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Warum 2 Ausdehnungsgefäß?

Gefragt von: Karl-Ernst Riedl-Klose  |  Letzte Aktualisierung: 15. Juli 2026
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Man benötigt zwei Ausdehnungsgefäße (MAGs) in einem System, wenn es sich um unterschiedliche Wasserkreisläufe handelt, etwa für Heizung und Trinkwasser, oder um ein sehr großes System, das nicht von einem einzigen MAG abgedeckt wird, wobei beide Gefäße** genau aufeinander abgestimmt** sein müssen, um Druckschwankungen zu puffern, Schäden an der Pumpe zu verhindern und den Wasserdruck konstant zu halten, da sonst das Gefäß mit dem niedrigsten Vordruck zuerst anspricht und das System ineffizient wird. Profi-Pumpe.de +2

Welches Ausdehnungsgefäß für einen 1000 Liter Puffer?

Verfügt der Pufferspeicher also über ein Volumen von 1.000 Litern, muss das Ausdehnungsgefäß mindestens ein Volumen von 100 Litern aufweisen. Bei 2.000 Litern Pufferspeichergröße wären es entsprechend 200 Liter.

Was passiert, wenn das Ausdehnungsgefäß zu viel Druck hat?

Ohne funktionierendes Ausdehnungsgefäß kann dieser erhöhte Druck die Heizungsanlage schädigen: Heizungsrohre und Druckbehälter könnten platzen. Gegebenenfalls öffnet sich das Überdruckventil und das überschüssige Wasser entweicht. Sinkt die Temperatur, fehlt das zuvor entwichene Wasser und der Wasserdruck ist zu tief.

Warum Ausdehnungsgefäß im Rücklauf?

Ein Ausdehnungsgefäss befindet sich meist im Rücklauf eines Heizgeräts und hat die Aufgabe, den Wasserdruck in der Anlage konstant zu halten. Erzeugt die Anlage warmes Wasser, so nimmt das Ausdehnungsgefäss den Überschuss, der bei der Ausdehnung des Wassers entsteht auf.

Sollte das Ausdehnungsgefäß im Vorlauf oder im Rücklauf angeschlossen sein?

Ein Ausdehnungsgefäß ist an einem Ende zum Wasser hin offen und normalerweise auf der Rücklaufseite mit unserem System verbunden. Es verfügt über ein mit Luft gefülltes Abteil, das durch eine flexible Membran vom System getrennt ist (Luft ist im Gegensatz zu Flüssigkeiten komprimierbar).

Membranausdehnungsgefäß - Wie funktioniert ein Ausdehnungsgefäß?

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Wie hoch sollte die Differenz zwischen Vor- und Rücklauf sein?

Die Differenz (Spreizung) zwischen Vor- und Rücklauf hängt stark vom Heizsystem ab: Bei Flächenheizungen (z.B. Fußbodenheizung) sind 5–10 Kelvin (K) ideal, während es bei Heizkörpern oft 10–15 K sind; ältere Heizkörper brauchen 15 K oder mehr, um den Brennwerteffekt zu nutzen. Ziel ist eine hohe Spreizung, da dies die Effizienz der Heizung steigert, aber sie darf nicht zu groß sein, um das System nicht zu überlasten und die Wärmeabgabe zu gewährleisten.
 

Was ist der maximale Druck für einen Ausdehnungsbehälter?

Ausdehnungsgefäße sind mit 40 PSI Luft vorbefüllt. Liegt der Wasserdruck am Zulauf über 40 PSI, muss der Luftdruck im Ausdehnungsgefäß entsprechend angepasst werden, darf jedoch 80 PSI nicht überschreiten. *Höchster gemessener Wasserdruck am Zulauf innerhalb von 24 Stunden bei geregeltem Wasserdruck.

Kann man Ausdehnungsgefäße auch mit Luft füllen?

Um ein Ausdehnungsgefäß mit Luft (oder besser Stickstoff) zu füllen, müssen Sie zuerst die Heizung drucklos machen, das Gefäß entleeren, den Vordruck mit einer Pumpe auf den korrekten Wert einstellen (ca. 0,3 bar unter Anlagendruck), danach die Anlage wieder befüllen und entlüften, wobei Sie den Vordruck regelmäßig prüfen sollten, da er mit der Zeit entweicht, aber Sauerstoff (aus Luft) ist korrosionsfördernd, Stickstoff ist besser.
 

Wie merke ich, dass das Ausdehnungsgefäß kaputt ist?

Symptome eines defekten Ausdehnungsgefäßes sind häufige Druckabfälle, die ständiges Nachfüllen von Wasser erfordern, starke Druckschwankungen beim Aufheizen und Abkühlen, ein tropfendes Sicherheitsventil sowie kalte oder gluckernde Heizkörper und dort oft auch Luftentweichung. Typische Tests sind der Klopftest (dumpfer Klang statt hohl) und der Drucktest am Ventil (austretendes Wasser statt Gas).
 

Sind 2 Bar für einen Heizkessel zu viel?

Ein zu hoher Wasserdruck in der Heizungsanlage

Experten verweisen auf einen durchschnittlichen Richtwert von 2,5 bar. Ob sich der Wasserdruck im grünen Bereich befindet, können Sie ganz einfach selbst am Manometer feststellen. Diese kleine Anzeige befindet sich direkt an der Heizungsanlage.

Ist ein größerer Pufferspeicher besser?

Die Größe eines Pufferspeichers bzw. dessen Speicherleistung hängt vom individuellen Wärmebedarf für Heizung und/oder Warmwasser ab. Der Speicher sollte nicht zu klein, aber auch nicht zu groß sein, damit Wärmeenergieverluste vermieden werden.

Wie lange hält ein 1000l Pufferspeicher?

Ein 1000-Liter-Pufferspeicher ist sehr langlebig und kann je nach Material und Wartung 15 bis 40 Jahre halten, wobei viele Modelle robust gebaut sind und kaum Wartung benötigen außer gelegentlichen Sichtprüfungen; eine regelmäßige Wartung wie bei einem Wärmepumpenboiler ist nicht nötig, aber die Lebensdauer hängt von der Qualität des Materials (z. B. Edelstahl vs. emaillierter Stahl) ab. 

Wie hoch sollte der Druck im Ausdehnungsbehälter sein?

Der Druck in einem Ausdehnungsgefäß (MAG) wird individuell berechnet, aber der Vordruck (Gasdruck) wird meist so eingestellt, dass er ca. 0,4 bis 0,5 bar unter dem Anlagendruck liegt (z.B. bei 1,5 bar Anlagendruck -> 1,1 bar Vordruck) und der Enddruck nicht über dem Sicherheitsventil liegt. Der Vordruck richtet sich nach der statischen Höhe der Heizung (ca. 1 bar pro 10 Meter) plus einem Puffer, während der Enddruck 0,5 bar unter dem Ansprechdruck des Sicherheitsventils (SV) bleiben sollte, um Überdruck zu vermeiden.
 

Wie lange hält in der Regel ein Ausdehnungsgefäß?

Ein Ausdehnungsgefäß hält typischerweise 8 bis 15 Jahre, kann aber je nach Qualität, Wartung und Betriebsbedingungen auch schon nach 5 Jahren oder über 20 Jahre funktionieren, da es ein Verschleißteil mit einer Membrane ist, die nachgibt. Eine jährliche Prüfung des Vordrucks und der Dichtheit ist ratsam, um die Lebensdauer zu maximieren und Schäden zu vermeiden.
 

Wie berechne ich ein Ausdehnungsgefäß?

Um ein Ausdehnungsgefäß (MAG) zu berechnen, ermitteln Sie zuerst das System-Wasservolumen (Anlage + Puffer + Sicherheit) und das Ausdehnungsvolumen des Wassers, indem Sie die maximale Temperaturdifferenz (z.B. 10°C auf 90°C) und den Ausdehnungskoeffizienten für Wasser nutzen. Daraus berechnen Sie das benötigte MAG-Volumen, indem Sie das Ausdehnungsvolumen mit einem Sicherheitsfaktor multiplizieren und die Wasservorlage berücksichtigen; wählen Sie dann die nächstgrößere Standardgröße. Fachleute nutzen oft Online-Rechner oder Tabellen für eine schnelle Dimensionierung, da die genaue Berechnung komplex ist. 

Was passiert, wenn das Ausdehnungsgefäß voll Wasser ist?

Wenn das Ausdehnungsgefäß mit Wasser gefüllt ist und aufgeheizt wird, dehnt sich dieses weiter aus. Durch die Volumenerhöhung öffnet das Sicherheitsventil und lässt den Überdruck entweichen. Beim Abkühlen der Anlage kommt es dann zu einem Druckverlust.

Sollte sich Luft in einem Ausdehnungsgefäß befinden?

Das Ausdehnungsgefäß ist üblicherweise mit Luft und Stickstoff gefüllt, die als Puffer für das expandierende Wasser dienen. Durch die Ausdehnung des Wassers steigt der Druck im Gefäß. Dieser Druckanstieg schützt den Kessel vor Überdruck.

Warum Ausdehnungsgefäß mit Stickstoff füllen?

Ausdehnungsgefäße werden mit Stickstoff gefüllt, weil dieser im Gegensatz zu normaler Luft nicht so leicht durch die Membran diffundiert und vor allem keinen Sauerstoff in das Heizungswasser bringt, was Korrosion und die vorzeitige Alterung der Membran verhindern und die Lebensdauer der Anlage verlängern soll. Stickstoff ist inert und verursacht keine Schäden, auch wenn er in den Heizkreis gelangt, was bei Luft (Sauerstoff) der Fall wäre. 

Kann ein defekter Ausdehnungsbehälter zu niedrigem Wasserdruck führen?

Schwankender oder niedriger Wasserdruck

Ein defekter Ausdehnungsbehälter kann zu ungleichmäßigem Wasserdruck im ganzen Haus führen . Dies geschieht häufig, wenn der Behälter das richtige Luft-Wasser-Verhältnis nicht aufrechterhalten kann.

Welche Größe muss der Ausdehnungsbehälter haben?

Die richtige Größe für Ihren Ausdehnungsbehälter wählen

Die Entscheidung hängt von zwei Faktoren ab. Erstens von der Speicherkapazität Ihres Warmwasserbereiters oder Heizkessels in Gallonen . Diese Angabe finden Sie auf dem Typenschild Ihres Geräts. Zweitens vom Wasserdruck in Ihrem Leitungssystem.

Wie berechnet man den Fülldruck eines Ausdehnungsgefäßes?

Wenn sich der Tank im System nach unten bewegt, ist pro 2,3 Fuß vom oberen Rand eine Druckerhöhung von 1 psi erforderlich . Bewegt sich der Tank beispielsweise um 80 Fuß vom oberen Rand nach unten, werden zusätzlich 80 Fuß / 2,3 Fuß pro psi, also 35 psi, hinzugefügt. Der resultierende Druck im Tank beträgt 35 psi plus 10 psi (oben benötigt) = 45 psi.

Was ist besser, hohe oder niedrige Rücklauftemperatur?

Die Rücklauftemperatur zeigt an, wie viel Wärme das Heizsystem an die Räume abgegeben hat. Niedrige Werte bedeuten eine bessere Energieausnutzung und senken den Stromverbrauch.

Ist eine Vorlauftemperatur von 40 Grad für einen Heizkörper geeignet?

Eine Vorlauftemperatur von 40 Grad ist ideal für Wärmepumpen in Kombination mit Flächenheizungen (Fußboden-, Wandheizung), da sie dort sehr effizient arbeiten (30-40°C Bereich). Auch für Niedertemperatur-Heizkörper sind 40°C ein guter Wert, da die größere Oberfläche die Wärmeabgabe steigert und sie gut mit niedrigen Temperaturen arbeiten können. Mit herkömmlichen, alten Heizkörpern wird eine solch niedrige Temperatur jedoch oft nicht ausreichen, da diese für höhere Temperaturen (70-90°C) ausgelegt sind. 

Welche Vorlauftemperatur sollte ich bei 10 Grad Außentemperatur einstellen?

Bei 10°C Außentemperatur liegt die ideale Vorlauftemperatur je nach Heizsystem meist zwischen 30°C und 45°C, oft sogar noch niedriger für effiziente Wärmepumpen und Flächenheizungen (30-35°C), während unsanierte Altbauten mit Heizkörpern mehr benötigen können (rund 40-50°C), aber generell gilt: Die Heizkurve anpassen – ist es zu kalt, erhöhen, zu warm, senken.