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Soll Holz und Pelletheizung verboten werden?

Gefragt von: Margrit Nagel B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2026
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Nein, Holz- und Pelletheizungen werden nicht pauschal verboten, sondern unterliegen neuen Regelungen im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) 2024 und der 1. BImSchV, die den Einbau neuer Anlagen stärker regeln, aber moderne, emissionsarme Systeme weiterhin fördern, da sie als erneuerbare Energien gelten; ältere, ineffiziente Holzöfen müssen Nachrüstauflagen erfüllen oder dürfen nicht weiter betrieben werden. Die Debatte dreht sich um strengere Grenzwerte und die Kombination mit anderen erneuerbaren Energien, nicht um ein generelles Verbot.

Wie lange darf man noch mit Holz und Pellets heizen?

Pelletheizungen dürfen in Deutschland zeitlich unbegrenzt betrieben werden, solange sie die gesetzlichen Anforderungen an Emissionen und Effizienz erfüllen. Ein generelles Betriebsverbot ist nicht vorgesehen.

Wird die Pelletheizung 2024 oder 2025 verboten?

Nein, ein generelles Verbot für Pelletheizungen gibt es nicht; sie bleiben eine zugelassene Form erneuerbarer Energie und werden gefördert, müssen aber neue Regeln erfüllen. Für bestehende Anlagen gilt Bestandsschutz, aber ältere Geräte müssen strengere Emissionsgrenzwerte einhalten oder nachgerüstet werden (1. BImSchV), während im Neubau eine 65%-EE-Quote erfüllt werden muss, was mit modernen Pelletheizungen möglich ist, oft in Kombination mit Solaranlagen. 

Ist das Heizen mit Holz bald vorbei?

Die letzte Frist zum Austausch, zur Nachrüstung oder zur Stilllegung alter Öfen endete jetzt zum 31. Dezember 2024. Seit dem 01. Januar 2025 müssen alle Kaminöfen, die mit Festbrennstoffen betrieben werden, den Bestimmungen der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) Stufe 2 entsprechen.

Wie lange sind Holzheizungen noch erlaubt?

Man darf weiterhin mit Holz heizen, aber viele ältere Kaminöfen (eingebaut 1995–2010) mussten bis Ende 2024 stillgelegt, nachgerüstet oder ersetzt werden, wenn sie die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) für Feinstaub und Kohlenmonoxid nicht erfüllen. Neue Öfen müssen die strengeren Emissionsstandards erfüllen und können sogar staatliche Förderung erhalten, wenn sie 65 % erneuerbare Energie nutzen, was Holzheizungen oft tun. Ein generelles Verbot gibt es nicht, aber die Regeln werden strenger, besonders für ältere Geräte, die nicht mehr die Vorgaben erfüllen.
 

Supergau: HOLZHEIZUNGEN sollen VERBOTEN werden

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Welche Holzöfen sind nach 2025 erlaubt?

Liste Kaminofen-Zulassung vom HKI. Ab dem 01.01.2025 müssen alle Kaminöfen, die mit Festbrennstoffen betrieben werden, den aktuellen Bestimmungen der 1. BImSchV Stufe 2 entsprechen.

Wie lange darf ich meine Holzheizung noch betreiben?

Man darf weiterhin mit Holz heizen, aber viele ältere Kaminöfen (eingebaut 1995–2010) mussten bis Ende 2024 stillgelegt, nachgerüstet oder ersetzt werden, wenn sie die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) für Feinstaub und Kohlenmonoxid nicht erfüllen. Neue Öfen müssen die strengeren Emissionsstandards erfüllen und können sogar staatliche Förderung erhalten, wenn sie 65 % erneuerbare Energie nutzen, was Holzheizungen oft tun. Ein generelles Verbot gibt es nicht, aber die Regeln werden strenger, besonders für ältere Geräte, die nicht mehr die Vorgaben erfüllen.
 

Wann legt Schornsteinfeger die Heizung still?

Stellt der Bezirksschornsteinfeger bei der nächsten Kontrolle Deiner Heizung fest, dass Dein Standardkessel schon länger als 30 Jahre läuft, setzt er Dir eine Frist, ihn stillzulegen.

Soll Holz als Brennstoff verboten werden?

Wird heizen mit Holz verboten? Das Heizen mit Holz wird nicht verboten. Allerdings werden derzeit neue Regeln eingeführt, die dafür sorgen, dass die Neuanschaffung von Holzöfen in der Zukunft eventuell mit mehr Aufwand und Kosten verbunden wäre.

Welche Heizungen dürfen länger als 30 Jahre laufen?

Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt in Deutschland die sogenannte Austauschpflicht für alte Heizungen. Das heißt: Wenn deine Heizung mit Gas oder Öl betrieben wird und älter als 30 Jahre ist, musst du sie verpflichtend austauschen. Außerdem dürfen fossile Heizsysteme nur noch bis 2044 betrieben werden.

Haben Pelletheizungen eine Zukunft?

Die Zukunft der Pelletheizung ist trotz politischer Diskussionen positiv: Sie ist im GEG 2024 erlaubt, gefördert und gilt als zukunftssicher, da sie auf nachwachsenden Rohstoffen basiert und in Bestandsgebäuden eine sinnvolle Alternative zu Öl und Gas darstellt, auch wenn strengere Emissionsgrenzwerte für ältere Modelle gelten und die Nachhaltigkeit der Holzgewinnung sowie Transportwege eine Rolle spielen. Moderne Pelletheizungen erfüllen die neuen Anforderungen, und es gibt keine Pläne für ein generelles Verbot.
 

Welche Heizungen müssen nicht ausgetauscht werden?

Eine grundsätzliche Austauschpflicht für alte, fossile Heizkessel gibt es nicht. Nur Heizungen, die älter als 30 Jahre sind und gleichzeitig mit alter Technik funktionieren, müssen verpflichtend ausgetauscht werden (§ 72 GEG). Das betrifft Konstanttemperaturkessel, auch Standardkessel genannt.

Ist die Anschaffung einer Pelletheizung noch sinnvoll?

Ja, eine Pelletheizung ist oft sinnvoll, besonders in Bestandsgebäuden mit hohem Wärmebedarf und Platz für die Lagerung, da sie durch günstige Betriebskosten, staatliche Förderung (BAFA/KfW) und eine gute CO₂-Bilanz gegenüber Öl und Gas punktet, auch wenn die Anschaffung teurer ist und sie Platz benötigt. Die Entscheidung hängt von individuellen Faktoren ab, wobei Kombinationen mit Solarthermie die Effizienz steigern können, während Bedenken bezüglich Feinstaub durch Filter gemindert werden können.
 

Soll man jetzt noch eine Pelletheizung einbauen?

Ja, Pelletheizungen sind weiterhin zeitgemäß und gefördert, da sie die 65%-EE-Vorgabe des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erfüllen und als erneuerbare Heiztechnologie gelten, besonders in Bestandsgebäuden, wo sie eine gute Alternative zu fossilen Brennstoffen sind. Es gibt kein Verbot, aber strenge Einbauvorschriften für neue Anlagen (z.B. Hybridbetrieb mit Solarthermie, Pufferspeicher, Feinstaubfilter), während moderne Geräte effizient und umweltfreundlicher sind. Die Anschaffung wird staatlich durch BAFA-Zuschüsse unterstützt, die Betriebskosten sind oft niedriger als bei Öl/Gas, aber Platzbedarf und Anschaffungspreis sind Nachteile, die berücksichtigt werden müssen.
 

Kann eine Heizung 50 Jahre halten?

Theoretisch kann eine Heizung 40 Jahre oder sogar länger halten, das ist allerdings nicht empfehlenswert. Heizungen, die älter als 30 Jahre sind, fallen in der Regel unter die gesetzliche Austauschpflicht, es sei denn, sie nutzen Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik.

Welche Heizung sollte man jetzt einbauen?

Jetzt ist die Wärmepumpe oft die beste Wahl, besonders im Neubau und gut gedämmten Altbau, da sie erneuerbare Energien nutzt, staatlich gefördert wird und zukunftssicher ist. Alternativen sind Hybridheizungen (z.B. Wärmepumpe + Gas/Öl), Biomasseheizungen (Pellets/Holz) oder der Anschluss an die Fernwärme, wenn verfügbar, während Gasheizungen nur noch mit strengen Auflagen für erneuerbare Gase gefördert werden. Die Entscheidung hängt stark vom Zustand Ihrer Immobilie ab (Dämmung, Heizkörpergröße). 

Warum ist die Verwendung von Holz als Brennstoff nicht ratsam?

Da Holz aus Bäumen gewonnen wird, müssen diese für seine Nutzung als Brennstoff gefällt werden, was zu Abholzung führt. Dies wiederum verursacht Umweltverschmutzung und einen Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre. Obwohl Holz also ein nachwachsender Energieträger ist, ist es als Brennstoff nicht empfehlenswert, da es die Umweltbelastung weiter erhöht .

Wird das Heizen mit Holz bald verboten?

Ganz klar: Nein. Weder die EU noch die deutsche Regierung (Stand Juni 2024) planen, das Heizen mit Holz komplett zu verbieten. Aber seit dem 01. Januar 2024 ist es nach GEG nicht mehr erlaubt, eine reine “Biomasse”-basierte Heizung zu verwenden.

Welche Holzöfen sind ab 2025 verboten?

Keine Sorge, ein generelles Kaminofen-Verbot ist nach wie vor nicht in Sicht. Das Heizungsgesetz (GEG) hat keine Auswirkungen auf die Nutzung von Einzelraumfeuerstätten.

Was passiert, wenn ich meine Heizung nach 30 Jahren nicht tausche?

Wenn Sie einen älteren Heizungskessel haben und diesen laut der seit 2023 geltenden Austauschpflicht nach 30 Jahren erneuern müssen, dies jedoch nicht tun, droht Ihnen ein Bußgeld. Die Höhe dieser Strafen kann bis zu 50.000 Euro betragen, je nach Bundesland und Schwere des Verstoßes.

Kann man den Schornsteinfeger verweigern?

Sie dürfen den Schornsteinfeger nicht einfach so ablehnen, da die Arbeiten (Kehren, Überprüfen, Messen) gesetzlich vorgeschrieben sind und Ihrer eigenen Sicherheit dienen; bei Verweigerung drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro, die Behörde kann die Arbeiten zwangsweise durchführen lassen und der Eigentümer trägt die Mehrkosten, ggf. auch mit polizeilicher Hilfe. Vereinbaren Sie stattdessen einen neuen Termin oder wählen Sie einen neuen Schornsteinfeger, falls Sie unzufrieden sind. 

Bei welcher Temperatur frieren die Rohre in einem unbeheizten Haus ein?

Wir alle wissen, dass der Gefrierpunkt bei 0 °C (32 °F) liegt. Doch ab welcher Temperatur frieren die Rohre in unseren Häusern ein? Schon ein kurzer Temperatursturz auf etwa -7 °C (20 °F) über wenige Stunden kann freiliegende Rohre gefährden. Daher ist es ratsam, die freiliegenden Rohre zu isolieren, um die Temperatur deutlich über dem Gefrierpunkt zu halten.

Wie lange darf man in Deutschland noch mit Holz heizen?

März 2010 eingebaut wurden, gelten die Grenzwerte ab dem 01. Januar 2025. Wer die Vorgaben nicht erfüllt, muss seine Heizung austauschen bzw. nachrüsten oder das Heizen mit Holz ist verboten.

Kann eine Ölheizung 40 Jahre halten?

Ja, eine Ölheizung kann 40 Jahre halten, aber dies ist eher die Ausnahme, mit durchschnittlich 20 Jahren Lebensdauer, und führt zu stark sinkender Effizienz und höheren Kosten. Wichtiger sind jedoch die gesetzlichen Vorgaben: Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen viele Ölheizungen, die älter als 30 Jahre sind (speziell Konstanttemperaturkessel ohne Brennwerttechnik), ausgetauscht werden, wenn sie irreparabel sind oder bestimmte Ausnahmen nicht greifen, da fossile Heizungen bis 2045 auslaufen.
 

Wann ist der Austausch einer Heizung verpflichtend?

Eine Heizung muss in Deutschland meist nach 30 Jahren (§ 72 GEG) ausgetauscht werden, wenn sie mit Öl oder Gas betrieben wird, es sei denn, sie ist noch reparierbar oder Sie sind der Eigentümer seit mindestens 2002 (Bestandsschutz). Defekte Heizungen, die nicht repariert werden können, lösen ebenfalls eine Austauschpflicht aus, wobei für neue Anlagen ab 2024/2026 (je nach Kommune) eine 65%-Regel für erneuerbare Energien gilt und Sie Übergangsfristen nutzen können. 

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