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Wann bekommt man CBD verschrieben?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Gisbert Horn  |  Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2026
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Man bekommt medizinisches Cannabis (CBD/THC) verschrieben, wenn eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt, die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt oder lebensbedrohlich ist, und konventionelle Therapien versagt haben, nicht vertragen wurden oder nicht verfügbar sind; dies gilt für chronische Schmerzen, Multiple Sklerose (Spastik), Appetitlosigkeit/Übelkeit bei Krebs, Schlafstörungen und weitere schwerwiegende Leiden, wobei der Arzt eine Besserung der Symptome erwartet.

Kann mein Hausarzt mir CBD verschreiben?

Wer darf Cannabisarzneimittel verschreiben? Zur Verschreibung von Cannabisarzneimitteln sind grundsätzlich alle Personen berechtigt, die zur Ausübung des ärztlichen Berufs befugt sind. Zahnärzte und Tierärzte sind allerdings nicht berechtigt, Cannabisarzneimittel zu verschreiben.

Welche Krankheiten kann man mit CBD behandeln?

CBD wird bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, wobei die stärkste Evidenz für bestimmte Epilepsieformen besteht, wo es als zugelassenes Medikament gilt, und bei chronischen Schmerzen sowie Spastik bei Multipler Sklerose (oft mit THC kombiniert). Vielversprechend sind auch Anwendungen bei Angststörungen, Schlafstörungen, Stress, Depressionen (als Begleitung), Entzündungen (z.B. Darmerkrankungen, Haut) und Übelkeit/Erbrechen bei Chemotherapie. Viele Anwendungen sind noch Gegenstand der Forschung, und die Wirksamkeit variiert je nach Erkrankung und individueller Reaktion, so die Rheuma-Liga Schweiz und MSD Manuals. 

Wann zahlt die Krankenkasse CBD?

In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für medizinisches Cannabis unter diesen Voraussetzungen: Erstens: Es muss eine schwerwiegende Erkrankung vorliegen. Zweitens: Eine herkömmliche Therapiemethode steht entweder nicht zur Verfügung oder kommt im Einzelfall nicht in Frage.

Welcher Arzt verschreibt CBD Tropfen?

Außer Zahn- und Tierärzten darf jede Haus- und Facharztpraxis Cannabisarzneimittel verordnen. Wenn Sie glauben, dass bei Ihrer schweren Erkrankung eine Therapie mit Cannabis in Frage kommen könnte, besprechen Sie dies bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Medizinisches Cannabis legal per E-Rezept: Wie einfach bekommt man es? | hessenschau

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Wird CBD von Ärzten empfohlen?

Ärzte raten vom Rauchen jeglicher Substanzen ab, auch von CBD . Außerhalb der USA ist das verschreibungspflichtige Medikament Sativex, das CBD als Wirkstoff verwendet, zur Behandlung von Muskelspastik im Zusammenhang mit Multipler Sklerose und von Krebsschmerzen zugelassen.

Sind CBD Tropfen entzündungshemmend?

Seit einigen Jahren bekommt CBD in der Wissenschaft immer mehr Aufmerksamkeit. Es gibt Hinweise darauf, dass es antientzündlich (antiinflammatorisch) wirken und das Immunsystem regulieren kann. Es gibt zudem Hinweise auf angstlösende, entspannende und antipsychotische Eigenschaften.

Wird CBD als Droge eingestuft?

CBD (Cannabidiol) wird in diesen Tests normalerweise nicht erfasst. Das liegt daran, dass CBD keine psychoaktive Wirkung hat und daher rechtlich gar nicht als Droge eingestuft wird. Deshalb gibt es keine gesetzlichen Grenzwerte für CBD im Blut oder im Urin und die üblichen Testverfahren suchen nicht nach CBD.

Wie viel kostet CBD in der Apotheke?

CBD-Öl in der Apotheke kostet je nach Konzentration und Marke zwischen ca. 20 € für niedrigere Prozente (5-10%) bis über 100 € für hochkonzentrierte Vollspektrum-Produkte (20-30%), wobei 10 ml ein gängiges Format sind, und die Preise bei Online-Versandapotheken oft mit stationären vergleichbar oder sogar günstiger sind, oft beginnend bei ca. 30 € aufwärts. 

Wie schnell spürt man, dass CBD wirkt?

Wenn Sie regelmäßig CBD einnehmen, können Sie möglicherweise nach einiger Zeit eine positive Veränderung bemerken. Viele Menschen berichten zum Beispiel von einer beruhigenden Wirkung innerhalb von 30 Minuten nach der Einnahme, die ihnen beim schnelleren Einschlafen hilft.

Welche Erkrankungen kann mit CBD behandelt werden?

Es wird als Behandlungsmethode für Beschwerden wie Angstzustände, Schlaflosigkeit, Schmerzen, posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und Depressionen angepriesen und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Laut einer Umfrage von Forbes Health gaben im vergangenen Jahr 64 % der Erwachsenen in den USA an, ein CBD-Produkt ausprobiert zu haben – fast die Hälfte davon auf Anraten eines Arztes.

Wer sollte CBD nicht nehmen?

CBD sollte keinesfalls von Personen genommen werden, die an Erkrankungen der Leber leiden oder Antiepileptika einnehmen. Negative Effekte scheinen dosisabhängig zu sein. In einer Metaanalyse (März 2023) wurden unterhalb einer Tagesdosis von 300 Milligramm CBD keine Auswirkungen auf die Leber beobachtet.

Bei welchen Schmerzen hilft CBD?

Als mögliche Einsatzgebiete für cannabisbasierte Medikamente gelten derzeit insbesondere chronische Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen), Spastik (langandauernde Muskelverkrampfung) bei Multipler Sklerose sowie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen bei Krebserkrankungen unter Chemotherapie.

Wie einfach ist es, ein Cannabisrezept zu bekommen?

Fragebogen ausfüllen

Fülle den medizinischen Online-Fragebogen aus und lade deinen Ausweis hoch. Ein Arzt oder eine Ärztin prüft deine Angaben. Wenn eine Cannabis-Therapie sinnvoll ist, erhältst du dein Online-Rezept für Cannabis. Optional kannst du weitere Produkte hinzufügen.

Was sagen Ärzte zu CBD?

Einige Studien legen nahe, dass CBD bei der Linderung von Angstzuständen, Schlafstörungen, Schmerzen und Entzündungen helfen kann. Es gibt auch vielversprechende Hinweise darauf, dass CBD bei der Behandlung von Epilepsie und bestimmten neurologischen Störungen wirksam sein kann.

Was kostet CBD auf Rezept?

Wie viel kostet Cannabis auf Rezept? Ein Cannabis Rezept kostet in spezialisierten Telemedizinkliniken zwischen 9 und 14 EUR. Cannabisblüten aus der Apotheke kosten zwischen 4 und 12 Euro pro Gramm.

Für welche Krankheiten ist CBD Öl gut?

CBD wird bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, wobei die stärkste Evidenz für bestimmte Epilepsieformen besteht, wo es als zugelassenes Medikament gilt, und bei chronischen Schmerzen sowie Spastik bei Multipler Sklerose (oft mit THC kombiniert). Vielversprechend sind auch Anwendungen bei Angststörungen, Schlafstörungen, Stress, Depressionen (als Begleitung), Entzündungen (z.B. Darmerkrankungen, Haut) und Übelkeit/Erbrechen bei Chemotherapie. Viele Anwendungen sind noch Gegenstand der Forschung, und die Wirksamkeit variiert je nach Erkrankung und individueller Reaktion, so die Rheuma-Liga Schweiz und MSD Manuals. 

Wie viel kostet 1 Tropfen CBD-Öl?

Bedenken Sie, dass ein Tropfen CBD etwa 0,05 Milliliter (ml) entspricht – also nicht einer vollen Pipette, sondern nur einem einzelnen Tropfen. Das bedeutet, dass eine 10-ml-Flasche CBD-Öl 200 Tropfen enthält. Und wenn auf der Verpackung dieser 10-ml-Flasche 1000 mg CBD angegeben sind, enthält jeder Tropfen etwa 5 mg CBD.

Warum darf CBD nicht mehr verkauft werden?

In der jüngst veröffentlichten Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (Ro 2024/16/0006) wurde festgestellt, dass rauchbare Hanfprodukte (CBD-Blüten), die keinen Suchtgiftstatus haben und einen THC-Gehalt von unter 0,3 % aufweisen, der Tabaksteuer unterliegen.

Ist CBD eine Droge, ja oder nein?

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat Epidiolex, ein Medikament mit gereinigtem CBD aus Hanf, zur Behandlung seltener Anfallserkrankungen zugelassen . Die FDA kam zu dem Schluss, dass das Medikament für diesen Zweck sicher und wirksam ist. Andere vermarktete Produkte und Anwendungsgebiete von CBD sind jedoch möglicherweise nicht von der FDA zugelassen.

Ist CBD beim Drogentest positiv?

Sie ist weder bei einem Drogentest in Blut oder Urin nachweisbar und hat auch keine Auswirkungen auf den „wachen Geist“ am Steuer. Die Drogen-Schnelltests der Polizei sind daher nicht auf CBD ausgelegt. Sondern auf das illegale THC.

Warum nach CBD Öl Mund ausspülen?

Man spült den Mund nach CBD-Öl-Einnahme aus, um den bitteren Geschmack zu mildern, Rückstände zu entfernen, die die Mundflora stören könnten, und um die Zähne sauber zu halten, besonders wenn Aromastoffe oder Süßungsmittel enthalten sind. Obwohl das Spülen nach dem Schlucken die Hauptaufnahme des CBDs nicht beeinträchtigt (weil es schon sublingual aufgenommen wurde), sorgt es für ein besseres Mundgefühl und verhindert mögliche Probleme mit Zahnfleisch oder Karies durch die Trägerstoffe.
 

Wie viel CBD sollte ich einnehmen, um Entzündungen zu reduzieren?

Eine typische Anfangsdosis von CBD zur Behandlung von Entzündungen liegt zwischen 10 und 30 mg pro Tag und wird langsam um etwa 5 mg pro Woche erhöht, bis eine deutliche Besserung eintritt.

Welche Wirkung hat CBD bei Arthrose?

Cannabidiol (CBD) wird von einigen Lieferanten als Schmerzmittel vermarktet, z.B. für Arthrose des Knies. Tierversuche haben gezeigt, dass die Substanz, die aus der Hanfpflanze extrahiert wird, eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung bei Arthritis hat.

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