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Sind die Schulen in Bayern wirklich die schwersten?

Gefragt von: Brunhild Weiß  |  Letzte Aktualisierung: 31. Januar 2026
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Ob das bayerische Schulsystem wirklich das schwerste ist, ist umstritten, aber es gilt als leistungsorientiert und anspruchsvoll, vor allem durch den frühen und verbindlichen Übertritt nach der 4. Klasse mit strengen Notengrenzen für Realschule und Gymnasium, was zu höherem Druck führen kann; statistisch gesehen sind die Notendurchschnitte im Abitur aber oft besser oder vergleichbar mit anderen Bundesländern, da Bayern auch gut abschneidet und die Durchfallquoten niedrig sind, was auf eine gute Unterrichtsqualität oder weniger strenge Bewertung hindeuten könnte, während andere Länder wie Schleswig-Holstein aktuell die höchsten Anforderungen haben.

Ist das bayerische Schulsystem schwer?

Ja, das bayerische Schulsystem gilt als anspruchsvoll und schwer, vor allem wegen des frühen Selektionsdrucks nach der 4. Klasse mit strikten Notengrenzen für Gymnasium und Realschule, dem hohen Leistungsdruck und dem als besonders schwierig empfundenen Abitur im bundesweiten Vergleich, was zwar oft zu Top-Ergebnissen führt, aber auch psychische Belastungen bei Schülern und Eltern auslösen kann. 

In welchem Bundesland ist Schule am schwersten?

Das „schwerste“ Schulsystem ist subjektiv, aber gemessen am Abitur-Notendurchschnitt liegen oft Schleswig-Holstein und Niedersachsen an der Spitze (schlechteste Noten), während Bayern zwar hohe Bildungsstandards hat, aber auch viele Top-Abschlüsse hervorbringt, aber mit verpflichtendem Probeunterricht nach der 4. Klasse eine frühe Selektion betreibt. Die Schwierigkeit hängt von den Anforderungen (z.B. Mathe in Bayern) und der Vergleichbarkeit der Prüfungen ab, wobei manche Bundesländer strenger bewerten, was zu schlechteren Durchschnitten führt, aber auch die Qualität sichert. 

Hat Bayern das beste Schulsystem?

Sachsen und Bayern haben in Deutschland das beste Schulsystem. Allerdings gibt es insgesamt kaum noch Bildungsfortschritt, in den Bereichen “Schulqualität”, “Hochschule/MINT” und “Integration” sogar deutliche Rückschritte. – Die wichtigsten Ergebnisse des INSM-Bildungsmonitors 2022 im Überblick.

Ist das bayerische Abitur wirklich schwerer?

Ob das bayerische Abitur tatsächlich schwerer ist, ist umstritten und hängt von der Perspektive ab: Statistische Daten (Durchschnittsnoten, Durchfallquoten) deuten manchmal sogar auf ein leichteres oder zumindest nicht das schwierigste Abi hin, was an der hohen Qualität des Unterrichts oder der Bewertungspraxis liegen könnte. Andererseits gibt es das Klischee und die Wahrnehmung, dass die bayerischen Anforderungen generell höher sind und die Umstellung auf G8/G9 die Situation verändert hat, was zu einem "Geister-Abi" mit wenigen Prüflingen führen kann.
 

Ist das Abi in Bayern am schwersten?🤯

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Ist das Abi in Bayern schwerer als in Berlin?

Mutmaßlich einfacher als in Bayern oder Baden-Württemburg soll das Abitur in den Bundesländern Berlin, Bremen und Brandenburg sein. In Berlin dürfen Schüler in Mathematik aus zwei Aufgaben wählen. In Bayern übernimmt das der Lehrer.

Kann man mit 4.0 Abi bestehen?

Ja, man kann ein Abitur mit der Endnote 4,0 theoretisch bestehen, da dies die Grenze zum Bestehen darstellt und die Mindestanforderungen erfüllt, aber es ist ein sehr knappes Bestehen (ausreichend), und die Chancen für zulassungsbeschränkte Studiengänge sind gering, da viele Universitäten einen besseren Schnitt (oft 3,0 oder besser) erwarten oder brauchen. Mit 4,0 hat man es gerade noch geschafft, aber oft sind alternative Wege wie Fachhochschulen, duale Studiengänge oder Aufnahmeprüfungen besser, um auch mit dieser Note einen Studienplatz zu bekommen. 

Warum gibt es so wenig Abiturienten in Bayern?

Heuer sind es gerade einmal rund 5.500. Der Grund für den drastischen Rückgang liegt in der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9). Seit der G8-Einführung im Schuljahr 2004/05 mussten Schülerinnen und Schüler das Abitur nach nur acht Gymnasialjahren ablegen – ein System, das über Jahre hinweg für Kritik sorgte.

Welches Bundesland hat die schlausten Schüler?

In der Kategorie „Bildungsqualität und Zugänglichkeit“ landet Sachsen vor Bayern auf Platz 1. Das zeigt sich auch in der durchschnittlichen Abiturnote mit 2,11 - der zweitbesten im Bundesvergleich. Baden-Württemberg liegt knapp hinter Sachsen und rankt in allen Kategorien unter den Top 4.

Warum ist Bayern besser als andere Bundesländer?

Wirtschaftliche Stärke: Bayern ist eine der wirtschaftlich stärksten Regionen in Europa. Hier befinden sich viele weltweit führende Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Automobilindustrie, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt sowie in der Informationstechnologie.

Wo ist das leichteste Abi?

Das "leichteste" Abitur gibt es oft in Thüringen, Sachsen und Brandenburg, basierend auf den besten Notendurchschnitten (niedrigste Zahl) und niedrigeren Durchfallquoten in bestimmten Jahren, während Schleswig-Holstein oft den schlechtesten Schnitt aufweist, aber Berlin bei den Durchfallquoten gut dasteht; die Schwierigkeit ist aber immer subjektiv und hängt vom individuellen Vorbereitungsgrad ab. 

Welcher Teil der Schulbildung ist der schwierigste?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die frühe Schulzeit schwierig ist, weil sie viele erstmalige Erfahrungen und grundlegende Lernprozesse beinhaltet, die die Grundlage für die weitere Bildung bilden.

Welches Bundesland hat die schlechtesten Bildungschancen?

Bremen schneidet aus bildungsökonomischer Perspektive mit seinem Bildungssystem in einem jährlichen Bundesländervergleich weiterhin am schlechtesten ab. Dem "Bildungsmonitor" der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zufolge steht Sachsen erneut auf Platz eins.

Wie viele Kinder schaffen das Gymnasium nicht in Bayern?

Auch eine Studie des ifo Instituts (externer Link) bestätigt das: Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder von Eltern mit niedrigerem Bildungsniveau und schwächerem finanziellen Hintergrund in Berlin ein Gymnasium besuchen, liegt bei 37 Prozent, in Bayern dagegen bei nur etwa 20 Prozent und damit bundesweit am niedrigsten.

Ist 3,7 eine gute Note in Deutschland?

2,6–3,5 befriedigend (zufriedenstellend: eine Leistung, die den durchschnittlichen Anforderungen entspricht) 3,6–4,0 ausreichend (reichlich: eine Leistung, die die Anforderungen gerade so erfüllt) 5,0 nicht ausreichend / nicht bestanden (nicht ausreichend / nicht bestanden: eine Leistung, die die Anforderungen nicht erfüllt)

Ist das Abi heute schwerer als früher?

Fazit. Je nachdem, welche Zahlen man genau betrachtet, gibt es heute tatsächlich etwas bessere Abiturnoten als früher. Richtig ist aber auch: Zumindest in einigen Bundesländern rasseln heute auch mehr Schülerinnen und Schüler durch die Abi-Prüfung.

Welches Bundesland hat die einfachsten Prüfungen?

Daher sind die fünf einfachsten Bundesländer, von leicht nach schwer geordnet, die folgenden: Thüringen. Sachsen. Brandenburg.

In welchem Bundesland ist der IQ am höchsten?

Aus den zehn einzelnen erreichten Punktzahlen ergibt sich ein Gesamtscore. Bayern erreicht mit 63,16 bundesweit den höchsten Wert. Knapp dahinter liegen Sachsen (61,85) und Baden-Württemberg (60,22). Schlusslichter sind Brandenburg (26,26), Rheinland-Pfalz (24,73) und Mecklenburg-Vorpommern (20,47).

Was sind die 10 besten Schulen in Deutschland?

  • Internat Schloss Torgelow privates Gymnasium. Schloss 1, 17192 Torgelow am See.
  • Gymnasium Dionysianum Rheine. Anton-Führer-Str. ...
  • Burg-Gymnasium Bad Bentheim. ...
  • Abtei-Gymnasium Brauweiler. ...
  • Kurpfalz-Internat - Privates Internatsgymnasium. ...
  • Albert-Schweitzer-Gymnasium Hürth. ...
  • Martin-Buber-Oberschule. ...
  • Gymnasium bei St.

Ist das Abi in Bayern schwerer?

Ob das bayerische Abitur tatsächlich schwerer ist, ist umstritten und hängt von der Perspektive ab: Statistische Daten (Durchschnittsnoten, Durchfallquoten) deuten manchmal sogar auf ein leichteres oder zumindest nicht das schwierigste Abi hin, was an der hohen Qualität des Unterrichts oder der Bewertungspraxis liegen könnte. Andererseits gibt es das Klischee und die Wahrnehmung, dass die bayerischen Anforderungen generell höher sind und die Umstellung auf G8/G9 die Situation verändert hat, was zu einem "Geister-Abi" mit wenigen Prüflingen führen kann.
 

Warum 2025 kein Abitur?

Im Jahr 2025 und 2026 wird ein Rückgang von Abiturientinnen und Abiturienten erwartet. Grund dafür ist die Rückumstellung von der zweijährigen auf die dreijährige Oberstufe an Gymnasien in den Bundesländern Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Ist die Schule in Bayern schwer?

Das bayerische Schulsystem gilt als anspruchsvoll wegen der frühen Selektion nach der 4. Klasse (verpflichtendes Grundschulabitur mit Notengrenzen für Realschule/Gymnasium) und des damit verbundenen hohen Leistungsdrucks, was zu Stress bei Schülern führt und oft zu Diskussionen über Chancengerechtigkeit führt. Bayern schneidet in bundesweiten Vergleichen oft gut ab, aber nicht alle profitieren vom System, das auf eine frühe Leistungsgesellschaft vorbereiten soll. Kritik gibt es auch an Defiziten bei grundlegenden Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen, insbesondere bei Migrantenkindern. 

Kann man mit 2.0 Medizin studieren?

Das bedeutet: Selbst mit einem Abitur von zum Beispiel 2,0 hast du noch Möglichkeiten, Medizin zu studieren – solange du bereit bist, dich entsprechend vorzubereiten bzw. zu informieren. Außerdem: Sobald du dich bei Hochschulstart bewirbst, wirst du automatisch für die drei Hauptquoten berücksichtigt.

Was studieren mit schlechtem Abi?

Mit schlechtem Abitur kannst du viele Fächer studieren, oft ohne Numerus Clausus (NC) an privaten Hochschulen, Fachhochschulen oder dualen Studiengängen, in Bereichen wie BWL, Ingenieurwesen, Sozialwissenschaften oder Naturwissenschaften, aber auch mit alternativen Wegen wie TMS (Test für Medizinische Studiengänge) für Medizin, Auslandsstudium oder über den zweiten Bildungsweg. Wichtig sind Motivation, die Wahl des richtigen Studiengangs und die Nutzung alternativer Zugänge, nicht nur der NC. 

Ist ein Notendurchschnitt von 6,0 möglich?

Allerdings verwenden viele Gymnasien auch eine gewichtete Notenskala – die bis zu 5,0 oder sogar 6,0 reichen kann – um Schüler für die Teilnahme an anspruchsvolleren Kursen wie Advanced Placement (AP), Dual Credit, Honors oder International Baccalaureate (IB) zu belohnen.

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