Warum baut man keinen Keller mehr?
Gefragt von: Karl-Otto Kiefer | Letzte Aktualisierung: 26. Januar 2026sternezahl: 5/5 (46 sternebewertungen)
Man baut heute oft keinen Keller mehr wegen der erheblich höheren Kosten, der längeren Bauzeit, des Risikos von Feuchtigkeitsproblemen (Schimmel, Hochwasser) sowie wegen der unzureichenden Tageslichtversorgung in Kellern, wodurch oft wenig nutzbarer Raum entsteht, obwohl Stauraum woanders geschaffen werden muss. Stattdessen werden häufig eine einfache Bodenplatte gebaut und der fehlende Stauraum durch andere Lösungen wie Gartenhäuser, Schuppen oder clever gestaltete Wohnräume kompensiert, was oft effizienter ist.
Warum baut man heute ohne Keller?
Ein Haus ohne Keller zu bauen ist heute eine weitverbreitete Entscheidung beim Hausbau. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von geringeren Baukosten über eine schnellere Umsetzung beim Bau bis hin zu einem geringeren Aufwand bei der Planung.
Was spricht gegen einen Keller?
Das wichtigste Argument, das gegen einen Neubau mit Keller spricht, sind die höheren Baukosten. Für den Bodenaushub, die Kellerwände usw. fallen höhere Kosten an als für eine einfache Bodenplatte.
Ist ein Haus ohne Keller weniger wert?
Während ein Keller zusätzlichen Stauraum und Nutzungsmöglichkeiten bietet, geht dies mit höheren Kosten und potenziellen Feuchtigkeitsproblemen einher. Ein Haus ohne Keller ist kostengünstiger und schneller zu bauen, bietet jedoch weniger Stauraum und Nutzungsmöglichkeiten.
Was tun, wenn man keinen Keller hat?
Wenn kein Keller vorhanden ist, schaffen Sie Stauraum durch Dachboden, Garage/Carport, Gartenhaus oder clevere Einbauten wie Schiebetüren für Nischen (z.B. unter der Treppe) und einen Hauswirtschaftsraum (HWR) für Dinge, die nicht direkt im Wohnraum gelagert werden sollen. Aufräumen und Aussortieren (Minimalismus) ist ebenfalls eine grundlegende Lösung für fehlenden Platz.
Why I no longer manage house construction projects with basements – Advantages of a floor slab fo...
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Was, wenn ich keinen Keller habe?
Auch Häuser ohne Keller können aufgrund von Bodenbewegungen, Feuchtigkeit, mangelhafter Bauweise und anderen Faktoren Setzungen, Risse und andere Probleme erleiden . Das Erkennen der Ursachen und frühen Anzeichen kann teure Reparaturen verhindern und die langfristige Stabilität gewährleisten.
Ist es Pflicht, einen Keller zu haben?
Meist gehört zu einer gemieteten Wohnung auch ein Keller. Einen Anspruch darauf haben Mieter aber nicht. "Wer Wert auf einen Keller legt, sollte dies vorher mit dem Vermieter vertraglich vereinbaren", rät der Deutsche Mieterbund. Andernfalls müssen Mieter im Zweifel ohne den zusätzlichen Abstellraum auskommen.
Wie nennt man ein Haus ohne Keller?
Haus ohne Keller, mit Bodenplatte: Ein Fertighaus oder auch ein Modulhaus wird aus Kostengründen häufig ohne Keller, dafür mit einer Bodenplatte geplant. Stauraum gibt es in den Häusern ohne Keller meist im Hauswirtschaftsraum, der Garage oder, wenn vorhanden, auf dem Dachboden.
Kann man für 300.000 € ein Haus bauen?
Für 300.000 Euro reines Baubudget kannst du ein solides Einfamilienhaus mit 120 bis 140 Quadratmetern Wohnfläche bekommen. Das reicht aus für eine vierköpfige Familie, bei geschickter Planung sind sogar bis zu 150 Quadratmeter möglich.
Was ist das teuerste Gewerk beim Hausbau?
Das teuerste Stockwerk eines Hauses ist der Keller! Was liegt also näher, als den Keller gleich wegzulassen und damit gleichzeitig den teueren Aushub, der je nach Lage (Hanglage, ebener Untergrund, Gebiet mit hoch liegendem Grundwasser etc.) sehr aufwändig sein kann, einzusparen.
Was kostet eine 100m2 Bodenplatte?
Die Kosten für eine 100m² Bodenplatte variieren stark, liegen aber meist zwischen 7.000 € und 20.000 € für die reine Bodenplatte (Beton, Armierung, Schalung), mit höheren Preisen für Dämmung (Thermobodenplatte) oder komplexere Gründungen, was die Gesamtkosten auf 30.000 € bis 50.000 € oder mehr für Bodenplatte inkl. Aushub, Dämmung & Co. erhöhen kann, je nach Bodenbeschaffenheit und Anforderungen.
Welche Nachteile hat ein Hochkeller?
- Hohe Kosten für Erdarbeiten, Entsorgung der Erde und Dämmung.
- Zusätzliche Innentreppe kann den Raumgewinn minimieren.
- Barrierefreier Zugang ist mit Zusatzkosten verbunden.
- Erhöhtes Risiko für Baufehler, Undichte oder Feuchtigkeit.
- Tageslicht nur durch Hochkeller oder zusätzliche Lichtschächte möglich.
Welche Alternativen gibt es zu einem Keller?
Garage: Eine geräumige Garage kann nicht nur das Auto beherbergen, sondern auch Fahrräder, Gartengeräte, Werkzeuge und andere größere Gegenstände. Dachboden: Ein gut ausgebauter Dachboden bietet zusätzlichen Stauraum für saisonale Dekorationen, Koffer und selten benutzte Haushaltsgegenstände.
Was ist das teuerste beim Hausbau?
Das Teuerste am Hausbau sind oft der Grundstückskauf und der Rohbau (inkl. Dach, Fenster), die zusammen rund die Hälfte der Gesamtkosten ausmachen können, gefolgt von den Baunebenkosten (Architekt, Gebühren, Anschlüsse, Erschließung), die 10–20 % ausmachen. Spezielle Wünsche wie ein Keller oder hochwertige Innenausstattung treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe.
Ist eine Dämmung unter der Bodenplatte sinnvoll?
Ja, eine Dämmung unter der Bodenplatte ist sehr sinnvoll und heutzutage sogar gesetzlich vorgeschrieben (GEG), um Wärmeverluste, hohe Heizkosten und ein kaltes Raumklima zu vermeiden, da sie den direkten Kontakt zum kalten Erdreich unterbindet und eine effektive Wärmebrückenreduzierung ermöglicht. Sie ist sowohl im Neubau (unter der Bodenplatte) als auch bei der Sanierung (meist auf der Bodenplatte) entscheidend für Energieeffizienz und Wohnkomfort.
Wie viel Eigenkapital braucht man für 200.000 €?
Insgesamt wäre für einen Kredit von 200.000 € ein Eigenkapitalanteil von rund 60.000 bis 70.000 € optimal. Förderprogramme wie KfW-Darlehen oder regionale Zuschüsse helfen, den Finanzierungsaufwand zu senken, können jedoch die Eigenkapitalanforderung nicht komplett ersetzen.
Was kostet ein schlüsselfertiges Haus 2025?
Ein schlüsselfertiges Fertighaus kostet 2025 als Neubau meist zwischen 2.500 und 3.500 € pro m² Wohnfläche. Für ein typisches Haus mit 150 m² fallen entsprechend Baukosten von durchschnittlich 450.000 € an.
Ist es möglich, für 50.000 Euro ein Haus zu bauen?
Laut Bundesverband Deutscher Fertigbau sind kleine Modelle schon für 50.000 Euro möglich, allerdings ohne Extras. Eine weitere Möglichkeit günstiger und einfacher zu bauen sind Kleinsthäuser. Einige Hersteller bieten diese Tiny Houses sogar als Bausätze an, die vor Ort selbst zusammengesetzt werden müssen.
Warum bauen viele ohne Keller?
Bauherren, die ohne Keller bauen, haben dafür oft nur einen Grund: Kostenersparnis. Wer sich dagegen für einen Keller entscheiden, schätzt die Lager- oder auch Wohnfläche. Hausbauer sollten das Kosten-Nutzen-Verhältnis sorgfältig abwägen.
Kann Grundwasser ins Haus eindringen?
Grundwasser im Keller kann nach längeren Regenperioden oder Flusshochwasser auftreten – oft auch zeitverzögert. Gefährdet sind primär Gebäude mit lehmigem Untergrund oder mangelnder Kellerabdichtung. Eindringendes Wasser kann massive Schäden verursachen – bis zur Gefährdung der Gebäudestatik.
Welche Hausbauweise ist die billigste?
Was ist die günstigste Bauweise? Bausatzhäuser und Ausbauhäuser in Fertigbauweise sind auf den ersten Blick die günstigste Hausbauart. Du übernimmst möglichst viele Arbeiten beim Hausbau selbst und sparst damit ordentlich Kosten ein. Die Kosten für den Hausbau sind hier aus diesem Grund anfangs am niedrigsten.
Ist ein Keller sinnvoll?
Lassen sich die nötigen Lichtverhältnisse schaffen, ist ein Untergeschoss ideal, wenn Sie sich ein Gäste-, Arbeits- oder Fitnesszimmer wüschen. Auch für einen Hobbyraum oder eine kleine Werkstatt bietet sich ein Keller an. Für Ihre persönlichen Bedürfnisse kann der Hausbau mit Keller die richtige Entscheidung sein.
Was darf nicht im Keller stehen?
Im Keller dürfen generell keine leicht entzündlichen Stoffe (Benzin, Lösungsmittel, Lacke, Spraydosen, Gasflaschen), explosive Stoffe, große Mengen an Altreifen oder brandfördernden Materialien wie alte Zeitungen/Pappe gelagert werden, da dies die Brand- und Explosionsgefahr massiv erhöht, zudem sind wertvolle Gegenstände (Schmuck, Dokumente) sowie empfindliche Güter wie Lebensmittel, Kunstwerke, teure Möbel, Musikinstrumente und Lederwaren aufgrund der Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und Schädlinge (Mäuse, Motten) ungeeignet und sollten vermieden werden. Die Hausordnung kann weitere Einschränkungen festlegen, besonders für Mieter.
Was tun ohne Keller?
Wenn kein Keller vorhanden ist, schaffen Sie Stauraum durch Dachboden, Garage/Carport, Gartenhaus oder clevere Einbauten wie Schiebetüren für Nischen (z.B. unter der Treppe) und einen Hauswirtschaftsraum (HWR) für Dinge, die nicht direkt im Wohnraum gelagert werden sollen. Aufräumen und Aussortieren (Minimalismus) ist ebenfalls eine grundlegende Lösung für fehlenden Platz.
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