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Sind die Lebensversicherungen noch sicher?

Gefragt von: Vanessa Wegener  |  Letzte Aktualisierung: 6. Mai 2026
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Ja, deutsche Lebensversicherungen sind durch staatliche Sicherungseinrichtungen wie den DAV geschützt, aber die Sicherheit bezieht sich mehr auf die Insolvenz des Anbieters (was selten ist), nicht unbedingt auf die Rentabilität: Während Risikolebensversicherungen für den Todesfallschutz oft noch sinnvoll und günstig sind, sind klassische Kapitallebensversicherungen wegen niedriger Zinsen und hoher Kosten meist unattraktiv für die Altersvorsorge geworden; hier lohnen sich oft getrennte Spar- und Absicherungsmodelle oder der Verkauf alter Verträge.

Ist eine Lebensversicherung heute noch sinnvoll?

Nein, klassische Kapital- und fondsgebundene Lebensversicherungen lohnen sich heute meist nicht mehr, da Kosten die niedrigen Renditen auffressen, besonders bei alten Verträgen. Besser ist es, Risikoabsicherung (Risikolebensversicherung) und Altersvorsorge (z.B. ETFs, Aktien) zu trennen, da dies flexibler und günstiger ist und die Chancen auf echte Wertzuwächse deutlich höher sind, auch wenn man mit dem „Widerrufsjoker“ bei alten Verträgen noch Geld zurückbekommen kann. 

Gibt es Lebensversicherungen überhaupt noch?

Eine Lebensversicherung kann allen, die finanziell von ihren Angehörigen abhängig sind, Sicherheit geben . Wenn Sie als Elternteil ein Kind mit Behinderung betreuen, könnte eine Lebensversicherung auf Lebenszeit für Sie geeignet sein, da sie in der Regel lebenslangen Schutz bietet und Ihrer Familie finanzielle Stabilität vermittelt.

Wie hoch ist das Risiko einer Lebensversicherung?

Die Höhe einer Risikolebensversicherung (RLV) berechnet sich individuell, aber als Faustregel gilt das 3- bis 5-fache Ihres Brutto-Jahreseinkommens; bei Familien mit Kindern eher das Fünffache, bei Paaren ohne Kinder das Dreifache. Wichtig ist, alle Schulden und Kredite (z.B. Immobilienfinanzierung) vollständig hinzuzurechnen, damit Hinterbliebene finanziell abgesichert sind. Sie können auch eine fallende Summe wählen, die sich an der Kredittilgung orientiert. 

Welche Lebensversicherer sind gefährdet?

Fünf Unternehmen doppelt gefährdet

  • DEVK LV a.G.
  • Frankfurter LV AG.
  • Landeslebenshilfe VVaG.
  • PB LV AG.
  • RheinLand LV AG.

Sind Lebensversicherungen noch eine gute Altersvorsorge? | SAT.1 Frühstücksfernsehen | TV

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Was ist das größte Risiko bei einer Lebensversicherung?

Nachteil: Höhere Prämien

Aufgrund der lebenslangen Deckung und des Rückkaufswerts sind die Prämien für eine Kapitallebensversicherung höher. Für junge Menschen oder Personen mit geringen finanziellen Mitteln kann es eine Herausforderung sein, diese zu bezahlen.

Welche Versicherung ist sinnlos?

Unnötige Versicherungen sind oft solche für kleine Risiken, die man selbst tragen kann (Handy-, Brillen-, Reisegepäckversicherung, Glasbruchversicherung, Fahrradversicherung), sowie kapitalbildende Policen (Kapitallebens-, private Rentenversicherungen) wegen hoher Kosten und geringer Rendite. Auch Restschuldversicherungen, Insassenunfallversicherungen (oft durch Kfz-Haftpflicht abgedeckt) und spezielle Krankenhaustagegeldversicherungen sind meist verzichtbar. 

Was ist der Nachteil einer Lebensversicherung?

Nachteil: Der Nachteil der Risikolebensversicherung ist, dass die Versicherungssumme nur dann an Deine Hinterbliebenen ausgezahlt wird, wenn Du während der vereinbarten Laufzeit stirbst. Endet die Laufzeit und Du bist am Leben, bekommst Du die eingezahlten Beiträge nicht zurück.

Welches Risiko deckt eine Lebensversicherung ab?

Eine Lebensversicherung ist eine finanzielle Absicherung für Eventualitäten, die mit dem menschlichen Leben verbunden sind, wie Tod, Invalidität, Unfall, Ruhestand usw. Das menschliche Leben ist Risiken von Tod und Invalidität aufgrund natürlicher und unfallbedingter Ursachen ausgesetzt.

Ist eine Risikolebensversicherung mit 60 Jahren noch sinnvoll?

Ja, eine Lebensversicherung ist auch mit 60 Jahren noch möglich, oft als Risikolebensversicherung zur Absicherung von Hinterbliebenen oder als Sterbegeldversicherung für die Bestattungskosten, wobei die Beiträge mit dem Alter steigen und Gesundheitsfragen relevant sind, aber auch Alternativen wie kombinierte Policen oder separate Absicherungen existieren. Während die klassische Kapitallebensversicherung für Senioren oft weniger attraktiv ist, bieten Risikolebensversicherungen (bis ca. 75 Jahre möglich) und Sterbegeldversicherungen (oft ohne Gesundheitsprüfung) gute Möglichkeiten, um finanzielle Lücken zu schließen und Angehörige zu entlasten.
 

Wie viele Lebensversicherungen sollte man haben?

Wie viel Lebensversicherung Sie brauchen, hängt von Ihrer Situation ab, aber eine Faustregel ist das 3- bis 5-fache Ihres Bruttojahreseinkommens, plus die Summe aller offenen Kredite, um die Familie finanziell abzusichern. Bei kleinen Kindern oder wenn Sie Hauptverdiener sind, tendieren Sie eher zum 5-fachen, während bei kinderlosen Paaren oder älteren Kindern das 3-fache ausreichen kann. Denken Sie an laufende Kosten (Miete, Kreditraten) und die Ausbildung der Kinder, die mit der Auszahlung gedeckt werden sollen. 

Sind alte Lebensversicherungen bei Auszahlung steuerfrei?

"Alte" Versicherungen sind steuerfrei

Für alle Lebens- und Rentenversicherungen, die vor dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden, gilt steuerlich folgendes: Die Auszahlung ist steuerfrei. Voraussetzung: Die Versicherung läuft mindestens zwölf Jahre lang.

Welche Alternativen gibt es zur Lebensversicherung?

Alternativen zur Lebensversicherung umfassen für die Altersvorsorge ETFs, Rentenversicherungen, Rentenversicherungen und Immobilien, während für die Risikabsicherung eine Risikolebensversicherung, Risikolebensversicherung (RLV) oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) die bessere Wahl sein kann, um Angehörige zu schützen. Spezifische Optionen sind auch Sterbegeldversicherungen für Bestattungskosten oder die Kombination aus staatlicher Förderung und privater Vorsorge (Riester- oder Basisrente)), die oft flexibler und renditestärker sind.
 

In welchem Alter sollte man eine Lebensversicherung abschließen?

Bei kapitalbildenden Lebensversicherungen liegt das Mindestalter für den Abschluss der Versicherung in der Regel bei 15 Jahren, wobei einige Versicherer auch junge Menschen unterhalb dieser Altersgrenze versichern. Nach oben liegt die Altersgrenze meist beim 65.

Ist eine Lebensversicherung eine gute Geldanlage?

Lebensversicherung ist nicht sinnvoll für die Altersvorsorge

In aller Regel bringt nämlich es mehr, sparen und versichern zu trennen. Das bedeutet, den Sparprozess mit kostengünstigen Anlagen abzudecken und daneben eine reine Risikoversicherung abzuschließen.

Welche Risiken deckt die Lebensversicherung ab?

Was deckt die Risikolebensversicherung ab? Sie zahlt beim Tod des oder der Versicherten eine festgelegte Summe an die bezugsberechtigte Person aus. Diese Leistung kann genutzt werden, um laufende Kosten wie Miete, Kredite oder die Ausbildung der Kinder zu decken.

Warum lohnt sich eine Lebensversicherung nicht mehr?

Unterm Strich sind Lebensversicherungen keine attraktive Form der Altersvorsorge wegen zu niedriger Garantiezinsen und zu hoher Kosten. Insbesondere fondsgebundene Versicherungen und allgemein junge Verträge sollten Sie auf den Prüfstand stellen.

Wann macht eine Lebensversicherung Sinn?

Eine Lebensversicherung (meist Risikolebensversicherung) ist sinnvoll, wenn Sie Angehörige (Partner, Kinder) oder Geschäftspartner finanziell absichern müssen, insbesondere bei gemeinsamen Krediten (Hauskauf) oder wenn Sie der Hauptverdiener sind, um Einkommensverluste im Todesfall zu kompensieren und deren Lebensstandard zu sichern. Sie schützt vor finanziellen Notlagen durch Wegfall des Einkommens, sichert die Ausbildung der Kinder oder die Tilgung von Schulden und bietet eine günstige Absicherung, da nur das Risiko getragen wird, nicht Kapital aufgebaut wird. 

Wie viel zahlt man monatlich für eine Lebensversicherung?

Der monatliche Preis einer Lebensversicherung, meist eine Risikolebensversicherung, kann stark variieren, oft beginnend bei wenigen Euro (ab ca. 3 €) für junge Menschen mit kleiner Absicherung, bis hin zu mehreren hundert Euro bei hohen Summen, langer Laufzeit und schlechterem Gesundheitszustand, wobei Faktoren wie Alter, Beruf, Raucherstatus und die gewünschte Versicherungssumme den Preis maßgeblich bestimmen. Für eine Absicherung von 150.000 € sind beispielsweise Beträge um 10 € monatlich realistisch, während eine Kapitallebensversicherung tendenziell teurer ist. 

Wann greift eine Lebensversicherung nicht?

Die Risikolebensversicherung zahlt nicht, wenn der Todesfall nicht vollends aufklärt werden konnte. So muss nach einem Mord erst geklärt sein, wer der Mörder ist. Sollte die Aufklärung des Mordes jedoch eingestellt werden, kann der Versicherer die Auszahlung der Todesfallsumme verweigern.

Ist eine Risikolebensversicherung für Rentner noch sinnvoll?

Ja, Rentner können noch eine Risikolebensversicherung (RLV) abschließen, oft bis 70 oder 75 Jahre, aber die Beiträge sind höher. Sie ist sinnvoll bei Restschulden (z. B. Immobilienkredit) oder zur Absicherung finanziell abhängiger Partner (z. B. geringe eigene Rente, unverheiratet), um die Hinterbliebenen finanziell abzusichern, da keine Kapitalbildung stattfindet und keine Witwenrente gezahlt wird. Alternativen sind Sterbegeldversicherungen für kleinere Summen ohne Gesundheitsprüfung. 

Welche Versicherung ist auf Platz 1?

Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung mindestens eine Versicherung bei der Allianz abgeschlossen. Damit ist die Allianz die beliebteste Versicherung der Deutschen. Auf Platz 2 und 3 des Rankings positionierten sich die HUK-Coburg und der ADAC.

Welche Versicherung reguliert am schlechtesten?

Top Ten der unsinnigen Versicherungen

  1. Platz 1: Kapitalbildende Versicherungen.
  2. Platz 2: Sterbegeldversicherung. ...
  3. Platz 3: Ausbildungsversicherung. ...
  4. Platz 4: Restschuldversicherung. ...
  5. Platz 5: Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr. ...
  6. Platz 6: Elektronikversicherungen. ...
  7. Platz 7: Reisegepäckversicherung. ...

Welche Versicherung hat den besten Ruf?

Dabei wurden mit Hilfe künstlicher Intelligenz über 100.000 Online-Erwähnungen aus Online Medien und Social Media zwischen Januar 2024 und Juni 2024 analysiert. Den höchsten Reputations-Score erreichte die ARAG, gefolgt von der Allianz und der R+V.