Zum Inhalt springen

Kann Pflegefachkraft als Betreuungskraft arbeiten?

Gefragt von: Herr Karl-Ludwig Wirth  |  Letzte Aktualisierung: 10. Mai 2026
sternezahl: 4.1/5 (51 sternebewertungen)

Ja, eine Pflegefachkraft kann ohne zusätzliche spezielle Ausbildung als Betreuungskraft arbeiten, da die Qualifikation bereits alle nötigen Kompetenzen abdeckt, aber der Fokus verschiebt sich von medizinischer Pflege hin zu sozialer und emotionaler Unterstützung im Alltag, wie z.B. Begleitung, Gespräche und Aktivitäten, ohne medizinische Tätigkeiten wie Medikamentengabe.

Wer darf als Betreuungskraft arbeiten?

Wenn Sie Alltagsbetreuer oder Betreuungskraft werden möchten, müssen Sie dafür nur wenige Voraussetzungen erfüllen. Für Ihre Alltagsbetreuer Ausbildung bei alltagsbegleiter-online müssen Sie gemäß §4 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) mindestens 18 Jahre alt sein und mindestens B1-Deutschkenntnisse mitbringen.

Kann eine Pflegefachkraft als Betreuungskraft arbeiten?

Können Altenpfleger auch als Betreuungskraft arbeiten? Ja, Altenpfleger können problemlos auch Aufgaben einer Betreuungskraft übernehmen. Die Qualifikation als Altenpfleger umfasst in der Regel bereits alle notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten.

Was ist der Unterschied zwischen Betreuungskraft und Pflegekraft?

Betreuungskraft. Betreuungskräfte nehmen eine besondere Stellung im Pflegesektor ein. Anders als Pflegekräfte liegt ihr Fokus weniger auf medizinischen Aspekten, sondern vielmehr auf der sozialen und emotionalen Unterstützung älterer Menschen.

Welche Qualifikationen braucht man für Betreuungskraft?

Zugangsvoraussetzungen:

  • Mindestalter: 16 Jahre.
  • Gesundheit: körperlich und geistig für eine Tätigkeit in der Betreuung geeignet.
  • Sprachkenntnisse: Deutsch in Wort und Schrift (B 1)
  • 40 Stunden Orientierungspraktikum in einer ambulanten, vollstationären oder teilstationären Pflegeeinrichtung.

#Pflegeberuf: Was macht eine Betreuungskraft?

25 verwandte Fragen gefunden

Kann man ohne Ausbildung als Betreuungskraft arbeiten?

Der Beruf des Alltagsbegleiters ist ideal für Quereinsteiger, da keine vorherige pflegerische Ausbildung notwendig ist. Es gibt zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, die Ihre Fähigkeiten vertiefen und spezialisieren. Geduld, Empathie und Verantwortungsbewusstsein sind die wichtigsten Voraussetzungen für diesen Beruf.

Wie lange dauert die Umschulung zur Betreuungskraft?

Dauer: Diese Weiterbildung dauert 6 Wochen in Vollzeit, inklusive 2 wöchigem Praktikum.

Sind Betreuer und Pflegekraft dasselbe?

Sie unterscheiden sich wesentlich voneinander. Welche unterschiedlichen Rollen spielen Pflegekräfte und Betreuer? Pflegekräfte kümmern sich aus Mitgefühl und zur Therapie über einen längeren Zeitraum um den Pflegebedürftigen, während Betreuer die Person nur vorübergehend unterstützen und dafür eine Vergütung erhalten.

Warum sagt man nicht mehr Pflegefachkraft?

2020 wurde diese Bezeichnung durch die Reform des Pflegeberufegesetzes durch "Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann" ersetzt. Aus “Schwester Mia” wurde “Pflegefachfrau Frau Mustermann”. Dabei stand und steht es natürlich den gelernten Krankenschwestern frei, welche Berufsbezeichnung sie fortan nutzen wollten.

Was ist der Unterschied zwischen 43b und 53b?

§ 43b SGB XI regelt den Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen für Pflegebedürftige, während § 53b SGB XI die Qualifikation und Aufgaben der Betreuungskräfte sowie die Richtlinien für diese Tätigkeiten festlegt; sie ergänzen sich, wobei 43b die Finanzierung ermöglicht und 53b die Standards setzt, um die Qualität der Betreuung sicherzustellen. Kurz gesagt: 43b = Anspruch/Leistung, 53b = Ausbildung/Standards.
 

Was ändert sich für Betreuungskräfte 2025?

Ab 1. Januar 2025 erhöhen sich die meisten Pflegeleistungen um 4,5 %. Damit steigt das Pflegegeld und auch die Sachleistungen, die für die Betreuung zu Hause genutzt werden können. Diese Erhöhung soll pflegende Angehörige finanziell unterstützen, die ihre Liebsten zu Hause betreuen.

Wie hoch ist der Stundenlohn einer Betreuungskraft nach § 53c?

Der Stundenlohn für Betreuungskräfte nach § 53c (früher § 87b) liegt seit Mai 2024 bei mindestens 15,50 € brutto pro Stunde, mit einer geplanten Erhöhung auf 16,10 € brutto ab dem 1. Juli 2025. Der tatsächliche Stundenlohn kann je nach Region, Träger, Erfahrung und Qualifikation variieren und liegt oft im Bereich von 13 € bis 18 € brutto oder mehr, wobei die genannten Mindestlöhne die Basis bilden.
 

Wie lange dauert die Ausbildung zur Betreuungskraft nach § 43b?

Wie lange dauert die Ausbildung zur Betreuungskraft? Die Ausbildung zur Betreuungskraft nach § 43b dauert in der Regel zwischen 2,5 und 3 Monaten.

Was brauche ich für Betreuungskraft?

Um Betreuungskraft zu werden, brauchst Du keine spezielle Berufsausbildung. Allerdings musst Du einen Lehrgang absolvieren, in welchem Dir alle nötigen Grundlagen für die soziale Betreuung pflegebedürftiger Personen vermittelt werden. Formale Voraussetzungen legen die Anbieter der Weiterbildungsmaßnahme selbst fest.

Was verdient eine ungelernte Betreuungskraft?

Im Beruf Betreuungskraft beträgt das Durchschnittsgehalt 2.791 € brutto pro Monat, was einem Jahresgehalt brutto von 33.492 € entspricht. Das Einstiegsgehalt liegt bei 2.300 € brutto pro Monat.

Wie viel kostet eine Weiterbildung zur Betreuungskraft?

Für die Betreuungskraft Ausbildung fallen Weiterbildungsgebühren an. Ein Fernlehrgang zum Alltagsbegleiter kostet zwischen 590€ und 1.200€. Ein Präsenzlehrgang nach §SGB 53c kostet ca. 1.200€, während der nach §SGB 45b 300€ kostet.

Was kann ich als Pflegefachkraft noch arbeiten?

Was kann ich nach der Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann tun?

  • Kliniken / Kinderkliniken.
  • Altenheime.
  • Ambulante Pflegedienste.
  • Tageskliniken.
  • Sozialstationen.
  • Pflegeeinrichtungen für Menschen mit Behinderung.
  • Reha-Einrichtungen.
  • Hospize.

Was darf eine Pflegefachkraft nicht?

Sie dürfen keine Medikamente verabreichen, keine Wunden versorgen, keine Leiden behandeln, keine Spritzen geben oder ähnliches. Natürlich kann auf Wunsch auch eine 24 Stunden Pflege mit den Dienstleistungen eines zugelassenen, ambulanten Pflegedienstes gekoppelt werden.

Warum kündigen so viele Pflegekräfte?

Überbürokratisierung, Frust und ein kilometerlanger Reformstau vonseiten der Politik sind Gründe, warum Pflegekräfte mit ihrer Berufswahl hadern. Für etliche ist es auch die geringe Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wird, die das berüchtigte Fass zum Überlaufen bringt.

Ist Betreuung und Pflege das Gleiche?

Wie der Name schon sagt, beinhaltet eine 24 Stunden Pflege eine Betreuung rund um die Uhr. Wer diese Form der Hilfe in Anspruch nimmt, wohnt dann mit einer Betreuungskraft zusammen, die alle Aufgaben übernehmen kann, die der Hilfe im Alltag der pflegebedürftigen Person dienen.

Ist eine Betreuungskraft eine Pflegehilfskraft?

Wie zu sehen ist, sind sich beide Berufsbilder sehr ähnlich. Im realen Berufsleben verschwimmen sogar teilweise die Aufgabenfelder. Dennoch lässt sich ein grundlegender Unterschied benennen: Während Pflegehelfer Aufgaben für Patienten erledigen, arbeiten Betreuungskräfte mit den Pflegebedürftigen im Alltag zusammen.

Wer kann als Betreuer arbeiten?

Zum rechtlichen Betreuer können Privatpersonen, Vereinsbetreuer (in einem Betreuungsverein tätig), Behördenbetreuer (bei einer für Betreuungen zuständigen Behörde tätige Mitarbeiter), Berufsbetreuer, ein Betreuungsverein selbst oder die zuständige Behörde bestellt werden.

Welche Qualifikationen braucht man, um Betreuungskraft zu werden?

Für die Teilnahme an einer Betreuungskraft-Fortbildung sind keine speziellen schulischen oder beruflichen Vorqualifikationen erforderlich. Wichtig sind soziale Kompetenzen, Einfühlungsvermögen und die Freude am Umgang mit älteren Menschen.

Was ändert sich 2025 für ungelernte Pflegekräfte?

Für ungelernte Pflegehilfskräfte brachte das Jahr 2025 vor allem eine Erhöhung des Pflegemindestlohns auf 16,10 €/Std. (ab 1. Juli), aber auch die Pflegepersonalbemessung (PPBV) wurde ab 2025 verbindlich für Krankenhäuser eingeführt, was zu strengeren Personalregeln führt und die Finanzierung ungelernter Kräfte einschränken kann. Zudem wurde ein Pflegefachassistenzgesetz verabschiedet, das die Ausbildung modernerisiert und erleichtert, um Assistenzkräfte zu fördern und Fachkräfte zu entlasten. 

Welche Umschulung ist die kürzeste?

Berufe mit der kürzesten Ausbildungsdauer:

Flugbegleiter/in (6 Wochen bis 4 Monate) Integrationshelfer/in (einige Wochen bis mehrere Monate) Croupier (1-8 Monate)