genaue Ursache individuell unterschiedlich ist, so die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Ärzteblatt. Es ist selten nur ein einzelner Faktor, sondern meist ein Zusammenspiel verschiedener psychosozialer und biologischer Einflüsse, die eine depressive Episode begünstigen. 

Was ist die Vorstufe einer Psychose?

Eine Vorstufe einer Psychose, oft Prodromalphase genannt, ist eine Zeit mit unspezifischen Frühsymptomen wie Konzentrationsproblemen, Unruhe, sozialem Rückzug, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und Leistungsabfall, die den akuten Ausbruch ankündigen können und oft lange unbemerkt bleiben, da sie mit normaler Entwicklung verwechselt werden können. Anzeichen können auch Gedanken- und Wahrnehmungsstörungen wie das Gefühl von Gedankendiebstahl oder leichte Halluzinationen sein, wobei die frühzeitige Erkennung wichtig für die Prognose ist.
 

Welche Frühwarnzeichen gibt es für psychische Erkrankungen?

Frühsymptome psychischer Erkrankungen sind vielfältig

„In den meisten Fällen liegen zunächst über längere Zeit nur einzelne Symptome, wie Traurigkeit, Angst, Grübeln, komische Gedanken, Appetit-, Schlaf- oder Antriebslosigkeit vor.

Was sind psychotische Gedanken?

Unter einer Psychose versteht man eine psychische Störung, die durch tiefgreifende Veränderungen der Wahrnehmung (häufig in Form von Halluzinationen), des inhaltlichen Denkens (häufig in Form von Wahn) und des Erlebens des eigenen Ichs (häufig in Form von Ich-Störungen) gekennzeichnet ist.

Was sind Warnsignale des Körpers?

Körperliche Warnsignale sind Zeichen von Überlastung, Stress oder Krankheit und umfassen Schmerzen (Kopf, Rücken, Muskeln), Verdauungsprobleme (Übelkeit, Durchfall), Kreislaufbeschwerden (Herzrasen, Bluthochdruck, Schwindel), Schlafstörungen, ständige Müdigkeit, Konzentrationsmangel sowie psychische Symptome wie Reizbarkeit und innere Unruhe. Auch Hautveränderungen, Haarausfall, Nagelveränderungen oder Zahnfleischprobleme können auf Probleme hinweisen und sollten beachtet werden.
 

Wie macht sich eine kaputte Seele bemerkbar?

Symptome einer "kaputten Seele" (oft Anzeichen für Depression, Trauma oder Erschöpfung) sind tiefgreifende Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, extreme Müdigkeit und Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Schuldgefühle, innere Unruhe, Reizbarkeit, Hoffnungslosigkeit und manchmal Suizidgedanken; körperliche Beschwerden wie Schmerzen oder Herzrasen können ebenfalls auftreten. Diese Symptome sind oft ein Zeichen dafür, dass die Psyche überlastet ist und professionelle Hilfe nötig ist, um die Ursachen zu bewältigen. 

In welchem Organ sitzt die Seele?

Schon seit der Antike wird das Herz als Sitz der Seele und Gefühle gesehen. Das äußert sich auch heute noch in unserem Sprachgebrauch. Kein anderes Organ hat für den Menschen eine derart komplexe Bedeutung, die über die körperliche Funktion weit hinausgeht.

Wie merkt man einen Nervenzusammenbruch?

Ein Nervenzusammenbruch äußert sich durch eine Mischung aus starken körperlichen Symptomen (Zittern, Herzrasen, Atemnot, Magenprobleme), emotionaler Überforderung (Weinkrämpfe, Panik, Wut, Apathie, Kontrollverlust) und psychischen Reaktionen (Konzentrations-/Schlafstörungen, Gedächtnislücken, Flashbacks, Rückzug), oft als plötzlicher Kollaps nach langer Überlastung. Man fühlt sich plötzlich überwältigt, als würde die Belastungsgrenze komplett überschritten. 

Wie erkennt man eine überforderte Mutter?

Symptome einer überforderten Mutter sind oft chronische Müdigkeit, Reizbarkeit, emotionale Leere, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Magenprobleme, begleitet vom Gefühl, den Anforderungen nicht gerecht zu werden, sich zurückzuziehen und nur noch zu funktionieren. Wichtig ist, diese Signale ernst zu nehmen, da sie oft schleichend auftreten und zu einem Mama-Burnout führen können.
 

Wie äußert sich Überforderung körperlich?

Körperliche Symptome von Überforderung (Stress) sind vielfältig und umfassen oft Kopf- und Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Magen-Darm-Probleme (wie Sodbrennen, Reizdarm), Herzrasen, Schlafstörungen, Schwindel, Atemnot und ein geschwächtes Immunsystem, das zu häufigen Infekten führt; sie entstehen durch die ständige Alarmbereitschaft des Körpers und das erhöhte Stresshormon-Level. Diese Warnsignale sollten ernst genommen werden, da sie auf langfristige psychische und physische Folgen hindeuten können. 

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