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Wann bricht ein Therapeut die Therapie ab?

Gefragt von: Karoline Klaus  |  Letzte Aktualisierung: 30. Juni 2026
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Ein Therapeut bricht eine Therapie ab, wenn das Vertrauensverhältnis zerstört ist (z.B. durch Beleidigungen oder unkooperatives Verhalten), der Patient keine Fortschritte macht oder die Therapieziele erreicht wurden. Auch persönliche Gründe (Umzug) oder eine mangelnde Übereinstimmung bei der Zusammenarbeit können eine Beendigung rechtfertigen, wobei der Therapeut den Patienten meist vorab auf das nahende Ende hinweisen sollte, besonders bei Erschöpfung der Krankenkassen-Stunden.

Warum bricht ein Therapeut die Therapie ab?

Ein Forschungsteam untersuchte dies anhand zweier großer Stichproben aus psychotherapeutischen Kliniken und fand heraus: Wenig Motivation und eine schlechte therapeutische Allianz zwischen Therapeutin und Behandelten zu Beginn erhöhten die Wahrscheinlichkeit, dass eine Therapie abgebrochen wird.

Wann darf ein Therapeut die Therapie abbrechen?

Zunächst gilt grundsätzlich, dass Sie jede Therapie zu jedem Zeitpunkt beenden können, wenn Sie dies für notwendig halten. Sinnvollerweise sollte dies aber erst dann erfolgen, wenn es Ihnen spürbar besser geht oder wenn Sie gelernt haben, anders als bisher mit Ihren Beschwerden umzugehen.

Wann haben Sie die Therapie abgebrochen?

Das Gespräch zwischen Ihnen und Ihrem Therapeuten kommt zum Erliegen.

Es kann sein, dass Sie irgendwann jede Woche zur Therapie gehen und Schwierigkeiten haben, Gesprächsthemen zu finden. Wenn sich Ihre Symptome so weit gebessert haben, dass sie Ihnen nicht mehr erwähnenswert erscheinen , könnte das ein Zeichen dafür sein, dass Sie die Therapie beenden können.

Welche Gründe gibt es für den Therapieabbruch?

Gründe für einen Therapieabbruch sind vielfältig und reichen von Unzufriedenheit mit dem Therapeuten oder der Methode über mangelnde Fortschritte, Kosten und logistische Probleme bis zu persönlichen Umständen wie Umzug, neue Erkrankungen oder dem Gefühl, nicht verstanden zu werden. Oft spielen auch Enttäuschung über ausbleibende Besserung, schlechte Chemie oder die eigene Motivation eine große Rolle, wobei ein offenes Abschlussgespräch die beste Vorgehensweise ist.
 

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Wann wird es Zeit, eine Psychotherapie zu beenden?

Doch wann ist es eigentlich genug Therapie? Da im Rahmen der Kostenübernahme durch eine Krankenversicherung die Anzahl der Sitzungen eine Grenze hat (z.B. Kurzzeitbehandlung 24 Sitzungen, Langzeitbehandlung 60 Sitzungen) ist hiermit in der Regel die Therapie zu Ende.

Was mögen Psychotherapeuten nicht?

Vor allem negative Gefühle (zum Beispiel Frustration, Enttäuschung) werden gegenüber den Patienten verschwiegen. Auch gaben viele Therapeuten es nicht offen zu, wenn sie etwas, das ein Patient erzählt hatte, vergaßen, oder wenn sie daran zweifelten, einem Patienten helfen zu können.

Wann macht eine Therapie keinen Sinn mehr?

Um Risiken einer Behandlung geht es, wenn eine Therapie die Verschlechterung herbeigeführt oder zumindest begünstigt hat, und wenn sich unvorhersehbare Komplikationen eingestellt haben. 3. Von Nebenwirkungen spricht man, wenn unerwünschte Effekte auftreten, die direkt auf die Behandlung zurückzuführen sind.

Wann ist eine Therapie gescheitert?

Auf Seite des Psychotherapeuten können unter anderem folgende Faktoren zum Misserfolg beitragen: eine falsche Indikationsentscheidung, mangelndes Vermögen des Psychotherapeuten (Einfühlsamkeit, Beherrschung therapeutischer Techniken), mangelnde Übereinstimmung mit dem Patienten über den Therapieprozess.

Wie lange ist eine Therapie gesperrt?

Eine "Therapiesperre" bei gesetzlichen Krankenkassen bedeutet meist eine 2-Jahres-Frist nach einer abgeschlossenen Therapie, in der eine erneute Psychotherapie nur mit gutachterlicher Prüfung und besonderen Gründen genehmigt wird, aber nicht generell unmöglich ist. Innerhalb dieser Frist können Sie dennoch probatorische Sitzungen oder psychotherapeutische Gespräche (Ziffer 23220) wahrnehmen. Bei akuter Notwendigkeit kann die Sperrfrist durch einen Antrag und Nachweis der Dringlichkeit durchbrochen werden. 

Wie viele brechen Psychotherapie ab?

Für die Kostenerstattung einer Psychotherapie bei Krankenkassen müssen Sie oft eine große Anzahl an Absagen (ca. 10-20) von Therapeuten mit Kassensitz dokumentieren, da freie Plätze rar sind und Sie nachweisen müssen, dass Sie keine zeitnahe Regelbehandlung bekommen können, was durch die Terminservicestelle 116 117 unterstützt wird, aber meistens nicht ausreicht. Die Absagen (auch telefonisch) dokumentieren Sie mit Datum, Namen und der (oft langen) Wartezeit, um einen Antrag bei der Kasse zu stellen. 

Wann dürfen Therapeuten ihre Schweigepflicht brechen?

Besteht ein „rechtfertigender Notstand“, das heißt eine Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre und Eigentum oder ein anderes Rechtsgut, dann darf der Psychotherapeut Patientengeheimnisse offenbaren, um die Gefahr von sich oder anderen abzuwenden.

Was kann ich tun, wenn die Therapie nicht hilft?

Wenn Therapie nicht hilft, sollten Sie den Therapeuten wechseln (über 116117 oder Hausarzt), andere Therapieformen prüfen (z.B. Online-Therapie, Hirnstimulation, Ketamin-Behandlung bei schweren Fällen), sich an Hausarzt/Psychiater für Medikamente wenden oder Krisen-Hotlines wie die Telefonseelsorge (0800 1110111) nutzen und aktiv soziale Unterstützung suchen. Wichtig ist, die Hoffnung nicht zu verlieren, da oft Anpassungen nötig sind. 

Warum provoziert ein Therapeut?

Die Klienten werden spaßhaft provoziert, um ihren Widerstand und ihre Abwehr "herauszukitzeln" und darüber Änderungen herbeizuführen. Postulate der provokativen Therapie sind u.a.: 1) Das Verhalten, das gegenüber dem Therapeuten gezeigt wird, spiegelt die Verhaltensweisen des Klienten im täglichen Leben wider.

Was ist eine negative therapeutische Reaktion?

Die negative therapeutische Reaktion ist eines der belastenden Phänomene, mit denen wir in psychoanalytischen Behandlungen konfrontiert werden. Sie kann zu Stillstand, Rückschritten, in malignen Fällen zu Behandlungsabbruch und anderem destruktiven Agieren führen.

Was sollte man dem Psychotherapeuten nicht sagen?

Man sollte dem Psychotherapeuten nichts verheimlichen, was die Therapie behindert, wie eigene Fehler, Überreaktionen oder Gefühle, die man als beschämend empfindet, denn gerade diese "negativen" Aspekte sind für Fortschritte entscheidend; es gibt kaum etwas, das man nicht sagen sollte, außer vielleicht banale Alltagsdetails, die keine tiefere Bedeutung haben, während der Therapeut umgekehrt keine unrealistischen Versprechungen machen oder das Vertrauen ausnutzen darf. 

Wann beendet ein Therapeut die Therapie?

Die systemische Therapie kann auf 36 Stunden verlängert werden. Bei Verhaltenstherapie und tiefenpsychologisch fundierter Therapie sind 60 Stunden möglich. Bei der analytischen Psychotherapie sind sogar 160 Stunden planbar.

Was sind Behandlungsfehler in der Psychotherapie?

Ein Behandlungsfehler liegt vor, wenn ein Verstoß gegen die Regeln der therapeutischen Kunst vorliegt, das heißt, wenn der Therapeut eine der vertraglichen Pflichten verletzt.

Wann sollte man den Therapeuten wechseln?

Ein Wechsel ist aber auch sinnvoll, wenn in der Therapie längere Zeit keine Fortschritte mehr erreicht werden (obwohl noch Behandlungsbedarf besteht), sich der Zustand des Patienten dauerhaft verschlechtert oder ein belastender Konflikt mit dem Therapeuten trotz Aussprache nicht gelöst werden konnte.

Welche Gründe gibt es für den Abbruch einer Psychotherapie?

Ein Abbruch einer Psychotherapie ist jederzeit möglich und kann durch Patienten oder Therapeuten erfolgen, sollte aber idealerweise in einem gemeinsamen Abschlussgespräch reflektiert werden, um Gründe wie fehlende Fortschritte, Beziehungsprobleme oder äußere Umstände zu klären. Ein plötzlicher Abbruch, besonders in den ersten Sitzungen, erhöht das Risiko, kann aber auch ein Zeichen für Autonomie oder eine nicht passende Therapie sein; eine Fortsetzung ist oft durch Antrag möglich, aber gutachterpflichtig.
 

Warum scheitern Therapien?

Warum bleiben Psychotherapien manchmal wirkungslos? Eine Übersichtsstudie zeigt: Oft liegt es an unrealistischen Erwartungen, fehlendem Vertrauen und emotionalen Widerständen. Rund ein Fünftel aller Psychotherapien endet, ohne dass die Betroffenen eine relevante Verbesserung ihrer Symptome feststellen.

Wie helfe ich jemandem, der sich nicht helfen lassen will?

Jemandem helfen, der Hilfe ablehnt, erfordert Geduld, Zuhören, Grenzen respektieren und bei akuter Gefahr sofort handeln; bieten Sie konkrete Unterstützung an (Begleitung zum Arzt), ohne zu drängen, und suchen Sie selbst professionelle Hilfe, wenn Sie sich überfordert fühlen, besonders bei Suizidgedanken. 

Sind Psychotherapeuten manipulativ?

In der Psychotherapie haben beide ihren Platz. Durch naturwissenschaftliche Forschung ermöglichte Manipulation mag zu einer notwendigen Bedingung der Lebensgestaltung werden – eine hinreichende Bedingung für gelingendes Leben ist sie nicht. Denn das Ziel von Psychotherapie ist Emanzipation, nicht Manipulation.

Was dürfen Therapeuten nicht?

Therapeuten dürfen Patienten nicht ausnutzen (Vertrauen, Schwäche), unangemessene Versprechungen machen, sexuelle Beziehungen eingehen, die Schweigepflicht verletzen, sie indoktrinieren oder die Therapie zur Befriedigung eigener Bedürfnisse missbrauchen; sie müssen professionell, respektvoll und vertraulich handeln und eine professionelle Distanz wahren, also etwa keine privaten Beziehungen beginnen oder Geschenke in unpassendem Ausmaß annehmen.
 

Was ist Kränkung in der Psychologie?

In der Psychologie ist eine Kränkung eine tiefe seelische Verletzung der Ehre, Werte oder des Selbstwertgefühls, die oft zu Minderwertigkeitsgefühlen, Rückzug oder aggressiven Reaktionen führt, ähnlich einer psychischen Wunde. Sie entsteht durch wahrgenommene Ablehnung, Demütigung oder Ungerechtigkeit und kann von harmlosen Gesten bis zu tiefgreifenden Verrätereien reichen, wobei narzisstische Kränkungen besonders intensiv sind und das Selbstbild erschüttern. Wichtig ist, die Kränkung zu erkennen, sich nicht sofort zu verteidigen, sondern durch Selbstfürsorge, Distanzierung und Gespräche mit Vertrauten den Selbstwert zu stärken und die Reaktion zu deeskalieren.