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Warum Blitzer so teuer?

Gefragt von: Lydia Miller  |  Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2026
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Blitzer sind teuer, weil sie eine wichtige Rolle bei der Verkehrssicherheit spielen, indem sie Raser abschrecken und die Einnahmen direkt in Kommunen fließen, was die Anschaffung und den Betrieb solcher Anlagen rechtfertigt; die Kosten für den Autofahrer steigen je nach Überschreitung und Ort (innerorts teurer) stark an und beinhalten oft Bußgelder, Punkte und sogar Fahrverbote, um eine spürbare Strafe zu gewährleisten und die Sicherheitsziele zu erreichen, so SWR, ARAG und ADAC.

Wie viel verdient der Staat durch Blitzer?

Umfrage des Deutschen Anwaltvereins 33,19 Millionen Euro durch Blitzer-Bußgelder – Hamburg auf Platz eins. In keiner deutschen Stadt gebe es mehr Blitzer als in Hamburg. Entsprechend hoch sind die Einnahmen. Die Hansestadt erhält erneut den »Goldenen Blitzer«-Preis.

Wie viel kostet ein normaler Blitzer?

Was Blitzer kosten – und wann sie sich lohnen

Das sollten Sie wissen, bevor Sie als Kommune investieren: Stationäre Blitzer kosten zwischen 20.000 und 250.000 Euro. Mobile Anlagen liegen bei rund 160.000 Euro inklusive Technik.

Warum wird aktuell so viel geblitzt?

Dies sei im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Blitzer seit Mai 2024 innerorts früher auslösen - entweder ab 36 Kilometern pro Stunde oder ab 56 Kilometern pro Stunde. Infolgedessen seien deutlich mehr Menschen geblitzt worden, mehr als doppelt so viele im Vergleich zum Vorjahr.

Was war der teuerste Blitzer?

Teuerster Strafzettel: 1.080.000 Franken für's zu schnell Fahren | 09.08.2021. Bis heute gilt ein Schwede als trauriger Rekordhalter den teuersten Strafzettel der Geschichte erhalten zu haben. Umgerechnet etwas über 780.000 Euro musste er zahlen, heißt es. Und der Führerschein war freilich auch weg.

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In welchem Land sind Blitzer am teuersten?

Ganz weit vorne im Ranking der teuersten Bußgelder für Temposünder ist dementsprechend Finnland. Dort bemisst sich das Bußgeld ebenfalls anhand des monatlichen Einkommens. Ein Tagessatz beträgt ein Sechzigstel der Monatseinkünfte. Bei reichlich Tagessätzen kann die Strafe dadurch schnell mehr als 6.000 € betragen.

Kann man mit 300 km/h geblitzt werden?

Mit 306 Kilometern pro Stunde rast ein Autofahrer über eine Straße bei Lüttich. Er wird geblitzt – doch Konsequenzen muss er nicht fürchten. Obwohl er mit mehr als 300 Kilometern pro Stunde auf einer Autobahn bei Lüttich gefahren ist und obwohl er dabei geblitzt worden ist, wird ein Raser nicht bestraft.

Wo geht das Blitzer Geld hin?

Das Geld aus Blitzer-Einnahmen fließt in der Regel in den allgemeinen Haushalt der jeweiligen Gemeinde oder des Landkreises, in dem der Verstoß begangen wurde; es ist nicht zweckgebunden und wird für allgemeine öffentliche Ausgaben verwendet, kann aber auch zur Finanzierung der eigenen Bußgeldstelle oder zur Beschaffung neuer Blitzer dienen, wobei Kommunen auch Geräte leasen und an den Einnahmen beteiligt sind. 

Was ist die 20 Sekunden Regel auf der Autobahn?

Die 20-Sekunden-Regel auf der Autobahn ist eine Faustregel, die besagt: Wer nach einem Überholvorgang auf der linken Spur bleibt, muss auf die rechte Spur zurückwechseln, wenn der Platz dort frei ist, um deutlich länger als 20 Sekunden mit gleicher Geschwindigkeit weiterfahren zu können; andernfalls drohen Bußgelder wegen Behinderung des Verkehrs. Die Regel dient der Durchsetzung des Rechtsfahrgebots (§ 2 StVO) und soll unnötiges Fahren auf der Mittelspur verhindern, um Staus zu vermeiden und den Verkehrsfluss zu gewährleisten.
 

Wie viel verdient ein Blitzer?

4.266 € erwarten, was einem Stundenlohn von 17 € entspricht. * Die Gehaltsspanne als Verkehrsüberwacher/in liegt zwischen 42.500 € und 60.400 € pro Jahr und 3.541 € und 5.033 € pro Monat. Für einen Job als Verkehrsüberwacher/in gibt es in Bremen, Hamburg, Nürnberg besonders viele offene Jobangebote.

Was bedeutet eine Blitzersäule mit 3 Ringen?

Eine Blitzersäule mit 3 Ringen überwacht in der Regel nur eine Fahrtrichtung und bis zu zwei Fahrspuren, während eine Säule mit 4 Ringen beide Fahrtrichtungen mit bis zu vier Spuren gleichzeitig kontrollieren kann. Diese modernen Laser-Blitzer (oft von Vitronic) arbeiten mit Lichtimpulsen, erfassen Geschwindigkeiten auch bei mehreren Fahrzeugen gleichzeitig und können entweder mit sichtbarem oder Infrarot-Blitz arbeiten, wobei die Erkennung von der Fahrerseite (hinten) abhängt, wenn beide Richtungen abgedeckt sind.
 

Wird man mit 57 in einer 50 Zone geblitzt?

Wenn Sie in einer 50er-Zone mit 57 km/h geblitzt wurden, sind Sie innerorts 7 km/h zu schnell gefahren (nach Toleranzabzug wahrscheinlich nur 3-4 km/h). Das ist eine geringe Überschreitung, die normalerweise "nur" ein Verwarnungsgeld von 30 € nach sich zieht, ohne Punkte oder Fahrverbot, aber es hängt von der genauen Geschwindigkeit und den Toleranzen ab; bei 57 km/h netto kann es jedoch auch teurer werden, wenn es sich um eine Überschreitung von 11-15 km/h handelt, was aber unwahrscheinlich ist. 

Wie erhalte ich 50 % Rabatt auf meine Bußgelder?

Rabatte auf Verkehrsstrafen

Obwohl diese Bußgelder bezahlt werden müssen, bietet das AARTO-System einen Anreiz zur frühzeitigen Begleichung: Autofahrer zahlen nur 50 % des Bußgeldbetrags , wenn sie diesen innerhalb von 32 Tagen nach Erhalt der Verwarnung begleichen . Dieses Rabattsystem gilt derzeit in Johannesburg.

Wer bekommt das Geld, wenn die Polizei blitzt?

Generell darf zunächst die Polizei blitzen. Dann allerdings landet das Geld im Säckel des jeweiligen Bundeslandes. Daher übernehmen häufig die Landkreise und kreisfreien Städte das Blitzen.

Was kostet es, wenn man 70 statt 50 fährt?

Wenn Sie innerorts mit 70 km/h statt erlaubten 50 km/h geblitzt werden, droht ein Bußgeld von etwa 70 € (bei ca. 16-20 km/h zu schnell) oder 110 € (bei 21-25 km/h zu schnell, mit 1 Punkt) plus 1 Punkt, da die Strafen bei höheren Überschreitungen ab 31 km/h (oft ab 71 km/h) teurer werden und ab 71 km/h ein Punkt fällig wird, wobei 70 km/h zu schnell (innerorts) oft 700 € kostet und 2 Punkte sowie 1 Monat Fahrverbot nach sich zieht, falls Sie 70 km/h ZU schnell sind (z.B. 120 statt 50), aber bei 70 km/h gefahren (also 20 km/h zu schnell) sind die Kosten geringer und liegen bei 70-80 € und keine Punkte.
 

Was kostet ein Mittelspurschleicher?

FAQ: Mittelspurschleicher

Das verbotswidrige Rechtsüberholen kann mit einem Bußgeld zwischen 100 und 145 Euro sowie einem Punkt in Flensburg geahndet werden.

Wo darf man 130 km/h fahren?

3. außerhalb geschlossener Ortschaften auf Straßen, die mindestens zwei durch Fahrstreifenbegrenzung (Zeichen 295) oder durch Leitlinien (Zeichen 340) markierte Fahrstreifen für jede Richtung haben, nicht schneller als 130 km/h zu fahren (Autobahn-Richtgeschwindigkeit).

Wem gehören die Blitzer?

Das Unternehmen Eifrig Media GmbH gibt es nicht erst seit der Erfindung der bekannten App Blitzer.de im Jahr 2010. Zweifellos ein wichtiger Meilenstein, doch die Geschichte des Unternehmens geht bis in die Neunziger zurück.

Wie viel km/h ist zu viel für einen Punkt?

Einen Punkt in Flensburg gibt es erst bei Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 20 km/h. Ab 21 km/h liegt ein sogenannter A-Verstoß, also ein schwerwiegendes Vergehen vor. Schon beim ersten Verstoß wird die Probezeit von zwei auf vier Jahre verlängert. Zudem wird ein Aufbauseminar angeordnet.

Wie viel später darf ein Blitzerfoto kommen?

Ein Blitzerfoto bzw. der dazugehörige Bußgeldbescheid muss normalerweise innerhalb von drei Monaten nach dem Verstoß zugestellt werden, da die Verfolgungsverjährung sonst eintritt. Wird innerhalb dieser Frist ein Anhörungsbogen oder der Bescheid selbst versendet, verlängert sich die Verjährungsfrist auf sechs Monate. Die Zustellung erfolgt oft schneller (2-3 Wochen), aber die Behörde hat die drei Monate Zeit, um das Verfahren einzuleiten.
 

Ist es erlaubt, in Kurven zu Blitzen?

Ja, Blitzer in Kurven sind grundsätzlich erlaubt, solange die Messgeräte richtig aufgestellt sind und die Messung nach den Vorgaben der Bedienungsanleitung erfolgt, was oft mit spezieller Technik (z.B. Laser, Lichtschranke) oder durch die Positionierung in der Kurvenmitte möglich ist, um die Geschwindigkeit auch in Schräglage zuverlässig zu erfassen, da der Blitzer das Fahrzeug nicht frontal treffen muss. Die Richtlinien schließen scharfe Kurven nicht pauschal aus, aber die Genauigkeit kann bei widrigen Umständen höher anfällig für Fehler sein, weshalb Einsprüche bei solchen Messungen erfolgversprechend sein können, so Geblitzt.de und ADAC.
 

Was war der höchste Blitzer?

Platz 1: Auf 324 km/h brachte ein 28 Jahre alter Genfer seinen Bentley Continental GT im April 2011 auf der Schweizer A1.

Wie schnell fährt man, wenn der Tacho 80 anzeigt?

Wenn Ihr Tacho 80 km/h anzeigt, fahren Sie in Wirklichkeit langsamer, weil der Tacho immer etwas "voreilt" (nach EU-Richtlinie bis zu 10 % + 4 km/h über der Realgeschwindigkeit), aber nie weniger anzeigen darf; bei 80 km/h liegt Ihre tatsächliche Geschwindigkeit je nach Fahrzeug und Alter also zwischen etwa 70 und 75 km/h, um die gesetzliche Toleranz einzuhalten.