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Sind Christen evangelisch oder katholisch?

Gefragt von: Dieter Lenz-Vollmer  |  Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2026
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Christen sind weder nur katholisch noch nur evangelisch, sondern gehören zu verschiedenen Konfessionen, wobei Katholiken und Protestanten (Evangelische) die größten Gruppen innerhalb des Christentums bilden, die beide an Jesus Christus glauben, aber unterschiedliche Kirchenstrukturen und Traditionen haben. Katholiken gehören zur römisch-katholischen Kirche mit dem Papst an der Spitze, während Evangelische zur protestantischen Tradition gehören, die durch die Reformation entstand. Es gibt auch viele andere christliche Kirchen, wie Orthodoxe Kirchen, Freikirchen und Anglikaner.

Was ist der Unterschied zwischen katholisch und evangelisch Christen?

Die katholische Kirche (katholisch = allumfassend) versteht sich als alleinige wahre Kirche – weltumspannend, unter der Führung des Papstes. Die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen hingegen (evangelisch = dem Evangelium entsprechend) betrachten sich trotz ihrer Verschiedenheit alle als gleichwertig.

Sind Christen auch Katholiken?

Nein, nicht alle Christen sind katholisch; das Christentum ist eine Weltreligion mit verschiedenen großen Kirchen, zu denen die römisch-katholische Kirche (die größte), die orthodoxen Kirchen und die protestantischen Kirchen (z.B. evangelisch) gehören; Katholiken sind also Christen, aber das Christentum umfasst auch viele andere Glaubensrichtungen (Konfessionen). 

Sind Evangelische auch Christen?

Ja, Evangelische sind Christen, genauer gesagt eine große Konfession innerhalb des Christentums, die aus der Reformation hervorgegangen ist und sich auf die "Frohe Botschaft" (Evangelium) von Jesus Christus beruft, wobei die Bibel als alleinige Grundlage des Glaubens dient. Sie werden oft auch als Protestanten bezeichnet und glauben an Gott, Jesus Christus und die Heilige Schrift, unterscheiden sich aber in Lehre und Praxis von Katholiken und Orthodoxen. 

Wie heißt die Religion von Christen?

Christen weltweit

Weltweit gibt es etwa 2,4 Milliarden Christen und Christinnen. Mehr als die Hälfte aller Christen sind katholisch, etwa 37 Prozent sind evangelisch. Übrigens: Die Anzahl der Anhänger/innen aller großen Religionen in Deutschland und weltweit findet ihr beim Stichwort "Religion".

Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche?

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Welche Religion hatte Jesus?

Jesus hatte die Religion des Judentums. Er war ein jüdischer Wanderprediger, der im jüdischen Glauben aufwuchs, die jüdischen Schriften kannte und die jüdischen Traditionen befolgte; das Christentum entstand erst aus seinen Lehren und der Verkündigung seiner Auferstehung durch seine Anhänger, als eine neue Religion, die sich aus dem Judentum entwickelte.
 

Was Glauben Christen?

Christen glauben an einen einzigen Gott, der sich als Vater (Schöpfer), Sohn (Jesus Christus, der Erlöser) und Heiliger Geist (Beistand) offenbart, an Jesus als den menschgewordenen Sohn Gottes, der durch seinen Tod und seine Auferstehung die Menschen von ihren Sünden erlöst hat, sowie an die Auferstehung und ein ewiges Leben nach dem Tod, wobei Nächstenliebe und die Lehren Jesu zentral sind.
 

Wie weiß man, ob man katholisch oder evangelisch ist?

Von außen kannst du nicht erkennen, ob eine Kirche katholisch oder evangelisch ist. Das findest du heraus, wenn du sie betrittst. Gibt es im Eingangsbereich ein mit Weihwasser gefülltes Becken, ist es eine katholische Kirche.

Warum werden Christen Katholiken genannt?

Der Begriff „Kirche“ bezeichnet eine hierarchisch geordnete Versammlung der Gläubigen, und „katholisch“ bedeutet universal – somit bezieht sich die katholische Kirche auf alle Menschen weltweit, die sich zum gleichen Glaubensbekenntnis, den gleichen Sakramenten und der gleichen Hierarchie bekennen, wie sie vom Lehramt definiert wird.

Was glauben freie Christen?

Die ersten Freikirchen bildeten sich während der Reformation im 16. Jahrhundert, als auch die evangelische Konfession entstand. Ein wesentlicher Bestandteil ihres Glaubens ist für die meisten Mitglieder der Freikirchen, dass man sich bewusst dazu entschieden hat, an Gott und an Jesus Christus zu glauben.

Kann man als Katholik in eine evangelische Kirche gehen?

Ja, als Katholik darf man selbstverständlich evangelische Gottesdienste besuchen, beten und an vielen Aktivitäten teilnehmen; nur das Abendmahl (Eucharistie) ist aus katholischer Sicht tabu, da es nur Katholiken vorbehalten ist, während evangelische Christen bei Bedarf an der katholischen Eucharistie teilnehmen dürfen, aber nicht umgekehrt. Für einen vollständigen Konfessionswechsel müssen Sie aus der katholischen Kirche austreten und dann in die evangelische eintreten, aber das ist ein separater Vorgang.
 

Wer ist Jesus bei den Katholiken?

Jesus Christus: Der Sohn Gottes. Er ist der Messias, der Gesalbte, der menschgewordene Sohn Gottes, der Auferstandene und die Mitte unseres Glaubens: Jesus Christus.

Wie nennt man evangelische Menschen?

Evangelische Menschen nennt man am häufigsten Protestanten, da sie gegen Missstände in der katholischen Kirche "protestierten" (für etwas Zeugnis ablegten). Man kann sie auch allgemein als Evangelische bezeichnen, aber Begriffe wie Lutheraner, Reformierte oder Freikirchler beziehen sich auf spezifischere Strömungen innerhalb des Protestantismus.
 

Ist Jesus Christus evangelisch oder katholisch?

Geht man vom ursprünglichen Sinn der Konfessionsbezeichnungen aus, kann man sagen: Jesus ist „katholisch“, aber auch „evangelisch“, denn er hat das Evangelium verkündet, und auch „orthodox“, denn von ihm kann man lernen, wie man Gott so „richtig“ vertraut und ihn „in rechter Weise“ verehrt (griechisch orthodoxia = ...

Können Christen und Katholiken zusammen sein?

Die katholische Kirche erkennt (1) Ehen zwischen zwei getauften Protestanten oder zwischen zwei getauften orthodoxen Christen sowie (2) Ehen zwischen getauften nichtkatholischen Christen und katholischen Christen als sakramental an, wobei im letzteren Fall die Zustimmung des Diözesanbischofs eingeholt werden muss.

Was machen Christen anders als Katholiken?

Glaube und Werke vs. Glaube allein: Katholiken und orthodoxe Christen glauben, dass die Erlösung sowohl Glauben als auch gute Werke beinhaltet , während viele Protestanten die Erlösung allein durch den Glauben (Sola Fide) betonen.

Sind Christen und Katholiken dasselbe?

Nein, Katholiken sind eine Gruppe innerhalb des Christentums, aber nicht alle Christen sind Katholiken; Christentum ist der Oberbegriff für alle, die an Jesus Christus glauben, während sich Katholiken spezifisch auf die Römisch-Katholische Kirche beziehen, die den Papst als Oberhaupt anerkennt und eine eigenständige Konfession innerhalb des Christentums darstellt, neben z. B. evangelischen oder orthodoxen Christen. Also: Alle Katholiken sind Christen, aber nicht alle Christen sind Katholiken. 

Warum werden Katholiken manchmal nicht als Christen angesehen?

Die von ihnen vorgeschlagenen Heilswege werden in der Heiligen Schrift ausdrücklich als Verleugnung des Evangeliums selbst bezeichnet . Wenn also jemand die offizielle Lehre der römisch-katholischen Kirche befolgt, ist er kein Christ. Genau das meinen Reformierte in der Regel, wenn sie sagen, Katholiken seien keine Christen.

Was Glauben Katholiken?

Katholiken glauben an den dreieinigen Gott (Vater, Sohn, Heiliger Geist), an Jesus Christus als Erlöser, die Heilige Schrift, die kirchliche Tradition und das Lehramt, die sieben Sakramente (bes. Eucharistie), die Würde jedes Menschen, die Fürsprache der Heiligen und Maria sowie die Hoffnung auf das ewige Leben. Zentrale Elemente sind Nächstenliebe, Gerechtigkeit und die Gemeinschaft der Kirche, die vom Papst geleitet wird.
 

Was ist strenger, evangelisch oder katholisch?

Es gibt keine allgemeingültige Antwort, da "Strenge" subjektiv ist, aber die katholische Kirche gilt traditionell als strukturierter und stärker an Traditionen gebunden (z.B. Zölibat, Sakramente, Hierarchie), während die evangelische Kirche mehr Wert auf die persönliche Glaubenserfahrung und das Prinzip "Sola Scriptura" (nur die Schrift) legt und somit individueller interpretiert werden kann. Beide Konfessionen haben strenge und liberale Strömungen, aber im Durchschnitt werden katholische Regeln (Fasten, Priesteramt) oft als strenger empfunden, während evangelische Gläubige manchmal als statistisch gesehen etwas religiöser gelten, aber dies gleicht sich an, so die-bibel.de und KMU 6. 

Was soll ich bei der Konfession hinschreiben?

Bei der Angabe der Konfession schreibt man die entsprechende Bezeichnung wie „evangelisch“, „römisch-katholisch“ (oder „rk.“), „islamisch“, oder bei keiner Zugehörigkeit „konfessionslos“ (oder „o.B.“/„ohne Bekenntnis“), je nach Kontext wie Steuererklärung, Bewerbung oder amtlichen Formularen. Im Zweifel kann man es weglassen, aber bei kirchlichen Trägern kann es relevant sein. 

Sind Evangelien oder Katholiken strenger?

Es gibt keine pauschale Antwort, da "strenger" subjektiv ist; die katholische Kirche hat eine stärkere Hierarchie, Tradition und viele Rituale (Heiligen-, Marienverehrung), während die evangelische Kirche sich stärker auf die Bibel und persönliche Glaubenserfahrung fokussiert, aber auch sehr unterschiedliche Strömungen innerhalb der eigenen Kirche kennt, die intensiv praktizieren können. Beide Konfessionen haben strengere und liberalere Auslegungen, wobei Katholiken oft eine komplexere Struktur und Dogmatik haben, während Evangelische die direkte Beziehung zu Gott betonen. 

Was glauben Christen eigentlich?

Der Glaube an Gott als Vater, Sohn und Heiligen Geist ist der Kern unseres Glaubens. Christen glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist . Jesus offenbart uns, dass Gott unser Vater ist und dass Gott uns durch den Heiligen Geist nahe ist.

Wen beten die Christen an?

Christen beten zu Gott, der sich als Dreieinigkeit offenbart: Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist; Gebete richten sich an den einen Gott, oft über Jesus Christus zum Vater, im Heiligen Geist. Sie beten zu Gott dem Schöpfer (Vater), zu Jesus Christus als Erlöser und Abbild Gottes, und empfangen Kraft durch den Heiligen Geist. Es gibt auch Anrufungen von Heiligen, aber die Anbetung gilt dem dreieinigen Gott. 

Welcher Glaube glaubt an Jesus?

Jesus hatte die Religion des Judentums. Er war ein jüdischer Wanderprediger, der im jüdischen Glauben aufwuchs, die jüdischen Schriften kannte und die jüdischen Traditionen befolgte; das Christentum entstand erst aus seinen Lehren und der Verkündigung seiner Auferstehung durch seine Anhänger, als eine neue Religion, die sich aus dem Judentum entwickelte.
 

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