Zum Inhalt springen

Wann gilt man als Langzeitkrank?

Gefragt von: Dorit Brückner  |  Letzte Aktualisierung: 18. September 2026
sternezahl: 4.7/5 (42 sternebewertungen)

Man gilt in Deutschland als langzeitkrank, wenn man länger als sechs Wochen am Stück oder insgesamt mehr als sechs Wochen innerhalb eines Jahres wegen derselben Erkrankung arbeitsunfähig ist, da dann der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung einstellt und die gesetzliche Krankenkasse das Krankengeld übernimmt. Der Begriff ist nicht exakt definiert, aber die Sechs-Wochen-Grenze ist entscheidend, weil danach der Anspruch auf Krankengeld beginnt.

Was zählt als Langzeiterkrankung?

„Langzeitkrank“ ist keine exakte juristische Definition, wird aber allgemein für Arbeitnehmer verwendet, die länger als sechs Wochen ununterbrochen arbeitsunfähig sind, da dann die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber endet und die Krankenkasse Krankengeld zahlt (bis max. 78 Wochen innerhalb von drei Jahren). Es bezieht sich auf eine andauernde Arbeitsunfähigkeit, die arbeitsrechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich zieht, wie den Wechsel zur Krankengeldzahlung.
 

Welche Krankheit hat die längste Krankschreibung?

Psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und Burn-out sind unangefochten die Spitzenreiter, wenn es um langfristige Krankschreibungen geht. Mit durchschnittlich 35 bis 50 Fehltagen pro Fall übertreffen sie andere Krankheitsbilder wie Muskel-Skelett-Erkrankungen oder Herz-Kreislauf-Probleme bei Weitem.

Wann spricht man von Langzeitkrankenstand?

Man gilt in Deutschland als langzeitkrank, wenn man länger als sechs Wochen am Stück oder insgesamt mehr als sechs Wochen innerhalb eines Jahres wegen derselben Erkrankung arbeitsunfähig ist, da dann der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung einstellt und die gesetzliche Krankenkasse das Krankengeld übernimmt. Der Begriff ist nicht exakt definiert, aber die Sechs-Wochen-Grenze ist entscheidend, weil danach der Anspruch auf Krankengeld beginnt.
 

Wie lange darf man langzeitkrank sein?

Bist du jedoch länger als 6 Wochen pro Jahr krank, gilt das als unzumutbar für den Arbeitgeber und das Krankengeld greift. Bei einer längeren Krankheitsphase von mehr als 6 Wochen kann der Arbeitgeber unter Umständen auch eine Kündigung aussprechen.

Lange Zeit krank? Leidensgerechte Beschäftigung und Weg zur Abfindung!

21 verwandte Fragen gefunden

Wie lange kann ein Arzt am Stück krankschreiben?

Ein Arzt kann Sie grundsätzlich für bis zu zwei Wochen am Stück krankschreiben, in Ausnahmefällen auch bis zu einem Monat, abhängig von der Schwere und Art der Erkrankung, aber eine Verlängerung ist möglich, wenn der Arzt die Notwendigkeit sieht; bei einer telefonischen Erstbescheinigung sind es maximal fünf Tage, bei Videosprechstunden bis zu sieben Tage. Es gibt keine absolute Obergrenze, solange medizinisch begründet, aber bei längerer Krankheit muss die Arbeitsunfähigkeit regelmäßig neu festgestellt werden, meist alle zwei Wochen.
 

Was passiert, wenn man länger als 18 Monate krank ist?

Wenn Sie länger als 18 Monate (78 Wochen) krank sind, endet der Krankengeld-Anspruch der Krankenkasse (Aussteuerung), und Sie werden an die Agentur für Arbeit verwiesen, wo Sie Arbeitslosengeld (ALG I) beantragen können, auch wenn Sie weiterhin arbeitsunfähig sind, was als Nahtlosigkeitsregelung den Übergang sichern soll, bis Sie wieder fit sind, eine Reha machen oder eine Erwerbsminderungsrente beantragen, wobei das Arbeitsverhältnis oft bestehen bleibt, bis eine Klärung eintritt. 

Wie lange muss man zwischen 2 Krankschreibungen arbeiten gehen, damit wieder von vorne gezählt wird?

Wie lange muss man zwischen 2 Krankschreibungen arbeiten gehen, damit wieder von vorne gezahlt wird? Dabei kommt es darauf an, ob Sie wegen derselben Krankheit oder wegen einer anderen Erkrankung arbeitsunfähig werden: Ist dieselbe Krankheit wie beim ersten Mal der Grund, müssen mind. 6 Monate dazwischen liegen.

Wie hoch ist das Gehalt, wenn man langzeitkrank ist?

Bei Langzeiterkrankung zahlt der Arbeitgeber in Deutschland für die ersten 6 Wochen das volle Gehalt (Lohnfortzahlung), danach übernimmt die Krankenkasse das Krankengeld, was meist 70 % des Brutto-, aber maximal 90 % des Nettogehalts beträgt (ab 43. Krankheitstag) und sich an den letzten 12 Monatsverdiensten orientiert, wobei man insgesamt bis zu 78 Wochen Krankengeld für dieselbe Krankheit bekommen kann. 

Wie viel Krankenstand im Jahr darf man haben?

Es gibt keine feste gesetzliche Grenze, aber Arbeitgeber müssen in der Regel bis zu 30 Tage (etwa 6 Wochen) pro Jahr hinnehmen; darüber hinaus kann eine Kündigung wegen krankheitsbedingter Fehlzeiten möglich sein, wenn die Fehlzeiten über längere Zeit hoch sind (z.B. mehr als 30 Tage in mehreren Jahren), aber es hängt immer vom Einzelfall, der Art der Erkrankung und einer Prognose zur Besserung ab. 

Welche Krankheiten kann ein Arzt nicht kontrollieren?

Ärzte können Krankheiten, die sich hauptsächlich im Inneren abspielen oder subjektiv erlebt werden, wie viele psychische Erkrankungen (Depression, Burnout), chronische Schmerzen (Migräne, Rückenschmerzen), Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden oder Ermüdungserscheinungen, nur schwer vollständig kontrollieren, da sie oft nicht eindeutig objektiv messbar sind und die Diagnose stark auf Patientenaussagen beruht, was manchmal auch zu Fehldiagnosen führen kann. Auch seltene, komplexe Syndrome oder plötzlich auftretende Infektionen stellen Herausforderungen dar, da die Ursachen schwer zu greifen sind.
 

Wie lange kann ein Hausarzt auf Psyche krankschreiben?

Ein Hausarzt kann bei psychischen Problemen beliebig lange krankschreiben, es gibt keine gesetzliche Obergrenze, aber die Dauer wird individuell festgelegt und selten auf einmal sehr lang ausgestellt; meist beginnt man mit kurzen Intervallen (Tage/Wochen) und verlängert bei Bedarf, wobei die sechs Wochen Grenze für die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers wichtig ist, danach springt die Krankenkasse ein, und eine Überweisung zum Psychotherapeuten ist ratsam.
 

Bei welcher Krankheit werde ich lange krankgeschrieben?

Lange Krankmeldungen werden am häufigsten durch psychische Erkrankungen (wie Depressionen, Angststörungen, Burnout) verursacht, gefolgt von Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems (z.B. Rückenschmerzen) und manchmal auch schweren Infektionen oder chronischen Leiden (wie Long Covid, Krebs), wobei die Dauer stark von der Schwere der Diagnose und der individuellen Genesung abhängt. 

Wie kann ich mich langfristig krankschreiben lassen?

Eine Krankmeldung ohne Arztbesuch ist auf maximal fünf Kalendertage begrenzt. Sollte die Erkrankung länger andauern, ist für eine Folgebescheinigung ein persönlicher Besuch in der Arztpraxis notwendig. Wenn die Erstbescheinigung persönlich ausgestellt wurde, ist auch eine Verlängerung per Telefon möglich.

Wann beginnt bei Krankengeld die 3. Jahresfrist wieder neu?

Die dreijährige Blockfrist für diese Krankheit läuft dann bis zum 09.01.2022. Blockfrist Nummer 2 beginnt dann bereits am 10.01.2022 - auch wenn es in der Zwischenzeit eine Pause bei den Krankmeldungen gab und diese erst zum März 2022 wieder aufgenommen werden.

Kann man gekündigt werden, wenn man langzeitkrank ist?

Ja, Arbeitgeber können langzeiterkrankte Mitarbeiter unter strengen Voraussetzungen kündigen, wenn eine negative Gesundheitsprognose besteht und die betrieblichen Interessen überwiegen; dies erfordert jedoch eine umfassende Prüfung durch Gerichte, die hohe Anforderungen an die Rechtfertigung stellen und oft eine Interessenabwägung sowie die Prüfung von Alternativen wie Leiharbeit erfordern.
 

Wann spricht man von Langzeiterkrankung?

Man gilt in Deutschland als langzeitkrank, wenn man länger als sechs Wochen am Stück oder insgesamt mehr als sechs Wochen innerhalb eines Jahres wegen derselben Erkrankung arbeitsunfähig ist, da dann der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung einstellt und die gesetzliche Krankenkasse das Krankengeld übernimmt. Der Begriff ist nicht exakt definiert, aber die Sechs-Wochen-Grenze ist entscheidend, weil danach der Anspruch auf Krankengeld beginnt.
 

Wie viel zahlt die Krankenkasse, wenn man länger als 6 Wochen krank ist?

Nach 6 Wochen Krankheit zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld, das in der Regel 70 % Ihres Bruttoeinkommens beträgt, aber maximal 90 % Ihres letzten Nettogehalts nicht überschreitet; es wird für jeden Kalendertag der Arbeitsunfähigkeit gezahlt und die Sozialversicherungsbeiträge werden direkt abgezogen. Der Arbeitgeber zahlt in den ersten sechs Wochen weiter den vollen Lohn, danach springt die Krankenkasse ein und zahlt bis zu 72 Wochen Krankengeld, bis die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber endet. 

Wie lange erhalte ich 100% Lohn bei Krankheit?

Dienstjahr einen gesetzlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung von maximal 3 Wochen. In diesem Fall erhält sie ihren Lohn während insgesamt 4 Wochen voll ausbezahlt (während 2 Wochen 100%-Arbeitsunfähigkeit und 2 Wochen 50%-Arbeitsunfähigkeit).

Was passiert, wenn man mehr als 10 Tage hintereinander arbeitet?

Als Vollzeitbeschäftigter dürfen Sie nicht mehr als 10 Tage am Stück arbeiten. Wenn Sie beispielsweise 11 Tage hintereinander eingeteilt wären, würde Ihr Arbeitgeber gegen das Arbeitsrecht verstoßen.

Was ist die 6-Monatsfrist?

Sechs-Monats-Frist

Wird der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin wegen derselben Krankheit wiederholt arbeitsunfähig, erhält er oder sie während der erneuten Arbeitsunfähigkeit – ohne Anrechnung der früheren Bezugszeit – das Arbeitsentgelt möglicherweise für weitere sechs Wochen.

Was besagt die 3-Monats-Regel bei einem Job?

Eine dreimonatige Probezeit ist ein üblicher Testzeitraum, in dem Arbeitgeber die Eignung eines neuen Mitarbeiters für eine Stelle beurteilen . Probezeiten können für Neueinstellungen, Beförderungen, unzureichende Leistungsbeurteilung und mögliche Kündigungen eingesetzt werden.

Was ist die längste Krankschreibung, die ein Hausarzt ausstellen kann?

Übrigens, die sieben Tage umfassen Wochenenden und Feiertage. Kommen wir nun direkt zur Frage in der Überschrift. Eine Krankschreibung kann in den ersten sechs Monaten einer Erkrankung maximal drei Monate gelten. Danach kann sie für jeden medizinisch angemessenen Zeitraum ausgestellt werden.

Kann man 2 Jahre krankschreiben lassen?

Die Dauer einer Krankschreibung hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab. Arbeitnehmer erhalten bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Nach sechs Wochen zahlt die Krankenkasse Krankengeld. Die maximale Bezugsdauer des Krankengeldes beträgt 78 Wochen innerhalb von drei Jahren.

Welche Nachteile hat die Erwerbsminderungsrente?

Nachteile der Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) sind oft geringere Rentenhöhe (wegen fehlender Beitragsjahre und Abschlägen), finanzielle Einbußen (z.B. bei Wechsel von Krankengeld) und weniger Krankenversicherungsleistungen, da man eigene Beiträge zahlen muss. Hinzu kommen Arbeitsplatzverlust, Verlust von Betriebsrenten-Ansprüchen und die Hinzuverdienstgrenzen, die das Arbeiten erschweren. Es gibt auch psychischen Druck durch befristete Renten und Unsicherheit sowie die Notwendigkeit, bald eine Altersrente zu beantragen, um Versorgungslücken zu vermeiden.
 

Vorheriger Artikel
Wer kocht den Zaubertrank?