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Wann wird 219a aufgehoben?

Gefragt von: Friedrich-Wilhelm Schaller  |  Letzte Aktualisierung: 7. August 2026
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Der § 219a StGB, das sogenannte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche, wurde bereits im Juni 2022 vom Bundestag beschlossen und trat am 19. Juli 2022 in Kraft, womit er ersatzlos gestrichen wurde, um Ärztinnen und Ärzten eine sachliche Information über Schwangerschaftsabbrüche zu ermöglichen, ohne Strafverfolgung befürchten zu müssen.

Wann ist Paragraph 218 abgeschafft worden?

"Werbeverbot" für Abtreibungen abgeschafft

Die Ampelkoalition hatte beim Thema Abtreibungen einiges bewegt. Im Jahr 2022 wurde der umkämpfte Strafrechtsparagraf 219a abgeschafft und somit das Ende des "Werbeverbots" für Abtreibungen.

Bis wann darf man bei Trisomie 21 abtreiben?

Ein Schwangerschaftsabbruch wegen Trisomie 21 (Down-Syndrom) ist in Deutschland bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) ohne besondere Begründung möglich (Fristenlösung) und danach bis zur 22. SSW als medizinische Indikation, wenn eine Gefahr für die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter besteht, was durch eine Diagnose der Behinderung des Kindes erfüllt sein kann, wobei bei späten Abbrüchen eine Tötung des Fötus vor der Geburtseinleitung nötig ist. Die Entscheidung hängt von individuellen Faktoren ab und erfordert oft eine intensive Beratung.
 

Was war Paragraf 219a?

Am 24. Juni 2022 hat der Bundestag die ersatzlose Streichung des sogenannten Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche (§219a StGB) beschlossen. SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP und DIE LINKE votierten für die Abschaffung – CDU/CSU und AfD dagegen.

Wird das Abtreibungsgesetz abgeschafft?

Union will keine Gesetze mehr beschließen

Dieses Thema im Programm: Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. November 2024 um 16:16 Uhr.

§219a - Information about abortion prohibited? - The Federal Constitutional Court | Planet School

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Sind Abtreibungen in Deutschland legal 2025?

Deutschland: Bundestag muss Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisieren. Der Rechtsausschuss im Bundestag befasst sich am kommenden Montag, den 10. Februar 2025, mit dem von 328 Bundestagsabgeordneten unterstützten Gesetzentwurf zur teilweisen Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland.

Was versteht man unter der Abschaffung der Abtreibung?

Abtreibungsgegner argumentieren, die „Pro-Life-Bewegung“ sei reformorientiert und fordern daher die Abschaffung von Abtreibungen, nicht nur deren Einschränkung oder Regulierung . Sie lehnen Ausnahmen bei Vergewaltigung und Inzest ab. Auch die In-vitro-Fertilisation wird von Abtreibungsgegnern tendenziell abgelehnt, da sie die häufige Vernichtung überschüssiger Embryonen bemängeln.

Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Bis wann darf man straffrei abtreiben?

Eine Ärztin oder ein Arzt muss den Schwangerschaftsabbruch innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis vornehmen. Das entspricht dem Ende der 14. Schwangerschaftswoche, gerechnet ab dem Beginn der letzten Regelblutung (Menstruation).

Was besagt Paragraph 219?

(1) Die Beratung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Sie hat sich von dem Bemühen leiten zu lassen, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen; sie soll ihr helfen, eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung zu treffen.

Kann man mit Down-Syndrom Polizist werden?

Alles ist möglich: Mit Down-Syndrom bei der Polizei.

Wie nennt man Kinder, die abgetrieben wurden?

Umgangssprachlich wird oft auch der Begriff „Sternenkinder“ oder „Schmetterlingskinder“verwendet. Etwa jede dritte Frau ist in ihrem Leben einmal von einer Fehlgeburt betroffen. Fehlgeburten treten in der Frühschwangerschaft, das heißt bis zur 12. Schwangerschaftswoche am häufigsten auf (sogenannter Frühabort).

Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?

Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist. 

Was ist, wenn ich im dritten Monat schwanger bin und das Baby nicht will?

Im dritten Schwangerschaftsmonat empfiehlt der Arzt in der Regel einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch , in seltenen Fällen wird jedoch ein chirurgischer Eingriff durchgeführt.

Warum darf man bis zur 12. Woche abtreiben?

In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche (nach der Befruchtung, also ca. 14. SSW) grundsätzlich straffrei, weil er als weniger gravierend angesehen wird, da der Fötus noch keine eigenständige Lebensfähigkeit entwickelt hat und die Risiken für die Schwangere geringer sind, zudem die Schwangere in dieser Phase das Recht auf Selbstbestimmung stärker wiegt, während ein Abbruch danach nur bei medizinischer oder kriminologischer Indikation möglich ist. Es gibt eine Beratungspflicht und eine Wartefrist, aber der Abbruch wird nicht bestraft, wenn diese eingehalten werden. 

Wann ist es zu spät, um abzutreiben?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

In welchem Land ist Abtreibung legal?

Abtreibung ist weltweit in vielen Ländern legal, jedoch mit unterschiedlichen Regeln; Kanada gilt als das liberalste Land ohne Einschränkungen, während in der EU Länder wie Schweden, Frankreich und die Niederlande sehr fortschrittliche Gesetze haben, oft mit Zugang bis zur 12. bis 22. Schwangerschaftswoche auf Wunsch, während andere Länder wie Malta sehr restriktiv sind oder strengere Auflagen haben (z.B. Deutschland, Italien). Viele andere Länder, insbesondere in Lateinamerika und Teilen Asiens, erlauben sie nur unter bestimmten Umständen (Gefahr für Leben/Gesundheit der Mutter, Vergewaltigung, schwere Fehlbildungen) oder verbieten sie vollständig.
 

Ist Abtreibung in Deutschland legal 2025?

Das Abtreibungsgesetz in Deutschland bleibt 2025 im Wesentlichen beim bekannten Modell des § 218 StGB: Grundsätzlich strafbar, aber bis zur 12. Schwangerschaftswoche unter bestimmten Bedingungen (Pflichtberatung und Wartezeit) straffrei, wobei 2025 intensive Debatten und Gesetzesinitiativen zur Reform liefen, die jedoch nicht zu einer Verabschiedung führten, sodass der bestehende Kompromiss – inklusive der umstrittenen dreitägigen Frist – weiterhin die Rechtslage prägt, während Forderungen nach Entkriminalisierung und besserer Versorgung anhalten.
 

Welche Frauen treiben am meisten ab?

Schwangerschaftsabbrüche je 10.000 Frauen nach Altersgruppen in Deutschland (1996-2023) Am häufigsten werden Schwangerschaftsabbrüche bei 25- bis 29-jährigen Frauen vorgenommen, gefolgt von den 30- bis 34-jährigen Frauen.

Sind Abtreibungen schmerzhaft?

Ja, eine Abtreibung kann Schmerzen verursachen, aber das Ausmaß ist je nach Methode (medikamentös oder operativ) und individuell verschieden; operative Abbrüche werden oft unter Vollnarkose durchgeführt, während medikamentöse Abbrüche starke Menstruationskrämpfe und Blutungen auslösen können, die aber gut mit Schmerzmitteln behandelt werden können. 

Ist es normal, eine Abtreibung zu bereuen?

Das Bedauern nach einem Schwangerschaftsabbruch ist eine tiefgreifende emotionale Reaktion, die viele Frauen nach der Entscheidung für einen Abbruch erleben ; 37 % der Frauen berichten von Depressionen und 34 % von Angstzuständen nach dem Abbruch. Diese Gefühle können neben Erleichterung auftreten und sind daher schwer zu verstehen und zu verarbeiten.

Wie nennt man jemanden, der gegen Abtreibung ist?

Pro-Choice und Pro-Life sind Begriffe der Selbstbezeichnung, die von den beiden Seiten der Abtreibungsdebatte verwendet werden: von denen, die den Zugang zu Abtreibungen unterstützen, und von denen, die ihn einschränken wollen.

Bis wann sind Abtreibungen legal?

In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich bis zur 12. Woche nach Empfängnis straffrei, wenn eine verpflichtende Beratung (Schwangerschaftskonfliktberatung) erfolgt ist und der Abbruch durch einen Arzt vorgenommen wird; bei medizinischer oder kriminologischer Indikation kann der Abbruch auch später (bis ca. 22. Woche) straffrei sein. Mediziner diskutieren zudem eine geplante Gesetzesreform, die Abbrüche bis zur 12. Woche grundsätzlich entkriminalisieren würde, aber die aktuelle Fristenregelung bleibt bestehen.
 

Welche Argumente sprechen gegen Abtreibung?

Einige der Argumente gegen Abtreibung

Jeder Mensch, auch ein Embryo oder Fötus, hat das Recht zu leben und sein volles Potenzial zu entfalten . Es gibt Alternativen zur Abtreibung, z. B. Adoption. Dem ungeborenen Kind wird die Wahlmöglichkeit genommen. Abtreibung zerstört menschliches Leben und erweckt den Eindruck, Leben sei billig und entbehrlich.

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