Sind Auszahlungen aus einer Lebensversicherung steuerpflichtig?
Gefragt von: Leo Hiller | Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2026sternezahl: 4.5/5 (50 sternebewertungen)
Grundsätzlich gilt, dass Kapitalerträge aus ab Januar 2005 abgeschlossenen Lebensversicherungen, die in nach Ablauf der Versicherungslaufzeit ausgezahlten Versicherungssummen enthalten sind, immer versteuert werden müssen.
Wann sind Auszahlungen von Lebensversicherungen steuerpflichtig?
Bei Auszahlung von 12 Jahren nach Vertragsabschluss und vollendeten 62. Lebensjahr (60. Lebensjahr bei Vertragsabschuss vor 2012) ist nur der halbe Ertrag mit Ihrem persönlichen Steuersatz steuerpflichtig. Achtung: Hierfür müssen die Erträge in der Einkommensteuererklärung in der Anlage KAP angegeben werden.
Ist eine geerbte Lebensversicherung steuerpflichtig?
Muss man eine Lebensversicherung versteuern? Die Auszahlung einer Lebensversicherung im Erbfall unterliegt der Erbschaftsteuer.
Ist die Auszahlung der Lebensversicherung Einkommen?
Risikolebensversicherung: Muss ich die Auszahlung versteuern? Die gute Nachricht: Die ausgezahlte Versicherungssumme muss nicht als Einkommen versteuert werden. Die zweite gute Nachricht: Die Beiträge können während der Laufzeit als Ausgaben steuerlich geltend gemacht werden.
Ist eine Teilauszahlung bei einer Lebensversicherung sinnvoll?
Eine Teilauszahlung bei der Lebensversicherung ist möglich, oft als Teilkündigung, bei der Sie einen Teil des Rückkaufswerts plus Überschüsse erhalten, während der Vertrag mit reduzierten Leistungen weiterläuft. Dies ist nützlich bei finanziellen Engpässen, zur Schuldenreduktion oder für Investitionen, aber prüfen Sie unbedingt die steuerlichen Konsequenzen und ob ein Widerruf (bei älteren Verträgen) vorteilhafter wäre, da eine Teilauszahlung (Teilrückkauf) oft zu Verlusten führt und den Versicherungsschutz mindert.
Vorsicht bei Auszahlung der Lebensversicherung: Diesen Steuertipp solltet Ihr kennen!
30 verwandte Fragen gefunden
Wie hoch sind die Abzüge bei Auszahlung einer Lebensversicherung?
Bei der Auszahlung einer Lebensversicherung fallen hauptsächlich Kapitalertragsteuer (25 % plus Soli, ggf. Kirchensteuer) auf den Gewinn an, wenn der Vertrag nach 2004 abgeschlossen wurde, oder es greift das Halbeinkünfteverfahren (nur 50 % des Gewinns versteuern, aber persönlicher Steuersatz), sofern bestimmte Bedingungen (Mindestlaufzeit, Auszahlungsalter) erfüllt sind. Bei älteren Verträgen (vor 2005) kann die Auszahlung unter bestimmten Voraussetzungen sogar steuerfrei sein, während bei Risikolebensversicherungen eher die Erbschaftsteuer relevant wird.
Was ist besser, monatliche Rente oder Kapitalauszahlung?
Besser ist, was zu Ihrer Lebenssituation passt: Eine monatliche Rente bietet lebenslange finanzielle Sicherheit und Absicherung gegen Langlebigkeit, ideal bei geringer Absicherung durch gesetzliche Renten, während eine Kapitalauszahlung sofortige Flexibilität für große Anschaffungen (Immobilien, Kredite) oder Investitionen gibt, aber das Risiko birgt, dass das Geld verbraucht ist, bevor man stirbt, und je nach Vertrag steuerliche Vor- oder Nachteile haben kann.
Werden Lebensversicherungen dem Finanzamt gemeldet?
Grundsätzlich gilt, dass Kapitalerträge aus ab Januar 2005 abgeschlossenen Lebensversicherungen, die in nach Ablauf der Versicherungslaufzeit ausgezahlten Versicherungssummen enthalten sind, immer versteuert werden müssen.
Wann sind Kapitalauszahlungen steuerfrei?
Bis zu 564 Euro pro Monat steuerfrei
Steuerfrei investieren können sie derzeit maximal 564 Euro pro Monat. Bis zu einem Betrag von 282 Euro fällt zudem keine Sozialversicherung an. Die Höchstbeträge definiert das Einkommenssteuergesetz (EStG).
Ist der Begünstigte einer Lebensversicherung steuerpflichtig?
Als erstes die gute Nachricht: Als begünstigte Person müssen Sie bei der Auszahlung einer Risikolebensversicherung keine Einkommensteuer zahlen. Die Risikolebensversicherung ist einkommensteuerfrei – und zwar unabhängig davon, wie hoch die Versicherungssumme ist!
Was bekomme ich bei der Auszahlung meiner Lebensversicherung?
Bei einer Lebensversicherung bekommen Sie am Ende entweder den angesparten Kapitalwert (Rückkaufswert) bei vorzeitiger Kündigung oder die volle Versicherungssumme bei Vertragsende bzw. im Todesfall, wobei der Rückkaufswert oft niedriger ist als eingezahlte Beiträge, da Kosten abgezogen werden. Die Höhe hängt vom Vertrag ab: Bei vorzeitiger Kündigung gibt es den Rückkaufswert (siehe jährliche Standmitteilung), am Ende der Laufzeit die vertraglich vereinbarte Summe. Alternativen sind der Verkauf auf dem Zweitmarkt oder der „Widerrufsjoker“ bei alten Verträgen für eine höhere Auszahlung.
Wo wird eine Lebensversicherung in der Steuererklärung eingetragen?
Januar 2005 abgeschlossen wurden, und Risikolebensversicherungen können als Vorsorgeaufwendung in der Steuererklärung angegeben werden. Hierzu benötigen Sie die Anlage „Vorsorgeaufwand“. Im Abschnitt „Weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen“, Zeile 46 beziehungsweise 47 oder 48 können Sie die Beiträge eintragen.
Ist eine Lebensversicherung ein Vermögen?
Reine Risikolebensversicherungen oder Rentenversicherungen ohne Kapitalbildung stellen kein einzusetzendes Vermögen dar. Ferner darf es sich nicht um eine staatlich geförderte Altersvorsorge gem. § 5 Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG) zertifizierte Versicherung (sog. Riester-Rente) i.S.d. § 90 Abs.
Wird die Auszahlung einer Lebensversicherung auf die Rente angerechnet?
Eine Lebensversicherung wird grundsätzlich nicht auf die gesetzliche Alters- oder Erwerbsminderungsrente angerechnet, da sie als Vermögenswert zählt, nicht als Hinzuverdienst. Bei Witwen- oder Witwerrenten kann es jedoch eine Anrechnung geben, wenn das neue Hinterbliebenenrecht gilt, wobei nur die Erträge (nicht die volle Auszahlung) über einen bestimmten Zeitraum als Einkommen gewertet werden. Für die Besteuerung gilt: Verträge vor 2005 sind oft steuerfrei, neuere Verträge müssen besteuert werden.
Wie hoch ist die Steuer bei einer Kapitalauszahlung?
Bei einer Kapitalauszahlung fallen in Deutschland in der Regel 25 % Abgeltungssteuer auf Gewinne an, zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer) und ggf. Kirchensteuer, plus eventuelle Sozialabgaben (Kranken-/Pflegeversicherung), abhängig von Art und Alter der Anlage (z.B. bAV). Wichtig ist der Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Ehepaaren) pro Jahr, der steuerfrei bleibt. Bei größeren Einmalzahlungen (z.B. bAV) kann die Steuerlast durch den persönlichen Steuersatz höher ausfallen oder die Fünftelregelung greifen.
Sind Auszahlungen aus Lebensversicherungen sozialversicherungspflichtig?
Kapitalerträge aus Lebensversicherungen sind sozialversicherungspflichtig.
Wie hoch ist die Steuer bei Auszahlung einer Lebensversicherung?
Was haben Sie bei der Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung zu beachten? Das Versicherungsunternehmen behält bei Auszahlung der Versicherungsleistung die Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 Prozent vom vollen Unterschiedsbetrag ein, auch wenn lediglich eine Steuerpflicht für den hälftigen Unterschiedsbetrag besteht.
Wie hoch sind die Steuern bei Kapitalauszahlung?
Bis Steuerperiode 2024: Die privilegierte Steuer beträgt ein Drittel der Steuer, die für ein Einkommen in Höhe der Kapitalzahlung zu entrichten wäre, mindestens aber 0.5 Prozent je Steuereinheit. Bei der direkten Bundessteuer beträgt der Tarif 1/5 des Einkommenssteuertarif.
Wie hoch ist der Freibetrag bei Kapitalauszahlung?
Seit dem 1. Januar 2020 gibt es einen monatlichen Freibetrag von 197,75 Euro (2026). Dieser Freibetrag gilt jedoch nur für Krankenkassenbeiträge und ausschließlich für gesetzlich Pflichtversicherte (nicht für freiwillig gesetzlich Versicherte).
Wann sind Versicherungsleistungen steuerpflichtig?
Auch Zahlungen der Versicherung, die steuerpflichtige Einnahmen oder Werbungskosten ersetzen, müssen dem Finanzamt mitgeteilt werden. Lediglich Versicherungsleistungen, die einen Schaden im Privatleben ersetzen, sind steuerfrei.
Sind Lebensversicherungen vor 2000 steuerfrei?
Lebensversicherungen, die vor dem 1.1.2005 abgeschlossen wurden, sind bei Auszahlung in voller Höhe steuerfrei, wenn u. a. die Ablaufleistung komplett und in einem Betrag ausgezahlt wird. Wird dagegen die Rentenform gewählt, muss der Ertragsanteil versteuert werden. Nach § 20 Abs.
Ist es besser, die volle Rente oder eine Einmalzahlung zu beziehen?
Diese Option bedeutet in der Regel, dass ein Großteil Ihrer Rente an die Einkommensteuer abgeführt wird, was sich auf Ihre verfügbare Rente auswirken kann. Wenn Sie Ihre Einmalzahlung sparen oder anlegen, müssen Sie möglicherweise höhere Steuern auf die Zinsen oder das Kapitalwachstum zahlen, als wenn Sie das Geld in der Rentenversicherung belassen – das Kapitalwachstum innerhalb der Rentenversicherung ist steuerfrei.
Wie viel Geld sollte man auf dem Konto haben, wenn man in Rente geht?
Um die Rentenlücke zu schließen, brauchen Sie je nach Lebensstil und Renteneintrittsalter ein beträchtliches Kapital, oft das Sieben- bis Zwanzigfache Ihres Jahreseinkommens – Experten empfehlen, 10-15 % des Nettoeinkommens pro Monat zurückzulegen, um mit 67 Jahren (bei 3 % Rendite) auf Beträge wie 200.000 € bis über 300.000 € zu kommen, um eine Zusatzrente von z.B. 1.000 € monatlich zu generieren. Die exakte Summe hängt stark von Ihrer Sparrate, dem Rentenbeginn und der erzielten Rendite ab, wobei Sie mit steigender Inflation höhere Summen benötigen.
Wie hoch ist der Krankenkassenbeitrag bei Auszahlung einer Kapitallebensversicherung?
Bei einem Auszahlungsbetrag von z.B. 120.000,– Euro beträgt der zusätzliche Krankenkassenbeitrag zur Zeit bei einem geschätzten Beitragssatz von 15,7 % monatlich 157,– Euro.
Was versteht man unter einer Rücklage gemäß 12 ESTG?
Welches Öl rs4 b5?