Wann darf ein Walnussbaum gefällt werden?
Gefragt von: Oliver Krause MBA. | Letzte Aktualisierung: 9. Februar 2026sternezahl: 4.5/5 (52 sternebewertungen)
Einen Walnussbaum zu fällen ist generell im Spätsommer (August bis September) für Pflegeschnitte erlaubt, da dann wenig Saft fließt und Wunden schnell heilen, oder alternativ im Winter (Dezember/Januar), wenn er blattlos ist, wobei der zeitliche Rahmen zwischen Oktober und Februar für Fällungen gilt, um Brut- und Setzzeiten zu schützen. Beachten Sie jedoch lokale Baumschutzsatzungen, da Walnussbäume oft besonders geschützt sind, und benötigen Sie in der Wachstumsphase (März bis September) meist eine Ausnahmegenehmigung für Eingriffe.
Kann ich einen Walnussbaum fällen?
Möchten Sie einen Walnussbaum fällen, sollten Sie zunächst prüfen, ob dieser unter die Baumschutzverordnung fällt. Ist dies der Fall, muss bei der zuständigen Naturschutz- oder Umweltbehörde eine Genehmigung beantragt werden. Hierfür sind in der Regel genaue Angaben zum Baum und zum Grund der Fällung notwendig.
Ist ein Walnussbaum ein geschützter Baum?
Außerdem sind Baumgruppen und mehrstämmige Bäume unter bestimmten Umständen geschützt. Nicht geschützt sind Obstbäume mit Ausnahme von Walnussbäumen und Esskastanien.
Wann braucht man eine Genehmigung, um einen Baum zu fällen?
Eine Genehmigung zum Baumfällen braucht man meistens, wenn der Baum einen bestimmten Stammumfang (oft ab 60 cm), eine bestimmte Höhe erreicht hat oder eine geschützte Art ist, wobei die genauen Regeln je nach Bundesland und Kommune (Baumschutzsatzung) variieren. Allgemeine Ausnahmen sind oft Obstbäume, junge Bäume und Nadelbäume, aber auch bei stark geschädigten Bäumen, die eine Gefahr darstellen, sind oft Ausnahmen möglich, aber eine Genehmigung muss trotzdem beantragt werden.
Wann darf man einen Walnussbaum stutzen?
Den Walnussbaum schneidet man am besten im Spätsommer (August/September), wenn der Saftdruck gering ist und die Wunden vor dem Winter noch heilen können, oder im frühen Frühjahr (März/April), wenn der Baum im Saft steht und neue Triebe die Wunden schnell verschließen, da dann das Bluten durch den hohen Saftdruck minimiert wird und Krankheiten vorgebeugt wird, während man den kalten Winter und Herbst meiden sollte, da die Wunden offen bleiben.
Walnussbaum schneiden – richtiger Zeitpunkt, Technik und Wundheilung erklärt
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Kann man einen Walnussbaum kappen?
Von Mitte August bis Ende September ist der richtige Zeitpunkt für den Walnussbaumschnitt, denn jetzt bereiten sich die Bäume bereits auf die Winterruhe vor, der Saftdruck ist gering und die Bäume bluten dadurch kaum. Bis zum Frost hat der Baum aber auch noch genug Zeit, die ersten Wunden zu schließen.
Wie beschneidet man einen großen Walnussbaum?
Der Rückschnitt sollte nur im Hochwinter oder Hochsommer erfolgen. Beginnen Sie mit dem Entfernen abgestorbener, beschädigter oder stark verzweigter Äste. Entfernen Sie nicht mehr als 20 Prozent der Baumkrone auf einmal .
Ist es erlaubt, Bäume auf einem Privatgrundstück zu kürzen?
Ja, Sie dürfen überhängende Äste eines Nachbarbaumes bis zur Grundstücksgrenze abschneiden, müssen den Nachbarn aber vorher zur Selbstbeseitigung auffordern und ihm eine angemessene Frist setzen (§ 910 BGB). Der Schnitt muss schonend erfolgen, darf den Baum nicht grundlegend beschädigen, und Sie müssen Naturschutzbestimmungen (wie die Vogelschutzzeit vom 1. März bis 30. September) beachten.
Wie hoch ist die Strafe für Baumfällung?
Der Bußgeldkatalog des baden-württembergischen Umweltministeriums sieht bei "Abschneiden oder auf den Stock setzen von Bäumen, Hecken, lebenden Zäunen, Gebüschen oder anderen Gehölzen" in der Zeit vom 1. März bis 30. September eine Strafe von 50 bis 7.000 Euro vor.
Kann man im März noch Bäume schneiden?
Übersicht: Bäume schneiden
Man darf Bäume und Äste im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 28. Februar schneiden. Zwischen dem 1. März und dem 30. September ist Vogelschutzzeit, in dieser Zeit ist daher kein radikaler Baumschnitt erlaubt, aber Form- und Pflegeschnitte sind ebenso möglich wie Maßnahmen zur Verkehrssicherung.
Ist es verboten, einen Walnussbaum im Garten zu Pflanzen?
Ein Walnussbaum ist nicht grundsätzlich verboten, kann aber durch Gemeindesatzungen (Baumschutz), Nachbarrecht (Abstand, Schattenwurf, Wurzeln) oder spezielle Regeln in Kleingärten eingeschränkt werden; große, alte Bäume fallen oft unter Fällverbote, auch auf Privatgrundstücken, was eine Genehmigung erfordert, da sie Lebensstätten sind. Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Gemeinde über lokale Vorschriften und klären Sie Abstände zum Nachbarn, da die Wurzeln und das Laub viel Platz beanspruchen.
Wie dicht darf ein Walnussbaum am Haus stehen?
Der Pflanzabstand zu einem Gebäude sollte daher mindestens 10 Meter betragen, damit der Baum sich ungehindert entwickeln kann. Da es sich um einen Tiefwurzler handelt besteht wenig Gefahr für ein Anheben von Flächen im Umkreis der Walnuss. Schnitt: Walnussbäume werden in der Regel als sogenannte Heister angeboten.
Was bewirken Walnussbäume im Boden?
Die Walnuss sondert über ihre Wurzeln eine Substanz namens Juglon in den Boden ab, die für viele andere Pflanzen giftig ist und diese abtötet. Dadurch wird die Konkurrenz um Ressourcen verringert. Juglon gelangt außerdem durch Regenwasser, das mit abgefallenen Walnussblättern, -zweigen und verrottenden Früchten in Kontakt kommt, in den Boden.
Warum soll man sich nicht unter einen Nussbaum setzen?
Nussbäume gelten als Versammlungsbäume von Hexen und Zauberern. Auch soll man unter einem Walnussbaum wegen seines „schädlichen Schattens“ möglichst nicht schlafen.
Was tun mit Laub vom Walnussbaum?
Walnussblätter sollten wegen ihrer Gerbsäure getrennt vom normalen Kompost entsorgt oder speziell aufbereitet werden, da sie das Wachstum anderer Pflanzen hemmen können; am besten sind ein separater Kompost, Mulchen unter säureliebenden Pflanzen oder die Biotonne/Wertstoffhof, wobei kranke Blätter in den Hausmüll gehören, um Schädlinge zu vermeiden. Zerkleinern (z.B. mit dem Rasenmäher) beschleunigt den Verrottungsprozess, wie dieses YouTube-Video erklärt.
Welche Bäume darf ich ohne Genehmigung fällen?
Fazit: Bäume fällen ohne Genehmigung geht normalerweise nicht. In der Regel dürfen Obstbäume, Nadelbäume und Laubbäume mit einem Stammumfang von weniger als 60 bis 80 Zentimetern (gemessen in einem Meter Höhe) ohne Genehmigung gefällt werden.
Wie kann ich einen Baum eingehen lassen?
Um einen Baum langsam eingehen zu lassen, ist das Ringeln (Entfernen eines Rindenstreifens) eine effektive, chemiefreie Methode, die den Nährstofftransport stoppt und mehrere Jahre dauert. Alternativ können Chemikalien wie Glyphosat in den Stamm eingebracht oder Kupfer-Verbindungen verwendet werden, was jedoch Umweltbelastungen und rechtliche Fragen mit sich bringt; auch das Einbringen von Salzen wie Kupfersulfat ist möglich, schädigt aber den Boden. Bevor Sie handeln, prüfen Sie die lokalen Vorschriften, da das absichtliche Töten von Bäumen genehmigungspflichtig sein kann.
Wann darf ich Bäume im eigenen Wald fällen?
Erlaubt ist das Fällen eines Baumes von Oktober bis einschließlich Februar. In den übrigen Monaten ist es laut Bundesnaturschutzgesetz verboten.
Wer kontrolliert Bäume auf einem Privatgrundstück?
Ein Grundstückseigentümer mit Baumstand haftet grundsätzlich für die Verkehrssicherheit seiner Bäume. Das bedeutet, er muss dafür sorgen, dass vom Baumbestand keine Gefahr für Dritte ausgeht. Daher müssen Baum-Eigentümer ihre Bäume regelmäßig auf Schäden, Standfestigkeit und Erkrankungen kontrollieren.
Welche Bäume dürfen nicht beschnitten werden?
Nach dieser Verordnung dürfen Baumgruppen, Gehölzbestände und Einzelbäume, die in 1,30 m Höhe mehr als 24 cm Stammdurchmesser haben, weder gefällt noch beschnitten werden. Das gilt auch für Baumgruppen und Gehölzbestände, in denen sich Bäume mit einem geringeren Stammumfang befinden.
Wie weit darf man einen Walnussbaum zurückschneiden?
Um die Schnittwunden möglichst gering zu halten, kürzt man zunächst nur jeden zweiten Trieb der Krone an einer Gabelung, die maximal 1,5 Meter vom Ende des Astes entfernt ist. Im Folgejahr schneidet man die übrigen Äste, sollte dabei aber die natürliche Wuchsform des Baumes nicht beeinträchtigen.
Wie tief wurzeln Walnussbäume?
Walnussbäume sind Tiefwurzler, die in jungen Jahren schnell eine starke Pfahlwurzel entwickeln, die bis zu einem Meter tief reichen kann, bevor sich das Wurzelwerk in die Breite ausbreitet und oft den Kronendurchmesser erreicht, was eine Pflanztiefe von 1 Meter für das Pflanzloch empfiehlt. Das genaue Ausmaß hängt vom Boden ab: In guten Böden wächst sie tiefer, in trockenen Böden noch tiefer auf der Suche nach Wasser.
Wie kann ich einen Walnussbaum umpflanzen?
Einen Walnussbaum umzupflanzen ist anspruchsvoll, da er eine tiefe Pfahlwurzel entwickelt; am besten gelingt es bei jungen Bäumen (< 2 m Höhe) im Spätherbst, nachdem die Blätter gefallen sind, mit einem großen Wurzelballen, anschließendem Rückschnitt der Krone (ca. 50%) und guter Bewässerung, wobei ältere Exemplare oft kümmern.
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