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Wann müssen Regale gekennzeichnet sein?

Gefragt von: Dirk Fuchs-Niemann  |  Letzte Aktualisierung: 17. März 2026
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Regale müssen gekennzeichnet sein, um Sicherheit zu gewährleisten, insbesondere ortsstehende Regale, die gewerblich genutzt werden (z.B. Lager, Verkauf), mit Angaben zu Hersteller, Lasten (Fach-/Feldlasten) und Baujahr, es sei denn, sie haben sehr geringe Lasten (< 200kg/Fach) und werden von Hand be- und entladen. Diese Kennzeichnung ist Teil der regelmäßigen Prüfungspflicht nach der DIN EN 15635 und der DGUV-Information 208-043, die auch spezielle Sicherungen (z.B. Anfahrschutz) bei Belastung durch Flurförderzeuge vorschreibt.

Wann ist ein Regal prüfpflichtig?

Die Prüfung betrifft grundsätzlich alle gewerblich genutzten Regale, insbesondere Schwerlastregale, die mit mehr als 4.000 kg Traglast belastet werden. Doch auch kleinere Regalsysteme sind betroffen, sofern sie in einem gewerblichen Umfeld verwendet werden.

Wie müssen Regale gekennzeichnet sein?

In der Technischen Regel für Betriebssicherheit „Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen“ (TRBS 1201) wird ein Jahr als bewährte Prüffrist angegeben. Dies gilt grundsätzlich für alle Regale (zum Beispiel Palettenregale, Kragarmregale, Fachbodenregale, Einfahrregale, Durchlaufregale).

Wann muss ein Regal verankert werden?

Eine Verankerung im Boden ist nicht vorgeschrieben, außer bei einem Höhen / Tiefenverhältnis größer als 5:1 (die Höhe, in der die oberste Einhängung des Bodens erfolgt), gilt die Richtlinie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV Regel 208-061.

Welche Vorschriften gibt es für Palettenregale?

Palettenregal-Vorschriften umfassen Kennzeichnung (Fach-/Feldlast), Sicherheit (Boden-/Wandverankerung, Rammschutz, Aushebesicherung) und regelmäßige Prüfungen (DIN EN 15635, DGUV-Regel 108-007) zur Vermeidung von Überladung und Umsturz, wobei Mindestabstände für Gänge und Durchfahrten sowie der geeignete Untergrund (z.B. Beton C20/25) einzuhalten sind. Die Hauptvorschriften sind in der DGUV Regel 108-007 (BGR 234) und der DIN EN 15635 (Regalinspektion) festgelegt.
 

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Welche DGUV für Regale?

Die DGUV Information 208-043 „Sicherheit von Regalen“ verweist auf rechtliche Grundlagen und Anforderungen aus der DIN EN 15 635. Sie enthält die Anforderungen zum Prüfumfang und an die zur Prüfung von Regalen befähigte Person.

Was besagt die DGUV-Regel 108 007?

DGUV Regel 108-007

6 Durchgänge in Regalen müssen eine lichte Höhe von mindestens 2 m aufweisen . Die lichte Höhe von Durchfahrten muss in Abhängigkeit von den jeweils eingesetzten Fördermitteln bemessen sein .

Sind Durchschubsicherungen Pflicht?

Bei Doppelregalreihen sind Durchschubsicherungen vorgeschrieben, wenn der Abstand zwischen den Ladeeinheiten kleiner 10 cm ist oder wenn sich auf der Nichteinzulagerden Seite Personen aufhalten können. Durchschubsicherungen müssen bis zu einer Höhe von 15 cm wirksam sein.

Wann ist ein Regal ein Hochregal?

Als Hochregal werden Regale mit einer Höhe zwischen 12m bis 50m bezeichnet. Sie sind insbesondere Bestandteil von Hochregallagern.

Welche Vorschriften gibt es für die Sicherheit im Lager?

Sicherheitsvorschriften im Lager umfassen klare Regeln für Brandschutz (Feuerlöscher, Fluchtwege), Ordnung (freie Wege, Bodenmarkierungen), Technik (Prüfung von Regalen, geeignete Beleuchtung, Ex-Schutz), Ergonomie (Heben, Lagern) und Arbeitsabläufe (Flurförderzeuge, Lockout/Tagout), geregelt durch Gesetze wie ArbSchG, ArbStättV und BetrSichV, um Unfälle durch Herabfallen, Stürze oder Fehlbedienung zu verhindern. 

Wer macht Regalprüfungen?

Regale dürfen nur von einer befähigten Person geprüft werden, die über ausreichende Fachkenntnisse und Erfahrung verfügt, wie es die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und DIN EN 15635 vorschreiben. Das umfasst geschultes Betriebspersonal für wöchentliche Sichtkontrollen und zertifizierte Regalinspekteure (Sachkundige) für die jährliche Expertenprüfung, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten. 

Wann ist ein Anfahrschutz erforderlich?

"An den Eckbereichen von Regalen, die mit nicht leitliniengeführten Fördermitteln be- oder entladen werden, muss ein Anfahrschutz angebracht sein, der mit dem Boden verankert ist und nicht mit den Regalstützen verbunden sein darf. Die Höhe des Anfahrschutzes muss mindestens 400 Millimeter betragen."

Was bedeutet die Traglastkennzeichnung auf Regalen?

Die Regal-Traglastkennzeichnung ist gesetzlich vorgeschrieben (DIN EN 15635, DGUV) und zeigt die maximale Belastung pro Fachboden (Fachlast) und pro Regalabschnitt (Feldlast) an, um Überlastung und Unfälle zu verhindern. Diese Belastungsschilder müssen gut sichtbar angebracht werden und enthalten oft Angaben zu Hersteller, Typ, Baujahr sowie Fach- und Feldlasten in Kilogramm. Sie sind entscheidend für die Arbeitssicherheit und müssen auch bei Regalen mit geringeren Tragfähigkeiten angebracht werden, um eine klare Orientierung zu schaffen.
 

Was kostet eine Regalprüfung?

Eine Regalprüfung kostet meist zwischen 2,50 € und 7,00 € pro Laufmeter (lfm) oder Regaleinheit, abhängig von Faktoren wie Regalhöhe, Alter und Zugänglichkeit. Es gibt aber auch Stundenpreise von ca. 75 € (zzgl. Fahrt- und Prüfberichtskosten) oder Pauschalangebote, die auch Schulungen für interne Prüfer (ca. 500-1000 €) umfassen können.
 

Wer darf Schaltschränke prüfen?

Die DGUV Vorschrift 3 Prüfung darf nur von einer den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 1203) befähigten Elektrofachkraft durchgeführt werden. Außerdem sind für die Prüfung geeignete Mess- und Prüfgeräte verpflichtend zu verwenden.

Wie läuft eine Regalprüfung ab?

Eine Regalprüfung ist ein strukturierter Prozess, der eine gründliche Überprüfung der Regalsysteme beinhaltet. Es beginnt mit einer Analyse und Sichtprüfung vor Ort, gefolgt von einer ausführlichen Dokumentation und endet mit den notwendigen Maßnahmen nach der Inspektion.

Welche 3 Lagerarten gibt es?

Die wichtigsten Lagerarten im Überblick

  • Maschinenbau & Metallverarbeiter: Temporäre Lagerung von Bauteilen, die auf weitere Verarbeitung warten.
  • Holzverarbeiter für Möbel: Zwischenlagerung von Halbfertigprodukten oder Komponenten für Möbelstücke.
  • Metallhandel: Überbrückung von Lieferzeiten für Metallprodukte.

Wann ist ein Regal ein Schwerlastregal?

Das Wort Schwerlastregal ist das Synonym für alle Regaltypen, welche hohe Lasten aufnehmen können. Unsere Schwerlastregale gibt es in den Ausführungen ab 85 kg, bis hin zu 5.700 kg je Fach.

Was bedeutet HRL?

Ein Hochregallager (HRL) ist ein Lager mit Regalen in Höhen ab 12 Metern. Ein Hochregallager kann von wenigen Tausend Stellplätzen bis zu mehreren hunderttausenden umfassen. Die eingelagerten Waren werden innerhalb des Lagersystems meist von Regalbediengeräten (RBG) befördert.

Welche Regale sind prüfpflichtig?

Alle gewerblich genutzten ortsfesten Regale aus Stahl müssen regelmäßig geprüft werden, darunter Paletten-, Fachboden-, Kragarm-, Einfahr-, Durchfahr-, Durchlaufregale sowie Mehrgeschossanlagen. Die Prüfpflicht gilt unabhängig von der Höhe oder Größe des Lagers und umfasst auch Regale in Verkaufseinrichtungen oder der Landwirtschaft, wobei spezielle Vorschriften (DIN EN 15635, DGUV) die Inspektion durch geschultes Personal (wöchentlich/jährlich) fordern.
 

Wann ist Absturzsicherung Pflicht?

Bei einer Höhe von 0,2 bis 1,0 m sind Maßnahmen gegen Absturz oberhalb einer angrenzenden Fläche, gegen Abrutschen und entsprechend der Gefährdungsbeurteilung erforderlich. Bei einer Höhe von 1,0 m sind Maßnahmen nach der Maßnahmenhierarchie erforderlich. Geländer müssen bis 12,0 m Absturzhöhe 1,0 m hoch sein.

Welche Regale müssen befestigt werden?

Regale mit einem Höhen/TiefenVerhältnis größer 5:1 müssen gemäß DGUV Regel 108-007 (BGR 234) gegen Kippen gesichert werden. Beispiel: Ein Regal mit einer Tiefe von 300 mm und einer Höhe von 2.000 mm muss durch eine Wand-, Fußverankerung oder Kopfverbände gesichert werden.

Wer darf Regale überprüfen?

Regale dürfen nur von einer befähigten Person geprüft werden, die über ausreichende Fachkenntnisse und Erfahrung verfügt, wie es die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und DIN EN 15635 vorschreiben. Das umfasst geschultes Betriebspersonal für wöchentliche Sichtkontrollen und zertifizierte Regalinspekteure (Sachkundige) für die jährliche Expertenprüfung, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten. 

Was sind die 3 Grundsätze ordnungsgemäßer Lagerhaltung?

Die Grundsätze ordnungsgemäßer Lagerung sind: Sauberkeit. Geräumigkeit. Übersichtlichkeit.

Wann ist eine Durchschubsicherung für Doppelregale erforderlich?

Durchschubsicherungen dienen der sicheren Lagerung im Palettenregal, sofern der Mindestabstand von zehn Zentimetern zwischen den Paletten nicht eingehalten werden kann. Besonders platzsparende Regalsysteme sollten daher mit dieser Einrichtung versehen sein.

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