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Warum erfrorene Zehen abschneiden?

Gefragt von: Franziska Janßen  |  Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2026
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Erfrorene Zehen werden nur abgeschnitten, wenn das Gewebe nach Monaten der Heilung eindeutig abgestorben (Nekrose) oder von einer schweren Gangrän (Fäulnis) befallen ist, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern und Schmerzen zu lindhen; eine frühzeitige Amputation wird vermieden, da sich die Schäden oft erst später zeigen und manchmal noch Gewebe gerettet werden kann, wobei das Ziel ist, nur das wirklich abgestorbene Material zu entfernen, um die Funktion zu erhalten.

Warum müssen erfrorene Gliedmaßen amputiert werden?

Da Erfrierungen anfangs ausgedehnter und schwerwiegender aussehen können (als es sich Wochen oder Monate später herausstellt), wird mit einer Amputation gewöhnlich mehrere Monate gewartet, damit der Bereich genug Zeit zum Heilen hatte.

Was macht man bei erfrorenen Zehen?

Bei Erfrierungen an den Zehen gilt: Sofort raus aus der Kälte, langsam und schonend erwärmen (nicht mit direkter Hitze wie Heizung oder heißem Wasser, nicht reiben!), nasse Kleidung ausziehen, trockene, warme Kleidung anziehen und viel warmen Tee trinken. Bei Blasenbildung, Verfärbung, starken Schmerzen oder Taubheitsgefühl sofort einen Arzt aufsuchen, da tiefe Gewebeschäden vorliegen können, die spezielle medizinische Behandlung (z.B. Iloprost) benötigen.
 

Was bedeutet „gefrorene Zehen“?

Durch zu langes Sitzen aufgrund eines bewegungsarmen Lebensstils kann eine schlechte Durchblutung entstehen . Wer nicht aufsteht und sich bewegt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Füße und Zehen nicht ausreichend durchblutet werden und dadurch kälter bleiben als der Rest des Körpers.

Wie sehen Erfrierungen an den Zehen aus?

Erfrorene Zehen sehen anfangs blass, weißlich oder bläulich-rot aus, fühlen sich kalt, hart und gefühllos an, können aber auch weich und schmerzhaft (wie Nadelstiche) sein. Später können sich Blasen bilden, die Haut wird lederartig und verfärbt sich dunkel (bläulich-rot bis schwarz) und der betroffene Bereich ist komplett taub; nach dem Auftauen können starke Schmerzen und Schäden bis hin zum Gewebeverlust auftreten, was eine ärztliche Behandlung erfordert.
 

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Können sich Zehen von Erfrierungen erholen?

Erfrierungen treten am häufigsten an den Extremitäten auf, beispielsweise an Fingern, Zehen, Ohren und Nase. In vielen Fällen kann sich die Haut von Erfrierungen erholen . In schweren Fällen kann es jedoch zu Gewebetod oder -verlust kommen.

Wie lange dauert es bis Erfrierungen heilen?

Die Heilungsdauer einer Kälteverbrennung (Erfrierung) hängt vom Schweregrad ab: Leichte Fälle heilen oft innerhalb von 3 bis 6 Wochen von selbst ab, während schwerere Schäden (3. Grades) Monate dauern können und manchmal sogar eine Amputation nötig machen, wobei sich das genaue Ausmaß oft erst nach Wochen bis Monaten zeigt. Wichtig ist schnelle Erwärmung in warmem Wasser (ca. 40 °C) und medizinische Versorgung, da das endgültige Ausmaß erst nach Tagen erkennbar ist.
 

Wie bekomme ich meine gefrorenen Zehen wieder auf?

Gönnen Sie Ihren Füßen ein Fußbad . Fußbäder können helfen, Schwellungen zu reduzieren und die Zehen zu entspannen. Versuchen Sie es mit Wechselbädern. Tauchen Sie Ihre Füße dazu zuerst 30 Sekunden lang in heißes Wasser und anschließend 30 Sekunden lang in kaltes Wasser.

Was sagen die Zehen über die Gesundheit aus?

Geschwollene, gerötete oder kalte Zehen sind nicht nur ästhetische Veränderungen. Sie können Anzeichen für Durchblutungs- oder neurologische Erkrankungen sein. Auch wiederkehrende Hornhaut, eingewachsene Zehennägel oder Zehen, die sich von ihrer natürlichen Position entfernen, sollten beachtet werden.

Was machen bei kalten Zehen?

Um kalte Zehen zu bekämpfen, helfen Sofortmaßnahmen wie Bewegung (Zehen wackeln, auf der Stelle laufen), warme Fußbäder (z.B. mit Rosmarin) oder eine Wärmflasche, sowie langfristige Tipps wie das Tragen warmer Socken (Wolle/Lammfell), regelmäßige Fußmassagen, eine gesunde Lebensweise (genug trinken, Nichtrauchen) und das Vermeiden von Beine-Überschlagen. Bei anhaltenden Problemen oder Verfärbungen sollte ein Arzt aufgesucht werden, um ernste Ursachen auszuschließen.
 

Welche Langzeitfolgen hat Erfrierung?

Es kann zum Absterben von Haut und Gewebe (Gangrän) führen, was unter Umständen eine Amputation des betroffenen Körperteils erforderlich macht. Manche Menschen leiden nach einer Erfrierung unter dauerhaften Problemen wie Schmerzen und Steifheit in den betroffenen Bereichen .

Wie behandelt man eine Zehenfrost?

Begeben Sie sich aus der Kälte, ziehen Sie nasse Kleidung aus und hüllen Sie sich in eine warme Decke . Wenn möglich, weichen Sie die erfrorene Haut etwa 30 Minuten lang in einer Wanne oder einem Waschbecken mit warmem Wasser ein. Bei Erfrierungen an Nase oder Ohren decken Sie die betroffenen Stellen etwa 30 Minuten lang mit warmen, feuchten Tüchern ab. Alternativ können Sie die betroffene Haut auch mit Ihrer Körperwärme wärmen.

Warum werden meine Zehen bei Kälte blau?

Blaue Zehen bei Kälte sind meist harmlos und ein Zeichen für eine Durchblutungsreaktion (periphere Zyanose), bei der sich Blutgefäße verengen, um Wärme zu sparen, was zu Sauerstoffmangel führt. Häufige Ursachen sind das Raynaud-Syndrom oder die Akrozyanose, die Stress oder Kälte als Auslöser haben und die Zehen blass, weiß oder blau färben können, oft begleitet von Taubheit oder Schmerz. Solange die Farbe bei Wärme schnell zurückkehrt, ist meist keine Sorge nötig, aber anhaltende Blaufärbung oder Schmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden, da sie auf ernstere Durchblutungsstörungen oder andere Erkrankungen hindeuten können. 

Was passiert mit erfrorenen Zehen?

Drittgradige Erfrierungen an den Extremitäten (häufig Zehen, Finger) erfordern in der Regel - nach Abgrenzung (Demarkation) zwischen nekrotischem und ernährtem Gewebe - die Amputation.

Ist erfrieren schmerzhaft?

Ja, Erfrieren ist schmerzhaft, aber der Schmerz verändert sich: Zuerst fühlt es sich an wie Nadelstiche, dann wird es taub, und beim Wiederaufwärmen kommt oft starker Schmerz, bevor die betroffenen Stellen hart und gefühllos werden können, was tiefe Schäden anzeigt. Es ist ein Warnsignal des Körpers, da bestimmte Natriumkanäle in den Nerven unter 10 °C ihre Funktion einstellen, was zu Schmerzreizen führt, um die drohende Erfrierung zu melden,. 

Wann müssen Zehen amputiert werden?

Ein Zeh muss amputiert werden, wenn abgestorbenes Gewebe (Nekrose) durch schwere Durchblutungsstörungen (oft bei Diabetes) oder unkontrollierbare Infektionen nicht mehr gerettet werden kann und die Gefahr besteht, dass sich die Schädigung ausbreitet und das Leben oder den gesamten Fuß gefährdet. Dies geschieht, wenn andere Behandlungen fehlschlagen, als letztes Mittel, um eine schlimmere Infektion (z.B. Blutvergiftung) zu verhindern, oder nach schweren Verletzungen oder Tumoren, die den Zeh zerstören. 

Welcher Zeh ist der wichtigste?

Der Große Zeh (Hallux) ist der wichtigste Zeh, da er die Hauptlast trägt, das Gleichgewicht stabilisiert und die entscheidende Abstoßbewegung beim Gehen und Laufen ermöglicht. Er ist der dominanteste Zeh und fungiert als Ankerpunkt für den gesamten Körper, während auch der kleine Zeh wichtige Aufgaben für Stabilität und Anpassung erfüllt.
 

Was haben Füße mit der Leber zu tun?

Sind Ihre Füße anfällig für Entzündungen und Eiterungen, steht das oftmals in Verbindung mit Diabetes und einer Polyneuropathie mit deutlich herabgesetzter Sensibilität in den Füßen. Ebenso alkoholassoziierte Lebererkrankungen können zu vermehrten Entzündungen an den Füßen führen.

Kann man ohne Zehen noch gehen?

Ja, man kann ohne Zehen laufen, aber es beeinflusst Gleichgewicht, Stabilität und Gangbild, wobei die Auswirkungen je nach Anzahl und Art der fehlenden Zehen variieren; oft sind angepasste Schuhe oder Prothesen notwendig, aber der Verlust einzelner kleiner Zehen ist meist gut zu bewältigen, während die große Zehe wichtiger für die Funktionalität ist. 

Wie sehen leichte Erfrierungen an den Zehen aus?

Frostbeulen beginnen mit einer blau-roten Verfärbung der Haut. Später können sich an der Stelle teigige Schwellungen bilden, oft verbunden mit Juckreiz und Schmerzen. Die Schwellung geht in der Regel von selbst zurück, kann aber bis zu 6 Wochen anhalten.

Wie bekommt man Zehen wieder gerade?

Um Zehen zu begradigen, gibt es konservative Methoden wie spezielle Übungen (z.B. Handtuchkrallen, Murmeln aufheben), das Tragen von Schienen oder Polstern sowie passende, weite Schuhe, die Druck vermeiden; bei starken Fehlstellungen helfen oft nur Operationen, die Knochen oder Sehnen korrigieren. Konservative Ansätze sind bei leichten Fällen wirksam und sollten bei beginnenden Krümmungen versucht werden, während bei fortgeschrittenen Problemen oder Schmerzen eine ärztliche Abklärung und eventuell ein Eingriff nötig werden. 

Was hilft bei erfrorenen Zehen?

Bei Erfrierungen an den Zehen gilt: Sofort raus aus der Kälte, langsam und schonend erwärmen (nicht mit direkter Hitze wie Heizung oder heißem Wasser, nicht reiben!), nasse Kleidung ausziehen, trockene, warme Kleidung anziehen und viel warmen Tee trinken. Bei Blasenbildung, Verfärbung, starken Schmerzen oder Taubheitsgefühl sofort einen Arzt aufsuchen, da tiefe Gewebeschäden vorliegen können, die spezielle medizinische Behandlung (z.B. Iloprost) benötigen.
 

Wie sehen Erfrierungen aus?

Erfrierungen sehen je nach Schweregrad unterschiedlich aus, beginnen oft mit blass-bläulicher oder rot-bläulicher Haut, die sich kalt, taub und weich anfühlt (1. Grad). Später können sich weiß-graue, harte, gefühllose Bereiche, Blasenbildung mit klarer oder blutiger Flüssigkeit (2./3. Grad) und schließlich eine Schwarzfärbung (Nekrose) entwickeln, die auf abgestorbenes Gewebe hinweist. Betroffene Stellen sind oft Finger, Zehen, Nase, Ohren und Wangen.
 

Welche Salbe kann Erfrierungen behandeln?

Bei einer Kälteverbrennung (Erfrierung) ist schnelles Aufwärmen wichtig, danach helfen wasserhaltige Gele wie Bepanthen® Kühlendes Schaumspray oder Calendula-Salben (z.B. Calendula-Salbe-Heel S) mit hohem Wasseranteil, die kühlend und wundheilungsfördernd wirken, aber keine dicken, nicht-atmungsaktiven Salben. Spezielle vorbeugende Cremes wie Akilwinter® können bei Kälteempfindlichkeit helfen, aber bei akuten Schäden sind kühlende, feuchtigkeitsspendende Mittel und ärztliche Behandlung entscheidend. 

Wie entstehen Frostbeulen an den Zehen?

Frostbeulen an den Zehen entstehen durch eine gestörte Durchblutung bei Kälte und Feuchtigkeit, ausgelöst durch eine überschießende Reaktion der kleinen Blutgefäße, die sich bei schneller Wiedererwärmung entzünden können. Risikofaktoren sind unzureichender Kälteschutz (enge Schuhe), schlechte Durchblutung, Übergewicht, Rauchen, Alkohol, Erschöpfung und individuelle Veranlagung (oft Frauen stärker betroffen).