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Wann muss ein Arzt die Polizei rufen?

Gefragt von: Ingo Michels  |  Letzte Aktualisierung: 17. Juli 2026
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Ein Arzt muss die Polizei rufen, wenn eine lebensbedrohliche Situation besteht (z.B. schwere Gewalt, Unfall mit ungeklärter Schwere) oder eine Anzeigepflicht für schwere Straftaten (Mord, Totschlag, Menschenhandel) besteht, auch wenn die ärztliche Schweigepflicht durch ein Rechtfertigender Notstand oder gesetzliche Meldepflichten durchbrochen wird, um die öffentliche Sicherheit oder Gesundheit zu schützen. Der Arzt muss auch bei bestimmten meldepflichtigen Krankheiten handeln, kann aber in Notfallsituationen, in denen Gefahr für andere besteht, die Schweigepflicht brechen, etwa wenn ein Patient unter Alkohol- oder Drogeneinfluss fahren will.

Wann muss ein Arzt seine Schweigepflicht brechen?

Einwilligung des Patienten: Voraussetzung für das Brechen der Schweigepflicht ist, der Patient hat nach außen erkennbar eingewilligt, ist einwilligungsfähig (kein Zwang, Drohung oder Täuschung), Träger des verletzten Rechtsguts, und das beeinträchtigte Rechtsgut unterliegt seiner Disposition (zu verneinen beim ...

Welche Sätze sollte ein guter Arzt niemals sagen?

Alles wird gut?: Gute Ärzte sagen nie DIESE fünf Sätze

  1. „Warum haben Sie so lange gewartet, bevor Sie zu uns gekommen sind? “ Dieser Satz sollte tabu sein. ...
  2. „Alles wird gut! “ ...
  3. „Sollen wir alles versuchen? “ ...
  4. „Wir können nichts anderes tun. “ ...
  5. „Was haben die anderen Ärzte getan oder gesagt? “

Wann muss das Krankenhaus die Polizei rufen?

Daher gilt: Bei Unfällen, Bränden oder wenn Sie eine Situation als lebensbedrohlich einschätzen, sollten Sie immer sofort 112 anrufen. Aber auch wenn die Schwere einer Verletzung für Sie nicht klar erkennbar ist, darf und sollte der Notruf gewählt werden.

Haben Ärzte Schweigepflicht gegenüber der Polizei?

Jedoch dürfen Ärzte darüber hinaus auch gegenüber der Polizei, Staatsanwaltschaft oder den Gerichten keinerlei Auskünfte über Patienten erteilen. Anders verhält es sich, wenn der Patient den Arzt von der Verpflichtung zur Verschwiegenheit gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft entbunden hat.

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Kann Ihr Arzt die Polizei über Sie informieren?

In einigen Ländern kann das Datenschutzrecht Ärzte dazu verpflichten, personenbezogene Gesundheitsdaten offenzulegen, wenn die Polizei strafrechtliche Ermittlungen durchführt . In anderen Ländern kann das Datenschutzrecht Ärzten hingegen Ermessensspielraum einräumen, ob sie Patientendaten ohne Einwilligung weitergeben oder nicht.

Hat ein Arzt Schweigepflicht bei Straftaten?

Ja, die Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht ist in Deutschland eine Straftat nach § 203 Strafgesetzbuch (StGB) und kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden; bei Absicht, Schaden zuzufufügen oder sich zu bereichern, sogar bis zu zwei Jahren. Ärzte (und entsprechendes Personal) müssen Patientengeheimnisse schützen, da dies eine grundlegende Pflicht ist, die das Vertrauen sichert, aber es gibt Ausnahmen, z.B. bei drohenden schweren Verbrechen Dritter (rechtfertigender Notstand).
 

Wann ist man verpflichtet, die Polizei zu rufen?

Man kann die Polizei kontaktieren, wenn es um Anzeigen, Unfälle, Straftaten oder Gefahrenlagen geht. Man kann sich dort aber auch über die Berufsbilder bei der Polizei informieren oder eine Demonstration anmelden.

Wo hört die ärztliche Schweigepflicht auf?

Der Arzt darf seine Schweigepflicht gegenüber der Polizei nur dann brechen, wenn er im Rahmen der Behandlung mitbekommt, dass sein Patient ein schweres Verbrechen plant und dadurch die Gesundheit anderer gefährdet wird. Das Strafgesetzbuch (§ 34 StGB) geht hier von einem „rechtfertigenden Notstand“ aus.

Welche Auskunftspflichten haben Ärzte gegenüber Angehörigen?

Schweigepflicht gilt auch gegenüber nahen Angehörigen

Das gilt etwa neben Versicherungen und der Krankenkasse auch für nahe Angehörige, wie Ehegatten, Eltern, Kinder. Das gilt auch in Situationen, wie der plötzlichen Einweisung in ein Krankenhaus aufgrund eines Notfalls.

Wie sagt man danke an einen Arzt?

Um sich bei einem Arzt zu bedanken, sind persönliche Worte der Wertschätzung, die Konkretes benennen (z.B. „Danke für Ihre Geduld/Kompetenz/Empathie“) oft am wirkungsvollsten, entweder direkt (mündlich), per handgeschriebenem Brief, einer Online-Bewertung, oder auch durch ein kleines Geschenk (wie Süßigkeiten für das Team) oder einen Bezug zur Medizin (wie ein Anatomie-Poster, siehe Amazon). Ein handgeschriebener Brief kombiniert mit einer positiven Online-Bewertung wird von Ärzten sehr geschätzt.
 

Kann ich einem Arzt das Vertrauen entziehen?

Wenn Sie einem Arzt das Vertrauen entziehen, können Sie den Behandlungsvertrag kündigen, was bei gesetzlich Versicherten oft nur mit gutem Grund (z. B. Vertrauensverlust, Behandlungsfehler) oder innerhalb des Quartals möglich ist; bei schwerwiegenden Verstößen kann auch die Approbation (Arzt-Zulassung) entzogen werden, was die Landesärztekammer oder zuständige Behörde veranlasst, bei Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit des Arztes, was jedoch ein hoher Maßstab ist, erklärt praktischArzt und tagesschau.de. 

Was mögen Ärzte bei Patienten?

Besonders wichtig ist es, dass Ärzt:innen im Arzt-Patienten-Gespräch Empathie zeigen. Sie sollten sich in ihr Gegenüber hineinversetzen können und so eine Beziehung und Vertrauen zu ihm/ihr aufbauen.

Kann ein Arzt sehen, ob ich bereits bei einem anderen Arzt war?

Nein, ein Arzt kann nicht ohne Ihre Zustimmung sehen, dass Sie bei einem anderen Arzt waren, da die ärztliche Schweigepflicht gilt; medizinische Informationen sind streng vertraulich und geschützt. Der Austausch von Daten zwischen Ärzten ist nur mit Ihrer expliziten Einwilligung erlaubt, wobei die elektronische Patientenakte (ePA) den Zugriff ermöglicht, wenn Sie zustimmen. Die Gesundheitskarte allein enthält nur administrative Daten, nicht medizinische Details. 

Was darf man trotz Schweigepflicht erzählen?

Unter die Schweigepflicht fallen alle Informationen, die jemand im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit anvertraut oder bekannt werden, wie Patientendaten, Geschäftsgeheimnisse oder sensible Details zu einer Person. Erzählen darf man, was nicht unter die Geheimhaltung fällt, wie allgemeine Arbeitsthemen (aber nicht Details), oder man spricht nur anonymisiert, wenn der Patient dies erlaubt hat; sonst darf man nur nach ausdrücklicher, konkreter Entbindung durch die betroffene Person (z.B. Patient, Mandant) oder wenn eine gesetzliche Pflicht zur Offenbarung besteht (z.B. bei drohender schwerer Straftat).
 

Wie weit geht das Arztgeheimnis?

Was umfasst die ärztliche Schweigepflicht

Der Bereich, der in die ärztliche Schweigepflicht einzubeziehen ist, reicht weit: Der Umstand, dass der Betroffene überhaupt bei dem Arzt in Behandlung war oder ist. Der Name des Patienten. Alle Krankendaten, die zur Patientenakte gehören.

Wann darf ein Arzt seine ärztliche Schweigepflicht gegenüber der Polizei brechen?

Die ärztliche Schweigepflicht ist gesetzlich in § 203 Strafgesetzbuch (StGB) verankert, der die unbefugte Offenbarung von Privatgeheimnissen unter Strafe stellt, und wird durch berufsrechtliche Regelungen wie die Berufsordnungen der Landesärztekammern (z.B. § 9 BO) ergänzt, die Ärzte zur Verschwiegenheit über alle im Beruf erlangten Informationen verpflichten, auch über den Tod hinaus, und Verstöße strafbar machen. Sie schützt das Vertrauen des Patienten und umfasst alle Diagnosen, Behandlungen und persönlichen Informationen, wobei Ausnahmen nur bei gesetzlicher Grundlage oder Einwilligung des Patienten bestehen. 

Was darf man über Patienten erzählen?

Im klinischen Alltag darf ein Patient in die über ihn geführte Patientenakte Einsicht nehmen. Auch steht es ihm zu, zu erfahren, wie der Arzt mit der über ihn geführten Dokumentation umgeht, beispielsweise an wen er die Befunde oder Arztbriefe übermittelt hat.

Kann die Polizei eine Krankenakte einsehen?

Nein, grundsätzlich darf die Polizei deine Krankenakte nicht einfach so einsehen, da die ärztliche Schweigepflicht (gemäß § 203 StGB) und der Datenschutz dies verbieten. Ausnahmen bestehen nur in strengen Fällen, z.B. bei gesetzlichen Notständen (wie der Verhinderung bestimmter schwerer Verbrechen nach § 138 StGB), bei gerichtlicher Anordnung (z.B. Beschlagnahme) oder wenn du selbst die Entbindung von der Schweigepflicht erteilst. 

In welchen Fällen klingelt die Polizei?

Zum einen gibt es die Durchsuchung bei Beschuldigten (§ 102 StPO), d.h. bei tatverdächtigen Personen. Zum anderen die Durchsuchung bei anderen Personen (§ 103 StPO), d.h. nicht tatverdächtigen Personen. Auch eine Hausdurchsuchung bei Zeugen z.B. ist also im Grundsatz möglich.

In welchen Fällen muss man die Polizei rufen?

110: Die Nummer für die Polizei

Rufen Sie die 110, wenn Sie die Hilfe der Polizei benötigen, weil Sie sich bedroht fühlen, in Gefahr sind oder einer Straftat ausgesetzt sind, die polizeilichen Einsatz erfordert. Oder wenn Sie beobachten, dass andere in solche Situationen geraten.

Wie viel kostet es, die Polizei zu rufen?

Nein, ein Polizeieinsatz wegen eines echten Notfalls oder begründeten Verdachts ist grundsätzlich kostenlos, da er durch Steuern finanziert wird; aber bei Missbrauch (z.B. Fehlalarm durch Alarmanlagen ohne echten Grund, unnötige Rufe bei Bagatellschäden) oder wenn die Polizei eine gebührenpflichtige Leistung erbringt (z.B. Blutalkoholtest bei Verdacht, Kosten bei bestimmten Verkehrssituationen) können Kosten entstehen. Keine Sorge, wenn Sie bei einem echten Notfall die 110 wählen, entstehen Ihnen keine Gebühren, auch wenn sich der Verdacht am Ende nicht bestätigt – es gilt: Lieber einmal zu viel als zu wenig rufen.
 

Hat ein Arzt Schweigepflicht gegenüber der Polizei?

Die ärztliche bzw. psychotherapeutische Schweigepflicht gilt grundsätzlich auch gegenüber den Strafverfolgungsbehörden (Staatsanwaltschaft, Polizei, Gericht), solange seitens der Patientinnen und Patienten keine Entbindung von der Schweigepflicht erfolgt ist.

Wie weit reicht die ärztliche Schweigepflicht?

Der Arzt hat über das, was ihm in seiner Eigenschaft als Arzt anvertraut oder bekannt geworden ist – auch über den Tod des Patienten hinaus – zu schweigen. Dazu gehören auch schriftliche Mitteilungen des Patienten, Aufzeichnungen über Patienten, Röntgenaufnahmen und sonstige Untersuchungsbefunde.

Wem darf ein Arzt Auskunft geben?

Ärzte dürfen Auskunft nur an den Patienten selbst geben oder an Personen, die der Patient ausdrücklich bevollmächtigt hat, wie z.B. mit einer schriftlichen Schweigepflichtentbindung in einer Patientenverfügung oder Vollmacht. Grundsätzlich gilt die ärztliche Schweigepflicht auch gegenüber Ehepartnern, Kindern und anderen Angehörigen, selbst im Notfall. Nur in wenigen gesetzlich geregelten Ausnahmefällen (z.B. bei Meldepflichten) dürfen Daten ohne Einwilligung weitergegeben werden.