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Wann ist die orale Phase vorbei?

Gefragt von: Herr Prof. Horst-Dieter Groß B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 19. Oktober 2026
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Die orale Phase, die erste Entwicklungsstufe nach Freud, endet individuell, aber typischerweise um das Ende des zweiten Lebensjahres (ca. 18 Monate bis 2 Jahre), wenn Kinder beginnen, ihre Umwelt gezielter mit den Händen zu erkunden, und die Welt nicht mehr primär über den Mund wahrnehmen. Der Übergang zur analen Phase beginnt, wenn der Fokus sich von oralem Saugen und Beißen hin zur Kontrolle des Schließmuskels verschiebt.

Wann nimmt die orale Phase ab?

Der Beginn der oralen Phase ist von Kind zu Kind unterschiedlich und abhängig von der Entwicklung der Feinmotorik deines Babys. In der Regel können Babys im Alter von vier bis sieben Monaten Objekte bereits gezielt greifen und diese dann zum Mund führen. Ist das der Fall, endet die Phase oftmals mit circa 2 Jahren.

Wann ist die schwierigste Phase bei Babys?

Entwicklungssprung ereignet sich um die 12. Lebenswoche des Babys herum. Diese auch 12-Wochen-Schub genannte Phase ist für die jungen Eltern oft ganz besonders anstrengend, weil das Baby oft besonders starke Symptome zeigt.

Warum nimmt ein 3-Jähriger alles in den Mund?

Zunge und Lippen sind hierbei wichtige Sinnesorgane, die deinem Kind dabei helfen, die Dinge in seiner Umgebung besser wahrzunehmen. Nimmt dein kleines Schätzchen Gegenstände in den Mund, dann kann es diese dank der sensiblen Nervenenden erforschen und kennenlernen.

Wie lange sind Kinder in der oralen Phase?

Die orale Phase dauert bei Kindern individuell unterschiedlich, beginnt meist mit dem Greifen im 4.-7. Monat und endet typischerweise zwischen dem 18. Monat und dem zweiten Lebensjahr, wobei manche Kinder auch länger Gegenstände in den Mund nehmen, was normal ist, da der Mund das wichtigste Sinnesorgan zur Erkundung der Welt ist.
 

#056 Die orale Phase - Familienhaus-Infothek

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Welches ist das schwierigste Alter für ein Kind?

Größere Kinder und Tweens ( 8 bis 9 Jahre )

Die Pubertät beginnt bei Mädchen typischerweise schon mit 8 und bei Jungen mit 9 Jahren.<sup>7</sup> Daher fühlen sich Kinder in diesem Alter oft hin- und hergerissen zwischen der Welt der kleinen und der großen Kinder. Achtjährige können Türen knallen und mit den Augen rollen, um ihre Unabhängigkeit und Individualität auszudrücken.

Wann ist die Sprachexplosion?

Die Sprachexplosion

Mit ungefähr zwei Jahren beginnen viele Kinder Wörter zu kombinieren. Sie sagen zum Beispiel „Ball haben“. Es entstehen erste Sätze. Im Anschluss an diesen Entwicklungsschritt passiert etwas Unglaubliches: Ihr Kind lernt jeden Tag ungefähr acht neue Worte dazu.

Warum steckt mein 3-jähriges Kind alles in den Mund?

Kleinkinder stecken sich Dinge in den Mund , um sich selbst zu beruhigen.

Andere Kinder stecken sich vielleicht Haare oder Kleidung in den Mund oder fangen an, an ihren Nägeln zu kauen. Das Saugen oder Kauen an Gegenständen kann helfen, das Nervensystem zu regulieren und eine beruhigende Wirkung zu erzielen, die Stressgefühle oder Nervosität reduzieren kann.

Wie kann man einem Kind Mundatmung abgewöhnen?

Um Kindern die Mundatmung abzugewöhnen, sind Ursachenklärung beim Arzt (HNO, Kieferorthopäde) wichtig, gefolgt von spielerischen Übungen für die Mundmuskulatur (Lippenschluss) und Logopädie, die durch gezielte Mundmotorik-Therapie (z.B. mit Mundvorhofplatten) und Förderung der Nasenatmung hilft, die gesunde Atmung zu etablieren, oft kombiniert mit der Vermeidung von Lutschgewohnheiten und Förderung einer ausgewogenen Ernährung.
 

Warum Baby nicht unter Achseln hochheben?

Man sollte Babys nicht unter den Achseln hochheben, weil ihre Muskeln, Sehnen und Bänder noch zu schwach sind und die Schulter- und Ellenbogengelenke überlastet oder sogar verletzt werden könnten, was zu Verspannungen führen kann. Stattdessen sollte man das Baby mit großflächigen Griffen unterstützen, den Kopf gut abstützen (in Verlängerung des Rumpfes) und Po sowie Beine stützen, um das Gewicht gleichmäßig zu verteilen.
 

Welches Alter prägt ein Kind am meisten?

Die ersten drei bis sieben Lebensjahre prägen ein Kind am stärksten, da in dieser Zeit das Gehirn extrem formbar ist und die Grundlagen für kognitive Fähigkeiten, emotionale Entwicklung und soziale Bindungen gelegt werden; besonders die ersten 1000 Tage (bis ca. 3 Jahre) sind entscheidend für die intensive Gehirnentwicklung, Sprache, Selbstwahrnehmung und das Gefühl, die Welt selbst zu gestalten. Während dieser sogenannten "Download-Jahre" werden grundlegende Glaubenssätze und Verhaltensmuster verankert, die das weitere Leben beeinflussen. 

Warum sind 3-Jährige so anstrengend?

Dreijährige sind anstrengend, weil sie mitten in der Autonomie- und Trotzphase stecken, in der sie ihre Unabhängigkeit entdecken wollen, aber noch nicht wissen, wie sie ihre starken Gefühle ausdrücken sollen, was zu Wutausbrüchen führt, da sie zwischen Wunsch nach Eigenständigkeit und großem Schutzbedürfnis hin- und hergerissen sind, oft überfordert von neuen Grenzen und eigenen Fähigkeiten. Sie testen Grenzen, verstehen andere Menschen noch nicht vollständig und können ihre Emotionen kaum steuern, was die Welt für sie zu einer Achterbahnfahrt macht, die auch für Eltern herausfordernd ist. 

Wann ist die schwierigste Zeit für frischgebackene Eltern?

Die ersten drei Monate mit Ihrem Baby scheinen oft die anstrengendsten zu sein. Übermüdete Eltern fühlen sich möglicherweise überfordert, aber das ist normal, und Sie werden schnell lernen, die Signale und die Persönlichkeit Ihres Babys zu deuten. Machen Sie sich in dieser Phase keine Sorgen, Ihr Baby zu „verwöhnen“. Je aufmerksamer Sie reagieren, desto sicherer fühlt sich Ihr Baby.

Was geschieht, wenn die orale Phase nicht abgeschlossen wird?

Die orale Phase

Tritt in diesem Stadium eine Fixierung auf, glaubte Freud, dass die betroffene Person Probleme mit Abhängigkeit oder Aggression entwickeln würde . Eine orale Fixierung kann zu Problemen mit Trinken, Essen, Rauchen oder Nägelkauen führen.

Was kommt nach der oralen Phase beim Baby?

Nach der oralen Phase folgt die anale Phase, in welcher Kinder Freude dabei empfinden, ihre Exkremente, also ihren Kot, auszuscheiden. Durch die körperlichen Entwicklungen in dieser Phase entwickelt das Kind die Fähigkeit, den Schließmuskel zu kontrollieren.

Was bedeutet es, wenn ein Baby seine Faust in den Mund steckt?

Wenn ein Baby seine Faust in den Mund steckt, ist das ein völlig normales Entwicklungsstadium und oft ein Zeichen für Hunger (suchendes Kopfbewegen!), Selbstberuhigung, Stressabbau oder der Beginn der oralen Phase, in der es die Welt erkundet und das Zahnfleisch massiert wird. Achten Sie auf weitere Anzeichen: Hungriges Suchen spricht für Essen, Abwenden des Kopfes eher für Müdigkeit oder Überforderung.
 

Warum hat mein Kind ständig den Mund offen?

Ein offener Mund bei Kindern ist oft ein Zeichen für eine gestörte Nasenatmung, verursacht durch Polypen, Allergien, schwache Lippenmuskulatur oder Angewohnheit, was zu Sprach-, Zahn- und Schlafproblemen führen kann. Es ist wichtig, die Ursache von einem HNO-Arzt oder Kieferorthopäden abklären zu lassen, da dies die Entwicklung von Zahnfehlstellungen, Sprachproblemen und Schlafstörungen begünstigen kann. Trainings wie das Trinken mit Strohhalm oder Pusten können helfen, aber eine medizinische Abklärung ist entscheidend. 

Warum riecht mein Kind aus dem Mund trotz Zähneputzen?

Mundgeruch bei Kindern trotz Putzen kommt oft von nicht gründlich gereinigter Zunge, Mundtrockenheit (zu wenig Trinken), Zahnproblemen (Karies, Zahnfleisch), Nasennebenhöhlen- oder Mandelentzündungen, aber auch von starken Lebensmitteln oder Nasenproblemen (Fremdkörper), was einen Zahnarzt- oder Arztbesuch ratsam macht, um die Ursache zu finden.
 

Wann lernen Kinder durch den Mund zu Atmen?

Babys atmen in den ersten Monaten hauptsächlich durch die Nase (reine Nasenatmer), da ihre Nasengänge eng sind, aber die Fähigkeit zur Mundatmung entwickelt sich im Laufe der Zeit; meist können sie ab etwa 3 bis 6 Monaten auch durch den Mund atmen, wenn die Nase verstopft ist, wobei sich die Koordination von Atem- und Mundmuskulatur mit dem Wachstum verbessert, die volle Fähigkeit aber erst um das erste Lebensjahr herum vollständig ausgereift ist. 

Warum nehmen 2-Jährige alles in den Mund?

Neben dem Erforschungsdrang könnte das Zahnen ein weiterer Grund sein, warum Babys plötzlich alles in den Mund nehmen. Selbst wenn Du noch keinen Zahn entdecken solltest, könnte Dein Kind schon das starke Bedürfnis haben, auf etwas herum zu kauen, um das schmerzende, brennende und juckende Zahnfleisch zu massieren.

Warum hat mein Kind ständig etwas im Mund?

Kinder regulieren also instinktiv ihr Nervensystem, indem sie beispielsweise ihr Kiefer oder ihre Mundmuskulatur betätigen. Und es ist ja eigentlich auch ganz gut nachvollziehbar, dass das Gefühl, etwas im Mund zu haben, daran zu saugen, zu beißen oder zu kauen, eine beruhigende Wirkung haben kann.

Wie nennt man es, wenn Kinder alles in den Mund nehmen?

Babys brauchen den Mund als Sinnesorgan

Die Phase, in der Kinder die Umgebung mit dem Mund erkunden, nennt man orale Phase. Diese beginnt mit ungefähr vier Monaten und hält bis zum 18. Monat an. Der Mund ist das erste Sinnesorgan, mit dem die Kinder ihre Wahrnehmung schulen können.

Wann fangen hochbegabte Kinder an zu sprechen?

Hochbegabte Kinder sprechen oft früher und differenzierter als Gleichaltrige, manche schon mit 9-12 Monaten erste Worte, mit 18 Monaten Zweiwortsätze und mit 2-3 Jahren komplexere Sätze, aber es gibt eine große Bandbreite, wobei manche extrem früh (z.B. mit 6 Monaten in Sätzen) oder später sprechen; eine eindeutige Grenze gibt es nicht, aber ein früh entwickelter, reifer Wortschatz und komplexe Satzstrukturen sind typische Anzeichen für frühe Begabung. 

Was ist die kritische Phase im Spracherwerb?

Die kritische Phase des Spracherwerbs ist eine Theorie, die besagt, dass es ein bestimmtes Zeitfenster im Leben gibt, in dem Kinder Sprachen besonders mühelos und vollständig erwerben können, typischerweise von der Geburt bis zur Pubertät, wobei die Fähigkeit nach diesem Alter deutlich nachlässt. Diese Phase nutzt die hohe Neuroplastizität des Gehirns für den Spracherwerb, weshalb Kinder in dieser Zeit eine muttersprachliche Perfektion erreichen können, während es für Erwachsene deutlich schwieriger ist, dies zu erreichen.
 

Was sind Spätzünder bei Kindern?

Die meisten Late-Talker-Kinder beginnen mit etwa drei Jahren spontan zu sprechen: etwa ein Drittel hat den Rückstand zu diesem Zeitpunkt aufgeholt und spricht in vollständigen Mehrwortsätzen; man nennt diese Kinder deshalb „Late Bloomer“ (Spätblühende).