Zum Inhalt springen

Sind 12 Stunden geringfügig?

Gefragt von: Susanne Bernhardt  |  Letzte Aktualisierung: 30. Juli 2026
sternezahl: 4.5/5 (41 sternebewertungen)

Ja, 12 Stunden pro Woche können geringfügig sein, wenn sie unter der monatlichen Verdienstgrenze für einen Minijob (aktuell 603 € bei 13,90 € Mindestlohn) liegen, aber es ist nicht die wöchentliche Stundenzahl, sondern der monatliche Verdienst, der zählt; 10 Stunden pro Woche bei Mindestlohn sind die Grundlage für die Grenze, aber mehr Stunden sind möglich, solange das monatliche Einkommen 603 € nicht überschreitet.

Sind 12 Stunden in der Woche Minijob?

Minijob Stunden: Das Wichtigste in Kürze

Wer einen 538-Euro-Job hat und den Mindestlohn erhält – seit Januar 2024 sind das 12,41 Euro pro Stunde – kann maximal 43,35 Stunden pro Monat arbeiten. Das sind rund 10 Stunden pro Woche. Du kannst aber auch in der einen Woche mehr und in der anderen weniger arbeiten.

Sind 12 Stunden Teilzeit oder geringfügig?

Alles unter 38 Stunden gilt also als Teilzeit-Beschäftigung. Darauf solltest du bei der Jobsuche achten: Eine Teilzeit-Stelle kann beispielsweise für 12, 20 oder 32 Wochenstunden ausgeschrieben werden. Auch geringfügige Jobs zählen zur Teilzeit.

Wie lange darf ein geringfügig Beschäftigter arbeiten?

Bei der Entgeltgeringfügigkeit darf der Verdienst eine bestimmte Grenze nicht überschreiten, aktuell 556 Euro. Bei der Zeitgeringfügigkeit darf der Job im Kalenderjahr nicht länger als 70 Tage oder drei Monate dauern. Minijobs gibt es sowohl im gewerblichen Bereich als auch in Privathaushalten.

Wie viele Stunden pro Woche bei 520 Euro Job?

Bei einem 520-Euro-Job gibt es keine feste Stundenzahl pro Woche, sie hängt vom Stundenlohn ab; bei Mindestlohn (z.B. 12 €) sind es rund 10 Stunden pro Woche (ca. 43 Std./Monat), aber Sie können auch mal mehr und mal weniger arbeiten, solange Sie die monatliche Grenze von 520 € nicht dauerhaft überschreiten und das Arbeitszeitgesetz (max. 8 Std./Tag) beachten. Die genaue Stundenzahl ergibt sich aus der Division der Verdienstgrenze durch Ihren Stundenlohn, wobei die Minijob-Zentrale die zentrale Anlaufstelle für solche Regelungen ist. 

Nebenjob Weihnachtsmarkt - 12h Schicht in der Glühweinbude | Die andere Frage

29 verwandte Fragen gefunden

Ist es erlaubt, 12 Stunden am Tag zu arbeiten?

Nein, 12 Stunden pro Tag arbeiten ist in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt, da die gesetzliche Höchstarbeitszeit 8 Stunden beträgt und nur unter strengen Ausnahmen auf 10 Stunden verlängert werden darf, wobei die Mehrarbeit innerhalb von 6 Monaten ausgeglichen werden muss. Nur in bestimmten Branchen oder bei seltenen Krisenfällen kann durch Tarifverträge oder spezielle Regelungen von diesen Grenzen abgewichen werden, aber auch dann müssen umfassende Ausgleichs- und Ruhezeiten gewährleistet sein, um die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. 

Wie viele Stunden bei Minijob 165 €?

Bei einem 165-Euro-Job (Freibetrag bei Arbeitslosigkeit) hängt die Stundenzahl vom Stundenlohn ab, aber Sie müssen unter 15 Stunden pro Woche arbeiten, um Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld (ALG 1) nicht zu verlieren, da Sie den Job bei der Agentur für Arbeit melden müssen und nur bis zu 165 € anrechnungsfrei verdienen dürfen. Bei Mindestlohn (z.B. 13,90 € ab 2026) sind das etwa 12 Stunden pro Monat, aber es hängt stark von Ihrem genauen Lohn ab. 

Welche Nachteile hat ein Minijob?

Nachteile eines Minijobs sind die fehlende Absicherung in der Arbeitslosen- und Krankenversicherung (es sei denn, man ist familienversichert oder hat einen Hauptjob), geringe Rentenansprüche (trotz Pflichtbeitrag, bei Befreiung noch weniger), begrenzte Aufstiegschancen, die Gefahr der Altersarmut und eine mögliche berufliche Sackgasse, besonders für Frauen, sowie der Aufwand für genaue Stundenaufzeichnungen. Minijobs können eine „Niedriglohnfalle“ darstellen, auch wenn sie einen legalen Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. 

Wie viele freie Tage hat ein geringfügig Beschäftigte?

Arbeitsrechtlich gibt es - außer bei Kündigungsfristen für Angestellte - keine Unterschiede zu den übrigen Beschäftigen im Betrieb. Demnach haben auch geringfügig Beschäftigte Anspruch auf fünf Wochen Urlaub pro Arbeitsjahr bzw. nach 25 Dienstjahren auf sechs Wochen.

Was ist eine kurzfristige geringfügige Beschäftigung?

Eine kurzfristige geringfügige Beschäftigung (kurzfristiger Minijob) ist eine zeitlich begrenzte Tätigkeit von maximal drei Monaten oder 70 Arbeitstagen pro Kalenderjahr; entscheidend ist hier die Zeit, nicht der Verdienst, da es keine Verdienstgrenze gibt, solange sie nicht als Hauptverdienst dient, und Arbeitnehmer sind von Sozialversicherungsbeiträgen befreit, müssen aber krankenversichert sein. 

Ist 12 Stunden pro Woche Teilzeit?

Ja, 12 Stunden pro Woche sind definitiv Teilzeit, da Teilzeit per Definition bedeutet, weniger Stunden zu arbeiten als eine vergleichbare Vollzeitstelle (meist 40 Stunden), es gibt keine gesetzliche Mindeststundenanzahl; 12 Stunden sind deutlich unter dem Vollzeit-Pensum und fallen auch unter die Regelungen für Minijobs, wenn das Gehalt entsprechend niedrig ist.
 

Wie viel Pause bei 12h Arbeit?

Bei 12 Stunden Arbeit müssen gesetzlich mindestens 45 Minuten Pause eingeplant werden, da das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) ab mehr als 9 Stunden Arbeitszeit eine Pause von mindestens 45 Minuten vorschreibt (§ 4 ArbZG). Diese Pausen müssen sinnvoll verteilt sein, in Blöcken von mindestens 15 Minuten genommen werden und zählen nicht zur Arbeitszeit.
 

Was ist der Unterschied zwischen Teilzeit und geringfügig beschäftigt?

Mit einer regulären Teilzeitstelle bist du noch immer an ein bestimmtes Unternehmen gebunden und musst täglich dort hingehen. Minijobs erlauben dir viel Flexibilität und du kannst mehrere Stellen parallel annehmen. Dies ist vor allem interessant bei eher exotischen Arbeitsaufgaben.

Was ist der niedrigste Minijob?

Dieser beträgt entsprechend dem Mindestlohn seit dem 1. Januar 2026 mindestens 13,90 Euro. Zahlt ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin genau diesen vorgeschriebenen Stundenlohn, kann ein Minijobber 43,38 Stunden pro Monat arbeiten, ohne die Verdienstgrenze von 603 Euro zu überschreiten.

Was bedeutet es, geringfügig zu arbeiten?

Was bedeutet geringfügige Beschäftigung? Geringfügig beschäftigt ist, wer bei regelmäßiger Beschäftigung (Arbeitsverhältnis für einen Monat oder für unbestimmte Zeit) nicht mehr als 551,10 Euro (unveränderter Wert für 2026) im Kalendermonat verdient.

Was ist besser, Minijob oder Midijob?

Weder Minijob noch Midijob sind pauschal besser; die Wahl hängt von Ihren Zielen ab: Ein Minijob (bis ca. 538 €/Monat) ist ideal für flexible Nebentätigkeiten ohne Sozialabgaben, während ein Midijob (ca. 538 € bis 2.000 €/Monat) sich lohnt, wenn Sie mehr verdienen wollen, da Sie durch reduzierte Sozialabgaben bei vollem Rentenanspruch deutlich mehr Netto haben, aber Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. 

Wie viele Stunden am Tag arbeiten als geringfügig?

Dennoch müssen sich auch geringfügig Beschäftigte an die Vorgaben zu maximalen Arbeitszeiten aus dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) halten. Dazu gehören etwa: maximale Stunden im Minijob pro Tag: acht Stunden. Pausenzeiten: spätestens nach sechs Stunden Arbeit ist eine 30-minütige Pause einzulegen.

Werden beim Minijob die Urlaubstage bezahlt?

Ja, auch Minijobber haben Anspruch auf bezahlten Urlaub, der gesetzlich vorgeschrieben ist und nicht nachgearbeitet werden muss; die Bezahlung entspricht dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen und wird vor dem Urlaub ausgezahlt, wobei die Anzahl der Urlaubstage von den individuellen Arbeitstagen pro Woche abhängt (z.B. 8 Tage bei 2 Arbeitstagen/Woche). Der Anspruch wird nach der Formel (Arbeitstage pro Woche × 24) / 6 berechnet, da 24 Tage der gesetzliche Mindesturlaub bei 6 Arbeitstagen pro Woche sind.
 

Was ändert sich 2025 für Minijobs?

Im Jahr 2023 betrug der Mindestlohn 12 Euro, 2024 stieg er auf 12,41 Euro und 2025 liegt er bei 12,82 Euro. Entsprechend hat sich die Grenze für den Minijob von 520 Euro über 538 Euro und im Jahr 2025 auf 556 Euro erhöht. So etwas wie einen Maximallohn gibt es bei Minijobs im Umkehrschluss nicht.

Wie wirkt sich eine geringfügige Beschäftigung auf die Rente aus?

Ein Minijob wirkt sich positiv auf die Rente aus, da er Rentenansprüche schafft, die Beschäftigungszeit für die Wartezeit angerechnet wird und bei voller Rentenversicherungspflicht sogar Anspruch auf Erwerbsminderungsrente besteht, was die spätere Rente geringfügig, aber über die Jahre summiert, erhöht und die Zeit bis zum Renteneintritt verkürzt. Wer sich befreien lässt, verzichtet auf viele dieser Vorteile, insbesondere auf die volle Anrechnung der Zeit und den vollen Schutz, da nur der Arbeitgeberanteil zählt. 

Wie wird Krankheit bei einem Minijob bezahlt?

Bei Krankheit im Minijob haben Sie wie jeder andere Arbeitnehmer Anspruch auf bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber, der Ihren normalen Verdienst zahlt, den Sie ohne die Krankheit verdient hätten (berechnet nach den letzten 4 Wochen). Der Arbeitgeber kann sich die Kosten über das Umlageverfahren U1 bei der Knappschaft erstatten lassen (ca. 80% der Kosten). Wichtig: Sie erhalten kein Krankengeld von der Krankenkasse, da Sie im Minijob nicht pflichtversichert sind, es sei denn, Sie haben einen versicherungspflichtigen Hauptjob, bei dem Sie Krankengeld beziehen.
 

Wie viele Stunden für 520 €?

Für 520 Euro verdienen Sie je nach Stundenlohn unterschiedlich viele Stunden; bei Mindestlohn von 12 € sind es ca. 43 Stunden, bei höherem Lohn weniger (z.B. bei 16 €/Std. nur 33 Stunden), da die Formel "520 € / Stundenlohn" die Stunden ergibt. Beachten Sie jedoch, dass seit 2024 die Minijob-Grenze bei 538 € liegt, was die maximale Stundenzahl beeinflusst, aber der Grundgedanke der Berechnung bleibt gleich: Je höher der Lohn, desto weniger Stunden sind für 520 € möglich. 

Was ist ein guter Stundenlohn für einen Minijob?

Ein guter Stundenlohn für einen Minijob liegt über dem gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde (Stand 2026), wobei in Branchen wie Nachhilfe, Promotion oder Social Media oft 15 € bis über 20 € gezahlt werden, während gut bezahlte Tätigkeiten auch 25 € oder mehr erreichen können, insbesondere mit Zuschlägen oder in speziellen Bereichen. 

Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 1000 € netto?

Bei 1.000 € netto bekommst du ungefähr 600 € Arbeitslosengeld (ALG I), da es sich um ca. 60 % deines Nettogehalts handelt; hast du Kinder, sind es 67 %. Die genaue Berechnung erfolgt aber anhand deines Bruttogehalts der letzten 12 Monate und berücksichtigt Steuerklasse sowie Kinder, da die Bundesagentur für Arbeit Sozialversicherungsbeiträge übernimmt und Steuern abzieht, um ein tägliches Leistungsentgelt zu ermitteln. 

Kann ich mich arbeitslos melden, wenn ich geringfügig beschäftigt bin?

Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, die neben einer vollversicherten (regulären) Beschäftigung bestehen, unterliegen ebenfalls der Arbeitslosenversicherung. Um als arbeitslos zu gelten und Arbeitslosengeld beziehen zu können, müssen alle arbeitslosenversicherungspflichtigen Dienstverhältnisse beendet sein.

Vorheriger Artikel
Wie viel Watt braucht ein 16 GB RAM?
Nächster Artikel
Wo ist der Park von Jessie?