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Sind Sie selbst oder ein Angehöriger verantwortlich brauchen sie keine Angaben zur Sache zu machen?

Gefragt von: Herr Julian Steffens  |  Letzte Aktualisierung: 26. Mai 2026
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Ja, als Beschuldigter müssen Sie nur Ihre Personalien (Name, Adresse, Geburtsdatum) angeben, nicht aber zur Sache selbst, da dies gegen das Verbot der Selbstbelastung (§ 136 StPO) verstoßen würde. Als Angehöriger einer beschuldigten Person haben Sie ein Zeugnisverweigerungsrecht (z.B. Ehepartner, Kinder, Verlobte) und müssen ebenfalls keine Aussagen zur Sache machen, um nahe Verwandte nicht zu belasten. Im Bußgeldverfahren müssen Sie den Anhörungsbogen zwar oft ausfüllen, aber nur die Personalien bestätigen, nicht aber den Fahrer nennen, wenn es ein naher Angehöriger war; Schweigen ist hier besser als falsche Angaben zu machen.

Wie fülle ich den Zeugenfragebogen richtig aus?

In aller Regel müssen Sie dabei den Namen und die Anschrift desjenigen angeben, welcher zur Tatzeit mit Ihrem Kfz unterwegs war. Es empfiehlt sich nicht, dass Sie im Zeugenfragebogen einen falschen Fahrer angeben. Dies kann als Falschaussage gewertet werden und somit strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Was passiert, wenn man keine Angaben zum Fahrer macht?

Wenn Sie den Fahrer nicht angeben, droht Ihnen als Fahrzeughalter eine Fahrtenbuchauflage (§ 31a StVZO), bei deren Nichterfüllung ein Bußgeld verhängt wird, da Sie Ihre Mitwirkungspflicht verletzen; außerdem können die Behörden selbst ermitteln und Ihnen kostenpflichtig eine Anhörung vorladen, bis hin zu Bußgeldern wegen falscher Angaben oder Verweigerung der Mitwirkung. 

Was passiert, wenn man keine Angaben zur Sache macht?

Macht der Beschuldigte keine Angaben zur Sache, dürfen hieraus auch keine negativen Schlüsse für das weitere Verfahren zulasten des Beschuldigten gezogen werden. Als Zeuge muss man vollständig und wahrheitsgemäß zu dem befragten Sachverhalt gegenüber Polizei, Staatsanwalt und Richter aussagen.

Was schreibe ich in den Anhörungsbogen?

Der Anhörungsbogen enthält alle wichtigen Informationen zum Tatbestand. Das können sein: Zeit und Ort des Verstoßes und um welchen Verstoß es sich handelt. Aber auch wie viel Sie zu schnell gefahren sind und wo die Polizei Sie geblitzt hat oder, wo beispielsweise der Unfall in dem Zusammenhang passiert ist.

Anhörungsbogen ausfüllen ✍️ : Ja oder nein? - bussgeldkatalog.org

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Wie sollte ich auf einen Anhörungsbogen reagieren?

In der Regel muss der Anhörungsbogen also nicht beantwortet werden – mit Ausnahme der Angaben zur Person. Im Einzelfall können Sie sich aber von einem Anwalt für Verkehrsrecht beraten lassen, wie Sie am besten reagieren. Dieser kann beurteilen, welche Angaben in Ihrer Situation am günstigsten sind.

Soll man einen Anhörungsbogen ausfüllen?

Sie müssen den Anhörungsbogen nicht vollständig ausfüllen, aber Pflichtangaben (Name, Adresse) korrigieren und sich nicht selbst belasten; es macht Sinn, wenn ein anderer Fahrer verantwortlich ist, um das Verfahren auf ihn zu lenken, ansonsten gilt: Schweigen ist besser als falsche Angaben, die Sie belasten könnten, aber das Ignorieren kann zu Nachermittlungen oder einem Fahrtenbuch führen, daher ist eine kurze, entlastende Antwort oder die Nennung des wahren Fahrers (außer Familienangehörige) oft ratsam. 

Soll man den Verstoß zugeben?

Nein, Sie müssen einen Verstoß auf dem Anhörungsbogen grundsätzlich nicht zugeben und sollten es auch nicht vorschnell tun, da Sie nicht zur Selbstbelastung verpflichtet sind; nur Angaben zur Person (Name, Adresse) sind Pflicht, aber bei eindeutiger Beweislage (z.B. Blitzerfoto) oder wenn Sie sich entlasten wollen, sollten Sie keine falsche Angaben machen oder andere falsch beschuldigen (strafbar!), sondern lieber schweigen oder sich anwaltlich beraten lassen, um keine Fehler zu begehen, die den Fall verschlimmern könnten.
 

Was passiert, wenn ich den Zeugenfragebogen nicht beantworte?

Wenn Sie einen Zeugenfragebogen (oder Anhörungsbogen) ignorieren, drohen Ihnen keine direkten Bußgelder oder Punkte, aber die Behörden leiten weitere Ermittlungen ein: Polizisten können Sie zu Hause aufsuchen, Nachbarn befragen oder Sie vorladen, um eine Aussage zu Protokoll zu nehmen; am wahrscheinlichsten ist jedoch die kostenpflichtige Anordnung einer Fahrtenbuchauflage für Ihr Fahrzeug, um den Fahrer bei zukünftigen Verstößen leichter zu identifizieren. Die Behörde kann die Verjährungsfrist für den ursprünglichen Verstoß verlängern, da der Bogen die Frist unterbricht. 

Wie sollte man sich als Beschuldigter verhalten?

Fazit: So verhalten Sie sich bei einer Vorladung der Polizei als Beschuldigter

  1. Bewahren Sie in jedem Fall Ruhe.
  2. Folgen Sie nicht der Vorladung ohne Anwalt.
  3. Kontaktieren Sie einen erfahrenen Strafverteidiger.
  4. Aussage verweigern.
  5. Kontaktieren Sie unter keinen Umständen Mitbeschuldigte oder Zeugen, die Sie kennen.

Bin ich verpflichtet, einen Zeugenfragebogen auszufüllen?

Ja, grundsätzlich müssen Sie einen Zeugenfragebogen ausfüllen, da eine gesetzliche Pflicht zur Mitwirkung besteht, aber Sie müssen sich nicht selbst oder nahe Angehörige belasten; Sie können das Zeugnisverweigerungsrecht nutzen, sollten aber falsche Angaben vermeiden, da dies strafbar ist und Nichtstun zu weiteren polizeilichen Ermittlungen, Vorladungen oder Fahrtenbuchauflagen führen kann. 

Wie ermittelt die Behörde den Fahrer?

Generell werden von Beamten der Bußgeldbehörde die Fotos ausgewertet und es wird eine Überprüfung mit vorliegenden Daten, wie Kennzeichen und Personalien, vorgenommen. Damit die Behörden im Anschluss den richtigen Fahrzeugführer ermitteln können, ist es notwendig, dass die Halter einen Fragebogen zugesendet bekommen.

Bin ich verpflichtet, den Fahrer zu nennen?

Pflicht zur Fahrerbenennung: Wenn Sie nicht selbst gefahren sind, müssen Sie den verantwortlichen Fahrer benennen. Kommen Sie dem nicht nach, können Sie als Halter selbst für den Parkverstoß haften.

Wie verhält man sich bei einem Zeugenfragebogen?

In einem Zeugenfragebogen müssen Sie als Fahrzeughalter lediglich Angaben zu Ihrer Person machen. Zum Fahrer oder gar zum Vorfall müssen Sie sich nicht äußern. Daher ist es in der Regel ratsam, der Zeugenbefragung nachzukommen.

Was schreibt man bei Geschwindigkeitsüberschreitung?

Beim Anhörungsbogen erhalten Sie auf dem Postweg ein Schreiben, indem Ihnen als Fahrer ein Verkehrsverstoß vorgeworfen wird: zum Beispiel eine Geschwindigkeitsüberschreitung oder ein Rotlichtverstoß. Das Schreiben trägt die Überschrift "Anhörungsbogen".

Was sind die Konsequenzen, wenn ich den Anhörungsbogen nicht ausfülle?

Wenn Sie einen Anhörungsbogen nicht ausfüllen, drohen Sanktionen, da Sie verpflichtet sind, Angaben zur Person zu machen, wenn diese fehlerhaft sind; andernfalls können Bußgelder wegen falscher Namensangabe (bis zu 1.000 €), eine Vorladung zur Vernehmung bei der Polizei oder die Auflage zur Führung eines Fahrtenbuchs folgen, da die Behörde sonst den Fahrer nicht ermitteln kann. Das Nichterscheinen bei einer gerichtlichen Ladung kann sogar zu Zwangsmaßnahmen führen, aber bei der einfachen Anhörung ist das Ignorieren meist sanktionslos, solange die Personendaten stimmen. 

Was passiert, wenn ich nicht angebe, wer gefahren ist?

✅ Konsequenzen sind möglich: Die Bußgeldstelle kann u.a. eine Fahrtenbuchauflage anordnen, wenn der Fahrer bzw. die Fahrerin nicht ermittelt werden kann. ✅ Falsche Angaben sind strafbar: Wer eine andere Person absichtlich falsch angibt, kann wegen falscher Verdächtigung oder uneidlicher Falschaussage bestraft werden.

Muss ich als Zeuge aussagen, wenn ich das nicht will?

Ein weiterer weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Zeugen die Aussage einfach verweigern können, indem sie sagen, sie wollten nicht. Wenn Sie vorgeladen werden und ohne gültige Befreiung nicht erscheinen, sind Sie dennoch rechtlich verpflichtet, auszusagen. Tatsächlich sind Sie, wenn Sie zur Aussage vorgeladen wurden, rechtlich dazu verpflichtet, dieser Vorladung Folge zu leisten, es sei denn, Sie sind rechtlich befreit.

Kann man eine Zeugenaussage ignorieren?

Grundsätzlich gilt: Verweigert ein Zeuge die Aussage vor Gericht, kann ihm sogar ein Ordnungsgeld und bei Nichterscheinen das Auferlegen der entstehenden Kosten drohen (§ 51 StPO). Vor der Polizei oder Staatsanwaltschaft muss ein Zeuge erscheinen und eine Aussage machen, wenn er geladen wurde (§ 163 Abs. 3 StPO).

Soll man auf einen Anhörungsbogen reagieren?

Sie müssen den Anhörungsbogen nicht vollständig ausfüllen, aber Pflichtangaben (Name, Adresse) korrigieren und sich nicht selbst belasten; es macht Sinn, wenn ein anderer Fahrer verantwortlich ist, um das Verfahren auf ihn zu lenken, ansonsten gilt: Schweigen ist besser als falsche Angaben, die Sie belasten könnten, aber das Ignorieren kann zu Nachermittlungen oder einem Fahrtenbuch führen, daher ist eine kurze, entlastende Antwort oder die Nennung des wahren Fahrers (außer Familienangehörige) oft ratsam. 

Was ist ein schwerwiegender Verstoß?

Ein schwerwiegender Verstoß ist ein Regelbruch, der so erheblich ist, dass er die Grenzen des Üblichen weit überschreitet, oft grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz zeigt und erhebliche Konsequenzen hat, wie zum Beispiel eine sofortige Kündigung, empfindliche Strafen oder den Entzug der Fahrerlaubnis, und weit über eine leichte Ordnungswidrigkeit hinausgeht, indem er Sicherheit oder grundlegende Pflichten verletzt, wie Trunkenheit am Steuer, Schmiergeldannahme oder massive Verstöße gegen Verkehrsregeln. 

Welche Angaben sind im Anhörungsbogen verpflichtend?

Auf einem Anhörungsbogen sind Pflichtangaben Ihre Personalien (Name, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit), die Sie bei Fehlern korrigieren müssen, um Bußgelder zu vermeiden. Angaben zur Sache (z. B. ob Sie gefahren sind) sind freiwillig, da Sie sich nicht selbst belasten müssen; hier können Sie schweigen oder entlastende Informationen geben, aber keine falschen Angaben machen. 

Soll man einen Verstoß zugeben?

Nein, Sie müssen einen Verstoß auf dem Anhörungsbogen grundsätzlich nicht zugeben und sollten es auch nicht vorschnell tun, da Sie nicht zur Selbstbelastung verpflichtet sind; nur Angaben zur Person (Name, Adresse) sind Pflicht, aber bei eindeutiger Beweislage (z.B. Blitzerfoto) oder wenn Sie sich entlasten wollen, sollten Sie keine falsche Angaben machen oder andere falsch beschuldigen (strafbar!), sondern lieber schweigen oder sich anwaltlich beraten lassen, um keine Fehler zu begehen, die den Fall verschlimmern könnten.
 

Wie läuft eine Anhörung bei der Polizei ab?

Ablauf der Vernehmung durch die Polizei

Der Ablauf einer Vernehmung folgt einem festgelegten Verfahren: Der Beschuldigte wird über seine Rechte und Pflichten aufgeklärt, dazu gehört auch das Recht, zu schweigen, sowie das Zeugnisverweigerungsrecht. Die Befragung zu den Vorwürfen, die gegen ihn erhoben werden, beginnt.

Was schreibe ich in einen Anhörungsbogen?

Pflichtangaben im Anhörungsbogen

  • Name.
  • Adresse.
  • Geburtsdatum und -ort.
  • Staatsangehörigkeit.

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