Wann Fundamenterder und Ringerder?
Gefragt von: Hedwig Falk | Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2026sternezahl: 4.7/5 (21 sternebewertungen)
Ein Fundamenterder wird bei normalen Fundamenten mit gutem Erdübergang (z.B. feuchter Beton) verwendet, während ein Ringerder notwendig wird, wenn der Beton isoliert ist (z.B. durch "weiße Wanne", Perimeterdämmung), um den notwendigen Erdungswiderstand zu gewährleisten und einen leitfähigen Ring im Erdreich um das Gebäude zu legen. Man verwendet also Fundamenterder bei durchgängiger Leitfähigkeit des Fundaments und Ringerder bei erschwertem Erdübergang des Fundaments.
Wann ist ein Ringerder erforderlich?
Ringerder: Wenn der im Fundament errichtete Erder (Fundamenterder) nicht ausreichend „erdfühlig“ verlegt ist. Dies ist in der Regel bei Bauwerksabdichtungen, also bei Fundamenten mit erhöhtem Erdübergangswiderstand wie z.B. Weiße Wanne, Perimeterdämmung, Glassschaumschotter usw. der Fall.
Sind Ringerder und Fundamenterder das Gleiche?
Der Fundamenterder ist als geschlossener Ring in die Fundamente der Außenwände des Gebäudes einzubringen. Bei einer Fundamentplatte muss die Anordnung entsprechend erfolgen. Der Ringerder wird ebenfalls als geschlossener Ring unterhalb bzw. seitlich der Gebäudefundamente eingebracht.
Wofür wird ein Fundamenterder verwendet?
Funktion. Der Fundamenterder ist Teil des elektrischen Schutzsystems, das zum „Schutz gegen elektrischen Schlag“ aus den Verbindungen aller leitfähigen Gehäuse von elektrischen Betriebsmitteln mit einem geerdeten Schutzleiter besteht.
Hat jedes Haus einen Fundamenterder?
In Deutschland besteht die Pflicht, in allen neuen Gebäuden einen Fundamenterder nach der nationalen Norm DIN 18014 zu errichten. Der Fundamenterder ist Bestandteil der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusseinrichtung.
Fundamenterder & Ringerder, Baugrube, uvam. (11.06.2020)
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Was tun, wenn kein Fundamenterder vorhanden ist?
Wenn kein Fundamenterder vorhanden ist, müssen im Bestand nachträglich andere Erder wie Tiefenerder, Ringerder oder eine Kombination installiert werden, um die elektrische Sicherheit zu gewährleisten, da der Fundamenterder in neuen Gebäuden Pflicht ist (DIN 18014). Die häufigste Lösung für ältere Häuser ist das Einschlagen von Tiefenerdern durch die Bodenplatte oder das Verlegen eines Ringerders um das Gebäude, die dann mit einer Haupterdungsschiene verbunden werden.
Woher weiß ich, ob mein Haus richtig geerdet ist?
Die in Wohnhäusern verwendeten Kabel haben meist drei Adern. Die Erdung erkennen Sie an der grün-gelben Ummantelung. Die Ader mit der braunen oder schwarzen Ummantelung stellt den Außenleiter dar, und Blau steht für den Neutralleiter.
Ist ein Fundamenterder ein Blitzableiter?
Der Fundamenterder ist ein wesentlicher Bestandteil des Blitzableiters. Dabei handelt es sich um tief im Boden vergrabene Erdungsstäbe und Erdungsleiter, die den weitergeleiteten Blitzstrom auffangen und sicher in die Erde abgeben.
Wann braucht man kein Fundament?
Sehr kleine Garten- und Gerätehäuser: Fundament nicht immer notwendig. Sehr kleine Garten- und Gerätehäuser benötigen für ihre Stabilität nicht zwingend ein Fundament, sofern der Boden eben ist. Aufgrund ihres geringen Gewichts spielt die Lastverteilung keine große Rolle.
Wo wird der Ringerder angeschlossen?
Ringerder in der Erdungsanlage
Der Ringerder wird außerhalb des Fundaments im durchfeuchteten, frostfreien Bereich verlegt. Er sollte vorzugsweise in einer Mindesttiefe von 50 cm und 1 m entfernt von Außenwänden verlegt werden. Als Material darf hier nur V4A (Werkstoffnummer 1.4571) zum Einsatz kommen.
Kann man direkt auf die Erde betonieren?
Grundsätzlich darf man direkt auf die Erde betonieren. Allerdings ist es nicht unbedingt empfehlenswert. Humusreiche Böden können etwa das Aushärten der äußersten Betonschicht behindern.
Ist ein Erder Pflicht?
Erdung und Potentialausgleich fürs Einfamilienhaus. Eine funktionsfähige Erdungsanlage nach DIN 18014 ist in neu zu errichtenden Gebäuden generell Pflicht, unabhängig vom Netzsystem.
Was ist der Unterschied zwischen Erdung und Potentialausgleich?
Erdung verbindet eine Anlage mit dem Erdreich, um Fehlerströme abzuleiten (z.B. bei Blitzschlag), während der Potentialausgleich leitfähige Teile innerhalb der Anlage miteinander verbindet (Heizung, Wasserrohre), um Spannungsunterschiede zu eliminieren und so vor gefährlichen Berührungsspannungen zu schützen. Der Potentialausgleich nutzt dabei oft die Erdung als Referenz, um alle Teile auf das gleiche Potential zu bringen – ohne Erdung gibt es keinen wirksamen Potentialausgleich, da ein gemeinsamer Nullpunkt fehlt.
Wann darf man auf eine Erdung verzichten?
In Niederspannungsanlagen bis 1000V, mit Ausnahme von Freileitungen, muss nicht geerdet und kurzgeschlossen werden, wenn die Arbeitsstelle freigeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert und der spannungsfreie Zustand festgestellt wurde.
Welches Fundament ist am stabilsten?
Fundamentplatte. Die Fundamentplatte ist die stabilste Variante. Sie besteht aus einer durchgehenden Betonschicht, die das gesamte Gebäude trägt. Dies sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Last und macht die Platte besonders widerstandsfähig gegen Setzungen oder Bewegungen im Boden.
Wer darf Fundamenterder installieren?
Einen Fundamenterder darf nur eine Elektrofachkraft oder Blitzschutzfachkraft verlegen, oder eine Baufachkraft (z.B. Maurer, Betonbauer) unter deren leitenender Aufsicht und Abnahme nach den Normen der DIN 18014 und DIN VDE 1000-10. Da er ein wesentlicher Bestandteil der elektrischen Anlage ist, muss die fachgerechte Installation, Prüfung und Dokumentation durch qualifiziertes Personal sichergestellt werden, um Gefahren zu vermeiden.
Ist ein Fundament wirklich notwendig?
Es kommt ganz darauf an, welchen Look du bevorzugst. Wenn du Verfärbungen oder Hautprobleme (wie Akne oder Aknenarben, Sonnenschäden, Rosacea usw.) im Gesicht hast, die du abdecken möchtest, solltest du Foundation verwenden . Wenn du einen natürlichen Look bevorzugst und von Natur aus gute Haut hast, kannst du getrost auf Foundation verzichten.
Kann man ein Punktfundament direkt in die Erde betonieren?
Punktfundament bauen: häufige Fragen
Ein Punktfundament sollte in der Regel mindestens 80 cm tief sein, um frostsicher zu sein. Kann man direkt auf die Erde betonieren? Nein, Du solltest den Boden ausheben, verdichten und ggf. mit einer Kiesschicht vorbereiten, bevor Du betonieren kannst.
Ist es möglich, ein Gartenhaus ohne Fundament zu bauen?
Ein Gartenhaus lässt sich ohne Betonfundament aufstellen, besonders wenn es klein und leicht ist, wobei Kiesbetten, Plattenfundamente oder moderne Schraubfundamente Alternativen sind; wichtig ist immer eine gut vorbereitete, ebene und tragfähige Basis mit Drainage, um Staunässe und Verzug zu verhindern, insbesondere bei Ständerbauweisen und leichteren Häusern, während größere oder schwerere Modelle oft ein festes Fundament benötigen.
Warum heute keine Blitzableiter mehr?
Dass heute nicht mehr jedes Haus einen Blitzableiter benötigt, liegt an der Statik von Häusern. Die heutige Bauweise bietet insgesamt mehr Sicherheit. Die Gefahr, dass ein Haus nach einem Blitzeinschlag so beschädigt ist, dass es zusammenstürzt, ist sehr gering.
Ist die Erdung einer PV-Anlage Pflicht?
Ja, die Erdung einer PV-Anlage ist in Deutschland grundsätzlich Pflicht gemäß DIN VDE 0100-712, um Personen- und Sachschäden zu verhindern; dies geschieht meist über einen funktionierenden Potentialausgleich aller metallischen Teile (Montagesystem) oder durch einen Fundamenterder bei Neubauten (DIN 18014), oft ergänzt durch Überspannungsschutz (Blitz- und Überspannungsschutz) und durchgeführt von einer Elektrofachkraft.
Sind Erdung und Blitzschutz das Gleiche?
Als Blitzschutzerdung bezeichnet man die Erdung einer Blitzschutzanlage.
Wie kann man die Erdung testen?
Um die Erdung zu prüfen, verwendet man spezielle Messgeräte (Multimeter oder spezialisierte Erdwiderstandsmesser), um den Erdungswiderstand zu messen: Bei Haushaltsinstallationen prüft man mit einem zweipoligen Prüfer an der Steckdose (Grün-Gelb gegen Braun/Schwarz), ob Spannung anliegt und der Schutzleiter (PE) mit der Erde verbunden ist. Bei Weidezäunen misst man mit einem Zaunprüfer (kurzschließen und Spannung prüfen), ob die Spannung nach einem Kurzschluss (z.B. durch Erdspieße) auf unter 200-600V abfällt. Die professionelle Messung (z.B. Fundamenterder) erfolgt oft mit der 3-Punkt- oder 4-Punkt-Methode, wobei Sonden im Boden platziert werden, um den Widerstand zu ermitteln (Ziel: < 30 Ohm).
Wie erdet man ein altes Haus?
Die Erdung in einem Altbau nachzurüsten ist wichtig für die Sicherheit und erfolgt meist durch einen Tiefenerder, der in den Boden getrieben wird, oder einen Banderder (Ringerder) im Graben um das Haus, da Fundamenterder oft nicht nachrüstbar sind. Da Altbauten oft nur eine veraltete Erdung oder gar keine besitzen, muss diese von einem Fachmann überprüft und nachgerüstet werden, typischerweise durch Einschlagen von Edelstahl-Staberdern durch die Bodenplatte oder von außen bis zum Erreichen eines optimalen Widerstandswertes, verbunden mit einer Hauptpotentialausgleichsschiene.
Wie misst man einen Fundamenterder?
Um einen Fundamenterder zu messen, nutzt man spezielle Erdungsmessgeräte, wobei die gängigste Methode die <<< !nav>>Dreipunktmessung mit zwei Erdspießen (Hilfserdern) im Abstand von mindestens 20 Metern ist, oder spezielle Stromzangenmessverfahren (Schleifenmessung), bei denen durch Induktion ein Strom gemessen wird, ohne Leiter zu trennen. Die Messung ist entscheidend, um die Sicherheit der elektrischen Anlage zu gewährleisten und muss gemäß den Normen (DIN VDE) durchgeführt werden, oft vom Fachmann.
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