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Wann erhöht sich die Kündigungsfrist?

Gefragt von: Almut Zimmer  |  Letzte Aktualisierung: 11. September 2026
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Die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich für den Arbeitgeber gestaffelt mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit, beginnend nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit mit einem Monat zum Monatsende, bis maximal sieben Monate nach 20 Jahren. Für Arbeitnehmer bleibt die Kündigungsfrist oft kürzer (4 Wochen) oder wird durch Arbeits-/Tarifvertrag angepasst, es sei denn, es gibt spezielle Regelungen oder eine längere Betriebszugehörigkeit führt auch zu einer längeren Frist.

Wie ändert sich die Kündigungsfrist mit der Betriebszugehörigkeit?

Ist der Arbeitnehmer dem Betrieb bereits länger als zwei Jahre zugehörig, verlängert sich die Kündigungsfrist mit der Zeit. Sie kann jedoch längstens sieben Monate betragen, nämlich bei einer Betriebszugehörigkeit von mindestens 20 Jahren.

Wie erhöht sich die Kündigungsfrist für Arbeitnehmer?

Für den Arbeitnehmer verlängert sich die Kündigungsfrist nicht. Allerdings kann der Arbeitgeber im Arbeitsvertrag vereinbaren, dass die längere gesetzliche Kündigungsfrist für den Arbeitgeber auch für eine Kündigung durch den Arbeitnehmer gilt. Dies ist zulässig.

Wie verlängert sich die gesetzliche Kündigungsfrist bei Betriebszugehörigkeit?

Die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich für Arbeitgeber automatisch mit der Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers nach § 622 BGB; sie startet bei 4 Wochen (Arbeitnehmer) bzw. 1 Monat (Arbeitgeber) und steigt bis zu 7 Monaten bei über 20 Jahren Betriebszugehörigkeit, wobei Arbeitnehmer eine kürzere Frist behalten, wenn nichts anderes vereinbart ist. Arbeits- oder Tarifverträge können die Fristen anpassen, aber nicht wesentlich zu Lasten des Arbeitnehmers von der gesetzlichen Staffelung abweichen, die ihn stärker schützt.
 

Kann der Arbeitgeber einfach die Kündigungsfrist ändern?

Das Wichtigste in Kürze. Du kannst Deine Kündigungsfrist verlängern. Dafür musst Du Dich mit Deinem Chef absprechen und die Änderung im Arbeitsvertrag eintragen. Dein Chef darf die Fristen nicht eigenmächtig ändern, er braucht dafür Deine Zustimmung.

Notice periods: What you should know

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Sind Kündigungsfristen im Arbeitsvertrag bindend?

Die im Arbeitsvertrag vereinbarte Kündigungsfrist bei Kündigung durch den Arbeitnehmer darf die gesetzliche Kündigungsfrist nicht unterschreiten. Die arbeitsvertraglichen Kündigungsfristen dürfen länger sein als die gesetzlichen Fristen. Diese Vereinbarungen sind für Arbeitgeber und Arbeitnehmer rechtlich bindend.

Warum ist ein Aufhebungsvertrag besser als eine Kündigung?

Welche Vorteile bietet ein Aufhebungsvertrag für Arbeitgeber? Arbeitgebern bietet ein Aufhebungsvertrag deutliche Vorteile gegenüber einer Kündigung: Sie vermeiden eine Kündigungsschutzklage mit ungewissem Ausgang. Sie sind nicht an Kündigungsfristen gebunden und können sich kurzfristig von Mitarbeitern trennen.

Wie lange ist die Kündigungsfrist nach 10 Jahren für Arbeitnehmer?

Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für einen Arbeitnehmer vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats, während die Frist für den Arbeitgeber auf vier Monate zum Monatsende verlängert wird (§ 622 BGB). Diese Fristen steigen mit längerer Betriebstreue an; die Frist für Arbeitnehmer ändert sich jedoch erst ab 15 Jahren, während sie für Arbeitgeber bereits ab 8 Jahren länger wird. 

Wie komme ich aus langer Kündigungsfrist raus?

Mit einem Aufhebungsvertrag oder dem Abbau von Resturlaub und Überstunden kannst du die Kündigungsfrist umgehen. Als letztes Mittel kannst du bei berechtigten Gründen auch von einer fristlosen Kündigung Gebrauch machen, falls die Rechtsgrundlage dafür besteht.

Was verlängert die Kündigungsfrist?

Verlängerung der Kündigungsfrist

Die Kündigung bleibt trotz der Arbeitsverhinderung gültig, die Frist verlängert sich jedoch um allfällige Krankheits- oder Unfalltage (im Maximum um die Dauer der Sperrfrist von 30 bis 180 Tagen je nach Dauer der Anstellung) und um die Sperrfrist im Falle von Dienstpflicht.

Kann man die Kündigungsfrist verhandeln?

Arbeitnehmer können aus verschiedenen Gründen ihren Arbeitsvertrag vorzeitig beenden wollen. Die Kündigungsfrist ist im Arbeitsvertrag oder gesetzlich geregelt. Ein Aufhebungsvertrag ermöglicht eine einvernehmliche, fristlose Beendigung, birgt aber Risiken wie Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld.

Haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber die gleichen Kündigungsfristen?

Bei der Kündigung durch den Arbeitnehmer gelten grundsätzlich die gleichen Fristen wie beim Arbeitgeber. Allerdings kann der Arbeitsvertrag auch individuelle Regelungen enthalten.

Was passiert, wenn ich die Kündigungsfrist nicht einhalte?

Was passiert, wenn der Arbeitnehmer die Kündigungsfrist nicht einhält? Hält der Arbeitnehmer die Kündigungsfrist nicht ein, dann muss er Bredereck zufolge bei entsprechender Vereinbarung im Arbeitsvertrag eine Vertragsstrafe zahlen. „Diese darf maximal ein Bruttomonatsgehalt betragen“, sagt er.

Warum werden langjährige Mitarbeiter gekündigt?

Eine betriebsbedingte Kündigung kann gerechtfertigt sein, wenn der Arbeitsplatz tatsächlich und dauerhaft entfällt, eine Weiterbeschäftigung an einem anderen Arbeitsplatz nicht möglich ist und die Sozialauswahl korrekt durchgeführt wurde. Die Anforderungen an den Arbeitgeber sind hier jedoch besonders hoch.

Bei welcher Kündigung gibt es keine Abfindung?

Soziale Rechtfertigung: Eine ordentliche Kündigung ohne Abfindung setzt einen der drei im KSchG genannten Kündigungsgründe voraus: dringende betriebliche Erfordernisse (z.B. Personalabbau), Gründe in der Person des Arbeitnehmers (z.B. langandauernde Krankheit) oder Gründe im Verhalten (z.B. wiederholtes ...

Wie lang ist die Kündigungsfrist, wenn ich selber kündige?

Wenn Sie selbst kündigen, gilt die gesetzliche Mindestkündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats; oft sind im Arbeits- oder Tarifvertrag jedoch längere Fristen vereinbart, die auch für Arbeitnehmer gelten. Während der Probezeit beträgt die Mindestfrist zwei Wochen. Bei einer Eigenkündigung sind Sie an die vertraglichen Fristen gebunden, die nicht kürzer sein dürfen als die des Arbeitgebers. 

Wie verlängert sich die Kündigungsfrist bei Betriebszugehörigkeit?

Bei längerer Beschäftigungsdauer des Arbeitnehmers verlängern sich die Kündigungsfristen weiter und erreichen über insgesamt 7 Stufen nach 20-jähriger Betriebszugehörigkeit die Höchstdauer von 7 Monaten zum Ende eines Kalendermonats.

Wie kann man die Arbeit während der Kündigungsfrist vermeiden?

Der Arbeitnehmer kann anfragen, ob er vor Ablauf der Kündigungsfrist kündigen kann . Er sollte hierfür eine schriftliche Zustimmung des Arbeitgebers einholen. Andernfalls könnte er gegen den Arbeitsvertrag verstoßen. Verlässt der Arbeitnehmer das Unternehmen vorzeitig, muss der Arbeitgeber ihm lediglich die bis dahin geleistete Arbeitszeit vergüten.

Ist es möglich, trotz Kündigungsfrist früher zu kündigen?

Mit einem Aufhebungsvertrag kannst Du Deinen aktuellen Job schnell beenden und in Deinen neuen Traumjob starten. Das Besondere daran: Im Gegensatz zur Kündigung, die nur von einer Seite ausgesprochen wird, ist der Aufhebungsvertrag eine Vereinbarung von beiden Seiten. Dein Chef und Du müssen beide einverstanden sein.

Wie hoch ist die Abfindung nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit können Sie also mindestens mit einer Abfindung in Höhe von 5 Monatsgehältern rechnen. Entsprechend gibt es nach 10 Jahren mindestens 10.000 € Abfindung, wenn der Monatslohn bei 2.000 € brutto liegt.

Woher weiß ich, wie lange ich Kündigungsfrist habe?

Ihre Kündigungsfrist finden Sie vorrangig in Ihrem Arbeitsvertrag, danach in einem Tarifvertrag, falls anwendbar, und falls dort nichts steht, gelten die gesetzlichen Fristen nach § 622 BGB, die sich nach der Dauer Ihrer Betriebszugehörigkeit richten (z. B. 4 Wochen zum 15. oder Monatsende für Arbeitnehmer). Überprüfen Sie zuerst Ihren Vertrag, da er vertragliche Vereinbarungen enthält, die Vorrang vor dem Gesetz haben, solange sie für Arbeitnehmer nicht schlechter sind als die gesetzlichen Vorgaben. 

Wie ist der Kündigungsschutz für langjährige Mitarbeiter?

Mitarbeitern ab 53 Jahren sind in der Regel unkündbar. Macht der Tarifvertrag Sie unkündbar, ist eine betriebsbedingte Kündigung gegen Ihren Willen so gut wie ausgeschlossen. Aber Achtung: Eine außerordentliche betriebsbedingte Kündigung ist nach wie vor möglich – trotz „Unkündbarkeit“.

Warum sollte man niemals einen Aufhebungsvertrag unterschreiben?

Man sollte keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben, weil er oft zu gravierenden Nachteilen wie einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld (ca. 12 Wochen) führt, den Kündigungsschutz aushebelt, den Verzicht auf Weiterbeschäftigung bedeutet und niedrigere Abfindungen zur Folge haben kann als bei einer Kündigungsschutzklage; er ist freiwillig und man sollte bei Druck immer ablehnen, bis man rechtliche Beratung eingeholt hat, um die Risiken zu minimieren.
 

Wie kündige ich meinen Arbeitnehmer richtig?

Um einen Mitarbeiter zu kündigen, müssen Sie die Schriftform (§ 623 BGB) einhalten (keine E-Mail/Fax), eine nachweisbare Zustellung sicherstellen, die korrekte Kündigungsfrist (gesetzlich oder vertraglich) einhalten und idealerweise ein persönliches Kündigungsgespräch führen, um den Trennungsprozess fair zu gestalten. Eine Kündigung muss eigenhändig unterschrieben sein, eine Begründung ist meist nicht zwingend erforderlich, aber ratsam für Rechtsstreitigkeiten.
 

Welche Alternativen gibt es zur Kündigung?

Ein Aufhebungsvertrag ist für Arbeitnehmer eine beliebte Alternative zur Eigenkündigung oder zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber. Als flexibles Instrument bieten Aufhebungsverträge viele Vorteile. Bevor Sie einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen, sollten Sie jedoch auch die damit verbundenen Nachteile kennen.

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