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Kann nicht arbeiten wegen Kind?

Gefragt von: Martha Walter  |  Letzte Aktualisierung: 12. Oktober 2026
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Wenn Ihr Kind krank ist und Sie deshalb nicht arbeiten können, haben Sie Anspruch auf Freistellung und Kinderkrankengeld (bis 15 Tage pro Kind/Jahr, für Alleinerziehende bis 30, bei mehreren Kindern ggf. mehr, in 2024/2025 erhöht), sofern es das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und niemand anderes aufpassen kann. Die Krankenkasse zahlt dieses Entgelt, wenn der Arbeitgeber nicht zahlt, und Sie benötigen dafür eine ärztliche Bescheinigung. Alternativ gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit auch Unterstützung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Was muss ich tun, wenn mein Kind krank ist und ich nicht arbeiten kann?

Wenn ein Kind krank wird und ein Elternteil daher nicht zur Arbeit gehen kann, müssen Sie als Arbeitgeber für diese Zeit das Entgelt fortzahlen, sofern dies nicht vertraglich ausgeschlossen wurde. Ist der Anspruch ausgeschlossen, zahlt die Krankenkasse dem entsprechenden Elternteil das Kinderpflegekrankengeld.

Was tun, wenn man arbeiten muss, aber keine Kinderbetreuung hat?

Wenn die Kinderbetreuung ausfällt, aber Arbeit ansteht, müssen Sie mit Ihrem Arbeitgeber flexibel Lösungen suchen wie Home-Office, Überstundenabbau, unbezahlten Urlaub oder Jobsharing, denn einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung gibt es nicht. Bei akuter Not (z.B. Krankheit des Kindes) gibt es temporäre Freistellungen, aber Sie müssen sich schnell um eine Alternative kümmern und dürfen nicht einfach unentschuldigt fehlen, um eine Kündigung zu vermeiden. Ihr Arbeitgeber muss der Mitnahme des Kindes zustimmen, und der Arbeitsplatz muss geeignet sein. 

Wer hat das Recht, zu Hause zu bleiben, wenn sein Kind krank ist?

Wenn ein Kind krank ist, haben berufstätige Eltern gesetzlichen Anspruch darauf, zu Hause zu bleiben, um es zu pflegen, wobei der Arbeitgeber informiert werden muss und bei kürzerer Dauer bezahlte Freistellung möglich ist, während bei längerer Erkrankung Kinderkrankengeld von der Krankenkasse gezahlt wird, wobei Alleinerziehende mehr Tage erhalten und die Regeln für 2024/2025 Sonderregelungen hatten, die jetzt wieder normalisiert werden.
 

Ist es möglich, sich telefonisch krankschreiben zu lassen, wenn mein Kind erkrankt ist?

Wenn Ihr Kind krank ist, benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung (Kindkrankschreibung), um sich von der Arbeit freistellen zu lassen und Kinderkrankengeld zu beantragen, wobei die Bescheinigung oft telefonisch ausgestellt werden kann, wenn das Kind der Praxis bekannt ist, was dem Arbeitgeber die Betreuung des Kindes ermöglicht und das Fehlen entschuldigt. Sie müssen den Arbeitgeber sofort informieren, die Bescheinigung bei der eigenen Krankenkasse einreichen und es wird für bis zu 15 Tage pro Kind gewährt (mehr für Alleinerziehende), wobei die Regeln 2026 gelten.
 

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Ist es möglich, sich telefonisch krankschreiben zu lassen, wenn mein Kind krank ist?

Ja, eine telefonische Krankschreibung für ein krankes Kind ist möglich, seit dem 18. Dezember 2023 dauerhaft eingeführt, erfordert aber, dass das Kind der Praxis bekannt ist, die telefonische Konsultation medizinisch vertretbar ist und die Bescheinigung für maximal 5 Tage gilt. Eltern müssen ihren Arbeitgeber informieren und eine ärztliche Bestätigung für Kinderkrankengeld beantragen, was nun auch per Telefon oder Video durch den Arzt erfolgen kann. 

Wie meldet man ein Kind krank am Arbeitgeber?

Wie erfolgt der Antrag auf Kinderkrankengeld?

  1. Informiere unverzüglich deinen Arbeitgeber, dass du dein krankes Kind betreuen musst.
  2. Lasse dir vom Arzt oder Kinderarzt die „Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“ (Formular 21) ausstellen.

Kann ich trotz Kind-Krankschreibung arbeiten gehen?

Ja, Sie dürfen. Das geht aus zwei Gesetzen hervor: In § 616 „Vorübergehende Verhinderung“ im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) heißt es: Beschäftigten steht eine bezahlte Freistellung zu, wenn sie unverschuldet für eine verhältnismäßig unerhebliche Zeit an der Arbeitsleistung verhindert sind.

Kann Vater zu Hause bleiben, wenn Mutter krank ist?

Wenn die Mutter krank ist, kann der Vater zur Betreuung des Kindes eine Freistellung beantragen, oft über die Kinderkrankentage (15 Tage/Elternteil/Jahr), wobei das Kind ärztlich attestiert wird. Bei akuter, kurzfristiger Notwendigkeit (z.B. 10 Tage) gibt es Pflegeunterstützungsgeld, und bei längerer Erkrankung der Mutter kann eine Familienpflegerin über die Krankenkasse organisiert werden, um das Kind zu betreuen und den Vater zu entlasten.
 

Wie lange darf ich im Job fehlen, wenn mein Kind krank ist?

Wie lange ein Kind krank ist, hängt von der Krankheit ab (oft 1-2 Wochen), aber für die Arbeitsfreistellung gibt es gesetzliche Kinderkrankentage: Pro Elternteil und Kind gibt es 15 Tage im Jahr, bei mehreren Kindern 35 Tage. Alleinerziehende haben 30 Tage pro Kind und bis zu 70 Tage insgesamt. Diese Regelungen gelten für 2024 und 2025 und können oft auf Homeoffice oder Überstunden ausweichen, wenn die Tage aufgebraucht sind.
 

Welche Sätze sollte man nie zu seinem Kind sagen?

Man sollte niemals Sätze sagen, die das Kind abwerten, vergleichen, für die Gefühle der Eltern verantwortlich machen oder ihm seine eigene Wahrnehmung absprechen, wie: "Sei brav!", "Ich hab dich nicht lieb!", "Warum kannst du nicht so sein wie dein Bruder?", "Du machst mir das Leben schwer" oder "Hast du Angst?" sowie generelle Warnungen wie "Das geht kaputt", denn diese schaden dem Selbstwertgefühl und der Autonomieentwicklung des Kindes. Stattdessen sollten Eltern konstruktive, wertschätzende und situationsbezogene Formulierungen wählen, die die Gefühle des Kindes anerkennen und Selbstwirksamkeit fördern, wie "Ich sehe, du bist wütend" oder "Versuch es erst mal selbst". 

Was sind die 3 Kündigungsgründe?

Die drei Hauptgründe für eine Kündigung nach dem deutschen Arbeitsrecht sind personenbedingt (z.B. Krankheit), verhaltensbedingt (z.B. Arbeitsverweigerung, Pflichtverletzung) und betriebsbedingt (z.B. Auftragsrückgang, Umstrukturierung), wobei diese drei auch die „ordentlichen“ Kündigungsgründe darstellen, die eine soziale Rechtfertigung erfordern. Arbeitnehmer kündigen oft aus Stress, mangelnder Wertschätzung oder fehlenden Aufstiegschancen, während Arbeitgeber rechtlich die drei oben genannten Gründe benötigen. 

Wie äußert sich psychischer Stress bei Kindern?

Symptome für Stress sind meist körperliche Beschwerden wie häufige Kopf- und Bauchschmerzen oder Einschlafstörungen. Manche Kinder werden auch lust- und antriebslos, können sich nicht konzentrieren oder haben keinen Appetit.

Habe ich Minusstunden, wenn mein Kind krank ist?

Nein, bei Krankheit des Kindes dürfen in der Regel keine Minusstunden auf dem Arbeitszeitkonto gebucht werden, da dies einen Verstoß gegen § 616 BGB darstellt. Wenn Sie wegen eines kranken Kindes früher gehen oder fehlen müssen, gilt dies als bezahlte Freistellung (mit Kinderkrankengeld oder Entgeltfortzahlung), nicht als Arbeitszeitverlust. Minusstunden können nur entstehen, wenn alle offiziellen „Kind-krank“-Tage aufgebraucht sind und Sie freiwillig unbezahlten Urlaub nehmen oder Überstunden abbauen müssten.
 

Was braucht der Arbeitgeber, wenn das Kind krank ist?

Wenn ein Kind krank ist, braucht der Arbeitgeber eine ** Meldung** des Mitarbeiters über die Abwesenheit und später eine ** ärztliche Bescheinigung** zur Vorlage bei der Krankenkasse für das Kinderkrankengeld (Kinderpflegekrankengeld), die oft auch telefonisch erhältlich ist, aber in elektronischer Form (eAU) an die Krankenkasse übermittelt wird. Der Arbeitgeber muss dann die Lohnfortzahlung prüfen (gesetzlicher Anspruch oder vertraglich geregelt) und die notwendigen Daten (Brutto-/Nettogehalt) elektronisch an die Krankenkasse melden (Verfahren EEL, Abgabegrund „02“), um das Kinderkrankengeld zu beantragen.
 

Wie wirkt sich Kind krank auf Gehalt aus?

Wenn Ihr Kind krank ist, haben Sie Anspruch auf Freistellung von der Arbeit und erhalten Kinderkrankengeld von der Krankenkasse, nicht vom Arbeitgeber, was Ihren Lohn ersetzt und in der Regel bei 90 % des Nettogehalts liegt, mit Höchstgrenzen und Steuerfreiheit unter Progressionsvorbehalt. Es gibt eine bestimmte Anzahl an Kinderkrankentagen pro Kind (z.B. 15 Tage pro Elternteil in 2024/2025) und die Leistung ist steuerfrei, muss aber unter Umständen in der Steuererklärung angegeben werden. 

Wer kümmert sich um Kinder, wenn die Mutter krank ist?

Wenn die Mutter krank ist, kümmern sich meist der andere Elternteil, nahe Verwandte oder Freunde, aber bei längerem Ausfall springen oft Krankenkassen mit Familienpflegerinnen/Haushaltshilfen ein (§ 45 SGB V) oder das Jugendamt hilft in Notfällen, wenn Kinder unter 14 Jahren im Haushalt leben und keine andere Unterstützung da ist. Wichtig ist, die Krankenkasse zu kontaktieren, um Unterstützung zu beantragen, da diese oft Kosten übernimmt, wenn kein Elternteil das Kind pflegen kann. 

Was muss ich tun, wenn mein Kind krank ist und ich arbeiten muss?

Wenn Ihr Kind krank ist und Sie arbeiten müssen, melden Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, beantragen eine "Kindkrankmeldung" beim Arzt (oft telefonisch möglich), um sich für bis zu 10 Tage (pro Kind) freistellen zu lassen und erhalten Kinderkrankengeld von der Krankenkasse, wenn Sie nicht arbeiten können; alternativ können Sie private Betreuungsdienste organisieren, um die Arbeit aufzunehmen, wenn die Pflege nicht anders gewährleistet ist. 

Was ist das Überforderte-Mutter-Syndrom?

Das Erschöpfungssyndrom der Mutter beschreibt einen Zustand anhaltender emotionaler, körperlicher und mentaler Erschöpfung, der entsteht, wenn man alles für andere gibt und dabei an sich selbst vergisst. Es zeigt sich, wenn: Die eigene Identität auf die Rolle der Mutter reduziert ist und man sich unsichtbar oder nicht wertgeschätzt fühlt.

Kann mein Hausarzt mich telefonisch krankschreiben, wenn mein Kind erkrankt ist?

Ja, Ihr Hausarzt kann Ihr Kind „kindkrank“ schreiben, also eine Bescheinigung ausstellen, dass Sie zur Betreuung des kranken Kindes zu Hause bleiben müssen – oft sogar telefonisch oder per Videosprechstunde, wenn das Kind dort bekannt ist, ohne dass es persönlich in der Praxis erscheinen muss. Diese Bescheinigung ist für die Beantragung des Kinderkrankengeldes bei der Krankenkasse wichtig und wird Ihnen per Post zugeschickt, nachdem Sie die Informationen telefonisch übermittelt haben.
 

Was gilt als Familiennotfall?

Krankheit, Verletzung oder Übergriff

Dies umfasst psychische oder physische Erkrankungen, die nicht lebensbedrohlich sein oder eine ständige Betreuung erfordern müssen – es kann sich beispielsweise um eine bereits bestehende Erkrankung handeln, die sich verschlechtert hat. Wenn beispielsweise ein Angehöriger überfallen wird, ohne körperlich verletzt zu werden, können Sie sich Zeit nehmen, um ihn zu trösten oder ihm zu helfen.

Was ist verboten, wenn man krankgeschrieben ist?

Wenn Sie krankgeschrieben sind, dürfen Sie alles tun, was Ihrer Genesung nicht schadet; verboten sind Aktivitäten, die den Heilungsprozess behindern oder verzögern, wie anstrengender Sport (z.B. Fußball), wilde Partys, exzessiver Alkoholkonsum oder Reisen, die nicht der Erholung dienen, da dies arbeitsrechtliche Konsequenzen haben kann. Grundsätzlich erlaubt sind Aktivitäten des täglichen Lebens wie Einkaufen oder Spaziergänge, aber bei Unsicherheiten sollte immer der Arzt konsultiert werden, da die Regeln je nach Krankheit variieren. 

Wie funktioniert Kind krank Tage?

Kinderkrankentage ermöglichen es Eltern, wegen der Krankheit eines Kindes zu Hause zu bleiben und Lohnfortzahlung zu erhalten, wobei für 2024/2025 pro Elternteil und Kind 15 Tage (für Alleinerziehende 30 Tage) gelten, begrenzt auf 35 Tage pro Elternteil/70 Tage für Alleinerziehende gesamt, mit einem ärztlichen Attest vom Kinderarzt, das die Notwendigkeit der Betreuung bestätigt und bei der Krankenkasse eingereicht wird. 

Kann man wegen Kind krank gekündigt werden?

Nein, eine Kündigung wegen eines kranken Kindes ist grundsätzlich unzulässig, da die Betreuung des eigenen Kindes ein wichtiger Grund ist, der Arbeitnehmer zur Arbeitsverhinderung berechtigt (nach § 616 BGB oder § 45 SGB V). Der Arbeitgeber darf also nicht kündigen, weil Sie wegen des kranken Kindes fehlen. Allerdings kann eine Kündigung wirksam sein, wenn der Arbeitgeber andere, legitime Gründe hat, die nicht direkt mit der Betreuung zusammenhängen, oder wenn Sie die Betreuung nicht korrekt organisiert haben, zum Beispiel durch wiederholtes Mitbringen zur Arbeit statt Freistellung. 

Wie viele Tage bekomme ich frei, wenn mein Kind krank ist?

Für ein krankes Kind hat jedes gesetzlich versicherte Elternteil 2024 und 2025 pro Kind Anspruch auf 15 Arbeitstage bezahlte Freistellung (Kinderkrankengeld), also insgesamt 30 Tage bei zwei Elternteilen; bei mehreren Kindern sind es bis zu 35 Tage pro Elternteil. Alleinerziehende erhalten die doppelte Anzahl (30 Tage pro Kind, max. 70 Tage insgesamt), wobei sich die Regelungen ab 2026 wieder ändern, wenn die "alten" Regelungen von 10/25 Tagen pro Elternteil gelten. Es gibt auch die Möglichkeit einer telefonischen Krankschreibung für bis zu 5 Tage, wenn das Kind bekannt ist und es medizinisch vertretbar ist.