Zum Inhalt springen

Kann mein Chef mir einen Nebenjob verbieten?

Gefragt von: Olaf Bischoff  |  Letzte Aktualisierung: 7. März 2026
sternezahl: 4.6/5 (1 sternebewertungen)

Nein, der Arbeitgeber darf einen Nebenjob nicht pauschal verbieten, aber er kann ihn untersagen, wenn berechtigte Interessen bestehen, wie Konkurrenz, Verletzung der gesetzlichen Arbeitszeiten, Gefährdung der Hauptleistung oder Verstoß gegen das Wettbewerbsverbot. Generelle Verbote im Arbeitsvertrag sind unwirksam; der Arbeitgeber muss die Interessenabwägung darlegen. Sie müssen den Job meist anzeigen, besonders wenn er die Haupttätigkeit beeinträchtigen könnte.

Wann darf ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer einen Nebenjob verbieten?

Arbeitgeber dürfen ihrem Arbeitnehmer die Genehmigung für eine Nebentätigkeit verweigern, wenn dieser damit mindestens eine der folgenden Situationen provoziert: er gefährdet die Erfüllung seiner arbeitsvertraglichen Pflichten. er geht einer Konkurrenztätigkeit nach und verstößt gegen das Wettbewerbsgesetz.

Kann der Arbeitgeber einen 520 Euro Job ablehnen?

Ablehnen darf er dies ohne arbeitsvertragliche Regelung nur, wenn es einen triftigen Grund dafür gibt. Du bist deinem Arbeitgeber prinzipiell keine Informationen schuldig zur genauen Wochenarbeitszeit in deinem Minijob, dem dortigen Arbeitgeber und der Höhe des Verdienstes.

Kann mein Arbeitgeber wissen, dass ich einen Nebenjob habe?

Ja, Ihr Arbeitgeber kann erfahren, dass Sie einen Nebenjob haben, auch wenn es keine direkte Meldung gibt; es kann über Sozialversicherungsmeldungen (wenn Minijob-Grenzen überschritten werden), Lohnsteuerverfahren (Steuerklassen) oder durch Kollegen bekannt werden, und Sie sind oft verpflichtet, ihn zu informieren, wenn er berechtigte Interessen hat (z.B. Konkurrenz, Arbeitszeitgesetz), auch wenn Minijobs meist genehmigungsfrei sind. 

Ist ein Nebenjob genehmigungspflichtig?

Nein, ein Nebenjob ist grundsätzlich nicht genehmigungspflichtig, aber du musst deinen Arbeitgeber informieren und die Interessen deines Arbeitgebers dürfen nicht verletzt werden, besonders wenn es um Konkurrenz, Arbeitszeitüberschreitungen oder die Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenzen (z.B. bei Minijobs) geht, wobei Arbeits- oder Tarifverträge Abweichendes regeln können. 

Warum du mit Ü50 nur Absagen bekommst – 5 fatale Bewerbungsfehler!

30 verwandte Fragen gefunden

Kann eine Nebentätigkeit abgelehnt werden?

Einzelvertraglich kann ein Nebentätigkeitsverbot vereinbart werden, soweit der AG hieran ein berechtigtes Interesse hat. Dieses besteht immer dann, wenn durch die Nebentätigkeit die vertraglich geschuldete Leistung beeinträchtigt wird.

Was darf ich dazuverdienen, wenn ich Vollzeit arbeite?

Wenn Sie in Vollzeit arbeiten, dürfen Sie zusätzlich Geld verdienen, müssen aber beachten, dass Einkünfte aus einem Minijob (bis 556 €/Monat) steuer- und abgabenfrei sind, während bei anderen Nebentätigkeiten (z. B. Freiberuflichkeit bis 410 €/Jahr oder Midijobs) die Steuern und Sozialabgaben anfallen können und eine Steuererklärung nötig werden kann; wichtig sind auch die Regeln Ihres Arbeitgebers und ggf. Freibeträge für Rentner oder bei Bürgergeld. 

Was passiert, wenn ich meinem Arbeitgeber nicht sage, dass ich einen Nebenjob habe?

Wenn Sie einen Nebenjob nicht beim Arbeitgeber melden, drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen wie Abmahnung oder sogar Kündigung, besonders bei Konkurrenztätigkeit oder Verletzung von Pflichten, da Sie gegen den Arbeitsvertrag verstoßen; die arbeitsrechtliche Rechtslage hängt vom Einzelfall ab, aber auch die Sozialversicherungspflicht kann verletzt werden, was zu Bußgeldern führen kann, obwohl der Arbeitgeber bei Minijobs das Sozialgeheimnis wahren muss, was die direkte Aufdeckung erschwert. 

Kann man gekündigt werden, wenn man einen Nebenjob nicht angibt?

Ja. Eine Kündigung wegen eines Nebenjobs kann ansonsten ausgesprochen werden, wenn Arbeitnehmer diesen Nebenjob nicht vorher beim Arbeitgeber angemeldet haben.

Was besagt die 3-Monats-Regel bei einem Job?

Eine dreimonatige Probezeit ist ein üblicher Testzeitraum, in dem Arbeitgeber die Eignung eines neuen Mitarbeiters für eine Stelle beurteilen . Probezeiten können für Neueinstellungen, Beförderungen, unzureichende Leistungsbeurteilung und mögliche Kündigungen eingesetzt werden.

Ist eine Nebentätigkeit ein Kündigungsgrund?

Kündigung wegen Nebentätigkeit

Verstößt der Arbeitnehmer mit einer Nebentätigkeit gegen gesetzliche oder arbeitsvertragliche Pflichten, kann das ein Grund für eine fristlose Kündigung sein, doch hängt die Wirksamkeit einer solchen Kündigung davon ab, welche Pflicht verletzt wurde.

Muss ich meinen Arbeitgeber informieren, wenn ich einen Nebenjob anmelde?

Sie müssen Ihren Arbeitgeber über einen Nebenjob informieren (und ggf. genehmigen lassen), wenn es eine Klausel im Arbeits- oder Tarifvertrag gibt, die eine Meldepflicht vorsieht, oder wenn der Nebenjob die Interessen des Hauptarbeitgebers berührt (z. B. Konkurrenz, Arbeitszeitüberschreitung). Prüfen Sie zuerst Ihren Vertrag und melden Sie die Nebentätigkeit schriftlich unter Angabe von Tätigkeit, Stundenzahl und Arbeitgeber, um Konflikte zu vermeiden. Eine gesetzliche generelle Meldepflicht gibt es nicht, aber vertragliche Regelungen sind entscheidend. 

Wann darf man keinen Minijob machen?

Ein Minijob endet, wenn Ihr monatlicher Verdienst regelmäßig die Grenze von 603 Euro überschreitet (Stand 2026), wodurch er zu einem sozialversicherungspflichtigen Job wird; auch bei kurzfristigen, aber berufsmäßigen Tätigkeiten oder wenn Sie durch extreme Verdienstschwankungen die jährliche Grenze von 7.236 € durchschnittlich überschreiten. Es kommt auf den Durchschnitt an, aber wenn die 603 € monatlich dauerhaft überschritten werden, ist es kein Minijob mehr, unabhängig von der Dauer. 

Was darf mir mein Arbeitgeber verbieten?

Handy, Rauchen, Strom Das darf der Chef am Arbeitsplatz verbieten - und das nicht. Das private Smartphone auf Arbeit für Social Media oder WhatsApp nutzen? Arbeitgeber können das verbieten, aber nicht nur das Handy. Auch andere Verbote sind zulässig.

Ist es erlaubt, einen Minijob beim Hauptarbeitgeber auszuüben?

Nein, einen Minijob parallel zum Hauptjob beim selben Arbeitgeber auszuüben, ist grundsätzlich nicht erlaubt, da die Tätigkeiten sozialversicherungsrechtlich zu einem einheitlichen, versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis zusammengefasst werden, was den Minijob-Status aufhebt. Das gilt auch für verschiedene Vertragstypen oder Aufgaben; es zählt die Gesamtbeschäftigung beim Unternehmen, wodurch die Verdienstgrenze überschritten wird und keine Minijob-Vorteile mehr bestehen. 

Was ist eine unerlaubte Nebentätigkeit?

Eine unerlaubte Nebentätigkeit liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer eine zweite Beschäftigung ohne Zustimmung des Arbeitgebers aufnimmt, die dessen Interessen beeinträchtigt, gegen vertragliche Klauseln verstößt (z.B. Konkurrenz, Überschreitung der Arbeitszeitgrenzen) oder die Hauptleistungspflichten verletzt. Die Folgen reichen von Abmahnung bis Kündigung, auch Schadensersatz ist möglich. Generell gilt: Jede Nebentätigkeit muss mit dem Hauptjob vereinbar sein; Meldepflichten im Arbeitsvertrag sind zu beachten. 

Kann ein Arbeitgeber einen Nebenjob verweigern?

Nein, der Arbeitgeber darf einen Nebenjob nicht pauschal verbieten, aber er kann ihn untersagen, wenn berechtigte Interessen bestehen, wie Konkurrenz, Verletzung der gesetzlichen Arbeitszeiten, Gefährdung der Hauptleistung oder Verstoß gegen das Wettbewerbsverbot. Generelle Verbote im Arbeitsvertrag sind unwirksam; der Arbeitgeber muss die Interessenabwägung darlegen. Sie müssen den Job meist anzeigen, besonders wenn er die Haupttätigkeit beeinträchtigen könnte.
 

Was passiert, wenn ich im Nebenjob mehr verdiene als im Hauptjob?

Eine Verdienstgrenze für den freiberuflichen Nebenverdienst bzw. das Nebengewerbe als Freelancer gibt es grundsätzlich nicht. Sollte man jedoch mehr als in seinem Hauptjob verdienen, fällt man aus der gesetzlichen Pflichtversicherung und muss sich selbst Krankenversichern.

Was muss ich meinem Arbeitgeber sagen, wenn ich einen Nebenjob habe?

Ja, Sie müssen Ihrem Arbeitgeber eine Nebentätigkeit melden, wenn es vertraglich (Arbeits- oder Tarifvertrag) vereinbart ist oder die Tätigkeit die Interessen des Arbeitgebers berührt, z. B. bei Konkurrenz oder Überschreitung des Arbeitszeitgesetzes (AZG). Oft ist die Meldung oder sogar eine Genehmigung in Klauseln festgelegt, um Interessenkonflikte zu vermeiden; eine offene Kommunikation schafft Klarheit und beugt Problemen vor. 

Kann mein Chef herausfinden, dass ich einen Nebenjob habe?

Ja, Ihr Arbeitgeber kann erfahren, dass Sie einen Nebenjob haben, auch wenn es keine direkte Meldung gibt; es kann über Sozialversicherungsmeldungen (wenn Minijob-Grenzen überschritten werden), Lohnsteuerverfahren (Steuerklassen) oder durch Kollegen bekannt werden, und Sie sind oft verpflichtet, ihn zu informieren, wenn er berechtigte Interessen hat (z.B. Konkurrenz, Arbeitszeitgesetz), auch wenn Minijobs meist genehmigungsfrei sind. 

Was passiert, wenn man einen Nebenjob nicht gemeldet hat?

Wenn Sie Ihre Haushaltshilfe nicht anmelden, ist das illegal und Schwarzarbeit. Wegen dieser Ordnungswidrigkeit müssen Sie mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro rechnen.

Welche Nebentätigkeiten sind genehmigungspflichtig?

Genehmigungspflichtige Nebentätigkeiten

Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Nebentätigkeit die Unparteilichkeit oder Unbefangenheit beeinflussen kann. Von einer Beeinträchtigung ist außerdem in der Regel dann auszugehen, wenn die Nebentätigkeit ein Fünftel der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit überschreitet.

Wie viel Geld darf ich im Monat steuerfrei dazuverdienen?

Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).

Muss ich eine Nebenbeschäftigung melden?

Muss ich eine erlaubte Nebenbeschäftigung melden? Grundsätzlich nur dann, wenn die Meldepflicht vereinbart ist. Zur Sicherheit sollte man aber vorher den:die Arbeitgeber:in informieren bzw. dessen schriftliche Zustimmung einholen, um späteren Problemen vorzubeugen.

Wie viele Stunden darf man nebenbei verdienen, wenn man Vollzeit arbeitet?

Was bedeutet das Arbeitszeitgesetz für Deinen Nebenjob? Nach dem Arbeitszeitgesetz darfst Du in der Woche insgesamt nicht mehr als 48 Stunden arbeiten. Beispiel: Berta arbeitet in Teilzeit 30 Stunden bei ihrem ersten Arbeitgeber. Dann darf sie bis zu 18 Stunden in der Woche in einem Nebenjob arbeiten.

Vorheriger Artikel
Ist Redbubble in Deutschland?