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Wann ist eine Lebensversicherung Erbschaftssteuerpflichtig?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Heinz-Dieter Geyer B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 29. Juli 2026
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Eine Lebensversicherung wird erbschaftsteuerpflichtig, wenn die Auszahlung die steuerlichen Freibeträge des Empfängers übersteigt, was oft bei Kindern oder nicht verheirateten Partnern der Fall ist, da deren Freibeträge niedriger sind als bei Ehepartnern (500.000 €). Steuerpflicht besteht, wenn die Leistung direkt an den Erben geht, da sie dann Teil des Nachlasses wird, oder wenn ein Bezugsberechtigter (der nicht selbst VN/Versicherungsnehmer ist) die Leistung erhält, da sie als steuerpflichtiger Vermögensvorteil gilt, auch wenn sie nicht direkt in den Nachlass fällt.

Wann ist eine Lebensversicherung erbschaftsteuerpflichtig?

Muss man eine Lebensversicherung versteuern? Die Auszahlung einer Lebensversicherung im Erbfall unterliegt der Erbschaftsteuer. Das gilt sowohl für den Fall, dass die Versicherungssumme an einen Bezugsberechtigten ausgezahlt wird, als auch in den Fällen, in denen die Versicherung in den Nachlass fällt.

Wann sind Auszahlungen aus Lebensversicherungen steuerfrei?

"Alte" Versicherungen sind steuerfrei

Für alle Lebens- und Rentenversicherungen, die vor dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden, gilt steuerlich folgendes: Die Auszahlung ist steuerfrei. Voraussetzung: Die Versicherung läuft mindestens zwölf Jahre lang.

Wann gehört eine Lebensversicherung zur Erbmasse?

Die Lebensversicherung, d.h. der Auszahlungsbetrag zählt daher nicht zur Erbmasse. Vom sonstigen Nachlass und dessen Schicksal ist dieser Erwerb völlig getrennt. Hat der Versicherungsnehmer dagegen keinen Bezugsberechtigten angegeben, dann zählt die Lebensversicherungssumme beim Tode des Versicherten mit zur Erbmasse.

Gilt eine Lebensversicherung als Teil der Erbschaft?

Gehört eine Lebensversicherung zum Nachlass? Der Wert Ihrer Lebensversicherungspolice gehört grundsätzlich zu Ihrem Nachlass, es sei denn, Sie haben die Police „in Trust“ (Treuhandfonds) abgeschlossen . In diesem Fall wird die Auszahlungssumme nicht als Teil Ihres Nachlasses für die Erbschaftsteuer berücksichtigt.

Lebensversicherung (ver)erben – erklärt in 1 Minute - ROSE & PARTNER

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Ist eine Lebensversicherung im Todesfall steuerpflichtig?

Eine Risikolebensversicherung ist im Todesfall nicht zu versteuern. Allerdings kann auf den Betrag Erbschaftssteuer anfallen, falls die Freibeträge überschritten werden. Dies kann vermieden werden, indem sogenannte Risikolebensversicherungen über Kreuz abgeschlossen werden.

Ist eine Lebensversicherung eine gute Erbschaft?

Im Gegensatz zu Sachwerten wie Immobilien, Fahrzeugen, Schmuck, Kunstwerken und Unternehmen bietet eine Lebensversicherung große Flexibilität bei der Verteilung Ihres Vermögens . Die Todesfallleistung wird als Einmalzahlung in bar ausgezahlt und bietet somit Liquidität und die Freiheit, alle Ihre Begünstigten gleich zu behandeln.

Wann fällt eine Lebensversicherung in den Nachlass?

Wann fällt die Lebensversicherung in den Nachlass? Die Lebensversicherung kann entweder als solche in den Nachlass fallen, wenn der Erblasser Versicherungsnehmer ist und eine dritte Person die versicherte Person ist. In diesem Fall fällt der Lebensversicherungsvertrag wie ein Sparkonto in den Nachlass.

Welche Vermögenswerte gehören nicht zum Nachlass?

Was gehört nicht zum Nachlass?

  • Nicht vererbbare Rechte und Pflichten, wie das Nießbrauchrecht oder höchstpersönliche Rechte:
  • Versicherungen mit Bezugsberechtigten:
  • Bestimmte Rentenansprüche:
  • Vermögenswerte mit Übertragungsregeln außerhalb des Erbrechts:
  • Freistellungen oder spezielle Regelungen:

Ist eine Lebensversicherung ein Vermögen?

Reine Risikolebensversicherungen oder Rentenversicherungen ohne Kapitalbildung stellen kein einzusetzendes Vermögen dar. Ferner darf es sich nicht um eine staatlich geförderte Altersvorsorge gem. § 5 Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG) zertifizierte Versicherung (sog. Riester-Rente) i.S.d. § 90 Abs.

Wird die Auszahlung einer Lebensversicherung dem Finanzamt gemeldet?

Sofern der Vertrag nicht vor 2005 geschlossen wurde, erhebt das Finanzamt auf diese Auszahlung eine Steuer. Welche das ist und wie hoch sie ausfällt, hängt von den Rahmenbedingungen ab. In jedem Fall gilt aber: Versteuert wird nur der sogenannte Ertragsanteil. Das ist quasi dein Gewinn.

Ist eine Lebensversicherung, die vor 2005 abgeschlossen wurde, steuerfrei?

Haben Sie Ihre Kapitallebensversicherung vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen, sind die Erträge in der Regel steuerfrei. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass der Vertrag mindestens zwölf Jahre Laufzeit hat und über fünf Jahre Beiträge gezahlt wurden.

Wie hoch sind die Abzüge bei Auszahlung einer Lebensversicherung?

Bei der Auszahlung einer Lebensversicherung fallen hauptsächlich Kapitalertragsteuer (25 % plus Soli, ggf. Kirchensteuer) auf den Gewinn an, wenn der Vertrag nach 2004 abgeschlossen wurde, oder es greift das Halbeinkünfteverfahren (nur 50 % des Gewinns versteuern, aber persönlicher Steuersatz), sofern bestimmte Bedingungen (Mindestlaufzeit, Auszahlungsalter) erfüllt sind. Bei älteren Verträgen (vor 2005) kann die Auszahlung unter bestimmten Voraussetzungen sogar steuerfrei sein, während bei Risikolebensversicherungen eher die Erbschaftsteuer relevant wird. 

Sind alte Lebensversicherungen bei Auszahlung steuerfrei?

Kapitalauszahlungen aus Lebensversicherungen mit Vertragsbeginn vor 2005 sind steuerfrei, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: Mindestlaufzeit: Der Vertrag bestand mindestens zwölf Jahre. Beitragszahlung: Die Beiträge wurden über mindestens fünf Jahre laufend gezahlt.

Was unterliegt nicht der Erbschaftsteuer?

Die Befreiung gilt nicht für Gegenstände, die zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen, zum Grundvermögen oder zum Betriebsvermögen gehören, für Zahlungsmittel, Wertpapiere, Münzen, Edelmetalle, Edelsteine und Perlen; 2.

Wie viel Steuern muss ich bezahlen, wenn ich 100.000 € Erbe?

Ehe- und eingetragene Lebenspartner müssen für die 100.000 Euro oberhalb ihres Freibetrags 11.000 Euro Erbschaftssteuer bezahlen. Bei Kindern und Enkeln, deren Eltern schon verstorben sind, beträgt der zu versteuernde Anteil der Erbschaft 200.000 Euro; dafür werden 22.000 Euro Erbschaftssteuer fällig.

Was sind positive Vermögenswerte im Nachlass?

Alle positiven Vermögenswerte des Nachlasses nennt man auch Aktiva. Gleichzeitig mit den Vermögenswerten übernimmt der Erbe aber auch alle vertraglichen Verpflichtungen und Verbindlichkeiten des Erblassers, die sogenannten Erblasserschulden.

Was fällt bei Erbe unter Barvermögen?

Unter dem Begriff „Barvermögen“ im Erbrecht versteht man nach der Rechtsprechung nicht nur physisch vorhandenes Bargeld wie Scheine und Münzen, sondern in der Regel auch Guthaben auf Bankkonten und andere leicht verfügbare Geldwerte: Bargeld im engeren Sinne umfasst Scheine und Münzen, die der Erblasser physisch besaß.

Welche Verträge gehen auf Erben über?

Nach dem Tod eines Menschen gehen Dauerschuldverhältnisse wie Miet-, Strom-, Gas-, Telefon-, Internet- und Versicherungsverträge (Kranken-, Hausrat-, KFZ-Versicherung), Abonnements (Zeitungen, Streaming-Dienste) und oft auch Vereinsmitgliedschaften automatisch auf die Erben über und müssen von diesen gekündigt werden, wobei die Erben die Erbschein oder ein ähnliches Dokument vorlegen müssen; Ausnahmen können sich aus dem Vertrag oder Kulanz der Anbieter ergeben, aber es gibt keinen automatischen Anspruch auf vorzeitige Beendigung.
 

Ist eine Lebensversicherung erbschaftsteuerpflichtig?

Wenn die begünstigte Person nicht zu den Erbenden gehört, können die Erbenden die Auszahlung unter Umständen verhindern. Erbende können ein Erbe ausschlagen und trotzdem von der Lebensversicherung profitieren. Zahlungen aus Lebensversicherungen sind erbschaftsteuerpflichtig.

Wann muss der Todesfall der Lebensversicherung gemeldet werden?

Den Todesfall bei einer Lebensversicherung sollten Sie schnellstmöglich melden, idealerweise innerhalb von 24 bis 72 Stunden (2-3 Tagen) nach dem Tod, da dies oft vertraglich so festgelegt ist, um den Leistungsanspruch zu sichern; eine verspätete Meldung kann zur Leistungsverweigerung führen, während die Meldung an andere Versicherungen variiert. 

Wird eine Lebensversicherung auf das Erbe angerechnet?

Eine Lebensversicherung gehört grundsätzlich nicht direkt zum Erbe, wenn ein Bezugsberechtigter (z.B. Ehepartner, Kind) benannt wurde, da die Auszahlung direkt an diese Person geht, nicht an den Nachlass. Fällt die Versicherung jedoch in den Nachlass, weil kein Begünstigter bestimmt wurde (oder dieser vorverstorben ist), wird sie Teil der Erbmasse und unterliegt den normalen Erbschaftsregeln und -steuern. 

Welche Lebensversicherungen fallen in den Nachlass?

Eine Lebensversicherung fällt grundsätzlich nicht in den Nachlass, weil die Versicherungssumme erst mit dem Tod des Erblassers fällig wird und daher nicht mehr in sein Vermögen gelangt, sondern unmittelbar in das Vermögen des Bezugsberechtigten.

Wer erbt meine Lebensversicherung, wenn ich sterbe?

Im Todesfall erhält die im Vertrag namentlich benannte bezugsberechtigte Person die Lebensversicherungssumme, was Vorrang vor der gesetzlichen Erbfolge hat (z.B. Partner, Kinder, Geschäftspartner). Wurde keine Person bestimmt, fällt das Geld an die Erben (Erbmasse), was oft zu Verzögerungen und steuerlichen Folgen führen kann.
 

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