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Können Antihistaminika der Gesundheit schaden?

Gefragt von: Frau Dr. Isabella Frank MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2026
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Ja, Antihistaminika können die Gesundheit schädigen, insbesondere bei Vorerkrankungen, Überdosierung oder der Einnahme älterer Präparate, da sie Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel, Herzrhythmusstörungen und Probleme beim Wasserlassen verursachen können, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Glaukom und Prostata-Probleme erhöhen können, weshalb eine ärztliche Rücksprache wichtig ist.

Welche Langzeitfolgen können Antihistaminika haben?

Langzeitfolgen von Antihistaminika können je nach Wirkstoffgeneration variieren, umfassen aber Risiken wie Herzrhythmusstörungen (selten), Abhängigkeitssyndrome (insbesondere ältere Mittel), Entzugserscheinungen (wie Juckreiz bei Cetirizin), Gedächtnisprobleme, Schläfrigkeit und Beeinträchtigung der Konzentration, weshalb eine ärztliche Absprache bei Langzeiteinnahme wichtig ist, besonders bei Herzvorerkrankungen oder Nieren-/Leberproblemen. Neuere Generationen sind oft besser verträglich, aber nicht völlig frei von Risiken wie Benommenheit.
 

Warum ist die Einnahme von Antihistaminika schädlich?

Nebenwirkungen von Antihistaminika

Schläfrigkeit (Benommenheit) und verminderte Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit und Urteilsfähigkeit – nach der Einnahme dieser Antihistaminika nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen. Mundtrockenheit. Verschwommenes Sehen. Schwierigkeiten beim Wasserlassen.

Welche Nachteile haben Antihistaminika?

Nachteil: Antihistaminika haben insbesondere für ältere Menschen Nachteile. Nicht einnehmen sollte man die Präparate zum Beispiel bei Prostatavergrößerung oder bestimmten Formen von grünem Star. Der Überhang-Effekt kann zu einem erhöhten Sturzrisiko führen.

Kann man jeden Tag Antihistaminika nehmen?

Ja, viele moderne Antihistaminika werden täglich eingenommen, da sie eine lange Wirkdauer haben und oft nur eine Tablette pro Tag (z. B. Cetirizin, Loratadin, Desloratadin, Bilastin) benötigen, um Allergiesymptome wie Heuschnupfen zu kontrollieren. Wichtig ist die Einhaltung der empfohlenen Dosierung, die je nach Alter und Gewicht variiert, sowie die Absprache mit Arzt oder Apotheker, besonders bei Kindern oder Vorerkrankungen, und die Beachtung von Hinweisen wie Einnahme mit oder ohne Nahrung.
 

Histaminintoleranz: Alle betroffen? Was wirklich hilft (und was nicht)

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Was passiert, wenn man zu viel Antihistaminika nimmt?

Symptome sind starke Sedierung und Blutdruckabfall bis zur Bewusstlosigkeit und Atemdepression, aber auch Angst, Unruhe, Erregungszustände, Halluzinationen, Desorientierung, Zittern (Tremor), Herzrasen, Herzrhythmusstörungen und Fieber.

Was ist der Unterschied zwischen Histamin und Antihistaminika?

Obwohl die Medikamente Antihistaminika heißen, hemmen die Wirkstoffe nicht direkt Histamin. Sie binden vielmehr an den Histamin-Rezeptor und blockieren dadurch die Bindungsstelle. Sie verhindern somit, dass Histamin binden kann – Histamin kann seine Wirkung deshalb nicht entfalten.

Wie macht sich zu viel Histamin im Körper bemerkbar?

Ein Histaminüberschuss (Histaminintoleranz) äußert sich durch vielfältige Symptome, die oft Allergien ähneln, darunter Hautrötungen (Flush), Juckreiz, Nesselausschläge, Magen-Darm-Probleme (Durchfall, Bauchschmerzen), Atemwegsbeschwerden (laufende Nase, Asthma), Kopfschmerzen/Migräne, Herzrasen, Schwindel und Stimmungsschwankungen, da Histamin in vielen Körpersystemen eine Rolle spielt.
 

Was ist ein natürliches Antihistamin?

Als natürliche Antihistaminika bezeichnet man häufig pflanzliche Inhaltsstoffe oder Spurenelemente, welche die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin verringern sollen. Dazu gehören zum Beispiel: Pestwurz: Die enthaltenen Petasine sollen die Histamin-Freisetzung verringern.

Ist Cetirizin auf Dauer schädlich?

Dauer der Behandlung

Bei asthmatoiden Zuständen auf Basis einer Allergie ist eine Behandlungsdauer von bis zu sechs Monaten ratsam. Bei chronischen Beschwerden wie Nesselsucht liegen Erfahrungen von bis zu einem Jahr vor. Kinder sollten Cetirizin nur für eine bis vier Wochen einnehmen.

Wann sollte man Antihistaminika absetzen?

Entzug bzw.

Insbesondere bei höheren Dosierungen sollte deshalb schrittweise ausgeschlichen werden. Dieses Ausschleichen kann im Regelfall über wenige Tage erfolgen, nur bei extremen Dosierungen empfehlen sich noch längere Intervalle.

Was passiert, wenn man Antihistaminika nimmt, ohne eine Allergie zu haben?

Wenn Ihr Immunsystem nicht auf ein Allergen reagiert, wird kein Histamin freigesetzt. Wenn kein Histamin vorhanden ist, können Antihistaminika auch nicht die Symptome lindern.

Welche Antihistaminika haben wenig Nebenwirkungen?

Lorano®Pro ist ein antiallergisches Arzneimittel (Gruppe: Antihistaminika), welches Dich nicht schläfrig macht (Häufigkeit Schläfrigkeit auf Placeboniveau. Häufigkeit Müdigkeit 1,2%). Es hilft, Deine allergische Reaktion und Deine Symptome bei allergischem Schnupfen und Nesselsucht zu kontrollieren.

Welche natürlichen Histaminhemmer gibt es?

Histaminhemmer, auch Antihistaminika oder Histamin-Rezeptorblocker genannt, sind Medikamente, die die Wirkung des Botenstoffs Histamin blockieren, der bei Allergien und anderen Reaktionen freigesetzt wird, um Symptome wie Juckreiz, Rötung und Schwellung zu lindern. Sie wirken, indem sie an Histamin-Rezeptoren (hauptsächlich H1- und H2-Rezeptoren) andocken und so verhindern, dass Histamin seine Wirkung entfalten kann, was bei Allergien, Schlafstörungen oder Magenproblemen hilft. Bekannte Wirkstoffe sind Cetirizin, Loratadin oder Fexofenadin (zweite Generation), während Quercetin als natürlicher Hemmer gilt. 

Wie fühlt man sich bei Histaminunverträglichkeit?

Verzehren Sie Lebensmittel so frisch wie möglich. Verzichten Sie lieber auf histaminreiche Nahrung wie geräucherte, getrocknete oder eingesalzene Fisch- und Wurstwaren. Meiden Sie generell bestimmte Fischarten und auch bestimmte Käsesorten sowie fermentiertes Gemüse (Sauerkraut, Essiggurken).

Welche Nebenwirkungen hat Cetirizin?

Cetirizin ist gut verträglich, aber häufige Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit und Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall. Seltener können Reizbarkeit, Hautausschlag, Juckreiz oder Herzrasen auftreten. Bei höheren Dosen oder empfindlichen Personen können Nebenwirkungen wie Konzentrationsprobleme und beeinträchtigte Fahrtüchtigkeit auftreten. 

Warum Gewichtszunahme bei Antihistaminika?

Über eine Blockade von Histamin-Rezeptoren wirken auch Antihistaminika. Die Allergiemittel bringen dadurch als eine mögliche Nebenwirkung einen gesteigerten Appetit mit, was zur Gewichtszunahme führen kann.

Welche Nebenwirkungen können Antihistaminika auf das Herz haben?

Antihistaminika können Herzprobleme verursachen, insbesondere ältere Mittel wie Terfenadin und Astemizol, die das gefährliche QT-Intervall verlängern können und daher vom Markt genommen wurden. Neuere Antihistaminika (zweite Generation) sind sicherer, aber bei Herzpatienten ist Vorsicht geboten, da sie in seltenen Fällen Herzrhythmusstörungen (Herzstolpern, Herzrasen) oder Blutdruckschwankungen auslösen können, besonders bei Überdosierung oder bei Vorerkrankungen. Einige Wirkstoffe können auch den Herzschlag beschleunigen (Tachykardie). 

In welchem Organ wird Histamin gebildet?

Histamin wird in unserem Körper ständig gebildet und gespeichert (u.a. in Mastzellen und basophilen Granulozyten). Es hat in unserem Körper verschiedene Funktionen z. B. bei der Wundheilung, bei Immunreaktionen, als Botenstoff für Nervenzellen.

Welcher Tee senkt Histamin?

Bei einer Histaminintoleranz senken besonders Ingwer-, Hibiskus-, Kamillen-, Pfefferminz-, Tulsi- (Heiliges Basilikum) und Zistrosentee den Histaminspiegel, da sie natürliche Antihistaminika enthalten oder die Histaminfreisetzung hemmen; grüner Tee und Schwarztee sind hingegen oft ungeeignet. Diese Teesorten wirken beruhigend auf das Immunsystem und fördern den Abbau von Histamin, was bei Beschwerden hilft.
 

Was macht Histamin mit der Psyche?

Histamin beeinflusst die Psyche, indem es als Neurotransmitter im Gehirn wirkt und bei Ungleichgewichten zu Angstzuständen, Stimmungsschwankungen, Panikattacken, Konzentrationsproblemen, Reizbarkeit und Schlafstörungen führen kann, da es Wachheit fördert und Stressreaktionen auslöst, insbesondere bei einer Histamin-Intoleranz oder erhöhter Freisetzung durch Stress. Es spielt eine Rolle in der Stressregulation und der Darm-Hirn-Achse, was psychische Beschwerden verstärken kann.
 

Welche Langzeitfolgen kann eine Histaminintoleranz haben?

Wenn Histamin nun an andere Rezeptoren im Gehirn andockt, verursacht es einen stark anregenden Effekt, d.h. das Histamin bestimmte Gebiete unseres Gehirns überstimuliert. Die Folgen davon sind Depressionen, Ängste und andere psychische und kognitive Störungen.

Was sind Histaminrezeptorblocker?

Histamin-Rezeptor-Blocker oder Antihistaminika (Einzahl: Antihistaminikum) sind Substanzen, die die Wirkung von Histamin hemmen, indem sie diese Rezeptoren blockieren. Dies führt zu einer Besserung vieler allergiebedingter Beschwerden.

Woher weiß ich, ob ich eine Histaminunverträglichkeit habe?

Es gibt keinen einzelnen, 100% zuverlässigen Test für eine Histaminintoleranz; die Diagnose erfolgt meist durch eine Kombination aus Symptom- und Ernährungstagebuch, Ausschluss anderer Ursachen durch einen Arzt und einer anschließenden Eliminationsdiät (histaminarme Diät) mit anschließender Provokation. Labortests wie die Messung des Enzyms Diaminoxidase (DAO) im Blut können Hinweise geben, sind aber allein nicht aussagekräftig genug, da sie nur einen Teil der Problematik darstellen. Provokationstests mit Histamin oder Placebo können ebenfalls angewendet werden.
 

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