Können Durchblutungsstörungen Schmerzen verursachen?
Gefragt von: Herr Dr. Ramazan Meier B.Eng. | Letzte Aktualisierung: 19. August 2026sternezahl: 4.6/5 (23 sternebewertungen)
Ja, Durchblutungsstörungen verursachen sehr oft Schmerzen, da das Gewebe bei Sauerstoff- und Nährstoffmangel leidet, was sich in belastungsabhängigen Schmerzen (wie bei der "Schaufensterkrankheit"), aber auch in Ruhe-Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder einem brennenden Gefühl äußern kann und im schlimmsten Fall zu Wunden führt.
Was verschreibt der Arzt bei Durchblutungsstörungen?
Bei starken Schmerzen verschreibt der Arzt Opiate wie Morphium. Durchblutungsfördernde Wirkstoffe: Zur Anwendung kommen gefäßerweiternde Prostaglandine, Plasmaexpander oder Medikamente, welche die Flexibilität der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) steigern. Diese passen dann besser durch Engstellen im Gefäßsystem.
Welche Symptome zeigen sich bei Durchblutungsstörungen?
Symptome von Durchblutungsstörungen sind vielfältig und umfassen Schmerzen (oft belastungsabhängig, z.B. in den Beinen – „Schaufensterkrankheit“), Taubheitsgefühle, Kribbeln, kalte Extremitäten (Hände/Füße), blasse oder bläuliche Haut, schlechte Wundheilung und Muskelschwäche. Ein fehlender Puls und verlangsamtes Haarwachstum können ebenfalls hinweisen. Bei akuten Problemen können auch Schwindel, Brustschmerzen oder Sehstörungen auftreten.
Können Blutgefäße Schmerzen verursachen?
Ja, Blutgefäße können definitiv Schmerzen verursachen, meist durch Minderdurchblutung (Ischämie), Entzündungen (Vaskulitis), Gefäßverschlüsse oder Aneurysmen, was sich als dumpfer Schmerz, Krämpfe, Brennen oder starke Schmerzen äußern kann, oft begleitet von Taubheit, Blässe und Kälte in den betroffenen Gliedmaßen, und dies ist ein wichtigstes Warnsignal, das eine umgehende ärztliche Abklärung erfordert.
Wie macht sich eine Gefäßverengung bemerkbar?
Symptome einer Gefäßverengung hängen vom Ort ab, sind oft schleichend und umfassen Schmerzen, Kälte, Blässe, Taubheit in Armen oder Beinen bei Belastung (Schaufensterkrankheit), Schwindel, Sehstörungen oder Sprachprobleme bei Halsschlagaderverengung, sowie Herzklopfen oder Atemnot bei Herzkranzgefäßen; im schlimmsten Fall kann Gewebe absterben. Wichtig ist, dass die Symptome bei schleichender Verengung oft lange fehlen und erst bei vollständigem Verschluss dramatisch werden, etwa durch plötzliche, starke Schmerzen.
Beinschmerzen und pAVK: Wenn Spaziergänge schwerer fallen (periphere arterielle Verschlußkrankheit)
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Welche Arten von Schmerzen können bei Durchblutungsstörungen nachts auftreten?
Arten von Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
Besonders nachts können diese Schmerzen auftreten, wenn die Beine flach aufliegen. Brennende oder kribbelnde Schmerzen: Oft typisch für periphere Nervenschäden durch Minderdurchblutung, besonders bei Diabetikern.
Welche Symptome treten bei Gefäßerkrankungen auf?
Gefäßerkrankungen zeigen vielfältige Symptome wie Schmerzen, Kribbeln, Taubheit und Schwäche in Armen oder Beinen, Wadenkrämpfe beim Gehen (Claudicatio intermittens), kalte oder bläuliche Haut sowie schlecht heilende Wunden, die bis zu Gewebenekrosen führen können. Auch Brustschmerzen (Angina Pectoris), Schwindel, Sehstörungen, Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen, besonders bei Durchblutungsproblemen im Gehirn (Halsschlagader), sind Warnzeichen, die umgehend ärztliche Abklärung erfordern.
Hat man bei Durchblutungsstörungen starke Schmerzen?
Einleitung. Treten beim Gehen häufig krampfartige Schmerzen in den Füßen oder Beinen auf, kann das an einer Durchblutungsstörung liegen. Die Schmerzen zwingen dazu, immer wieder stehen zu bleiben – wie bei einem Einkaufsbummel. Deshalb spricht man umgangssprachlich auch von der „Schaufensterkrankheit“.
Wie macht sich eine Gefäßentzündung bemerkbar?
Eine Gefäßentzündung (Vaskulitis) zeigt sich durch unspezifische Allgemeinsymptome wie Fieber, Müdigkeit, Nachtschweiß und Gewichtsverlust sowie organspezifische Zeichen wie Hautausschläge (rote Flecken, Knötchen), Gelenk- und Muskelschmerzen, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden (Bauchschmerzen, Blut im Stuhl) oder neurologische Ausfälle (Taubheit, Lähmungen). Die Symptome variieren je nach betroffenem Blutgefäß und Organ.
Wie kann man testen, ob man eine Durchblutungsstörung hat?
Um Durchblutungsstörungen zu testen, gibt es einfache Selbsttests wie die Nagelbett-Methode (schnelle Farbrückkehr nach Druck) und ärztliche Verfahren wie die ABI-Messung (Knöchel-Arm-Index), die Blutdruck an Arm und Bein vergleicht, sowie Ultraschall (Doppler-Sonographie), um Engstellen zu finden. Bei Verdacht sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, da weitere Untersuchungen wie Provokationstests (Laufband) oder spezielle Bluttests nötig sein können.
Wie kann ich meine Durchblutung selbst testen?
Es gibt einen einfachen Selbsttest, mit dem sich die Durchblutung von Händen oder Füßen testen lässt: die sogenannte Nagelbettprobe. Dazu drücken Sie mit zwei Fingern einen Finger oder Zeh der Untersuchungsperson (oder bei sich selbst) im Bereich des Nagels fest zusammen.
Was hilft schnell gegen Durchblutungsstörungen?
Schnelle Hilfe bei Durchblutungsstörungen bieten Bewegung (Gehen, Radfahren), Wärmeanwendungen (Warm-Kalt-Wechselduschen), Massagen mit Bürsten oder Rosmarinöl und die Anregung durch scharfe Gewürze wie Chili, dazu ist eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse und Omega-3-Fettsäuren wichtig, wobei bei anhaltenden Symptomen unbedingt ein Arzt aufgesucht werden muss.
Kann man Durchblutungsstörungen am Blutbild erkennen?
Ja, Durchblutungsstörungen lassen sich über Bluttests indirekt feststellen, da bestimmte Blutwerte auf Risikofaktoren (wie hohe Blutfette, Blutzucker, Entzündungswerte, LDL-Cholesterin) oder Schäden (z.B. erhöhte Troponin-Werte bei Herzproblemen, BNP-Werte) hinweisen, die mit schlechter Durchblutung zusammenhängen; die Diagnose erfolgt aber meist durch Kombination mit bildgebenden Verfahren (Ultraschall, Doppler) und Funktionsprüfungen (Blutdruckmessung, Knöchel-Arm-Index).
Welche Tabletten fördern die Durchblutung?
Durchblutungsstörung Medikamente
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Kann ein Hausarzt Durchblutungsstörungen feststellen?
Durchblutungsstörungen können in der Regel durch den Hausarzt diagnostiziert werden. Meist gibt bereits die Beschreibung der Beschwerden darüber Aufschluss.
Was ist die Hauptursache für Durchblutungsstörungen?
Hauptursache von Durchblutungsstörungen ist die Arteriosklerose (Arterienverkalkung), bei der sich Fettablagerungen (Plaques) in den Arterien bilden und diese verengen. Risikofaktoren sind Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, hohe Cholesterinwerte, Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung. Auch Blutgerinnsel (Thrombose), Gefäßentzündungen (Vaskulitis) oder Stress/Kälte (Raynaud-Syndrom) können Durchblutungsprobleme auslösen.
Können Gefäße Schmerzen?
Ja, Gefäße können Schmerzen verursachen, meist durch unzureichende Durchblutung (Sauerstoffmangel), Entzündungen (Vaskulitis) oder Verengungen/Verschlüsse, was sich in ziehenden Schmerzen bei Belastung, Schweregefühl, Kribbeln oder auch starken Kopf- und Gliederschmerzen äußern kann, je nach betroffener Arterie oder Vene. Schmerzen können ein Warnsignal für ernsthafte Probleme wie Arterienverkalkung (pAVK) oder Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis) sein, weshalb eine ärztliche Abklärung wichtig ist.
Welche Schmerzen hat man bei Vaskulitis?
Muskel- und Gelenkschmerzen
Schmerzen in den Muskeln und Gelenken kommen bei vielen Formen der Vaskulitis vor. Diese Beschwerden können unterschiedlich ausgeprägt sein und betreffen oft größere Gelenke wie Schultern oder Hüften, gelegentlich aber auch kleinere Gelenke.
Was ist Gefäßrheuma?
Gefäßrheuma, auch bekannt als Vaskulitis, ist eine seltene rheumatische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die körpereigenen Blutgefäße angreift und entzündet, was zu Durchblutungsstörungen und Organschäden führen kann. Symptome variieren je nach betroffener Gefäßgröße und Organ (z. B. Fieber, Abgeschlagenheit, Hautausschläge, Kopfschmerzen, Sehstörungen). Die Diagnose ist oft komplex und erfordert spezialisierte Tests wie Blutuntersuchungen (ANCA-Antikörper) und bildgebende Verfahren (CT, Ultraschall), während die Behandlung mit Immunsuppressiva (z. B. Kortison, Biologika) zielt, die Entzündung zu kontrollieren.
Welches Schmerzmittel bei Durchblutungsstörungen?
Schmerzmittel wie zum Beispiel Ibuprofen oder, bei stärkeren Schmerzen, Opiate lindern die Beschwerden der Durchblutungsstörung.
Welche Symptome treten bei einer Gefäßverengung im Bein auf?
Symptome einer Gefäßverengung im Bein (PAVK) sind typischerweise Schmerzen, Krämpfe oder Ermüdung in Wade, Oberschenkel oder Gesäß beim Gehen, die in Ruhe nachlassen (Claudicatio intermittens), auch bekannt als Schaufensterkrankheit, weil Betroffene stehen bleiben müssen. Weitere Anzeichen sind kalte, blasse Beine, schwache Pulse, Taubheitsgefühle, schlecht heilende Wunden, Rötungen oder Schwellungen, bis hin zu Ruheschmerzen und Gewebeabsterben (Gangrän) in schweren Fällen.
Was sind die Ursachen für Schmerzen im ganzen Bein?
Schmerzen im ganzen Bein können viele Ursachen haben, von harmlosen Muskelkater über Durchblutungsstörungen (wie die "Schaufensterkrankheit"), Venenprobleme (Krampfadern, Thrombose), Nervenreizungen (Ischias, Diabetes-Neuropathie) bis zu Gelenkerkrankungen, Fehlstellungen oder Überlastung, wobei eine ärztliche Abklärung, besonders bei starken, plötzlichen oder anhaltenden Beschwerden mit Schwellung, Taubheit oder Kribbeln, wichtig ist, um ernsthafte Ursachen wie Thrombose oder Herzschwäche auszuschließen.
Wie merkt man verstopfte Blutgefäße?
Symptome einer Blutgefäßverstopfung reichen von Schmerzen, Kälte, Taubheit und Blässe in Armen/Beinen (bei Extremitäten) bis zu Brustschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen (bei Herz/Gehirn), oft schleichend oder plötzlich bei akuten Verschlüssen wie Thrombosen oder Embolien, wobei ein plötzlicher, starker Schmerz mit Taubheit/Blässe ein absoluter Notfall (112) ist, der sofortige ärztliche Hilfe erfordert.
Wie fängt eine Vaskulitis an?
Das Anfangsstadium einer Vaskulitis ist oft durch unspezifische Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber (oft nachts), Nachtschweiß, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust gekennzeichnet, die auch auf andere Erkrankungen hindeuten können. Spezifischere Symptome wie Hautausschläge (z. B. Purpura), Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen oder Probleme in den Atemwegen können je nach betroffenen Gefäßen und Organen hinzukommen, wobei die Diagnose oft erst durch weitere Untersuchungen gestellt wird, da die Beschwerden vielfältig sind.
Was sind die ersten Anzeichen einer Venenerkrankung?
Anzeichen von Venenerkrankungen sind zum Beispiel Veränderungen an den Beinen, die zunächst nur kosmetisch auffallen, beispielsweise Besenreiser. Weitere mögliche Veränderungen: geschwollene und / oder schmerzende Beine, Spannungsgefühl oder beispielsweise rötliche oder bläuliche Hautverfärbung.
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