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Wann war die letzte Polio Epidemie in Deutschland?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Hanspeter Henning B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 30. September 2026
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Der letzte durch ein Wildvirus in Deutschland erworbene Polio-Fall (Kinderlähmung) wurde 1990 registriert, während die letzten beiden Fälle von importierten Infektionen 1992 verzeichnet wurden. Seitdem gilt Deutschland als poliofrei durch Impfungen, aber Reisende können Viren einschleppen, weshalb Impfungen wichtig bleiben und Viren auch im Abwasser nachgewiesen wurden.

Wann war der letzte Polio-Fall in Deutschland?

Der letzte Polio-Fall in Deutschland wurde im Jahr 1990 registriert. Die letzten beiden in Deutschland registrierten Fälle, aber im Ausland stattgefundenen Infektionen stammen aus dem Jahr 1992.

Welche Polio-Epidemien gab es in Deutschland?

In Deutschland gab es noch im Jahr 1952 eine große Poliomyelitis-Epidemie mit über 10.000 Betroffenen. Etwa 9.500 Personen waren danach gelähmt und 745 Menschen star- ben bei dieser Epidemie. Weitere Poliomyelitis-Epidemien ereigneten sich in den Jahren 1956 und 1960/61 (s. [1]).

Bis wann wurde gegen Polio geimpft?

1998 wurde die Schluckimpfung hierzulande wieder abgeschafft. Seitdem wird Kindern ein weiterentwickelter Totimpfstoff injiziert, bei dem die verabreichten Viren nicht vermehrungsfähig sind. Seit 15 Jahren gilt Europa als Polio-frei.

Ist Deutschland poliofrei?

4. März 2016. Seit über 25 Jahren hat sich in Deutschland kein Mensch mehr mit Polio angesteckt. Die Schlüsselrolle beim Zurückdrängen der Kinderlähmung spielte eine Schutzimpfung, die Anfang der 60er Jahre eingeführt wurde.

Kinderlähmung: So grausam wütete Polio in den 50ern | Schwaben & Altbayern | BR

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Wie wahrscheinlich ist Polio in Deutschland?

Bislang wurden in Deutschland keine Polio-Erkrankungen oder Verdachtsfälle gemeldet. Aufgrund insgesamt hoher Polio-Impfquoten und guter Hygienebedingungen in Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Polio-Erkrankungen gering.

Wann wurde in der BRD die Polio-Impfung eingeführt?

1961 erfolgte die Zulassung in den USA. Zielgruppe waren in allen Ländern vor allem Kinder und Jugendliche. Die Bundesrepublik hatte 1957 mit der Immunisierung von Kleinkindern durch den Salk-Impfstoff begonnen.

Können Erwachsene Polio bekommen?

Ja, Erwachsene können Polio (Kinderlähmung) bekommen, wenn sie nicht vollständig geimpft sind, obwohl die Krankheit in Deutschland selten geworden ist. Das Poliovirus kann jeden in jedem Alter infizieren und auch bei Erwachsenen zu Lähmungen führen, da es keine spezifische Heilung gibt. Daher sind Impfung und gute Hygiene wichtig, besonders bei Reisen in Risikogebiete. 

Welche Spätfolgen kann der Polio-Impfstoff haben?

Mediziner aus den USA warnen vor den möglichen Spätfolgen der Impfung gegen Kinderlähmung. Bis in die achtziger Jahre enthielt ein sowjetisches Impfserum einen Affenvirus, der Krebs auslösen kann. Der Impfstoff wurde millionenfach im gesamten Ostblock sowie in China und Japan verabreicht.

Warum gibt es kein Polio mehr?

Kinderlähmung ist hierzulande ein Schreckgespenst aus vergangenen Zeiten. Dabei ist das Virus immer noch nicht ausgerottet. Sogar in Ländern, die als Polio-frei galten, kann es wieder auftauchen. Grund ist die zu geringe Impfquote.

Ist Polio heute heilbar?

Polio ist nicht heilbar. Es gibt jedoch effektive Impfungen, die vor einer Infektion schützen. Diese Impfungen sind entscheidend, um die Verbreitung des Virus zu verhindern, wenn die Krankheit einmal ausgebrochen ist. Auffrischungsimpfungen sind ebenfalls wichtig, um den Schutz gegen Polio aufrechtzuerhalten.

Ist Deutschland ein Poliomyelitisgebiet?

Aufgrund der konsequenten Impfung gilt Polio heute in Deutschland offiziell als „ausgerottet“. Poliomyelitis wurde klinisch erstmals im 18.

Wo gibt es heute noch Polio?

Polio-Wildviren kommen weltweit nur noch in Afghanistan und Pakistan vor und können zu Poliomyelitis (Kinderlähmung) führen. Dem RKI wurden bislang deutschlandweit keine klinischen Fälle von Poliomyelitis übermittelt.

Woher weiß ich, ob ich gegen Polio geimpft bin?

Es wird dennoch empfohlen, den eigenen Impfschutz zu überprüfen. Die Bürgerinnen und Bürger sind gehalten ihren Polio-Impfstatus zu kontrollieren. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt kontaktieren, um ihren Impfausweis oder den Ihrer Kinder überprüfen zu lassen.

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Polio?

Die Lebenserwartung bei Kinderlähmung (Poliomyelitis) hängt stark vom Schweregrad der Lähmungen ab: Während viele Betroffene ein normales Leben führen, können schwere Spätfolgen wie das Post-Polio-Syndrom (PPS) die Lebensqualität einschränken, sind aber selten direkt lebensbedrohlich, auch wenn Muskelversagen oder Atemprobleme auftreten können; der Impfschutz ist entscheidend, um das Risiko von lebensverändernden Behinderungen und Spätfolgen zu minimieren. 

Ist Polio wieder in Deutschland?

Erstmals seit Jahrzehnten sind in Deutschland wieder Polio-Wildviren aufgetaucht. Die Erreger wurden in jetzt einer Abwasserprobe in Hamburg nachgewiesen, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte. Eigentlich ist Polio, auch bekannt als Kinderlähmung, in Deutschland als Krankheit dank Impfung längst verdrängt.

Bei welcher Impfung gibt es die meisten Impfschäden?

Die meisten Verdachtsfälle bei Kindern wurden nach Impfung mit Bexsero, einem Impfstoff gegen Meningokokken B (n=306), dem HPV-Impfstoff Gardasil 9 (n=281) sowie nach Impfung mit dem Mumps-Masern-Röteln-Impfstoff Priorix (n=254) berichtet.

Kann man Polio bekommen, wenn man geimpft ist?

Die IPV-Impfung, die inzwischen überall in Europa Standard ist, schützt die Geimpften zuverlässig vor einer Erkrankung. Mit IPV geimpfte Personen können sich dennoch mit Polioviren infizieren, diese unbemerkt ausscheiden und dadurch weiterverbreiten.

Ist die Polio-Impfung noch notwendig?

Jeder sollte geschützt sein. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Kinderlähmung (Polio) allen Personen, die keine oder nur eine unvollständige Grundimmunisierung haben oder nicht mindestens eine Auffrischimpfung erhalten haben.

Wie merkt man, dass man Polio hat?

Die Symptome umfassen Fieber, Kopfschmerzen, Nacken- und Rückensteife, tiefe Muskelschmerzen und manchmal Schwäche oder Lähmung. Die Diagnose wird anhand der Symptome und des Befunds einer Stuhlkultur gestellt. Die Kinderlähmung (Polio) kann durch keine Behandlung geheilt werden.

Wie viele Menschen sind an Polio gestorben?

Noch Mitte des 20. Jahrhunderts erkrankten weltweit Zehntausende an Polio. 1952 wurden allein in den USA über 58.000 Menschen gelähmt, 3.000 starben – darunter sehr viele Kinder. Der Medizinhistoriker Gareth Williams beschreibt, wie das Land damals regelrecht in Panik verfiel.

Wie heißt Polio im Impfpass?

Hierzu zählen Impfungen gegen Mumps, Masern und Röteln sowie Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung). Vermerkt sind das Impfdatum sowie der Handelsname und die Chargen-Nummer des Impfstoffes.

Wann gab es den letzten Polio-Fall in Deutschland?

Der letzte durch ein Wildvirus in Deutschland erworbene Polio-Fall (Kinderlähmung) wurde 1990 registriert, während die letzten beiden Fälle von importierten Infektionen 1992 verzeichnet wurden. Seitdem gilt Deutschland als poliofrei durch Impfungen, aber Reisende können Viren einschleppen, weshalb Impfungen wichtig bleiben und Viren auch im Abwasser nachgewiesen wurden. 

Ist Polio ein lebend oder Totimpfstoff?

In Deutschland wird die Polio-Impfung heute ausschließlich mit einem Totimpfstoff (IPV) als Injektion empfohlen und verabreicht, der abgeschwächte, aber inaktivierte (getötete) Polioviren enthält und sicher ist, während der früher verwendete Lebendimpfstoff (OPV) als Schluckimpfung in vielen Ländern durch inaktivierte Formen ersetzt wurde, um das Risiko seltener Impf-assoziierter Polio-Fälle zu eliminieren. Der Lebendimpfstoff (OPV) wird global noch in einigen Regionen genutzt, hat aber das Risiko der Impf-Poliomyelitis (VAPP). 

Welche Impfungen hat man in der DDR bekommen?

1953 wurde mit der BCG-Impfung gegen Tuberkulose eine weitere Impfung zur Pflicht, 1961 folgten die Schutzimpfungen gegen Poliomyelitis, ferner die Zweifachimpfung gegen Diphtherie und Tetanus, ab 1964 ergänzt um Pertussis als Dreifachimpfung. 1970 erhielt als letzte Impfung jene gegen Masern den Pflichtstatus [10].