Kann mein Arbeitgeber mir ein Zwischenzeugnis verweigern?
Gefragt von: Inna Kühne | Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2026sternezahl: 5/5 (69 sternebewertungen)
Ja, Ihr Arbeitgeber kann ein Zwischenzeugnis verweigern, wenn kein berechtigtes Interesse oder triftiger Grund vorliegt, oder es vertraglich nicht vereinbart ist; typische Gründe sind Vorgesetztenwechsel, Versetzung, betriebliche Umstrukturierung, längere Abwesenheit (Elternzeit) oder Bewerbung auf einen anderen Job. Fehlt ein solcher Grund, kann der Arbeitgeber die Ausstellung verweigern, sollte dies aber begründen; bei berechtigtem Interesse besteht jedoch ein Anspruch, der notfalls auch gerichtlich durchgesetzt werden kann.
Was kann ich tun, wenn mein Arbeitgeber ein Zwischenzeugnis verweigert?
Kann ein Zwischenzeugnis verweigert werden? Ja, ein Arbeitgeber kann ein Zwischenzeugnis verweigern, wenn kein triftiger Grund vorliegt. Liegt jedoch ein berechtigtes Interesse vor, ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Zwischenzeugnis unverzüglich auszustellen.
Kann ich ohne Grund ein Zwischenzeugnis anfordern?
Sie können ein Zwischenzeugnis ohne konkreten Anlass anfordern, aber es gibt keinen gesetzlichen Anspruch, daher muss Ihr Arbeitgeber zustimmen, was bei mangelnder Begründung zu Misstrauen führen kann. Am besten wählen Sie einen "guten" Zeitpunkt (z. B. nach Projekterfolg) und formulieren die Bitte geschickt, indem Sie ein berechtigtes Interesse (wie interne Weiterentwicklung oder Wunsch nach Leistungsstand) nennen, um Verdacht auf Jobwechsel zu vermeiden.
Was kann ich tun, wenn mein Arbeitgeber kein Zwischenzeugnis ausstellt?
Bei Verweigerung können Arbeitnehmer den Betriebsrat einschalten oder rechtliche Schritte einleiten. Qualifizierte Zwischenzeugnisse enthalten detaillierte Beschreibungen und Bewertungen der Arbeitsleistung. Arbeitgeber dürfen die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses bei berechtigtem Anlass nicht verweigern.
Habe ich ein Recht auf ein Zwischenzeugnis vom Arbeitgeber?
Antwort: Das Gesetz schreibt ganz klar vor, dass scheidende Arbeitnehmer Anspruch auf ein Arbeitszeugnis haben. Ein gesetzlicher Anspruch auf ein Zwischenzeugnis besteht hingegen nicht. Dennoch gibt es einige Fälle, in denen Sie Ihren Arbeitgeber darum bitten sollten.
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Was ist der Ausstellungsgrund für ein Zwischenzeugnis?
Gründe für ein Zwischenzeugnis sind meist Veränderungen im Arbeitsverhältnis wie Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel, interne Jobwechsel, längere Auszeiten (Elternzeit, Sabbatical), drohende Unternehmensveränderungen (Insolvenz, Betriebsübergang) oder die Vorbereitung auf einen Jobwechsel, um die eigene Leistung festzuhalten und Sicherheit zu gewinnen, da es oft einen "berechtigten Interesse" gibt, auch wenn kein genereller Rechtsanspruch besteht.
Ist ein Zwischenzeugnis ein Kündigungsgrund?
Ein Zwischenzeugnis kann also während eines laufenden Arbeitsverhältnisses angefordert werden und ist damit ein vorläufiges Arbeitszeugnis, in dem das Beschäftigungsverhältnis, aktuelle Tätigkeiten und Leistungen festgehalten werden. Es ist damit völlig unabhängig von einer eventuellen Kündigung.
Wie viel Zeit braucht man für ein Zwischenzeugnis?
Für ein Zwischenzeugnis gibt es keine gesetzliche Frist, aber üblich sind zwei bis drei Wochen Wartezeit nach der Anforderung; wenn es länger dauert, sollten Sie schriftlich eine neue Frist (ca. zwei Wochen) setzen, da der Arbeitgeber bei triftigem Grund („unverzüglich“) handeln muss. Reagiert der Arbeitgeber nach der ersten Aufforderung nicht, empfiehlt sich der Gang zum Fachanwalt für Arbeitsrecht, insbesondere bei drohendem Jobverlust.
Kann ich ein Zwischenzeugnis einklagen?
Ein Zwischenzeugnis einklagen ist der letzte Schritt, wenn der Arbeitgeber die Ausstellung verweigert oder ein schlechtes/fehlerhaftes Zeugnis nicht korrigiert, nachdem Sie das Gespräch gesucht haben. Der Prozess beinhaltet eine Aufforderung mit Fristsetzung, gefolgt von einer Klage vor dem Arbeitsgericht, um den Arbeitgeber zur Ausstellung oder Korrektur zu zwingen; idealerweise mit Unterstützung eines Fachanwalts für Arbeitsrecht.
Wie bitte ich meinen Chef um ein Zwischenzeugnis?
Um ein Zwischenzeugnis anzufordern, schreibst du am besten eine kurze, höfliche E-Mail an deinen Vorgesetzten oder die Personalabteilung und bittest um ein qualifiziertes Zwischenzeugnis mit einem triftigen Grund (z. B. Jobwechsel, Elternzeit, Vorgesetztenwechsel), da es keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch gibt, aber oft Kulanz oder vertragliche Regelungen bestehen, die ein "berechtigtes Interesse" voraussetzen. Formuliere dein Anliegen konkret und nenne, warum du es benötigst, um Missverständnisse zu vermeiden, und bitte explizit um eine Leistungsbeurteilung.
Kann ein Vorgesetztenwechsel ein Zwischenzeugnis rechtfertigen?
Ein Vorgesetztenwechsel ist ein triftiger Grund, ein Zwischenzeugnis zu beantragen, da es als wichtiger Leistungsnachweis dient, der das aktuelle Arbeitsverhältnis dokumentiert und bei zukünftigen Bewerbungen hilft. Es ist ratsam, das Zeugnis frühzeitig zu fordern, solange der alte Vorgesetzte noch im Amt ist, um eine wohlwollende und genaue Beurteilung zu sichern; die Anforderung ist meist schriftlich beim Arbeitgeber zu stellen.
Wann ist es sinnvoll, ein Zwischenzeugnis zu verlangen?
Ein Zwischenzeugnis ist sinnvoll bei wichtigen Veränderungen wie einem Vorgesetztenwechsel, Abteilungs- oder Jobwechsel, langer Abwesenheit (Elternzeit, Sabbatical) oder bei strukturellen Umbrüchen (Fusion, Übernahme), um die aktuelle Leistung dokumentieren zu lassen, bevor Erinnerungen verblassen oder sich Verantwortlichkeiten ändern. Es dient als Absicherung für zukünftige Bewerbungen oder um eine aktuelle Leistungsstandbestimmung zu erhalten, auch ohne konkreten Anlass.
Wie begründe ich ein Zwischenzeugnis?
Gründe für ein Zwischenzeugnis sind meist Veränderungen im Arbeitsverhältnis wie Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel, interne Jobwechsel, längere Auszeiten (Elternzeit, Sabbatical), drohende Unternehmensveränderungen (Insolvenz, Betriebsübergang) oder die Vorbereitung auf einen Jobwechsel, um die eigene Leistung festzuhalten und Sicherheit zu gewinnen, da es oft einen "berechtigten Interesse" gibt, auch wenn kein genereller Rechtsanspruch besteht.
Wer hat Anspruch auf ein Zwischenzeugnis und was sollte es beinhalten?
Ein Zwischenzeugnis ist eine Leistungsbewertung während eines laufenden Arbeitsverhältnisses, die Arbeitnehmer bei triftigen Gründen beantragen können, obwohl es keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch gibt (außer bei Beendigung). Es ähnelt einem qualifizierten Arbeitszeugnis, dokumentiert Tätigkeiten, Leistungen und Verhalten, was besonders bei Vorgesetztenwechsel, Betriebsübergängen oder vor längeren Auszeiten wie der Elternzeit sinnvoll ist, um eine aktuelle Leistungsbasis zu sichern. Wichtig ist, dass es „wahr“, „klar“ und „wohlwollend“ formuliert ist, um späteren Nachteilen vorzubeugen.
Was kostet eine Zeugnisklage?
Die Kosten für die Einklagung eines Arbeitszeugnisses hängen vom Streitwert (meist ein Bruttomonatsgehalt) ab und umfassen Anwalts- und Gerichtskosten, die bei etwa 900 bis über 1.600 € für beide Instanzen liegen können, wenn man einen Anwalt beauftragt und verliert, aber oft durch eine Einigung in der Güteverhandlung (ohne Gerichtskosten) vermieden werden können. Eine Rechtsschutzversicherung kann die Kosten decken, andernfalls trägt der Verlierer die Kosten, wobei eine Einigung oft bevorzugt wird.
Kann man wegen einem Zwischenzeugnis gekündigt werden?
Ein Zwischenzeugnis, das ein Arbeitnehmer durch Drohung und Nötigung erzwingt, kann nicht dazu führen, dass eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses wegen dieser Drohung und Nötigung widersprüchlich und unwirksam ist.
Kann mir der Arbeitgeber ein Zwischenzeugnis verweigern?
Du kannst die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses verweigern, wenn du glaubst, dass dein Arbeitnehmer keinen ausreichenden Grund für die Anforderung hat oder wenn du der Meinung bist, dass ein solches Verlangen willkürlich oder missbräuchlich ist. Allerdings solltest du das gut und angemessen schriftlich begründen.
Habe ich ein Recht auf ein Zwischenzeugnis?
Nein, es gibt keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf ein Zwischenzeugnis, aber Arbeitnehmer können es bei einem berechtigten Interesse verlangen, was heutz দিকge Rechtsprechung weitgehend anerkannt ist, z.B. bei Vorgesetztenwechsel, Elternzeit, angestrebter Versetzung, Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder bei Bewerbungen auf einen neuen Job. Der Arbeitgeber ist dann verpflichtet, dieses auszustellen, da es zu seinen Nebenpflichten gehört, auch wenn er sich bei der Beantragung durch den Arbeitnehmer verdächtigen könnte, das Unternehmen verlassen zu wollen.
Ist ein Arbeitszeugnis ohne Kündigungsgrund zulässig?
In aller Regel wirkt es sich auf den Arbeitnehmer negativ aus, wenn im Arbeitszeugnis der Kündigungsgrund fehlt. Es gilt: Es ist sowohl rechtlich zulässig als auch üblich, den Kündigungsgrund im Zeugnis zu nennen. Ein Arbeitszeugnis ohne Kündigungsgrund legen Personaler immer zum Nachteil des Arbeitnehmers aus.
Was tun, wenn der Chef kein Zwischenzeugnis ausstellt?
Was kann ich tun, wenn sich der Arbeitgeber weigert, ein Zwischenzeugnis auszustellen? Weigert sich der Arbeitgeber, ein Zwischenzeugnis auszustellen, können Sie Ihren Anspruch vor dem Arbeitsgericht geltend machen und diesen so zur Ausstellung eines Zwischenzeugnisses zwingen.
Kann ich ein Zwischenzeugnis ohne Grund anfordern?
Sie können ein Zwischenzeugnis ohne konkreten Anlass anfordern, aber es gibt keinen gesetzlichen Anspruch, daher muss Ihr Arbeitgeber zustimmen, was bei mangelnder Begründung zu Misstrauen führen kann. Am besten wählen Sie einen "guten" Zeitpunkt (z. B. nach Projekterfolg) und formulieren die Bitte geschickt, indem Sie ein berechtigtes Interesse (wie interne Weiterentwicklung oder Wunsch nach Leistungsstand) nennen, um Verdacht auf Jobwechsel zu vermeiden.
Kann ich ein Zwischenzeugnis wegen neuer Aufgaben verlangen?
Wann dürfen Sie ein Zwischenzeugnis verlangen?
- Ein neuer Chef kommt: Wechselt in Ihrer Abteilung die Führungskraft, dann dürfen Sie ein Zwischenzeugnis anfordern. ...
- Ein interner Jobwechsel steht an: Auch dann haben Sie auf ein Zwischenzeugnis Anspruch – vor allem, wenn Sie neue Aufgaben übernehmen müssen.
Ist es sinnvoll, ein Zwischenzeugnis zu bekommen?
Ein Zwischenzeugnis hält Ihre Leistungen in einem Unternehmen schriftlich fest. Damit haben Sie ein hilfreiches Dokument in der Hand, das sowohl als Selbstbestätigung dient, als auch für spätere Bewerbungen in anderen Unternehmen nützlich ist.
Welche Sätze sind negativ im Arbeitszeugnis?
In Arbeitszeugnissen gibt es viele versteckte negative Formulierungen, die auf mangelnde Leistung, Eigeninitiative oder schlechtes Verhalten hinweisen, wie z.B. „Er/Sie zeigte Interesse“ (statt Ergebnisse), „Arbeitete nach Anleitung“ (mangelnde Selbstständigkeit), „War den Anforderungen gewachsen“ (nur Durchschnitt), oder „Stets bemüht“ (war nicht erfolgreich), da explizit Negative verboten sind, aber die Wahrheit durch Codes transportiert werden muss, um die berufliche Zukunft nicht zu blockieren.
Wie kann ich eine Klage gegen mein Zwischenzeugnis einreichen?
Bei einer Zwischenzeugnis-Klage, wo es um die Erteilung eines qualifizierten Zeugnisses geht, wird als Streitwert oft ein halber Brutto-Monatsverdienst festgelegt. Bei einer Arbeitszeugnis-Klage auf Zeugnisberichtigung beträgt der Streitwert in der Regel ein Monatseinkommen.
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