Zum Inhalt springen

Wann hört PMDS auf?

Gefragt von: Annegret Henke B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 5. März 2026
sternezahl: 4.6/5 (40 sternebewertungen)

PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) hört auf, wenn die Menstruation einsetzt und die starken Hormonschwankungen nachlassen; die Symptome treten in der zweiten Zyklushälfte auf, kulminieren oft kurz vor der Blutung und klingen dann typischerweise innerhalb weniger Tage nach Beginn der Periode ab, wobei die Beschwerdefreiheit zwischen den Zyklen oft wiederhergestellt ist, bis der nächste Zyklus beginnt. Mit der Menopause, wenn keine Zyklen mehr stattfinden, enden die Symptome komplett.

Wie lange dauert PMDS?

Die Beschwerden treten in der zweiten Zyklushälfte auf, meist 1–2 Wochen vor der Menstruation und verschwinden nach Beginn der Regelblutung wieder. Die Symptome wiederholen sich monatlich in ähnlicher Intensität. PMDS ist keine Einbildung, sondern eine medizinische Störung, die professionelle Aufmerksamkeit erfordert.

Kann PMDS wieder verschwinden?

Ja, PMS-Beschwerden klingen in der Regel wieder ab und verschwinden vollständig mit Einsetzen der Regelblutung, um dann im nächsten Zyklus erneut aufzutreten; sie sind also zyklusbedingt und nicht permanent. Eine Heilung gibt es nicht, aber Symptome können durch Lebensstiländerungen (Stressreduktion, Sport, Ernährung) und medizinische/therapeutische Maßnahmen gelindert oder sogar verhindert werden, etwa durch hormonelle Verhütung, die den Eisprung unterbindet.
 

Was tun bei starker PMDS?

Bei starker PMDS helfen eine Kombination aus medizinischer Behandlung (oft Antidepressiva wie SSRIs), Psychotherapie (KVT), Lebensstiländerungen (Ernährung, Bewegung, Stressabbau), Entspannungstechniken (Yoga, Meditation) und pflanzlichen Mitteln (Mönchspfeffer, Johanniskraut) – aber immer in Absprache mit einem Arzt, da PMDS eine ernsthafte körperliche Störung mit starken psychischen Folgen ist. 

Was passiert bei PMDS im Gehirn?

PMDS Symptome

Das hat Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem und wichtige Botenstoffe wie Serotonin. Die Folge sind vor allem psychische Symptome: Veränderung in Stimmung und Emotionen (z.B. Stimmungsschwankungen, plötzliche Traurigkeit oder Weinen, starke Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung).

Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS): Wenn der Zyklus die Persönlichkeit verändert | BR

43 verwandte Fragen gefunden

Ist PMDS heilbar?

Erst einmal die gute Nachricht: PMDS ist behandelbar. Es gibt verschiedene Wege, die helfen können – oft in Kombination. Lebensstil & Selbsthilfe: Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und Entspannung können die Symptome deutlich verringern. Sport, Yoga oder Spaziergänge wirken ausgleichend auf die Stimmung.

Wann ist die Stimmungstief-Periode?

Wann ist das Stimmungstief? Die Tage unmittelbar vor der Periode sind die Phase, in der die Stimmung in der Regel am schlechtesten ist. Reizbarkeit, Ängste und Wut zeigen sich oft in dieser letzten Zyklusphase.

Ist PMDS eine psychische Störung?

Die Prämenstruelle dysphorische Störung, kurz PMDS, ist eine depressive Störung, deren Hauptmerkmale Affektlabilität, dysphorische Verstimmung und Angstsymptome im Vorfeld der Menstruation sind. Es handelt sich eine Variante des prämenstruellen Syndroms (PMS).

Welches Medikament hilft gegen PMDS?

Medikamente bei PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) sind oft SSRI-Antidepressiva (z.B. Fluoxetin, Sertralin) als erste Wahl für Stimmungssymptome, kombiniert mit Pille (orale Kontrazeptiva) zur Zyklusregulierung oder zur Unterdrückung des Eisprungs. Auch Diuretika gegen Wassereinlagerungen, Schmerzmittel (Ibuprofen), und in schweren Fällen GnRH-Agonisten kommen zum Einsatz, oft off-label. Wichtig ist die individuelle ärztliche Abklärung, da manche Medikamente (wie Progesteron) kontraproduktiv sein können.
 

Welches Hormon löst Traurigkeit aus?

Weinen ist auch oft mit Stress verbunden und kann dadurch einen Anstieg von Stresshormonen wie Cortisol auslösen.

Hilft eine Geburt bei PMDS?

Manche Frauen erfahren eine Linderung ihrer Symptome, da die Schwangerschaft den Menstruationszyklus unterbricht und somit die hormonellen Schwankungen verhindert, die PMDS auslösen . Andere leiden weiterhin unter Stimmungsschwankungen, insbesondere wenn sie empfindlich auf schwangerschaftsbedingte Hormonveränderungen reagieren.

Kann die Pille bei PMDS helfen?

Hormonelle Behandlung. “Die Pille” – Orale Kontrazeptiva bzw. hormonelle Verhütungsmittel sind eine wichtige Behandlungsmöglichkeit bei PMDS, sofern sie vertragen werden. Sie unterdrücken den Eisprung und verringern Hormonschwankungen.

Welches Hormon fehlt bei PMDS?

Ursachen und Risikofaktoren für PMS

Die gängigste Theorie ist, dass ein Ungleichgewicht der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron der Auslöser ist.

Wie viele Frauen leiden an PMDS?

Etwa zehn bis fünfzehn Prozent aller gebärfähigen Frauen leiden an einer leichten Form der PMDS. Sie können damit aber ganz gut leben und sich arrangieren. Bei fünf bis sieben Prozent der Frauen ist die Störung allerdings so stark ausgeprägt, dass sie ihren Alltag in der 2. Zyklushälfte nicht mehr bewältigen können.

Ist PMDS intersexuell?

Das persistierende Müller-Gang-Syndrom (PMDS) ist eine extrem seltene Erkrankung, von der weltweit bisher nur etwa 300 Fälle beschrieben wurden. Es gehört zu den Störungen der Geschlechtsentwicklung (DSD) und wird umgangssprachlich auch als Intersexualität bezeichnet .

Welcher Arzt diagnostiziert PMDS?

Die erste Anlaufstelle für die Diagnose von PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) ist immer der Gynäkologe/die Gynäkologin, da PMDS eine zyklusabhängige, gynäkologische Erkrankung ist, der sich bei Bedarf auch ein gynäkologischer Endokrinologe (Hormonspezialist) oder ein Psychotherapeut/Psychiater anschließen kann, um das Krankheitsbild ganzheitlich zu behandeln. Wichtig ist eine genaue Dokumentation der Symptome über mindestens zwei Zyklen für eine korrekte Diagnose durch Ausschlussverfahren. 

Was hilft sofort bei PMDS?

Einer der wichtigsten Behandlungsansätze vor allem bei Symptomen wie Traurigkeit, Angst und Weinen ist die Therapie mit SSRI – serotoninfördernden Antidepressiva. Psychiater:innen oder Neurologinnen können dir SSRI verschreiben und dir helfen das Richtige zu finden.

Welches Medikament ist am besten gegen PMDS?

SSRIs sind die Mittel der ersten Wahl zur Behandlung von schwerem PMS oder prämenstrueller dysphorischer Störung (PMDS). Diese Medikamente werden in der Regel täglich eingenommen.

Welche Vitamine bei PMDS?

In mehreren klinischen Studien konnte eine Vitamin-B6-Supplementierung sowohl PMS als auch prämenstruelle Depressionen günstig beeinflussen. Auch Kalzium- und Magnesiummangel ist mit dem Auftreten von Regelschmerzen assoziiert.

Wann endet PMDS?

Beginnt am Tag nach dem Eisprung und dauert 8 Tage (Tag 15-22 in einem 28-tägigen Zyklus)

Was passiert im Gehirn bei PMDS?

Bei den von PMDS betroffenen Frauen ist die Transporterdichte für den Botenstoff (Transmitter) Serotonin im Gehirn vor der Regelblutung stark erhöht. Dies würde einen vorübergehenden Serotoninmangel bei der Signalübertragung an den Synapsen im Gehirn begünstigen, der die affektiven Symptome der PMDS erklären könnte.

Kann ein Mann mit PMDS ein Kind zeugen?

Diese Erkrankung, die als transversale Hodenektopie bezeichnet wird, tritt häufig bei Menschen mit PMDS auf. Weitere Folgen von PMDS können Unfruchtbarkeit oder Blut im Sperma (Hämatospermie) sein. Unbehandelt können die nicht abgestiegenen Hoden zudem degenerieren, sich entarten oder Krebs entwickeln.

An welchem ​​Tag deiner Periode bist du am launischsten?

„[ Die Woche vor der Periode ist] wahrscheinlich der häufigste Zeitpunkt, an dem Menschen die deutlichsten Stimmungsschwankungen verspüren, und das beschränkt sich in der Regel auf die Woche vor Beginn der Periode“, erklärt Dr. Sara Twogood, Geburtshelferin und Gynäkologin bei der Cedars-Sinai Medical Group in Kalifornien.

Welches Hormon macht schlechte Laune?

Hormone wie Progesteron, Östrogen und Cortisol beeinflussen direkt deine Stimmung – ein Ungleichgewicht kann zu depressiven Verstimmungen, Angstzuständen und Stimmungsschwankungen führen.

Was kann man gegen PMDS-Depressionen tun?

Gegen PMS-Depression helfen eine Kombination aus Lebensstiländerungen (gesunde Ernährung, Sport, Stressabbau, weniger Koffein/Alkohol/Nikotin), Entspannungstechniken (Yoga, Meditation), ausreichender Schlaf und ggf. spezielle Mikronährstoffe wie B-Vitamine; bei starken Beschwerden können Psychotherapie (Verhaltenstherapie) oder Medikamente (SSRI-Antidepressiva, Hormonpräparate) durch einen Arzt verordnet werden.
 

Nächster Artikel
Was tun gegen Kinder anschreien?