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Warum fordert man ein Zwischenzeugnis an?

Gefragt von: Leonore Bauer  |  Letzte Aktualisierung: 11. Mai 2026
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Gründe, ein Zwischenzeugnis anzufordern, sind oft Chefwechsel, interne Jobwechsel, längere Abwesenheiten (Elternzeit, Sabbatical), Betriebsumstrukturierungen (Insolvenzen, Übernahmen), Beförderungen oder wenn man sich um einen neuen Job bewirbt, um die bisherige Leistung zu dokumentieren und sich abzusichern. Auch wenn der Arbeitgeber das Zeugnis verweigern darf, braucht man ein berechtigtes Interesse, das bei diesen Situationen meist anerkannt wird, da es eine Momentaufnahme der Leistungen darstellt.

Was ist ein triftiger Grund für ein Zwischenzeugnis?

Ein triftiger Grund für ein Zwischenzeugnis ist ein berechtigtes Interesse, das eine Dokumentation des bisherigen Arbeitsverhältnisses rechtfertigt, wie z. B. ein Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel, betriebliche Umstrukturierungen, eine längere Unterbrechung (Elternzeit, Wehrdienst), eine bevorstehende Bewerbung (auch intern), eine drohende Kündigung, eine Versetzung oder die Vorlage bei Dritten (Behörden, Kreditgeber). Solche Gründe machen den Wunsch nach einer aktuellen Leistungsbewertung nachvollziehbar. 

Kann ich ohne Grund ein Zwischenzeugnis anfordern?

Sie können ein Zwischenzeugnis ohne konkreten Anlass anfordern, aber es gibt keinen gesetzlichen Anspruch, daher muss Ihr Arbeitgeber zustimmen, was bei mangelnder Begründung zu Misstrauen führen kann. Am besten wählen Sie einen "guten" Zeitpunkt (z. B. nach Projekterfolg) und formulieren die Bitte geschickt, indem Sie ein berechtigtes Interesse (wie interne Weiterentwicklung oder Wunsch nach Leistungsstand) nennen, um Verdacht auf Jobwechsel zu vermeiden. 

Ist es sinnvoll, ein Zwischenzeugnis zu bekommen?

Ein Zwischenzeugnis hält Ihre Leistungen in einem Unternehmen schriftlich fest. Damit haben Sie ein hilfreiches Dokument in der Hand, das sowohl als Selbstbestätigung dient, als auch für spätere Bewerbungen in anderen Unternehmen nützlich ist.

Was ist der Grund für die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses?

Gründe für ein Zwischenzeugnis sind meist Veränderungen im Arbeitsverhältnis wie Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel, interne Jobwechsel, längere Auszeiten (Elternzeit, Sabbatical), drohende Unternehmensveränderungen (Insolvenz, Betriebsübergang) oder die Vorbereitung auf einen Jobwechsel, um die eigene Leistung festzuhalten und Sicherheit zu gewinnen, da es oft einen "berechtigten Interesse" gibt, auch wenn kein genereller Rechtsanspruch besteht. 

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Ist ein Zwischenzeugnis ein Kündigungsgrund?

Ein Zwischenzeugnis kann also während eines laufenden Arbeitsverhältnisses angefordert werden und ist damit ein vorläufiges Arbeitszeugnis, in dem das Beschäftigungsverhältnis, aktuelle Tätigkeiten und Leistungen festgehalten werden. Es ist damit völlig unabhängig von einer eventuellen Kündigung.

Wann sollte man ein Zwischenzeugnis anfordern?

Ein Zwischenzeugnis wird angefordert, wenn es triftige Gründe gibt, wie einen Vorgesetztenwechsel, eine Beförderung, eine Versetzung, eine längere Abwesenheit (Elternzeit) oder wenn man sich beruflich neu orientiert, wobei es keine gesetzliche Frist gibt, aber üblicherweise 2–3 Wochen gewährt werden, wenn ein berechtigtes Interesse besteht. 

Wie sage ich meinem Chef, dass ich ein Zwischenzeugnis möchte?

Um ein Zwischenzeugnis anzufordern, schreibst du am besten eine kurze, höfliche E-Mail an deinen Vorgesetzten oder die Personalabteilung und bittest um ein qualifiziertes Zwischenzeugnis mit einem triftigen Grund (z. B. Jobwechsel, Elternzeit, Vorgesetztenwechsel), da es keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch gibt, aber oft Kulanz oder vertragliche Regelungen bestehen, die ein "berechtigtes Interesse" voraussetzen. Formuliere dein Anliegen konkret und nenne, warum du es benötigst, um Missverständnisse zu vermeiden, und bitte explizit um eine Leistungsbeurteilung. 

Kann ein Vorgesetztenwechsel ein Zwischenzeugnis rechtfertigen?

Ein Vorgesetztenwechsel ist ein triftiger Grund, ein Zwischenzeugnis zu beantragen, da es als wichtiger Leistungsnachweis dient, der das aktuelle Arbeitsverhältnis dokumentiert und bei zukünftigen Bewerbungen hilft. Es ist ratsam, das Zeugnis frühzeitig zu fordern, solange der alte Vorgesetzte noch im Amt ist, um eine wohlwollende und genaue Beurteilung zu sichern; die Anforderung ist meist schriftlich beim Arbeitgeber zu stellen. 

Soll man sich mit einem Zwischenzeugnis bewerben?

Zwischenzeugnis keine Pflicht für Bewerbung

Tatsächlich ist es so, dass sich viele Unternehmen geschickt weigern, regelmäßig Zwischenzeugnisse auszustellen. Weiter verzichten leider auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selber auf günstige Gelegenheiten für Beurteilungen.

Kann mein Arbeitgeber mir ein Zwischenzeugnis verweigern?

Ja, Ihr Arbeitgeber kann ein Zwischenzeugnis verweigern, wenn kein berechtigtes Interesse oder triftiger Grund vorliegt, oder es vertraglich nicht vereinbart ist; typische Gründe sind Vorgesetztenwechsel, Versetzung, betriebliche Umstrukturierung, längere Abwesenheit (Elternzeit) oder Bewerbung auf einen anderen Job. Fehlt ein solcher Grund, kann der Arbeitgeber die Ausstellung verweigern, sollte dies aber begründen; bei berechtigtem Interesse besteht jedoch ein Anspruch, der notfalls auch gerichtlich durchgesetzt werden kann. 

Wie fragt man höflich nach einem Arbeitszeugnis?

Sehr geehrte*r [Name der Führungskraft], ich plane aktuell eine berufliche Neuorientierung und benötige in diesem Zusammenhang ein qualifiziertes Zwischenzeugnis für meine Bewerbungsunterlagen. Ich bitte Sie daher, mir dieses zeitnah auszustellen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Wer hat Anspruch auf ein Zwischenzeugnis und was sollte es beinhalten?

Ein Zwischenzeugnis ist eine Leistungsbewertung während eines laufenden Arbeitsverhältnisses, die Arbeitnehmer bei triftigen Gründen beantragen können, obwohl es keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch gibt (außer bei Beendigung). Es ähnelt einem qualifizierten Arbeitszeugnis, dokumentiert Tätigkeiten, Leistungen und Verhalten, was besonders bei Vorgesetztenwechsel, Betriebsübergängen oder vor längeren Auszeiten wie der Elternzeit sinnvoll ist, um eine aktuelle Leistungsbasis zu sichern. Wichtig ist, dass es „wahr“, „klar“ und „wohlwollend“ formuliert ist, um späteren Nachteilen vorzubeugen. 

Wie wichtig sind Zwischenzeugnisse?

Das Zwischenzeugnis spiegelt den aktuellen Stand der Leistungen und das Verhalten des Arbeitnehmers*der Arbeitnehmerin wider und wird häufig bei Veränderungen im Arbeitsverhältnis, wie einem Wechsel der Position, einer Versetzung oder vor einer längeren Abwesenheit, angefordert.

Wann steht im Arbeitszeugnis der Kündigungsgrund?

Das bedeutet, der exakte Kündigungsgrund darf nur dann ins Zeugnis stehen, wenn es dem Willen des Arbeitnehmers entspricht und diesem nicht schadet. Das heißt aber auch, der konkrete Grund für eine verhaltensbedingte Kündigung darf auf keinen Fall im Arbeits- oder Dienstzeugnis auftauchen.

Was ist ein berechtigtes Interesse für ein Zwischenzeugnis?

Wann besteht ein Anspruch auf ein Zwischenzeugnis

Außerdem besteht ein Anspruch, wenn der Arbeitnehmer ein „berechtigtes Interesse“ auf Erteilung eines Zwischenzeugnisses hat. Unproblematisch ergibt sich dieses berechtigte Interesse, bei einer Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz oder dem Wechsel des Vorgesetzten.

Was ist der Ausstellungsgrund für ein Zwischenzeugnis?

Gründe für ein Zwischenzeugnis sind meist Veränderungen im Arbeitsverhältnis wie Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel, interne Jobwechsel, längere Auszeiten (Elternzeit, Sabbatical), drohende Unternehmensveränderungen (Insolvenz, Betriebsübergang) oder die Vorbereitung auf einen Jobwechsel, um die eigene Leistung festzuhalten und Sicherheit zu gewinnen, da es oft einen "berechtigten Interesse" gibt, auch wenn kein genereller Rechtsanspruch besteht. 

Was sind triftige Gründe für ein Zwischenzeugnis?

Ein triftiger Grund für ein Zwischenzeugnis ist ein berechtigtes Interesse, das eine Dokumentation des bisherigen Arbeitsverhältnisses rechtfertigt, wie z. B. ein Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel, betriebliche Umstrukturierungen, eine längere Unterbrechung (Elternzeit, Wehrdienst), eine bevorstehende Bewerbung (auch intern), eine drohende Kündigung, eine Versetzung oder die Vorlage bei Dritten (Behörden, Kreditgeber). Solche Gründe machen den Wunsch nach einer aktuellen Leistungsbewertung nachvollziehbar. 

Welche Formulierungen sollten nicht in einem Arbeitszeugnis stehen?

In ein Arbeitszeugnis gehören keine Geheimcodes, versteckte Kritik, Angaben zum Privatleben, Krankheiten, Schwangerschaft, Elternzeit, Gewerkschafts- oder Parteizugehörigkeit, Straftaten oder der genaue Kündigungsgrund (außer auf Wunsch), da diese die Arbeitssuche erschweren können. Auch widersprüchliche Aussagen oder fehlende Standardformulierungen wie der Dank sind unzulässig und werden negativ interpretiert, wie die IG Metall und der Händlerbund berichten. 

Kann ich ein Zwischenzeugnis ohne Grund anfordern?

Sie können ein Zwischenzeugnis ohne konkreten Anlass anfordern, aber es gibt keinen gesetzlichen Anspruch, daher muss Ihr Arbeitgeber zustimmen, was bei mangelnder Begründung zu Misstrauen führen kann. Am besten wählen Sie einen "guten" Zeitpunkt (z. B. nach Projekterfolg) und formulieren die Bitte geschickt, indem Sie ein berechtigtes Interesse (wie interne Weiterentwicklung oder Wunsch nach Leistungsstand) nennen, um Verdacht auf Jobwechsel zu vermeiden. 

Kann ich ein Zwischenzeugnis wegen neuer Aufgaben verlangen?

Wann dürfen Sie ein Zwischenzeugnis verlangen?

  • Ein neuer Chef kommt: Wechselt in Ihrer Abteilung die Führungskraft, dann dürfen Sie ein Zwischenzeugnis anfordern. ...
  • Ein interner Jobwechsel steht an: Auch dann haben Sie auf ein Zwischenzeugnis Anspruch – vor allem, wenn Sie neue Aufgaben übernehmen müssen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um ein Zwischenzeugnis zu verlangen?

Ein Zwischenzeugnis können Sie verlangen, wenn ein berechtigtes Interesse besteht, etwa bei einem Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel, Beförderung, langer Betriebszugehörigkeit, Elternzeit/Sabbatical, Betriebsübergang, oder wenn Sie sich beruflich neu orientieren möchten, da es Ihre Leistungen bescheinigt und motiviert, auch wenn kein gesetzlicher Anspruch besteht. Der Arbeitgeber muss bei triftigem Grund das Zeugnis unverzüglich ausstellen. 

Wann soll man ein Zwischenzeugnis verlangen?

Ein Zwischenzeugnis sollten Sie anfordern, wenn es wichtige Veränderungen gibt (neuer Chef, Abteilungswechsel, Beförderung, Elternzeit, Betriebsübergang) oder nach längerer Betriebszugehörigkeit (alle 5-10 Jahre), um Ihre Entwicklung zu dokumentieren, bevor Ihre Leistungen in Vergessenheit geraten oder bei einem Jobwechsel das aktuelle Zeugnis fehlt. Generell gilt: Immer bei berechtigtem Interesse, besonders bei internen oder externen Wechseln oder längerer Betriebstreue. 

Wie formuliere ich die Bitte um ein Zwischenzeugnis?

Um ein Zwischenzeugnis anzufordern, formulieren Sie eine kurze, höfliche E-Mail an Ihren Vorgesetzten (oder die Personalabteilung), geben Sie einen triftigen Grund an (z.B. Abteilungswechsel, Elternzeit, Jobwechsel, längere Betriebszugehörigkeit, Führungskräfte- oder Stellenwechsel) und bitten Sie um ein qualifiziertes Zeugnis mit Bezug auf Ihre bisherigen Leistungen. Eine gute Formulierung ist z.B.: "Sehr geehrte/r Herr/Frau [Name], aufgrund meines geplanten Wechsels in die Abteilung [Name] bitte ich Sie um die Ausstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses bis zum [Datum]. Vielen Dank und ich freue mich auf die weitere gute Zusammenarbeit.".
 

Kann ein Zwischenzeugnis verweigert werden?

Du kannst die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses verweigern, wenn du glaubst, dass dein Arbeitnehmer keinen ausreichenden Grund für die Anforderung hat oder wenn du der Meinung bist, dass ein solches Verlangen willkürlich oder missbräuchlich ist. Allerdings solltest du das gut und angemessen schriftlich begründen.

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