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Wann darf man nicht ins Militär?

Gefragt von: Rita Fritsch-Geisler  |  Letzte Aktualisierung: 31. August 2026
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In Deutschland muss man aktuell nicht ins Militär, da die allgemeine Wehrpflicht ausgesetzt ist; stattdessen wird ein neuer Wehrdienst auf Freiwilligenbasis eingeführt, der ab 18 Jahren eine Wehrerfassung beinhaltet, aber nur wer sich meldet, muss dienen – wer nicht will, muss nicht, es sei denn, es wird eine allgemeine Pflicht wieder eingeführt, was aber aktuell nicht geplant ist, auch wenn die Wehrpflicht nie abgeschafft wurde und im Spannungsfall wieder aktiviert werden könnte.

Wann ist man nicht wehrdienstfähig?

Man ist nicht wehrdienstfähig (ausgemustert), wenn schwere körperliche oder psychische Erkrankungen vorliegen (z.B. Krebs, Epilepsie, schwere Herzfehler, psychische Erkrankungen) oder bestimmte persönliche Merkmale den Dienst unmöglich machen, wie z.B. eine zu geringe Körpergröße (unter 1,55m) oder bestimmte strafrechtliche Verurteilungen; der Grundwehrdienst ist in Deutschland seit 2011 ausgesetzt, aber die Kriterien gelten für eine mögliche Wiedereinführung oder für den Dienst bei der Bundeswehr generell. 

Kann jeder ins Militär?

(1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden. (2) Wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden.

Wann darf man nicht mehr zur Bundeswehr?

Die Bundeswehr Altersgrenzen: Von 17 Jahre bis zum 65. Lebensjahr. Die Altersgrenzen bei der Bundeswehr reichen für Einsteiger ab 17 Jahren bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres bei Ruhestand.

Wann wird man bei der Bundeswehr abgelehnt?

Man ist untauglich für die Bundeswehr, wenn schwere körperliche oder psychische Erkrankungen (z.B. Herzfehler, Epilepsie, schwere Depressionen, Suizidgefahr) vorliegen oder bestimmte physische Grenzen (Größe unter 1,55m/über 2,06m) sowie starkes Übergewicht oder Unverträglichkeiten gegen Impfungen bestehen, was die Eignung für den Dienst beeinträchtigt. Auch wenn man sich in Haft befindet oder Strafen absitzt, kann man nicht dienen. 

Du musst nicht zur Bundeswehr!

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Kann ein Soldat einen Auslandseinsatz verweigern?

Soldatinnen und Soldaten mit einer Verpflichtungszeit von weniger als 12 Monaten – also Wehrdienstleistende - können nicht gegen ihren Willen zu einer besonderen Verwendung im Ausland entsandt werden.

Was disqualifiziert einen für den Militärdienst?

Bestimmte Erkrankungen – wie Asthma, Diabetes, schwere Allergien, bestimmte Arten von psychischen Störungen und Herzprobleme – können aufgrund der körperlichen und geistigen Anforderungen des Militärdienstes zum Ausschluss vom Militärdienst führen.

Wie viel verdient ein Soldat pro Monat?

Ein Soldat verdient monatlich zwischen etwa 2.700 € (Mannschaften) und über 5.000 € (Offiziere) brutto, abhängig von Dienstgrad, Laufbahn, Dienstjahren und Zulagen; im Freiwilligen Wehrdienst steigt das Gehalt ab 2026 auf ca. 2.700 €. Zum Grundgehalt kommen Familienzuschläge, Auslandseinsatz- und Funktionszulagen hinzu, was das Gehalt deutlich erhöht. 

Wer ist von der Wehrpflicht ausgeschlossen?

Von der Wehrpflicht in Deutschland sind bestimmte Gruppen auf Antrag befreit, darunter Geistliche, schwerbehinderte Menschen und Männer, die verheiratet sind, eine eingetragene Lebenspartnerschaft führen oder die elterliche Sorge für ein Kind haben; zudem gibt es Befreiungen für bestimmte familiäre Härtefälle, wie wenn alle Brüder im Krieg gefallen sind, und spezielle Regelungen für Studierende und Personen, die bereits einen anderen Wehrdienst geleistet haben. Seit 2026 wird die Wehrpflicht wieder eingeführt, betrifft aber zunächst nur Musterungen und die Einbeziehung von Männern. 

Kann jeder zur Bundeswehr gehen?

Nein, nicht jeder kann zur Bundeswehr, aber viele können, wenn sie die Staatsbürgerschaft besitzen, bestimmte Alters- und Gesundheitsanforderungen erfüllen und bereit sind, sich an die Regeln zu halten, inklusive potenzieller Auslandseinsätze. Hauptvoraussetzungen sind die deutsche Staatsbürgerschaft, meist ein Mindestalter von 17 oder 18 Jahren (mit Einverständnis der Eltern für 17-Jährige), erfüllte Schulpflicht und gesundheitliche Eignung, wobei die genauen Anforderungen je nach Laufbahn (Mannschaften, Unteroffiziere, Offiziere) variieren. Es gibt auch die Möglichkeit des Ersatzdienstes für Kriegsdienstverweigerer. 

Kann man als Ausländer zum Militär?

In acht EU-Staaten dürfen neben den eigenen Staatsbürgern auch Ausländer in den Streitkräften dienen. Verteidigungsminister Boris Pistorius ist offen für die Aufnahme von EU-Ausländern in die Bundeswehr.

Kann ich trotz Vorstrafen bei der Bundeswehr dienen?

Ja, eine Einstellung bei der Bundeswehr trotz Vorstrafen ist möglich, aber stark abhängig von Art, Schwere und Alter der Verurteilung; offenlegen müssen Sie jede Vorstrafe, denn Verschweigen führt zu Ausschluss und kann als Betrug gewertet werden, wobei die Bundeswehr eine Einzelfallprüfung vornimmt, oft nach Einblick ins Bundeszentralregister. Verurteilungen wegen Verbrechen oder schwerer Delikte (z.B. Freiheitsstrafe über 1 Jahr) führen in der Regel zu einem Einstellungshindernis, während kleinere Vergehen (z.B. unter 90 Tagessätzen) eher verzeihlich sind. 

Was sind die Voraussetzungen für Militär?

Folgende persönlichen Voraussetzungen gelten für alle militärischen Laufbahnen:

  • Deutsche Staatsangehörigkeit.
  • Einwandfreies Führungszeugnis.
  • Mindestens 155 Zentimeter groß
  • Mindestens 18 Jahre alt (17 Jahre mit Einverständnis der Eltern)
  • Uneingeschränkte Versetzungsbereitschaft innerhalb Deutschlands.

Wann ist man nicht tauglich Bundesheer?

Nicht tauglich sollen nur jene sein, für die der Grundwehr- oder Zivildienst physisch und psychisch tatsächlich nicht möglich ist. Verwendet werden diese Grundwehrdiener beispielsweise in Büros, als Kraftfahrer, in Küchen des Heeres oder auch in IT-Abteilungen, wenn entsprechende Kenntnisse vorhanden sind.

Wie viele Liegestütze sollte man schaffen Bundeswehr?

Bei der Bundeswehr gibt es keine feste Mindestzahl an Liegestützen für die Einstellung, aber sie sind Teil der körperlichen Eignungstests, besonders im Assessmentcenter, wo es um allgemeine Fitness geht, die auch Liegestütze beinhaltet, aber oft durch andere Disziplinen wie Pendellauf, Klimmhang und 1000m-Lauf ergänzt wird, wobei Männer in ihren 20ern eher 15-30 Wiederholungen anstreben sollten, um als durchschnittlich fit zu gelten. Für Bewerber in Führungspositionen werden spezielle Anforderungen gestellt, aber die Bundeswehr legt Wert auf eine gute Grundfitness, die im Sportprogramm der Grundausbildung trainiert wird. 

Können Wehrpflichtige im Ausland eingesetzt werden?

Ja, Wehrpflichtige können im Ausland eingesetzt werden, aber nur unter bestimmten Bedingungen, hauptsächlich durch freiwillige Bereitschaftserklärung für spezielle Einsätze oder humanitäre Hilfe, wobei längere Einsätze (über 12 Monate) eine Verpflichtung über den Grundwehrdienst hinaus darstellen, der Bundestag muss zustimmen, und es gibt klare Regeln für Entpflichtungen, um Härten zu vermeiden, insbesondere wenn sie gegen ihren Willen zu Kampfeinsätzen sollen. 

Was passiert, wenn man sich weigert, ins Militär zu gehen?

Zivildienst muss innerhalb einer Frist beantragt werden. Verweigerern, die ihren Antrag zu spät stellen und den Militärdienst nicht antreten, droht Haft von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.

Was sind Gründe für Untauglichkeit?

Gründe für die Untauglichkeit seien vor allem die nicht vorhandene körperliche Fitness, insbesondere wegen Übergewichts, und zunehmende Belastungen im psychischen Bereich, so Tanner. Sie sprach von einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, im Gesundheitsbereich Maßnahmen zu setzen.

Welche Berufe müssen nicht in den Krieg?

Im Kriegsfall werden in Deutschland prinzipiell alle wehrpflichtigen Männer eingezogen, aber Berufe im Bereich Gesundheit (Ärzte, Pflegekräfte), Bildung (Lehrer, Erzieher), kritische Infrastruktur (Strom, Wasser, Telekommunikation), Verwaltung, Landwirtschaft, Lebensmittelversorgung, sowie Handwerksberufe und spezielle technische Berufe (z.B. IT) können zu einer Zurückstellung führen, da sie für das Funktionieren des Staates unerlässlich sind; auch eine offizielle Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist möglich, was zu Ersatzdienstleistungen führen kann. 

Welche Armee zahlt am besten?

Luxemburg und die Schweiz zahlen die Spitzengehälter der analysierten Streitkräfte, wo- bei sie aufgrund der Größe ihrer Armeen (Luxemburg in etwa 2 000 aktive Soldaten)11 und des Milizsystems der Schweiz (nur 5 % Zeit- und Berufssoldaten)12 nur bedingt ver- gleichbar sind.

Wie viel Geld bekommt ein Soldat im Auslandseinsatz?

Ein Soldat im Auslandseinsatz erhält sein reguläres Gehalt plus einen steuerfreien Auslandsverwendungszuschlag (AVZ), der je nach Gefährdung des Einsatzlandes täglich zwischen ca. 48 € (Stufe 1) und 145 € (Stufe 6) liegt, plus steuerfreie Aufwandsvergütungen und kostenfreie Versorgung (Unterkunft, Verpflegung, medizinische Betreuung). Die genaue Summe hängt von Dienstgrad und Einsatzort ab, kann aber insgesamt deutlich über dem Inlandseinkommen liegen und wird taggenau berechnet.
 

Wer darf nicht dem Militär beitreten?

Grundsätzlich können Vorbestrafte und Personen mit mehreren Verurteilungen nicht der Armee beitreten, Ausnahmen sind jedoch in bestimmten Fällen möglich. Zu den Straftaten und moralischen Verhaltensproblemen, die keine Ausnahmegenehmigung ermöglichen, gehören: Wenn Sie unter zivilrechtlicher Aufsicht stehen, beispielsweise wegen Bewährung, Haft oder Führungsaufsicht.

Kann man als Soldat den Krieg verweigern?

Der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung kann sowohl von aktiven Soldatinnen und Soldaten, als auch von Reservistinnen und Reservisten sowie Ungedienten, also männlichen Staatsbürgern, die gemäß Wehrpflichtgesetz zum Kriegsdienst herangezogen werden könnten, gestellt werden.

Kann man bei der Bundeswehr abgelehnt werden?

Das bedeutet, dass in der Bundesrepublik Deutschland alle Soldaten der Bundeswehr gemäß Artikel 4 Grundgesetz im Dienst den Kriegsdienst nach Absatz 3, auch FWDL-Soldaten, SaZ 4, SaZ 8 und SaZ 12 (Soldat auf Zeit), Berufssoldaten und Reservisten, verweigern können und einen Kriegsdienstverweigerungsantrag stellen ...