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Können Pellets knapp werden?

Gefragt von: Rosina Rudolph B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026
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Ja, Pellets können knapp werden, aber die Versorgungslage ist komplex: Es gibt kurzfristige Engpässe und Preisvolatilität durch hohe Nachfrage und begrenzte Holzressourcen (Schad- und Restholz), aber langfristig sind die Produktionskapazitäten hoch, und die Nachfrage nach neuen Anlagen bleibt hinter Rekordjahren zurück, was die Versorgungssicherheit erhöht, aber eine starke Abhängigkeit vom Holzmarkt bedeutet. Eine Verknappung ist durch Holzpreise und Schadholzmangel möglich, aber die Produktion hält mit der Nachfrage Schritt.

Haben Pellets noch Zukunft?

Ja, grundsätzlich sind Pelletheizungen auch nach 2024 noch erlaubt, vor allem in Bestandsgebäuden und Gebäuden mit hohem Energiebedarf, aber auch in Neubauten in Kombination mit einer zweiten Wärmequelle (Hybridlösung).

Werden Pellets knapp?

Insgesamt ergibt sich für Deutschland im Jahresdurchschnitt 2025 ein Pelletpreis von rund 320 Euro je Tonne lose Holzpellets (Gesamtabnahme sechs Tonnen zzgl. Einblaspauschale). Gegenüber 2024 bedeutet dies einen Anstieg von rund 22 Prozent.

Wie lange dürfen Pelletöfen noch betrieben werden?

Pelletofen-Betriebsdauer hängt vom Alter ab: Neue Modelle sind erlaubt, ältere müssen Grenzwerte (BImSchV) einhalten oder nachgerüstet werden, wobei eine Übergangsfrist für Öfen von 1995-2010 am 31.12.2024 endete und Nachrüstung/Stilllegung bis dahin nötig war; grundsätzlich gibt es kein pauschales Verbot, aber strenge Regeln und der Bestandsschutz gelten für Pelletheizungen langfristig, während die Luftreinhaltung für Öfen im Fokus steht. 

Wie ist die Prognose für Pellets?

Die Preise für Holzpellets waren lange Zeit vergleichsweise stabil und lagen in den Jahren vor 2022 meist zwischen 220 und 250 Euro pro Tonne. Im Jahr 2022 stieg der Preis für Holzpellets sprunghaft an und erreichte im September mit 763,76 Euro je Tonne den Höchststand der letzten Jahre.

Pellets: Die 5 häufigsten Fragen!

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Wie entwickeln sich die Pelletspreise 2025?

Die Pelletspreise 2025 zeigten eine dynamische Entwicklung mit saisonalen Schwankungen, die von rund 280 €/t im Sommer 2024 auf bis zu 380 €/t Anfang 2025 anstiegen, was zu einem Jahresdurchschnitt von etwa 320 €/t führte, mit Prognosen für das Ende 2025 bis zu 400 €/t aufgrund steigender Transportkosten und höherer Nachfrage, wobei der Markt insgesamt teurer blieb als 2024 und ein "scharfes V" anstatt eines sanften "U" in der Preisentwicklung zu beobachten war.
 

Wie hoch ist die Nachfrage auf dem Markt für Biomassepellets?

Markteinblicke zu Biomassepellets

Der Markt für Biomassepellets hatte im Jahr 2024 einen Wert von 9,58 Milliarden US-Dollar und wird voraussichtlich von 10,17 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 16,32 Milliarden US-Dollar im Jahr 2033 anwachsen , was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6,1 % im Prognosezeitraum (2026–2033) entspricht.

Ist die Anschaffung einer Pelletheizung noch sinnvoll?

Eine Pelletheizung ist sinnvoll, wenn Sie einen höheren Wärmebedarf haben (z. B. in großen Bestandsgebäuden), Platz für Lagerung besitzen und Wert auf erneuerbare Energien legen, da sie durch günstigere Betriebskosten, CO₂-Neutralität und staatliche Förderungen wirtschaftlich attraktiv ist, trotz höherer Anschaffungskosten und Wartungsaufwand. Sie ist eine gute Alternative zu Öl und Gas, erfordert aber eine genaue Prüfung von Platz, Bedarf und Kosten. 

Wie hoch ist die Lebenserwartung eines Pelletofens?

Die Lebensdauer Ihres Pelletofens hängt von der Häufigkeit der Nutzung, der Reinigung und der Wartung ab. Pelletöfen halten in der Regel zehn Jahre, bei guter Pflege und Wartung kann diese Zahl jedoch auf 15 oder sogar 20 Jahre steigen . Achten Sie darauf, dass Ihr Ofen während der gesamten Heizsaison regelmäßig gewartet wird.

Ist eine Pelletheizung nach 2045 noch erlaubt?

Bestehende Öl- und Gasheizungen dürfen weiterlaufen und repariert werden. Wird eine neue Öl- und Gasheizungen eingebaut, muss diese seit 2024 mit erneuerbaren Energien kombiniert werden − oder man setzt gleich auf Wärmepumpe, Pelletheizung oder Fernwärme. Ab 2045 gilt ein Öl- und Gasheizungsverbot.

Wie teuer werden Pellets 2026?

Der Preise für lose Holzpellets liegt im Januar 2026 in Deutschland im Durchschnitt bei 350,35 € pro Tonne. Der Preis für eine Tonne Holzpellets Sackware liegt aktuell bei 374,62 €. Im Vergleich zum Vormonat sind die Preise um 3% gestiegen.

Was kostet 1 Tonne Pellets derzeit?

Eine Tonne (t) kostet nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) durchschnittlich 408,41 Euro. Das sind 13,6 Prozent mehr als im Mai und 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit verhält sich der Pelletpreis für die Jahreszeit untypisch. Eine Kilowattstunde Wärme aus Pellets ist für 8,17 ct zu haben.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Pellets zu kaufen?

Am besten kauft man Pellets im Frühjahr (April/Mai) oder frühen Sommer (Juni/Juli), da die Preise nach der Heizsaison traditionell am niedrigsten sind, aber man sollte die aktuelle Marktentwicklung beobachten, da die Preise seit der Energiekrise volatiler geworden sind und schnell steigen können, so das Deutsche Pelletinstitut. Der Winter (Januar/Februar) ist meist der teuerste Zeitpunkt.
 

Warum keine Pelletheizung?

Nachteile einer Pelletheizung sind die hohen Anschaffungskosten, der große Platzbedarf für das Lager, der regelmäßige Wartungs- und Reinigungsaufwand (Ascheentleerung), die Lärmemissionen (Sauggeräusch) und eine umstrittene Umweltbilanz wegen langer Transportwege und des Ressourcenverbrauchs, obwohl Holz ein nachwachsender Rohstoff ist. Auch Feinstaubemissionen sind trotz Filtern ein Thema. 

Welche Heizung ist am besten für alte Häuser?

Die beste Heizung für einen Altbau ist oft eine Hybridheizung (z.B. Brennwerttherme mit Solarthermie) oder eine Wärmepumpe (meist Luft-Wasser-Wärmepumpe), da sie Effizienz mit den Anforderungen älterer Gebäude verbinden. Wärmepumpen sind eine gute Wahl für die Zukunft, besonders mit Photovoltaik-Unterstützung, während Hybridheizungen die beste Übergangslösung sind, wenn die bestehende Gastherme noch funktioniert. Eine Pelletheizung ist eine Alternative, wenn genug Platz für ein Lager vorhanden ist. 

Was ist besser, Wärmepumpe oder Pelletheizung?

Wärmepumpen sind effizienter und erzeugen aus 1 kWh Strom bis zu 5 kWh Wärme. Pelletheizungen arbeiten CO₂-neutral, verursachen aber Feinstaub und benötigen mehr Platz. Wärmepumpen haben geringere Betriebskosten und niedrigere Wartungskosten.

Haben Pelletheizungen eine Zukunft?

Das Wichtigste in Kürze zur Zukunft der Pelletheizung

Pelletheizungen sind zukunftssicher und zukunftsfähig: Staatliche Förderungen und nachhaltige Forstwirtschaft sichern den langfristigen Bestand. CO₂-neutrale Heiztechnologie: Es wird nur so viel CO₂ freigesetzt, wie der Baum zuvor aufgenommen hat.

Wie lange darf ich meinen Pelletofen noch betreiben?

Das bedeutet ganz einfach, dass du den Ofen noch bis zum 31. Dezember 2024 betreiben darfst. Danach nicht mehr.

Wie viel Strom kostet ein Pelletofen pro Jahr?

Ein Pelletofen verbraucht pro Jahr durchschnittlich rund 100 bis 200 kWh Strom, abhängig von Nutzung und Modell, was bei typischem Betrieb (z.B. 6 Stunden täglich) zu Kosten von etwa 30 bis 60 Euro im Jahr führt, wobei vollautomatische Öfen etwas mehr Strom ziehen als halbautomatische. Der Verbrauch ist im Vergleich zum Brennstoff (Pellets) sehr gering, aber wichtig für die Gesamtbetriebskosten, die durch regelmäßige Wartung und bewusste Nutzung optimiert werden können.
 

Was sind die Nachteile von Pelletsheizungen?

Nachteile einer Pelletheizung sind die hohen Anschaffungskosten, der große Platzbedarf für das Lager, der regelmäßige Wartungs- und Reinigungsaufwand (Ascheentleerung), die Lärmemissionen (Sauggeräusch) und eine umstrittene Umweltbilanz wegen langer Transportwege und des Ressourcenverbrauchs, obwohl Holz ein nachwachsender Rohstoff ist. Auch Feinstaubemissionen sind trotz Filtern ein Thema. 

Wie viel Tonnen Pellets braucht ein Einfamilienhaus im Jahr?

Ein Einfamilienhaus verbraucht pro Jahr typischerweise 3 bis 6 Tonnen (3.000 bis 6.000 kg) Holzpellets, abhängig von Dämmung, Größe (ca. 150 m² = 4-5 t) und Heizverhalten, wobei gut gedämmte Neubauten weniger (z.B. 1,5-2 t) und unsanierte Altbauten mehr (z.B. 7-8 t) benötigen. Der Verbrauch hängt stark von der Heizlast (z.B. 9 kW = ca. 3,6 t) ab, wobei 1 kW Heizlast ungefähr 400 kg Pellets/Jahr bedeutet. 

Wann amortisiert sich eine Pelletheizung?

Wann sich die anfänglichen Investitionskosten amortisieren, ist aufgrund schwankender Energiepreise nur schwer zu sagen. In der Regel reichen sieben bis 15 Jahre aus. Die Kosten für Holzpellets lagen in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich ca. 30 Prozent unter denen für Öl.

Werden Holzpellets 2025 teurer?

Laut Erhebung des Deutschen Pelletinstitut (DEPI) liegt der deutschlandweit durchschnittliche aktuelle Pelletpreis (Bruttopreis für Endkunden) im Dezember 2025 pro Tonne (t) Pellets (bei Abnahme von 6 t) bei 397,46 € (Vormonat: 392,62 €). Das entspricht Kosten bei einem Kilo-Preis von 39,75 Cent.

Wo kommen die meisten Pellets her?

Knapp 90 Prozent der Holzpellets stammen aus Deutschland

In Deutschland stammen ca. 88 % der verbrauchten Holzpellets aus heimischer Produktion, lediglich ca. 12 % werden importiert, wobei ca. 10 % aus den Nachbarländern stammen.

Wie wird sich der Preis für Pellets entwickeln?

Laut DEPI (Deutsches Pelletinstitut) lag bundesweite Durchschnittspreis für eine Tonne Pellets im Jahr 2023 bei rund 390 €/t bei einer Abnahmemenge von 6 t (Qualitätsklasse ENplus A1 lose eingeblasen, Lieferung im Umkreis 50 km, inkl. aller Nebenkosten und MwSt.); im Jahr 2024 bei 289 €/t.