Wann darf ich die Feldjäger rufen?
Gefragt von: Angelo Bergmann | Letzte Aktualisierung: 16. August 2026sternezahl: 4.9/5 (55 sternebewertungen)
Sie rufen die Feldjäger (Militärpolizei), wenn Sie Soldat sind und in Not geraten (z.B. bei Unfällen, Verbrechen oder persönlichen Problemen), oder bei militärischen Delikten wie Drogenmissbrauch, Diebstahl von Bundeswehr-Eigentum oder Verkehrsverstößen im Dienst; auch Zivilisten können bei militärischen Vorfällen oder wenn sich Soldaten in Not befinden, die Feldjäger kontaktieren, da diese auch für Ordnungsaufgaben und Sicherheit zuständig sind.
Wann sollte man die Feldjäger rufen?
Unfälle mit Kraftfahrzeugen, Kampfmittelfunde oder Sprengstoffanschläge: Wann immer Beweise für weitere Ermittlungen gesichert werden müssen, kommen die Feldjäger zum Einsatz. Je nach Art des Vorfalls rücken diese mit unterschiedlichen spezialisierten Einheiten aus, um mögliche Spuren zu sichern.
Wann sind die Feldjäger zuständig?
Als Militärpolizistin bzw. Militärpolizist führst du den militärischen Ordnungs- oder Verkehrsdienst durch, z.B. bei einer Kontrolle des militärischen Straßenverkehrs. Auch bei der Absicherung von Veranstaltungen der Bundeswehr ist die Feldjägertruppe für die Sicherheit zuständig.
Für was ruft man die Feldjäger?
Zu den Kernaufgaben der Feldjäger gehören: Gewahrsamsaufgaben, Militärischer Ordnungs- und Verkehrsdienst, Sicherheitsaufgaben, Erhebungen und Ermittlungen sowie Unterstützung im Heimat-, Raum- und Objektschutz. Sie sind aber auch Ansprechstelle für Soldatinnen und Soldaten, die in Not geraten und Hilfe benötigen.
Wie kommt man zu den Feldjägern?
Um Feldjäger zu werden, bewirbt man sich bei der Bundeswehr, muss bestimmte Schul- und Altersvoraussetzungen erfüllen (mind. Hauptschulabschluss + Ausbildung oder Realschule, mind. 17 Jahre), die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, zur bundesweiten Versetzung und Auslandseinsätzen bereit sein, und das Auswahlverfahren bestehen; danach folgt die Ausbildung an der Schule für Feldjäger in Hannover, oft über den Weg des Unteroffiziers oder Feldwebels.
Feldjäger - Ein Tag bei der Militärpolizei der Bundeswehr
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Welche Rechte haben Feldjäger?
Feldjäger sind die Militärpolizei der Bundeswehr und dürfen militärische Ordnung durchsetzen, Verkehr regeln (auch zivil), Personen und Fahrzeuge kontrollieren (inkl. Durchsuchung und vorläufige Festnahme), in Einsätzen Menschenmengen sichern, Schutzaufgaben wahrnehmen (z.B. Personenschutz, Objektschutz), Ermittlungen führen und sind Ansprechpartner für Soldaten in Not, wobei ihre Befugnisse über die normale Truppe hinausgehen, aber nicht die der zivilen Polizei ersetzen, sondern sich auf militärische Belange und Sicherheitsbereiche konzentrieren.
Was ist der Leitspruch der Feldjäger?
Der offizielle Spruch (Wahlspruch) der Feldjäger der Bundeswehr lautet „Suum cuique“ (lateinisch für „Jedem das Seine“), der auf dem Verbandsabzeichen und dem Barett der Truppe zu sehen ist und auf preußische Traditionen zurückgeht. Es gab Diskussionen, da der Spruch auch an NS-Lagern angebracht war, doch das Verteidigungsministerium entschied, ihn beizubehalten, da er in der Bundeswehr anders konnotiert ist.
Wie erkennt man Feldjäger?
Die Waffenfarbe der Feldjägertruppe ist Orange. Feldjäger tragen ein korallenrotes Barett. Truppengattungsabzeichen ist der preußische Gardestern mit der lateinischen Umschrift „suum cuique“ (deutsch: „Jedem das Seine“).
Was kostet eine Stube bei der Bundeswehr?
Die Kosten für eine Bundeswehr-Stube sind meist gering oder entfallen sogar, besonders für Soldaten unter 25 Jahren, wo die Unterbringung in der Regel kostenfrei ist; für ältere Soldaten können je nach Dienstgrad und Nutzung (z.B. Einzelstube oder Mehrbettzimmer) geringe Kosten für Verpflegung oder eine geringe Nutzungsgebühr (manchmal als geldwerter Vorteil versteuert) anfallen, aber die Unterkunft selbst bleibt oft günstig oder wird bezuschusst.
Was bedeutet der Leitspruch "Suum cuique" der Feldjäger?
"Suum cuique" (Jedem das Seine) ist das Motto der Feldjäger, der Militärpolizei der Bundeswehr, das auf preußische Tradition zurückgeht, aber wegen seiner missbräuchlichen Verwendung durch die Nazis (z.B. am Tor des KZ Buchenwald) umstritten ist; die Bundeswehr sieht darin eine Rückbesinnung auf die preußische Militärgeschichte, während Kritiker eine Entfernung fordern, die aber bisher von Verteidigungsministerien abgelehnt wurde.
Wen dürfen Feldjäger kontrollieren?
Das Gesetz erweitert die Befugnisse von Soldaten im Umgang mit Zivilpersonen. Schon jetzt dürfen Soldaten der Bundeswehr Personen anhalten, überprüfen, vorläufig festnehmen und durchsuchen, Sachen sicherstellen oder beschlagnahmen und unmittelbaren Zwang anwenden.
Was ist die Aufgabe von Feldjägern?
Feldjäger sind die Militärpolizei der Bundeswehr und sichern die militärische Ordnung und Disziplin, indem sie militärischen Verkehr regeln, bei Verkehrsunfällen ermitteln, Personenschutz gewährleisten und in Auslandseinsätzen polizeiliche Aufgaben übernehmen, wo lokale Strukturen fehlen, einschließlich der Kontrolle von Kriegsgefangenen. Ihre Kernaufgaben umfassen auch die Unterstützung des Heimatschutzes, Ermittlungen bei Straftaten und Unterstützung bei Logistik sowie Schutz von Transporten.
Was ist der härteste Job bei der Bundeswehr?
Die Kampfschwimmer des Kommandos Spezialkräfte der Marine (KSM) gelten als eine der härtesten Spezialeinheiten der Bundeswehr. Die Ausbildung der Kampfschwimmer dauert drei Jahre und ist in insgesamt vier Phasen unterteilt.
Was kontrollieren Feldjäger?
Die militärpolizeilichen Luftsicherheitsaufgaben der Feldjäger umfassen eine große Bandbreite von Tätigkeiten. Dazu gehören die Passagier- und Gepäckkontrollen sowie die Kontrolle sonstiger Gegenstände, die im Flugbetrieb mitgenommen werden.
Ist Feldjäger Polizei?
Die Feldjäger sind eine historische Truppengattung im deutschsprachigen Raum. Sie bilden aber auch heute noch eine Truppengattung der Bundeswehr, welche seit 1955 mit der Funktion der Militärpolizei in der Bundeswehr betraut ist.
Kann die Polizei Soldaten festnehmen?
Einschreiten gegen Soldaten in militärischen Anlagen
Befindet sich ein Soldat in einer militärischen Anlage, insbesondere in einem Dienstgebäude, so wendet sich die Polizei an den zuständigen Vorgesetzten des Soldaten. Eine Festnahme ist tunlichst im Benehmen mit dem Disziplinarvorgesetzten des Soldaten durchzuführen.
Wie viele Soldaten sind in einer Stube?
In dieser Zeit leben sie auch zusammen – meist teilen sich vier neue Soldatinnen oder Soldaten eine Stube. Jeweils etwa 30 Rekrutinnen und Rekruten bilden gemeinsam einen sogenannten „Zug“. Jeder Zug untersteht einer Zugführerin oder einem Zugführer.
Wird die Miete von der Bundeswehr bezahlt?
Nein, die Bundeswehr zahlt die Miete nicht direkt, aber sie bietet Unterstützung, je nach Status und Situation: Soldaten erhalten oft dienstliche Unterkünfte; müssen sie sich selbst eine Wohnung suchen (weil keine frei ist oder bei Versetzungen), gibt es Trennungsgeld (für Verheiratete mit Zweitwohnung), Umzugskostenvergütung (UKV) oder für Freiwillige Wehrdienstleistende (FWDL) einen Mietzuschuss über die Unterhaltssicherung; zudem können alle Soldaten der Wohnungsfürsorge beitreten, um günstigen Wohnraum zu finden.
Was bedeutet "krank auf der Stube"?
"Krank auf Stube" (KaS) ist ein Begriff aus der Bundeswehr und bedeutet, dass ein Soldat wegen Krankheit nicht am regulären Dienst teilnehmen kann, sondern sich auf seiner Stube (Schlafraum/Wohnraum) erholen muss, um sich zu kurieren und andere nicht anzustecken, wobei er meist unter Beobachtung seiner Vorgesetzten steht und leichte dienstliche Aufgaben erledigen muss, wenn möglich, aber Ruhe hat.
Welcher Dienstgrad ist A13 bei der Bundeswehr?
In der Bundeswehr gehört die Besoldungsgruppe A13 zu den Stabsoffizieren und umfasst Dienstgrade wie Major/Korvettenkapitän, sowie im Sanitätsdienst den Stabsarzt/Stabsärztin und im militärischen Fachdienst den Stabshauptmann/Stabskapitänleutnant; diese Besoldungsgruppe liegt im höheren Dienst und wird je nach Erfahrungsstufe gestaffelt bezahlt.
Was ist der Spitzname der Feldjäger?
Die Soldaten der Militärpolizei der Wehrmacht trugen als Erkennungszeichen eine große Metallplakette um den Hals mit der Aufschrift „Feldgendarmerie“. In der Truppe kursierte daher der verächtliche Spitzname „Kettenhunde“.
Was ist der Unterschied zwischen Gefreiter und Obergefreiter?
Obergefreiter wird ein Soldat in der Rekrutenschule während der Ausbildung zum Unteroffizier, in diesem Fall wird er auch Anwärter genannt. Bei sehr guter Leistung kann ein Gefreiter oder Soldat während eines Wiederholungskurses zum Obergefreiten befördert werden.
Was ist die härteste Ausbildung bei der Bundeswehr?
Die härtesten Ausbildungen der Bundeswehr sind die zu Kampfschwimmern (Marine) und Heeresbergführern, aber auch die zu Fernspähern und die des Kommando Spezialkräfte (KSK) zählen zu den extremsten, da sie an die psychischen und physischen Grenzen gehen, spezielle Fähigkeiten in Unterwasser-Nahkampf, Hochgebirge oder Überlebensstrategien trainieren und oft nur sehr wenige Anwärter bestehen.
Wie heißt der militärische Gruß?
Ein militärischer Gruß (auch Salut) dient in der Tradition der meisten Streitkräfte sowie in anderen militärisch organisierten oder uniformierten Institutionen als gegenseitige Ehrenbezeugung. Er wird international auf ähnliche Weise ausgeführt, wobei Einzelheiten von Nation zu Nation variieren.
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