Wann brauche ich einen BGH Anwalt?
Gefragt von: Luzie May B.Eng. | Letzte Aktualisierung: 31. Januar 2026sternezahl: 4.1/5 (10 sternebewertungen)
Sie brauchen einen BGH-Anwalt zwingend, wenn Sie in einem Zivilverfahren in die Revisionsinstanz vor dem Bundesgerichtshof (BGH) ziehen, da nur speziell beim BGH zugelassene Anwälte dort auftreten dürfen; dies gilt nicht für Strafsachen, wo Sie ggf. einen Fachanwalt brauchen, aber nicht zwingend einen BGH-Anwalt. BGH-Anwälte sind Spezialisten für Revisionen, Nichtzulassungsbeschwerden und Rechtsbeschwerden in Zivilrechtssachen und sorgen für Waffengleichheit und qualifizierten Rechtsschutz.
Was macht ein BGH-Anwalt?
BGH-Anwälte führen für ihre Mandanten die in Zivilverfahren in dritter Instanz möglichen Rechtsmittel: Revision, Nichtzulassungsbeschwerde und Rechtsbeschwerde. Hat der Mandant in den Tatsacheninstanzen obsiegt, treten sie dem Rechtsmittel des Gegners entgegen und verteidigen die angefochtene Entscheidung.
Wann lohnt es sich, einen Anwalt einzuschalten?
Wenn Sie Probleme mit einer Behörde haben oder gegen eine behördliche Entscheidung vorgehen möchten, lohnt sich eine rechtliche Beratung. Ein Anwalt kann Ihnen helfen, Fristen einzuhalten und Ihre Interessen gegenüber Ämtern und Behörden bestmöglich zu vertreten.
Was kostet ein BGH Anwalt?
Die Kosten für einen BGH-Anwalt richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und dem Streitwert; oft werden Verfahrens- und Terminsgebühren (z.B. 2,3-fache Verfahrensgebühr und 1,5-fache Terminsgebühr) fällig, aber auch individuelle Stundenhonorare sind möglich, wenn sie angemessen sind (z.B. 190 €/Stunde oder 250 €/Stunde, wie vom BGH bestätigt). Wichtig: Bei einer fristwahrenden Nichtzulassungsbeschwerde, die zurückgenommen wird, können die Kosten deutlich geringer ausfallen, da nur die Prüfung der Erfolgsaussichten vergütet wird.
Kann jeder Anwalt zum BGH?
Derzeit gibt es 43 beim Bundesgerichtshof zugelassene Rechtsanwälte. Zur Rechtsanwaltschaft beim Bundesgerichtshof kann nur zugelassen werden, wer das 35. Lebensjahr vollendet, den Rechtsanwaltsberuf mindestens fünf Jahre ohne Unterbrechung ausgeübt hat und durch einen Wahlausschuss benannt wird.
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Wann entscheidet BGH?
Er entscheidet, wenn ein Senat eines obersten Gerichtshofs in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines Senats eines anderen obersten Gerichtshofs abweichen will. Der Sitz des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes ist beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe.
Wie viel kostet ein Top-Anwalt pro Stunde?
Mit durchschnittlich 407 Euro pro Stunde erzielen Partner und Partnerinnen von Anwaltskanzleien, die sich auf das Rechtsgebiet Compliance spezialisiert haben, nach einer Statistik der Datenplattform Statista aus dem Jahr 2021 die höchsten Stundensätze in der Rechtsberatung.
Wann lohnt sich ein Klageverfahren?
Auch wenn eine Kündigung diskriminierend erscheint oder Sie keine klare Begründung erhalten haben, kann sich eine Klage lohnen. In vielen Fällen führt sie zu einem Vergleich oder einer Abfindung. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zögern zunächst, rechtliche Schritte zu unternehmen und eine Klage einzureichen.
Wie hoch ist die Erfolgsquote einer Nichtzulassungsbeschwerde vor dem BGH?
Die Erfolgsquote bei Nichtzulassungsbeschwerden (NZB) vor dem Bundesgerichtshof (BGH) ist niedrig, liegt aber je nach Statistikbereich und Gerichtsbarkeit unterschiedlich; typischerweise werden nur 10–15 % der sachlich beschiedenen NZB zur Revision zugelassen, während rund 80 % dieser zugelassenen Revisionen erfolgreich sind, aber insgesamt nur ein kleiner Prozentsatz der eingereichten Beschwerden führt zu einer positiven Entscheidung, da hohe Darlegungsanforderungen bestehen und viele wegen fehlender Grundsatzbedeutung oder Nichterreichen der Wertgrenze abgelehnt werden.
Wie hoch sind die Anwaltskosten bei einem Streitwert von 20.000 €?
Bei einem Streitwert von 20.000 € liegen die einfachen Anwaltsgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) für typische Tätigkeiten (z.B. außergerichtliche Vertretung, Klageerhebung) bei ca. 1.000 € bis 1.300 € netto (zuzüglich 19 % USt.), abhängig von der genauen Tätigkeit (z.B. nur außergerichtlich, oder auch Gerichtstermin), wobei für eine erste außergerichtliche Vertretung (0,5-Gebühr) oft rund 1.000 € netto (ca. 1.190 € brutto) anfallen können und für eine gerichtliche Vertretung (1,3-Gebühr) es sich auf rund 2.000 € netto (ca. 2.380 € brutto) summieren kann, zuzüglich Pauschalen und USt., wodurch die Gesamtkosten schnell auf über 2.000 € brutto steigen können.
Wann sollte man einen Anwalt einschalten?
Q: Wann ist es sinnvoll, einen Anwalt einzuschalten? A: Es ist klug, bereits vor dem Auftreten schwerwiegender juristischer Probleme einen Anwalt zu konsultieren. Präventive oder reaktive rechtliche Beratung kann wesentlich sein, um juristische Schwierigkeiten zu umschiffen oder zu bereinigen.
Was ist höher, Anwalt oder Jurist?
Fazit: Jurist vs Anwalt – Entscheidende Unterschiede
Anwalt ist ein Jurist, der zusätzlich eine Zulassung zur Anwaltschaft erhalten hat, um Mandanten rechtlich vertreten und beraten zu dürfen.
Soll man seinem Anwalt alles erzählen?
Der Rechtsanwalt ist zur Verschwiegenheit verpflichtet. Diese Pflicht bezieht sich auf alles, was ihm in Ausübung seines Berufes bekannt geworden ist. Dies gilt nicht für Tatsachen, die offenkundig sind oder ihrer Bedeutung nach keiner Geheimhaltung bedürfen.
Wann ist BGH zuständig?
Der Bundesgerichtshof ist zuständig für Entscheidungen in Ermittlungsverfahren, die vom Generalbundesanwalt geführt werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Verfahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung, wegen Landesverrats und anderer sogenannter Staatsschutzdelikte.
Wann gilt ein Rechtsanwalt als befangen?
Rechtliche Grundlagen der Befangenheit
In § 45 BRAO heißt es beispielsweise, dass ein Rechtsanwalt ein entgegenstehendes Interesse nicht vertreten darf. Hierzu zählen sowohl eigene Interessen des Anwalts als auch solche, die im Widerspruch zu den Interessen seiner anderen Mandanten stehen.
Was prüft der BGH?
Die Aufgabe des Bundesgerichtshofs besteht vor allem darin, die Rechtseinheit zu sichern, grundsätzliche Rechtsfragen zu klären und das Recht fortzubilden. Er überprüft Entscheidungen der Instanzgerichte – der Amtsgerichte, Landgerichte und Oberlandesgerichte – grundsätzlich nur auf Rechtsfehler.
Wie lange dauert die Entscheidung BGH?
Mehrheit der Verfahren nach sechs Monaten abgeschlossen
Bei den Beschlusssachen (nach § 349 Abs. 1, 2 und 4 StPO) waren 89,8 Prozent der Verfahren schon nach drei Monaten abgeschlossen. Im Zivilrecht dauerten die Verfahren länger: Von den durch Urteil oder Beschluss nach § 544 Abs.
Was kostet eine Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH?
Eine Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH kostet Gerichtskosten (2,0-fache Gebühr, wenn verworfen) und Anwaltskosten (2,3-fache Verfahrensgebühr nach RVG, oft mit 1,6-fachem Gegenstandswert berechnet) plus Auslagen, wobei die genauen Kosten vom Streitwert abhängen, der bei 20.000 € liegt (bald 25.000 €) und die Höhe der Gebühren bestimmt; es gibt auch Kostenreduzierungen bei Rücknahme, aber keine Gerichtskostenfreiheit im Hauptverfahren.
Wie viele Richter entscheiden beim BGH?
Der Bundesgerichtshof (BGH) beschäftigt derzeit rund 150 bis 153 Richter (Stand 2024/2025), verteilt auf 19 Senate (13 Zivil-, 6 Strafsenate) mit 19 Vorsitzenden Richtern, dazu kommen wissenschaftliche Mitarbeiter und weitere Beschäftigte. Die Zahl schwankt leicht durch Nachbesetzungen, aber die Größenordnung bleibt konstant bei etwa 150 Richtern, die vom Richterwahlausschuss gewählt werden.
Wann hat eine Klage Aussicht auf Erfolg?
Die Klage hat Aussicht auf Erfolg, wenn sie zulässig und begründet ist. Da keine aufdrängende oder abdrängende Sonderzuweisung ersichtlich ist, ist der Verwaltungsrechtsweg gem. § 40 Abs. 1 VwGO eröffnet, wenn eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit nichtverfassungsrechtlicher Art vorliegt.
Welche 3 Klagearten gibt es?
Die drei Hauptklagearten im deutschen Zivilprozess sind die Leistungsklage (Forderung einer Leistung, z.B. Geld), die Feststellungsklage (Feststellung eines Rechtsverhältnisses) und die Gestaltungsklage (Änderung, Aufhebung, Begründung eines Rechtsverhältnisses), die jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen und je nach Sachlage statthaft sind. Im öffentlichen Recht kommen oft spezifische Klagen wie die Anfechtungs- und Verpflichtungsklage hinzu, während im Zivilrecht auch Duldungs-, Widerklagen oder Abänderungsklagen existieren.
Was kostet es, wenn man eine Klage verliert?
eine Grundgebühr von 40,00 Euro angesetzt, bei einem Streitwert von 501 bis 1000 Euro eine Grundgebühr von 61,00 Euro und bei einem Streitwert von 1001 Euro bis 1500 Euro eine Grundgebühr von 82,00 Euro. der Grundgebühren findet sich in der Anlage zum Gerichtskostengesetz (GKG).
Wie hoch sind die Anwaltskosten bei einem Streitwert von 5.000 €?
Bei einem Streitwert von 5.000 € liegen die einfachen Anwaltsgebühren nach dem RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) bei rund 301 € bis 334 €; hinzu kommen Mehrwertsteuer (19 %) und Postpauschale (max. 20 €), was die Gesamtkosten für eine außergerichtliche Erstvertretung (z.B. 1,3 Gebühr) schnell auf über 400 € erhöht, bei gerichtlicher Vertretung (z.B. 1,2 Terminsgebühr) entsprechend höher, wobei ein Anwalt auch höhere Gebühren vereinbaren kann.
Wie viel berechnet ein Anwalt pro Fall?
Die Höhe des Honorars hängt letztendlich von der Erfahrung Ihres Anwalts ab. Für seine Arbeit an dem Fall erhält er üblicherweise einen Prozentsatz der endgültigen Vergleichssumme zuzüglich eines Betrags zur Deckung der Gerichtskosten und etwaiger Nebenkosten (mehr dazu weiter unten). Typischerweise beträgt dieser Betrag etwa ein Drittel der Vergleichssumme .
Was kostet es, einen Brief vom Anwalt schreiben zu lassen?
Die Kosten für einen Anwaltsbrief variieren stark je nach Schwierigkeit und Streitwert, können aber für ein einfaches Schreiben (z. B. eine Mahnung) bei rund 80 bis 150 € brutto liegen, inklusive Gebühren (oft 0,3-facher Satz), Auslagenpauschale (20 €) und 19 % Mehrwertsteuer. Bei komplexeren Fällen steigt der Gebührenfaktor (bis 2,5-fach), und bei höherem Streitwert werden die Kosten entsprechend höher. Eine Honorarvereinbarung nach Zeit (ca. 100-200 €/Std.) ist ebenfalls möglich.
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