Soll ich abtreiben oder nicht?
Gefragt von: Marc Heller | Letzte Aktualisierung: 19. Februar 2026sternezahl: 4.8/5 (62 sternebewertungen)
Die Entscheidung für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch ist sehr persönlich und komplex; es gibt keine einfache Antwort, aber professionelle Schwangerschaftskonfliktberatung kann helfen, Ihre Optionen zu klären, emotionale Unterstützung bieten und Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen (wie der Beratungspflicht in Deutschland bis zur 14. Woche) geben, auch wenn die letztendliche Entscheidung bei Ihnen liegt. Viele Frauen empfinden die Entscheidung als schwer, aber treffen sie nicht leichtfertig, und Studien zeigen, dass die meisten langfristig mit dem Ergebnis leben können, wenn der Abbruch medizinisch korrekt durchgeführt wird und sie sich gut beraten fühlen.
Wann sollte man nicht abtreiben?
Seit der Empfängnis dürfen nicht mehr als zwölf Wochen (14 Wochen nach dem ersten Tag der letzten Regel) vergangen sein. Der Schwangerschaftsabbruch darf nicht von dem Arzt oder der Ärztin vorgenommen werden, der oder die die Indikation ausgestellt hat.
Was spricht gegen Abtreibungen?
Das Thema Abtreibung ist politisch umkämpft. Abtreibungsgegner*innen behaupten häufig, ein Schwangerschaftsabbruch würde über Jahre traumatisieren, psychische Schäden wären vorprogrammiert. Als Berater*innen haben wir schon viele Menschen vor und auch nach einer Abtreibung begleitet.
Welche Nachteile hat eine Abtreibung?
Nachteile einer Abtreibung können kurzfristig körperliche Beschwerden wie Blutungen und Schmerzen sein, selten auch Komplikationen wie Entzündungen oder Verletzungen, wobei professionelle Abbrüche als sicher gelten. Psychisch sind die Folgen komplex: Viele Frauen erleben Erleichterung, manche Trauer, aber Studien zeigen gemischte Ergebnisse zu langfristigen psychischen Problemen wie Depressionen; Stigmatisierung kann belastend sein.
Wie viele Beziehungen scheitern nach einer Abtreibung?
Statistiken zeigen, dass Partnerschaften nach einem Schwangerschaftsabbruch oft unter Druck geraten, wobei neuere Daten darauf hindeuten, dass Frauen, die abtreiben, häufig bereits in instabileren Beziehungen sind und eine höhere Trennungsrate haben als Frauen, die das Kind austragen – manche Studien sprechen von bis zu vier von fünf Partnerschaften, die scheitern, was jedoch stark von der Beziehungsqualität vor dem Abbruch abhängig ist. Während einige Paare durch die Erfahrung enger zusammenwachsen, erleben andere Distanz, insbesondere wenn die Gefühle unterschiedlich verarbeitet werden, was die Entscheidung komplex macht und die bestehende Beziehung belastet.
Schwangerschaftsabbruch: Was Ärzte nicht sagen dürfen | Quarks Exklusiv
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Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?
Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht.
Was ist der Beziehungskiller Nummer 1?
Das Ergebnis: Vertrauen ist die Basis – und gezielte Täuschung der größte Beziehungskiller.
Hat Abtreibung seelische Folgen?
Psychische Folgen einer Abtreibung sind sehr individuell: Viele Frauen empfinden Erleichterung, andere Trauer oder gemischte Gefühle; häufige Reaktionen sind kurzfristige Verstimmungen oder Schlafstörungen. Langfristige Probleme wie Depressionen, Angststörungen, Schuldgefühle oder Suchtverhalten können auftreten, insbesondere wenn die Entscheidung unter Druck, bei moralischer Ablehnung oder bei Vorbelastungen getroffen wurde. Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme bei Frauen nach einem Abbruch, aber die Betreuung spielt eine große Rolle.
Was spricht gegen ein Kind?
Gründe gegen Kinder sind oft finanzieller Natur (hohe Kosten), Einschränkungen der persönlichen Freiheit und Autonomie, Zeitmangel, Schlafmangel, Stress, sowie Sorgen um die Zukunft des Kindes (Klimawandel, gesellschaftliche Krisen) und die eigene Beziehung. Viele Paare empfinden eine starke Fremdbestimmung und sehen die Nachteile für ihre mentale und körperliche Gesundheit (Burnout, Schlafstörungen).
Was ist der Grund für die meisten Abtreibungen?
Biografische Gründe (41,2 %), Überlastung (31,7 %) und Probleme in der Partnerschaft (17,5%).
Ist Abtreiben moralisch vertretbar?
Die moralische Vertretbarkeit von Abtreibung ist eine tiefgreifende ethische Frage ohne einfache Antwort, die verschiedene Perspektiven einbezieht: Während einige die Selbstbestimmung und das Recht der Frau auf körperliche Autonomie betonen und Abtreibung in bestimmten Situationen als ethisch notwendig sehen (z.B. bei Gefährdung der Gesundheit), argumentieren andere, dass das menschliche Leben ab der Empfängnis geschützt werden muss, was Abtreibung moralisch verwerflich macht, insbesondere aus religiösen Sichtweisen (wie im Katholizismus). Der deutsche Gesetzgeber sieht Abtreibung grundsätzlich als strafbar, ermöglicht aber unter der Fristen- und Beratungsregelung sowie bei Indikationen eine Straffreiheit, was einen Kompromiss darstellt, der verschiedene ethische Positionen zu vereinen versucht.
Warum halten manche Menschen Abtreibung für in Ordnung?
In manchen Fällen ist ein Schwangerschaftsabbruch notwendig, um das Leben oder die Gesundheit der betroffenen Person zu retten. Wenn Menschen der Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen verwehrt wird, besteht ein höheres Risiko, dass sie auf unsichere Methoden zurückgreifen, die zu schweren oder lebensbedrohlichen Komplikationen führen können.
Was kann eine Abtreibung für Folgen haben?
Die Folgen einer Abtreibung können kurzfristig körperliche Beschwerden wie Schmerzen und Blutungen sein, während langfristige körperliche Komplikationen wie Unfruchtbarkeit oder Probleme bei späteren Schwangerschaften selten, aber möglich sind. Psychisch können die Reaktionen komplex sein, mit möglichen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) oder Depressionen, obwohl viele Frauen langfristig keine negativen psychischen Folgen sehen. Wichtig ist die medizinische Nachsorge und psychologische Unterstützung, um mögliche Risiken zu minimieren.
Ist Abtreibung schmerzhaft für das Kind?
Sie kann in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden. Zur örtlichen Betäubung bekommen Sie eine Spritze rechts und links vom Muttermund, dies ist wenig oder gar nicht schmerzhaft. In einigen Praxen wird vor dem Eingriff ein Beruhigungsmittel gegeben, wodurch Sie ein wenig schläfrig werden.
Wann ist die Spättabtreibung?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?
Nach einem Schwangerschaftsabbruch sind die Gefühle sehr individuell und reichen von Erleichterung, Freude oder auch einem Gefühl der Stärke bis hin zu Trauer, Schuld, Angst, Niedergeschlagenheit, Wut und hormonell bedingten Stimmungsschwankungen, die oft auch mit körperlichen Reaktionen wie Schmerzen und Blutungen einhergehen können, wobei die Verarbeitung stark von den persönlichen Umständen (z.B. Druck, Lebenssituation, moralische Einstellung) abhängt. Es gibt keine pauschale "normale" Reaktion, und professionelle Beratung bei Beratungsstellen wie pro familia oder donum vitae ist eine wichtige Anlaufstelle.
Ist man glücklicher mit oder ohne Kinder?
Im Gegenteil: Eine Studie der Universitäten Freiburg im Breisgau und Jena zeigt, dass Paare ohne Kinder genauso glücklich sind wie mit Kindern. Erkenntnisse von Glücksforschern der Dartmouth University legen sogar nahe, dass kinderlose Menschen mehr Lebenszufriedenheit empfinden.
Welcher Schmerz ist mit einer Geburt vergleichbar?
Geburtsschmerzen werden oft als eine Mischung aus starken Menstruationskrämpfen, Rückenschmerzen und heftigen Magen-Darm-Krämpfen beschrieben, wobei der Schmerz in Wellen kommt und geht, was eine Pause nach jeder Wehe ermöglicht. Manche empfinden es als ziehend, andere als stechend oder dumpf, ähnlich dem Druck, der durch die Dehnung von Muttermund und Beckenboden entsteht, wobei der Körper gleichzeitig Endorphine ausschüttet, die schmerzlindernd wirken können. Es gibt Vergleiche, es fühle sich an wie 20 Knochenbrüche gleichzeitig oder das Treten mit einem Stilettoabsatz auf den Handrücken, aber die Schmerzintensität variiert stark von Frau zu Frau.
Wie viele Eltern bereuen es, Kinder bekommen zu haben?
Tatsächlich erleben wohl alle Eltern schwierige Phasen. Einer Studie von YouGov zufolge bereuen etwa 20 Prozent der Eltern, ein Kind bekommen zu haben.
Wie viele Frauen bereuen einen Schwangerschaftsabbruch?
Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht.
Ist ein Schwangerschaftsabbruch gesund?
Dass Frauen nach einer Abtreibung psychische Schäden davontragen können, ist durch Studien längst als Angstmärchen der Abtreibungsgegner entlarvt. Darüber hinaus zeigt sich nun, dass ein Schwangerschaftsabbruch für die körperliche Gesundheit der Frau nicht gefährlicher ist als das Austragen des Kindes.
Warum ist Abtreibung so umstritten?
Abtreibung schadet der Gesundheit von Frauen
Eine Abtreibung ist tatsächlich weniger gesundheitsschädlich als eine Geburt. Auch die von Abtreibungsgegnern behaupteten Folgeerscheinungen wie Brustkrebs oder erhöhte Unfruchtbarkeit können in seriösen Studien nicht bestätigt werden.
Was sollten Paare jeden Tag 20 Minuten tun?
Beziehungsritual: Das sollten Paare täglich 20 Minuten tun
- Kommunikation schafft Verbindung.
- Abmachung 1: Einigung über den Zeitpunkt.
- Abmachung 2: Reserviert 20 Minuten für eure Präsenz.
- Abmachung 3: Sprecht nicht über eure Ehe.
- Abmachung 4: Alle Emotionen sind willkommen.
Welche Paare trennen sich am häufigsten?
Am häufigsten werden Ehen nach 5 bis 9 Jahren geschieden, gefolgt von Ehen zwischen 10 und 14 Jahren, wobei die höchsten Raten oft um das sechste oder siebte Ehejahr liegen, oft im sogenannten "verflixten siebten Ehejahr". Neuere Trends zeigen, dass jüngere Jahrgänge (z.B. 1995, 2005) eine leicht stabilere Entwicklung der Ehen aufweisen, aber die Gesamtzahl der Scheidungen über die Zeit gestiegen ist, mit einem Höhepunkt für die Heiratsjahrgänge der 1980er Jahre, bei denen fast jede dritte Ehe geschieden wurde.
Was ist die 3-Monats-Regel für eine Beziehung?
Die „3-Monats-Regel“ in Beziehungen ist eine Faustregel, die besagt, dass man nach etwa drei Monaten eine klare Entscheidung treffen sollte, ob die Beziehung Potenzial hat oder nicht, da sich in dieser Zeit die Verliebtheitsphase legt und die Realität einkehrt. Sie dient als Orientierung, um festzustellen, ob die Partnerschaft tiefer geht und man bereit ist, sich zu committen, oder ob man lieber die Beziehung beendet, um sich anderweitig zu orientieren.
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