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Soll ich kündigen oder nicht?

Gefragt von: Kunigunde Wenzel  |  Letzte Aktualisierung: 19. Januar 2026
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Ob Sie kündigen sollten, hängt von vielen persönlichen Faktoren ab; es ist sinnvoll, wenn Unzufriedenheit chronisch wird, Ihre Gesundheit leidet, oder es keine Entwicklungsperspektiven gibt, aber erst nach ehrlicher Selbstreflexion und wenn Sie Alternativen (z.B. neue Jobzusage) prüfen, um Risiken zu vermeiden. Fragen Sie sich, warum Sie gehen wollen, ob Sie die Situation verbessern können und was Sie sich vom nächsten Job erhoffen, denn oft ist ein strategischer Wechsel besser als eine spontane Kündigung.

Wie merkt man, dass man kündigen sollte?

Die folgenden Anzeichen sprechen dafür, dass es Zeit ist, weiterzuziehen:

  • Sie kommen morgens schlecht aus dem Bett und denken mit Unlust an die Arbeit.
  • Ihnen fehlen die Motivation und Konzentration, Ihre Aufgaben gut und fehlerfrei zu erledigen.
  • Sie fühlen sich leer und gelangweilt.

Wie merkt man, dass man den Job wechseln sollte?

Anzeichen für einen Jobwechsel sind chronische Unzufriedenheit, mangelnde Entwicklungsperspektiven, schlechte Work-Life-Balance, fehlende Wertschätzung, finanzielle Unzufriedenheit oder gesundheitliche Probleme wie ständiger Stress und Burnout. Wenn Sie sich jeden Tag müde fühlen, demotiviert sind, Ihre Werte nicht mit denen des Unternehmens übereinstimmen oder Sie sich im Hamsterrad fühlen, ist es Zeit, über eine Veränderung nachzudenken. 

Was macht eine Kündigung mit der Psyche?

Eine Kündigung ist ein massiver Stressfaktor, der Angst, Scham, Ohnmacht und Wut auslösen kann, oft vergleichbar mit einer Trennung oder einem Trauma, und zu Konzentrationsproblemen, Schlafstörungen, Erschöpfung und Existenzängsten führt, besonders wenn der Job eng mit der eigenen Identität verknüpft war. Langfristig kann dies das psychische Wohlbefinden stark beeinträchtigen und sogar depressive Verstimmungen begünstigen, da der Verlust von Status, Anerkennung und finanzieller Sicherheit die Psyche belastet. 

Ist es sinnvoll, sich kündigen zu lassen?

Wenn Sie unzufrieden mit Ihrem aktuellen Arbeitsverhältnis sind, kann es sinnvoll sein, dieses aus eigenen Stücken zu beenden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn Sie bereits Aussicht auf eine neue Anstellung oder sogar bereits ein Jobangebot vorliegen haben, welches Sie Ihrem aktuellen Job vorziehen würden.

Soll ich meinen Job kündigen? ⚠️ 10 Warnsignale, die du nicht ignorieren darfst!

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Soll man kündigen, wenn man unglücklich ist?

Eine Kündigung sollte immer dann in Betracht gezogen werden, wenn die Arbeit dauerhaft unzufrieden macht, die Gesundheit leidet oder keine Perspektiven für Weiterentwicklung und Wertschätzung bestehen. Wichtig ist, dass Sie sich vor der Entscheidung ausreichend Zeit für Selbstreflexion nehmen und alle Optionen prüfen.

Ist mein Leben vorbei, wenn ich gekündigt werde?

Wenn es Ihnen noch nie passiert ist, haben Sie es sich wahrscheinlich schon ausgemalt: die Kündigung. Auch wenn es vielleicht nicht ganz oben auf Ihrer Liste der größten beruflichen Alpträume steht, kommt es doch vor. Die gute Nachricht ist : Sie können sich von einer Kündigung erholen; es ist nicht das Ende Ihrer Karriere – nur eine vorübergehende Hürde.

Was sind Anzeichen für eine innere Kündigung?

Symptome der inneren Kündigung sind nachlassende Leistung, mangelnde Motivation, fehlende Eigeninitiative, sozialer Rückzug, vermehrte Fehlzeiten (Krankmeldungen, Zuspätkommen) und eine negative, zynische Grundeinstellung gegenüber der Arbeit und dem Unternehmen, oft zusammengefasst als "Dienst nach Vorschrift". Betroffene erledigen nur noch das Nötigste, lehnen Weiterbildungen ab und distanzieren sich emotional vom Job, weil sie innerlich bereits abgeschlossen haben. 

Kann ich mich krankschreiben lassen, wenn ich selbst gekündigt habe?

Ja, man darf sich nach eigener Kündigung krankschreiben lassen, solange eine tatsächliche Arbeitsunfähigkeit besteht, was auch psychische Gründe haben kann, aber der Arbeitgeber kann den Beweiswert des Attests anzweifeln, besonders bei auffälligen Zeitpunkten (z.B. genau am letzten Tag) oder wenn man bei jemand anderem arbeitet; die Pflicht zur Krankmeldung und die Vorlage der AU-Bescheinigung bleiben bestehen. Es besteht weiterhin Anspruch auf Lohnfortzahlung bis zum Ende der Kündigungsfrist, aber der Arbeitgeber kann bei begründeten Zweifeln die Zahlung verweigern, was zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen kann. 

Wann ist der beste Zeitpunkt, um zu kündigen?

Man sollte kündigen, wenn dauerhafte Unzufriedenheit, gesundheitliche Probleme (Stress, Burnout-Anzeichen) oder fehlende Entwicklungsmöglichkeiten herrschen, aber erst nach Zusage für einen neuen Vertrag. Wichtig ist eine schriftliche Kündigung mit Vorlaufzeit (meist zum Monatsende), idealerweise nach einer Phase der Selbstreflexion und nachdem alle Optionen zur Verbesserung der Situation ausgeschöpft wurden.
 

Was ist die 3,57 Regel?

Die „3-5-7-Regel“ ist ein vielseitiges Konzept, das je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen hat: In der Karriere markiert sie Zeitpunkte für Entwicklung (nach 3 Jahren eingearbeitet, nach 5 Jahren prüfen, nach 7 Jahren stagnationsgefährdet), im Handel steht sie für Risikomanagement (max. 3 % Risiko pro Trade, max. 5 % Gesamtrisiko) und ein Gewinnziel von 7 %. Beim Einrichten beschreibt sie, Dekorationen in ungeraden Zahlen (3, 5, 7) anzuordnen, um Harmonie zu schaffen. 

Wie lange sollte man im gleichen Job bleiben?

Wie oft Job wechseln ist normal? Hier gehen die Meinungen auseinander. Manche Arbeitsmarktexperten empfehlen, drei bis fünf Jahre beim gleichen Arbeitgeber zu bleiben. Mindestens drei Jahre bei einem Unternehmen sollten es der landläufigen Meinung nach schon sein.

Was ist eine stille Kündigung?

Quiet Quitting: Definition

Quiet Quitting bedeutet im übertragenen Sinne, „Dienst nach Vorschrift“ zu leisten. Die Motivation betroffener Arbeitnehmenden sinkt – und in der Folge mitunter auch die Arbeitsleistung.

In welchem Monat kündigen die meisten?

Interessant ist auch der Zeitpunkt der Kündigung innerhalb des Monats. Hier zeigt sich: Über die Hälfte aller Kündigungen (51,6 Prozent) werden zum Monatsende ausgesprochen. 29,5 Prozent erfolgen in der Monatsmitte und nur 18,9 Prozent der Kündigungen werden in den ersten zehn Tagen eines Monats ausgesprochen.

Wie merke ich, dass ich bald gekündigt werde?

5 Anzeichen dafür, dass dir bald gekündigt wird

  1. Die Kanzlei oder das Unternehmen hat wirtschaftliche Probleme. ...
  2. Du hast eine Abmahnung erhalten. ...
  3. Du bekommst keine wichtigen Aufgaben mehr. ...
  4. Du bekommst zu viele Aufgaben. ...
  5. Dein Vorgesetzter ist unzufrieden mit dir.

Welcher Beruf hat die höchste Burnout-Rate?

Berufe in der Pflege (besonders Altenpflege), im Bildungswesen (Lehrkräfte), bei Sozialarbeitern und im Dialogmarketing (Callcenter) haben statistisch gesehen die höchsten Burnout-Raten, oft aufgrund hoher emotionaler Belastung, Zeitdruck und mangelnder Wertschätzung, gefolgt von Führungskräften in verschiedenen Bereichen. Ärzte, speziell in Notaufnahmen, und Mitarbeiter in wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungen sind ebenfalls stark gefährdet. 

Wann ist man psychisch nicht mehr arbeitsfähig?

Um als berufsunfähig anerkannt zu werden, muss die Fähigkeit zur Berufsausübung aufgrund einer psychischen Erkrankung auf weniger als 50% reduziert sein und voraussichtlich für mindestens 6 Monate bestehen.

Welcher Beruf ist gut für die Psyche?

Geeignete Berufe für Depressive

  • Tierpfleger*in oder andere Berufe mit Tieren. ...
  • Masseur*in. ...
  • Florist*in / Gärtner*in oder andere Berufe mit Pflanzen. ...
  • Schneider*in / Innenausstatter*in oder andere kreative Berufe. ...
  • Bibliothekar*in.

Bei welchen Anzeichen sollte man den Job wechseln?

Anzeichen für einen Jobwechsel sind chronische Unzufriedenheit, mangelnde Entwicklungsperspektiven, schlechte Work-Life-Balance, fehlende Wertschätzung, finanzielle Unzufriedenheit oder gesundheitliche Probleme wie ständiger Stress und Burnout. Wenn Sie sich jeden Tag müde fühlen, demotiviert sind, Ihre Werte nicht mit denen des Unternehmens übereinstimmen oder Sie sich im Hamsterrad fühlen, ist es Zeit, über eine Veränderung nachzudenken. 

Was sind die 3 Kündigungsgründe?

Die drei Hauptgründe für eine Kündigung nach dem deutschen Arbeitsrecht sind personenbedingt (z.B. Krankheit), verhaltensbedingt (z.B. Arbeitsverweigerung, Pflichtverletzung) und betriebsbedingt (z.B. Auftragsrückgang, Umstrukturierung), wobei diese drei auch die „ordentlichen“ Kündigungsgründe darstellen, die eine soziale Rechtfertigung erfordern. Arbeitnehmer kündigen oft aus Stress, mangelnder Wertschätzung oder fehlenden Aufstiegschancen, während Arbeitgeber rechtlich die drei oben genannten Gründe benötigen. 

Warum kündigen Mitarbeiter innerlich?

Mitarbeiter kündigen innerlich oft wegen schlechter Führung (fehlende Wertschätzung, Mikromanagement, mangelnde Kommunikation), fehlender Entwicklungsperspektiven, mangelnder Anerkennung für ihre Arbeit und schlechten Arbeitsbedingungen wie Unterforderung, Überforderung, schlechter Work-Life-Balance oder Konflikten im Team. Sie ziehen sich emotional zurück, wenn sie das Gefühl haben, ihre Arbeit sei sinnlos oder sie nicht wachsen können, was zu Demotivation führt.
 

Kann eine Kündigung das Leben ruinieren?

Die psychologischen Auswirkungen einer ungerechtfertigten Kündigung

Die meisten Menschen rechnen mit der finanziellen Belastung, doch nur wenige sind auf die tiefgreifenden emotionalen und psychischen Folgen vorbereitet. Es kann sich anfühlen wie ein plötzlicher Verlust der beruflichen Identität und hinterlässt oft unbehandelte seelische Wunden.

Warum werden Leute gekündigt?

Kündigungsgründe im deutschen Arbeitsrecht sind hauptsächlich personenbedingt (z.B. Krankheit, mangelnde Eignung), verhaltensbedingt (z.B. Arbeitsverweigerung, Diebstahl, wiederholte Verspätung) und betriebsbedingt (z.B. Umstrukturierung, Auftragsrückgang). Eine Kündigung muss sozial gerechtfertigt sein und diese Gründe erfordern oft vorherige Abmahnungen (bei Verhalten) oder eine Sozialauswahl (bei betriebsbedingten Fällen). Daneben gibt es die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund, die oft sofort wirksam ist. 

Ist es das Ende der Welt, wenn man seinen Job verliert?

Es ist nicht das Ende der Welt , sondern vielleicht ein Neuanfang! Einen Arbeitsplatz zu verlieren ist ein schwerer Schock. Es bedeutet den Verlust der Existenzgrundlage, der Fähigkeit, für sich und seine Familie zu sorgen.

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