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Sind Tiere im Betreuten Wohnen erlaubt?

Gefragt von: Christl Rohde  |  Letzte Aktualisierung: 4. Juli 2023
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Dass die Bewohner der GRPR Seniorenresidenz Haustiere halten dürfen ist laut Eilert Kuhlmann dem stellvertretenden Pflegedienstleiter grundsätzlich erlaubt – Wenn die Bewohner selbst in der Lage sind sich um die Tiere zu kümmern, denn dafür habe das Haus keine personellen Ressourcen.

Welche Tiere darf der Vermieter nicht verbieten?

Grundsätzlich nicht verbieten können Vermieter die Kleintierhaltung in der Wohnung. Dazu zählen alle Haustiere, die in Käfigen, Aquarien und Terrarien gehalten werden können. Das heißt: Goldfische, Ratten, Hamster, Vögel und Kaninchen darf jeder Mieter ohne weitere Nachfrage beim Vermieter in seinen vier Wänden halten.

Welche Tiere darf der Vermieter verbieten?

Generell alle Tiere in einer Mietwohnung zu verbieten ist nicht zulässig. Die Tierhaltung muss jedoch in zumutbarem Rahmen bleiben. Für bestimmte Arten (groß oder exotisch) ist eine Haltungserlaubnis des Vermieters erforderlich. Kleintiere wie Fische oder Hamster in zumutbarer Zahl muss der Vermieter dulden.

Sind Haustiere im Altersheim erlaubt?

Sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, können Tiere wie Katze oder Hund im Altenheim mitgebracht werden. Wichtig ist, vor dem Einzug zu besprechen, um was für ein Tier es sich handelt. Hund, Katze, Maus, Vögel oder Fische erfordern einen unterschiedlichen Aufwand an Zeit für Pflege, Beschäftigung und Fütterung.

Kann man Haustiere verbieten?

Ein generelles Haustierverbot für eine Mietwohnung mit Haustieren ist grundsätzlich nicht zulässig. Der Haltung von Hund und Katze kann zwar widersprochen werden, allerdings sind ungefährliche Kleintiere immer erlaubt. Ein Totalverbot in Sachen Tierhaltung im Mietvertrag ist demnach unwirksam.

Darf ich Tiere in der Mietwohnung halten? | Rechtsanwalt Christian Solmecke

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Welche Tiere sind genehmigungspflichtig?

Auch für die Haltung wilder oder gefährlicher Tiere, wie Krokodile, giftige Spinnen und Schlangen sowie Würgeschlangen, ist meist die Zustimmung des Vermieters notwendig.

Welche Tiere müssen dem Vermieter gemeldet werden?

Ist im Mietvertrag bestimmt, dass Mieter ihre Haustiere dem Vermieter melden müssen, gilt dies in der Regel für alle Tiere, die nicht zu den Kleintieren zählen. Ausgenommen von diesen Regelungen sind beispielsweise Blindenhunde, Therapiehunde oder andere Tiere, die zu einer Therapie beitragen.

Was ist der Unterschied zwischen Heim und Haustier?

In der Alltagssprache werden sie in der Regel als Synonyme gebraucht. Im wissenschaftlich präzisen Sprachgebrauch handelt es sich bei Haustieren um Tiere, die vom Menschen zu bestimmten Zwecken gehalten und domestiziert wurden. Heimtiere können, müssen aber nicht domestiziert sein.

Können Katzen als Haustiere verboten werden?

Nach allgemeiner Rechtsprechung gelten Katzen als Kleintiere, welche grundsätzlich zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache gehören. Der Bundesgerichtshof erklärte 2013 in einem Grundsatzurteil eine Klausel im Formularmietvertrag für unwirksam, die es dem Mieter generell verbot, Katzen zu halten.

Welche Haustiere sind nicht erlaubt?

Ein generelles Tierhaltungsverbot ist unwirksam: Kleintierhaltung in der Mietwohnung ist in der Regel erlaubt. Auch die Haltung von Hunden und Katzen darf nicht generell verboten werden. Ein Verbot der Haustiere müsste der Vermieter begründen.

Sind Katzen Kleintiere 2022?

Katzen in der Mietwohnung

Katzen gelten mietrechtlich zwar nicht als Kleintiere. Vermieter müssen die Haltung einer Katze in der Regel dennoch erlauben. Ausnahme wäre nur, wenn sie konkrete Gründe gegen die Haltung hätten.

Wie lange darf ich einen Hund zur Pflege in Mietwohnung nehmen?

3 bis 5 Tagen im Monat - aber es kommt immer auf den Einzelfall (eventuell vom Hund ausgehende Störungen) und im Streitfall auch auf das örtliche Gericht an. Bei einer als gefährlich eingestuften Hunderasse neigen Gerichte dazu, dass eine vorübergehende kurzzeitige Pflege als generell unzulässig gesehen wird.

Kann mich der Vermieter wegen Hund kündigen?

Die Richter entscheiden, dass die vertragswidrige Hundehaltung keine fristlose Kündigung rechtfertige, sofern von dem Hund keine konkreten und akuten Beeinträchtigungen ausgehen. Notwendig sei schon neben der ungenehmigten Hundehaltung eine schuldhafte Störung des Hausfriedens und eine vorangegangene Abmahnung.

Warum wollen so viele Vermieter keine Haustiere?

Eine mögliche Verschmutzung oder übermäßige Abnutzung der Wohnung kann dazu führen, dass der Vermieter Katzen verbieten darf. Seine Einschätzung zur Verschmutzung und Abnutzung darf aber nicht auf seinen persönlichen Erfahrungen und seiner Meinung beruhen.

Welche Tiere kann man lange alleine lassen?

Reptilien. Exotische Kleintiere in Terrarien – etwa Schildkröten, Schlangen, Vogelspinnen oder Geckos – können problemlos den Tag über allein bleiben. Sie sind weniger menschenbezogen als typische Vierbeiner wie Hunde oder Katzen und verbringen einen Großteil des Tages damit, zu schlafen oder zu fressen.

Welche Tiere gehören zu Kleintieren?

Zu den Kleintieren zählen: Ziervögel, Zierfische, Hamster, Meerschweinchen, Zwergkaninchen, Wühlmäuse, Ratten und Schildkröten. Frettchen sind aufgrund ihres starken Geruchs ausnahmsweise genehmigungsbedürftig. Hunde und Katzen gehören in der Regel nicht zu den Kleintieren.

Was ist das Gassi Gesetz 2022?

Gassi-Pflicht: Das neue Gassi-Gesetz 2022 sieht vor, dass Hunde ausreichend Auslauf im Freien außerhalb des Zwingers bekommen müssen. Ein ausgewachsener Hund muss mindestens zweimal am Tag einen Auslauf von mindestens einer Stunde bekommen.

Ist eine Katze ein Kündigungsgrund?

Katzenhaltung ohne Erlaubnis des Vermieters

Katzen in der Mietwohnung zu halten, obwohl dies laut Mietvertrag verboten ist, kann Konsequenzen haben. Vor Gericht zählt die Haltung dann nämlich als Vertragsbruch und kann die Kündigung zu Folge haben.

Kann mein Vermieter mir eine Katze verbieten?

Es ist nicht möglich, die Haltung von Katzen in einer Mietwohnung grundsätzlich zu untersagen. Vermieter können vertraglich festlegen, dass die Katzenhaltung einer Genehmigung bedarf. Ignoriert der Mieter die Klausel hinsichtlich der Genehmigung, kann ihm der Mietvertrag gekündigt werden.

Warum Tiere im Pflegeheim glücklich machen?

Haustiere sind im familiären Haus nicht nur geduldet, sondern erwünscht. Sie halten die Senioren aktiv und schaffen die Möglichkeit für neue soziale Kontakte im und ums Haus.

Ist ein Pferd ein Nutztier oder ein Heimtier?

Haustiere: Tiere, die beim Menschen leben – im Haus, in der Wohnung, im Garten oder im Stall –, werden Haustiere genannt. Als Haustiere gelten also nicht nur Hunde, Katzen, Kaninchen oder Aquarienfische, sondern auch Hühner, Gänse, Enten, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen oder Pferde.

Ist die Katze ein Heimtier?

Die Katze ist nach wie vor das Lieblingsheimtier der Deutschen. Die Katze bleibt Deutschlands Heimtier Nummer eins: Insgesamt leben 16,7 Millionen Samtpfoten in 26 Prozent der bundesdeutschen Haushalte. In 42 Prozent aller katzenhaltenden Haushalte leben sogar zwei oder mehr Stubentiger.

Was gilt als Kleintier Mietvertrag?

Als Kleintiere gelten beispielsweise Hamster, Meerschweinchen, Hasen, Kaninchen, Schildkröten oder Mäuse, Vögel, die im Allgemeinen im Käfig gehalten werden oder Fische in Aquarien. Die Haltung dieser Tiere in Wohnungen muss im Allgemeinen vom Vermieter geduldet werden und muss nicht extra gemeldet werden.

Welche Tiere muss man nicht anmelden?

Welche Tiere müssen nicht gemeldet werden? Das Halten von Kleintieren in der Wohnung ist rechtlich in den meisten Fällen problemlos möglich. Das betrifft etwa Fische, Schildkröten, Meerschweinchen oder Kaninchen. Kleintiere müssen der Vermieterin oder dem Vermieter auch nicht gemeldet werden.

Was sagt das BGB über Tiere?

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 90a Tiere

Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.