Warum abtreiben?
Gefragt von: Herr Prof. Hans Dieter Wiese B.Sc. | Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2026sternezahl: 4.3/5 (68 sternebewertungen)
Argumente Pro Abtreibung Manche haben schon Kinder und wollen kein weiteres. Manche trauen sich das Leben mit einem behinderten Kind nicht zu. Manche können sich nicht vorstellen, sich mit einem Kind an diesen Mann zu binden. Manche erleben Gewalt in der Beziehung, die sie ihrem Kind nicht zumuten wollen.
Was sind die Gründe für eine Abtreibung?
Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch sind vielfältig und reichen von ungeplanten Schwangerschaften, finanziellen oder partnerschaftlichen Problemen, Überforderung, dem Gefühl, noch nicht bereit für ein Kind zu sein, bis hin zu gesundheitlichen Risiken für die Schwangere oder den Fötus sowie Fällen von Vergewaltigung, wobei die Entscheidung oft eine Mischung aus persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren darstellt und in der Regel durch eine Konfliktberatung begleitet wird.
Warum sind Abtreibungen wichtig?
Die oftmals lebenswichtige Gesundheitsversorgung nach dem Schwangerschaftsabbruch wird vielen Betroffenen vorenthalten. Der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ist daher von grundlegender Bedeutung für den Schutz und die Wahrung der Menschenrechte von Frauen, Mädchen und allen Personen, die schwanger werden können.
Was spricht für eine Abtreibung?
Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch sind oft persönliche Umstände wie finanzielle Sorgen, keine Partnerschaft oder die Belastung durch bereits vorhandene Kinder, sowie berufliche Chancen, fehlende psychische Stabilität oder die Angst, dem Kind ein Leben in Gewalt nicht ersparen zu können; medizinische Indikationen, bei denen die Gesundheit der Schwangeren gefährdet ist, und der Abbruch nach Sexualdelikten sind weitere legitime Gründe, die den Abbruch ermöglichen können.
Was sind die Argumente von Abtreibungsgegnern?
Hier werden die wichtigsten Argumente beider Positionen gegenübergestellt: Das Lebensrecht des Kindes steht über "My Body My Choice" Der Embryo ist kein Zellhaufen, sondern ein Mensch. Das menschliche Leben beginnt eindeutig bei der Befruchtung.
Schwangerschaftsabbruch: Was Ärzte nicht sagen dürfen | Quarks Exklusiv
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Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?
Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht.
Warum halten manche Menschen Abtreibung für in Ordnung?
In manchen Fällen ist ein Schwangerschaftsabbruch notwendig, um das Leben oder die Gesundheit der betroffenen Person zu retten. Wenn Menschen der Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen verwehrt wird, besteht ein höheres Risiko, dass sie auf unsichere Methoden zurückgreifen, die zu schweren oder lebensbedrohlichen Komplikationen führen können.
Ist Abtreiben moralisch vertretbar?
Die moralische Vertretbarkeit von Abtreibung ist eine tiefgreifende ethische Frage ohne einfache Antwort, die verschiedene Perspektiven einbezieht: Während einige die Selbstbestimmung und das Recht der Frau auf körperliche Autonomie betonen und Abtreibung in bestimmten Situationen als ethisch notwendig sehen (z.B. bei Gefährdung der Gesundheit), argumentieren andere, dass das menschliche Leben ab der Empfängnis geschützt werden muss, was Abtreibung moralisch verwerflich macht, insbesondere aus religiösen Sichtweisen (wie im Katholizismus). Der deutsche Gesetzgeber sieht Abtreibung grundsätzlich als strafbar, ermöglicht aber unter der Fristen- und Beratungsregelung sowie bei Indikationen eine Straffreiheit, was einen Kompromiss darstellt, der verschiedene ethische Positionen zu vereinen versucht.
Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?
Nach einem Schwangerschaftsabbruch sind die Gefühle sehr individuell und reichen von Erleichterung, Freude oder auch einem Gefühl der Stärke bis hin zu Trauer, Schuld, Angst, Niedergeschlagenheit, Wut und hormonell bedingten Stimmungsschwankungen, die oft auch mit körperlichen Reaktionen wie Schmerzen und Blutungen einhergehen können, wobei die Verarbeitung stark von den persönlichen Umständen (z.B. Druck, Lebenssituation, moralische Einstellung) abhängt. Es gibt keine pauschale "normale" Reaktion, und professionelle Beratung bei Beratungsstellen wie pro familia oder donum vitae ist eine wichtige Anlaufstelle.
Was ist die Kernaussage einer Abtreibung?
Ein Schwangerschaftsabbruch ist ein medizinischer Eingriff zur Beendigung einer Schwangerschaft und ein wichtiger Bestandteil der reproduktiven Gesundheitsversorgung. Er gehört zu den häufigsten Eingriffen bei Frauen.
Wie verändert sich der Körper nach einer Abtreibung?
Bis einige Tage nach der Behandlung können Sie Rückenschmerzen, Unterleibschmerzen und Blutverlust haben, vergleichbar mit einer normalen Menstruation. Der größte Blutverlust tritt nach 4 – 7 Tagen auf und kann länger als eine normale Regelblutung dauern. Die Blutungen enden oft mit braunem Ausfluss.
Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?
Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.
Wann sollte man abtreiben?
Ein Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) ist in Deutschland unter bestimmten Fristen und Bedingungen möglich: bis zur 12. Woche nach der Empfängnis (ca. 14. Woche der Schwangerschaft) mit obligatorischer Schwangerschaftskonfliktberatung und dreitägiger Wartefrist, bei Vergewaltigung (kriminologische Indikation) oder bei Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der Schwangeren (medizinische Indikation), auch später. Der medikamentöse Abbruch ist bis zur 9. SSW (63. Tag) möglich, danach meist operativ (Absaugung).
Welche Frauen treiben am meisten ab?
Schwangerschaftsabbrüche je 10.000 Frauen nach Altersgruppen in Deutschland (1996-2023) Am häufigsten werden Schwangerschaftsabbrüche bei 25- bis 29-jährigen Frauen vorgenommen, gefolgt von den 30- bis 34-jährigen Frauen.
Was für Folgen hat eine Abtreibung?
Die Folgen einer Abtreibung können kurzfristig körperliche Beschwerden wie Schmerzen und Blutungen sein, während langfristige körperliche Komplikationen wie Unfruchtbarkeit oder Probleme bei späteren Schwangerschaften selten, aber möglich sind. Psychisch können die Reaktionen komplex sein, mit möglichen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) oder Depressionen, obwohl viele Frauen langfristig keine negativen psychischen Folgen sehen. Wichtig ist die medizinische Nachsorge und psychologische Unterstützung, um mögliche Risiken zu minimieren.
Was ist die häufigste Ursache für Fehlgeburten?
Die häufigste Ursache für eine Fehlgeburt sind genetische Veränderungen des Babys. Sind die Veränderungen so stark, dass die Lebensfähigkeit eingeschränkt oder nicht gegeben ist, verstirbt es.
Wie viele Beziehungen scheitern nach einer Abtreibung?
Statistiken zeigen, dass Partnerschaften nach einem Schwangerschaftsabbruch oft unter Druck geraten, wobei neuere Daten darauf hindeuten, dass Frauen, die abtreiben, häufig bereits in instabileren Beziehungen sind und eine höhere Trennungsrate haben als Frauen, die das Kind austragen – manche Studien sprechen von bis zu vier von fünf Partnerschaften, die scheitern, was jedoch stark von der Beziehungsqualität vor dem Abbruch abhängig ist. Während einige Paare durch die Erfahrung enger zusammenwachsen, erleben andere Distanz, insbesondere wenn die Gefühle unterschiedlich verarbeitet werden, was die Entscheidung komplex macht und die bestehende Beziehung belastet.
Wie viele bereuen einen Schwangerschaftsabbruch?
Auch in der Realität scheinen nur wenige Frauen ihren Abbruch zu bereuen. So zeigt zumindest eine Studie aus den USA, dass fünf Jahre nach dem Eingriff mehr als 95 Prozent der Frauen sagen, es sei die richtige Entscheidung gewesen.
Wie lange braucht der Körper, um sich von einer Abtreibung zu erholen?
Die Erholung nach einem medikamentösen Abbruch variiert, aber viele Frauen fühlen sich nach 1 bis 2 Tagen wieder wohl. Es kann jedoch bis zu 2 Wochen dauern, bis die Blutungen vollständig abklingen.
Ist abtreiben eine Sünde?
Ob Abtreibung eine Sünde ist, hängt stark von der religiösen Überzeugung ab; im Christentum wird sie meist als Sünde gegen das Leben gesehen, besonders in der katholischen Kirche, die das Leben ab der Empfängnis schützt, während es im Protestantismus differenziertere Ansichten gibt und im Judentum und Islam die Sichtweisen variieren, oft mit Ausnahmen bei Gefährdung von Mutter oder Kind.
Wie viel Prozent der Menschen bereuen eine Abtreibung?
In einer Studie gaben 44 % der Frauen, die eine Abtreibung vornehmen ließen, an, diese zu bereuen. Zahlreiche Frauen meldeten sich zu Wort und sagten Dinge wie: „Ich werde nie vergessen, was ich getan habe, und ich werde mir das nie verzeihen“ und bezeichneten die Abtreibung als „den größten Fehler meines Lebens“.
Welche Argumente gibt es für Abtreibung?
Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch sind vielfältig und reichen von ungeplanten Schwangerschaften, finanziellen oder partnerschaftlichen Problemen, Überforderung, dem Gefühl, noch nicht bereit für ein Kind zu sein, bis hin zu gesundheitlichen Risiken für die Schwangere oder den Fötus sowie Fällen von Vergewaltigung, wobei die Entscheidung oft eine Mischung aus persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren darstellt und in der Regel durch eine Konfliktberatung begleitet wird.
Was ist der häufigste Grund für Abtreibung?
100 % der Frauen, die in einem Schwangerschaftskonflikt aufgrund von Einflussnahme durch Familie, Arbeitgeber oder andere Personen standen, 74 % der Frauen in finanzieller Not und 73 % der Frauen mit Problemen in der Partnerschaft, also alles äußere Faktoren, aufgrund derer eine Frau über eine Abtreibung nachdachte, ...
Wie wirkt sich eine Abtreibung auf die Psyche aus?
Psychische Folgen einer Abtreibung sind sehr individuell: Viele Frauen empfinden Erleichterung, andere Trauer oder gemischte Gefühle; häufige Reaktionen sind kurzfristige Verstimmungen oder Schlafstörungen. Langfristige Probleme wie Depressionen, Angststörungen, Schuldgefühle oder Suchtverhalten können auftreten, insbesondere wenn die Entscheidung unter Druck, bei moralischer Ablehnung oder bei Vorbelastungen getroffen wurde. Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme bei Frauen nach einem Abbruch, aber die Betreuung spielt eine große Rolle.
Ist es für das Recht auf Abtreibung oder gegen das Leben?
Der Begriff „Pro-Life“ wurde von Gegnern der Legalisierung von Abtreibungen etwa Anfang der 1970er-Jahre verwendet und leitet sich vom verwandten Begriff „Recht auf Leben“ ab. Der Begriff „Pro-Choice“ (oder „Recht auf Wahl“) wurde kurz darauf von Befürwortern des Rechts auf Abtreibung geprägt.
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