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Wann muss die Schilddrüse komplett entfernt werden?

Gefragt von: Marlen Keller  |  Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2026
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Die Schilddrüse muss komplett entfernt werden, wenn ein Schilddrüsenkrebs nachgewiesen wurde oder ein sehr hoher Krebsverdacht besteht, oder bei bestimmten aggressiven Formen der Autoimmunerkrankungen (wie Morbus Basedow) und sehr großen, die Organe einengenden gutartigen Knoten, wenn andere Behandlungen versagen. Eine vollständige Entfernung (Thyreoidektomie) erfolgt meist bei bösartigen Tumoren oder bei starker Vergrößerung mit massiven Beschwerden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Wann ist es sinnvoll, die Schilddrüse zu entfernen?

Die Schilddrüse muss entfernt werden, wenn ein Verdacht auf Schilddrüsenkrebs besteht, große Knoten oder eine starke Vergrößerung (Struma) zu Beschwerden wie Schluck-, Atemnot oder Engegefühl führen, oder wenn bestimmte Formen der Überfunktion (heiße Knoten) nicht anders beherrschbar sind, wobei die Entscheidung immer individuell nach genauer Diagnostik getroffen wird.
 

Welche Nachteile gibt es ohne Schilddrüse?

Was passiert, wenn man keine vollständige Schilddrüse mehr hat?

  • Erschöpfung und Müdigkeit.
  • Verstopfung.
  • Gewichtszunahme.
  • kühle, trockene Haut.
  • geschwollenes Gesicht, geschwollene Zunge und Augenpartien.
  • stumpfe Haare, Haarausfall.
  • Konzentrationsstörungen.
  • mangelnder Antrieb.

Wann sollte ich meine Schilddrüse entfernen lassen?

Häufige Indikationen für eine Schilddrüsenoperation sind Knoten, die sich bei der Biopsie als bösartig erweisen oder verdächtig auf Krebs sind; gutartige Knoten, die groß sind und Kompressionssymptome (z. B. Schluckbeschwerden) verursachen; oder eine Hyperthyreose aufgrund von Morbus Basedow oder überaktive Schilddrüsenknoten.

Was passiert, wenn die ganze Schilddrüse entfernt wird?

Nach kompletter Schilddrüsenentfernung (Thyreoidektomie) sind die Hauptfolgen die lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormonen zur Vermeidung einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), mögliche Stimmbandnervenreizungen (Heiserkeit) und Störungen des Kalziumstoffwechsels durch Schädigung der Nebenschilddrüsen, sowie narbenbedingte Beschwerden im Halsbereich. Eine gute Nachsorge mit regelmäßiger Hormonkontrolle ist entscheidend.
 

Optimale Versorgung mit Schilddrüsenhormonen nach der OP

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Wie hoch ist die Lebenserwartung ohne Schilddrüse?

Man kann ohne Schilddrüse leben und eine normale Lebenserwartung haben, sofern eine lebenslange, konsequente Hormonersatztherapie mit Schilddrüsenhormonen (T4, T3) erfolgt und gut eingestellt ist, da das fehlende Organ sonst den Stoffwechsel stark beeinträchtigt. Bei guter Einstellung gibt es kaum Einschränkungen, aber die regelmäßige Medikamenteneinnahme ist entscheidend, da das Fehlen der Hormone zu Symptomen wie Müdigkeit und Konzentrationsstörungen führen kann.
 

Wie hoch ist die Lebenserwartung eines Menschen ohne Schilddrüse?

Studien zeigen, dass sie bei angemessener Behandlung keine verkürzte Lebenserwartung haben. Ihre hohe Überlebensrate beruht auf Früherkennung und wirksamen Therapien. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die meisten Menschen ohne Schilddrüse eine normale Lebenserwartung erwarten können, solange sie ihre Behandlungspläne einhalten .

In welchen Fällen muss die Schilddrüse entfernt werden?

Die Schilddrüse muss entfernt werden, wenn ein Verdacht auf Schilddrüsenkrebs besteht, große Knoten oder eine starke Vergrößerung (Struma) zu Beschwerden wie Schluck-, Atemnot oder Engegefühl führen, oder wenn bestimmte Formen der Überfunktion (heiße Knoten) nicht anders beherrschbar sind, wobei die Entscheidung immer individuell nach genauer Diagnostik getroffen wird.
 

Führt die Entfernung der Schilddrüse zu einer Gewichtszunahme?

Bei Patienten, die sich einer Schilddrüsenentfernung unterziehen, kann es zu einer leichten Gewichtszunahme kommen, insbesondere bei jüngeren Patienten und solchen, bei denen eine Schilddrüsenüberfunktion die Indikation für die Operation darstellt.

Wie lange bleibt man im Krankenhaus, wenn die Schilddrüse entfernt wird?

Nach einer Schilddrüsen-OP bleiben Patienten meist 2 bis 4 Tage im Krankenhaus, abhängig vom Heilungsverlauf und eventuellen Komplikationen, wobei die Entlassung oft schon am Tag nach Entfernung der Drainagen möglich ist. Eine intensive Überwachung von mindestens 24 Stunden ist direkt nach der OP Standard, und eine Stimmbandfunktionsprüfung erfolgt vor Entlassung. Bei einer Radiojodtherapie (z.B. bei Schilddrüsenkrebs) verlängert sich der Aufenthalt, da man auf einer speziellen Station isoliert wird.
 

Welcher Behinderungsgrad ohne Schilddrüse?

Auch ohne Schilddrüse kann ein Grad der Behinderung (GdB) festgestellt werden, typischerweise zwischen 20 und 50 (oder höher bei starken Folgeschäden), abhängig von der Notwendigkeit der lebenslangen Hormonersatztherapie und den daraus resultierenden Alltagseinschränkungen wie Stoffwechselstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsproblemen oder operationsbedingten Folgen wie Stimmbandlähmungen, die den GdB erhöhen können. Die Einstufung erfolgt nach den Richtlinien der Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV) und berücksichtigt die tatsächlichen Funktionseinschränkungen, oft nach einem Widerspruch.
 

Auf welche Organe hat die Schilddrüse Einfluss?

Die Schilddrüse beeinflusst nahezu alle Organe und Körperfunktionen, da ihre Hormone den gesamten Stoffwechsel regulieren, einschließlich Herz-Kreislauf-System (Herzschlag, Blutdruck), Gehirn & Nervensystem (Psyche, Konzentration, Reflexe), Verdauung, Wachstum, Temperaturregulierung sowie den Stoffwechsel von Fett, Eiweiß und Zucker. Sie wirkt sich auch auf Haut, Haare, Knochen und die Funktion der Leber aus, was Energieverbrauch, Vitalität und emotionales Wohlbefinden stark prägt.
 

Welche Gründe gibt es für die Entfernung der Schilddrüse?

Eine Schilddrüse wird entfernt, um Krebs und Krebsverdacht zu behandeln, bei starker Vergrößerung (Struma) mit Druck auf Luft- oder Speiseröhre (Atem-/Schluckbeschwerden, Kloßgefühl) oder bei Überfunktion (Hyperthyreose), wenn andere Therapien versagen, oft nach Diagnose, die auf Schilddrüsenkrebs hindeutet. Auch bei Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow kann eine OP nötig werden, wenn Beschwerden bestehen oder Medikamente nicht helfen.
 

Wie lange warten auf den OP-Termin der Schilddrüse?

Ein Termin kann oft bereits innerhalb von 7-10 Tagen organisiert werden. Selten beträgt die Wartezeit mehr als 4 Wochen. Vor der Schilddrüsenoperation sind ein ausführliches Aufklärungsgespräch und einige Untersuchungen notwendig, so etwa die Stellungnahme eines HNO Arztes und die Vorstellung beim Anästhesisten.

Wie fühlt man sich, wenn die Schilddrüse nicht in Ordnung ist?

Wenn die Schilddrüse nicht richtig funktioniert, fühlt man sich oft erschöpft, antriebslos und fröstelt leicht, während der Stoffwechsel verlangsamt ist (Unterfunktion), oder man ist nervös, zittert und schwitzt bei gleichzeitigem Gewichtsverlust, da der Stoffwechsel beschleunigt ist (Überfunktion). Die Symptome können sehr vielfältig sein und sich schleichend entwickeln, oft mit Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, Stimmungsschwankungen und äußerlichen Veränderungen wie trockener Haut, Haarausfall oder Gewichtsschwankungen. 

Was ändert sich, wenn die Schilddrüse entfernt wurde?

Unmittelbar nach dem Eingriff ist Ihr Hals vermutlich geschwollen und fühlt sich verhärtet und taub an. Dies ist völlig normal und lässt mit zunehmender Wundheilung nach. Nach etwa einer Woche sollten Sie Ihren Kopf wieder ohne Schmerzen und Probleme drehen können.

Kann man ohne Schilddrüse schlank bleiben?

Bei guter medikamentöser hormoneller Einstellung der Schilddrüsenhormone verläuft eine Gewichtsreduktion bei Patienten ohne Schilddrüse grundsätzlich nach den gleichen Prinzipien wie bei Menschen mit einer gesunden Schilddrüse.

Wie viel Gewicht kann man ohne Schilddrüse zunehmen?

Leben ohne Schilddrüse führt oft zu Gewichtszunahme, weil der Stoffwechsel ohne Schilddrüsenhormone (Thyroxin) verlangsamt wird, was den Energieverbrauch senkt und zu Fetteinlagerung und Wassereinlagerungen führt, aber durch korrekte medikamentöse Hormonersatztherapie und eine angepasste Lebensweise (Ernährung, Bewegung) ist die Gewichtszunahme kontrollierbar und Abnehmen wieder möglich, wie das Deutsche Schilddrüsenzentrum erklärt.
 

Wann sollte man sich die Schilddrüse entfernen lassen?

Die Schilddrüse muss entfernt werden, wenn ein Verdacht auf Schilddrüsenkrebs besteht, große Knoten oder eine starke Vergrößerung (Struma) zu Beschwerden wie Schluck-, Atemnot oder Engegefühl führen, oder wenn bestimmte Formen der Überfunktion (heiße Knoten) nicht anders beherrschbar sind, wobei die Entscheidung immer individuell nach genauer Diagnostik getroffen wird.
 

Ist es möglich, ohne Schilddrüse alt zu werden?

Ja, man kann auch ohne Schilddrüse alt werden, sogar ein normales und langes Leben führen, vorausgesetzt, man nimmt lebenslang lebensnotwendige Schilddrüsenhormone in Tablettenform ein und die Dosierung wird regelmäßig ärztlich kontrolliert, um einen Mangel auszugleichen. Ohne diese Hormone würde der Stoffwechsel zusammenbrechen, aber eine gut eingestellte Hormonersatztherapie übernimmt die Funktion der fehlenden Schilddrüse vollständig.
 

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Knoten an der Schilddrüse bösartig ist?

Erwachsenen des Halses einen Knoten in der Schilddrüse finden. Viele Patienten haben dann Angst vor Krebs. Zum Krebsrisiko von Schilddrüsenknoten gibt es eine aktuelle Studie. Danach sind nur 1,1 % aller Schilddrüsenknoten bösartig.

Kann man ohne Schilddrüse auf die Welt kommen?

Angeborene Schilddrüsenunterfunktion

Es kann sehr selten vorkommen, dass Babys ohne Schilddrüse zur Welt kommen oder mit einer Schilddrüse, die zu klein ist, um ausreichende Hormonmengen zu produzieren.

Wird die Schilddrüse im Alter kleiner?

Das Älterwerden selbst hat nur geringe Auswirkungen auf die Schilddrüse und die Schilddrüsenhormone. Wenn man älter wird, schrumpft die Schilddrüse und verlagert sich am Hals nach unten.

Wie lang ist die Schilddrüse im Durchschnitt?

Die Schilddrüse ist die größte endokrine Drüse des Menschen. Durchschnittlich wiegt die Schilddrüse des Erwachsenen 18–60 g, beim Neugeborenen 2–3 g. Die Normalwerte für die Höhe und Dicke der Schilddrüsenlappen betragen 3–4 beziehungsweise 1–2 cm. Die Breite wird mit 7–11 cm angegeben.