Zum Inhalt springen

Kann man Versicherungsmonate nachkaufen?

Gefragt von: Hilde Heuer  |  Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2026
sternezahl: 4.9/5 (74 sternebewertungen)

Ja, in Österreich kann man Versicherungsmonate, insbesondere Schul-, Studien- und Ausbildungszeiten, nachkaufen, um die Pensionsansprüche zu erhöhen oder die Voraussetzungen für einen früheren Pensionsantritt (z.B. Korridorpension) zu erfüllen, was steuerlich als Sonderausgabe absetzbar ist und bei der Pensionsversicherungsanstalt beantragt werden kann. Es gibt Obergrenzen (z.B. 36 Monate für höhere Schulen), aber man kann auch nur einzelne Monate kaufen, wobei die Kosten vom Alter und der Höchstbeitragsgrundlage abhängen. Pensionsversicherung Österreich +4

Wie viele Versicherungsmonate brauche ich, um in Pension zu gehen?

Für die Alterspension gilt folgende Mindestversicherungszeit: mindestens 180 Versicherungsmonate (15 Jahre) davon müssen mindestens 84 Monate (7 Jahre) aus tatsächlicher Erwerbstätigkeit stammen.

Wie viele Dienstjahre braucht man für die Pension?

Für eine volle Pension benötigen Sie je nach System 35 bis 45 Dienstjahre, wobei die 45-Jahres-Regelung (oft abschlagsfrei mit 65) oder 40 Jahre für den Maximalbetrag (ca. 71,75 % des letzten Gehalts) entscheidend sind, aber auch Mindestversicherungszeiten (z.B. 15 Jahre in Österreich) und die Regelaltersgrenze von 67 Jahren (in Deutschland) relevant sind, während Beamte mit 5 Jahren Mindestdienstzeit verbeamtet werden können, aber frühere Pensionen oft Abschläge haben. 

Wie komme ich zu meinen Versicherungszeiten?

Einen Auszug Ihrer persönlichen Versicherungszeiten (Versicherungsverlauf) erhalten Sie gegen Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises bei jedem Sozialversicherungsträger (nicht jedoch beim Dachverband der Sozialversicherungsträger).

Wie viele Jahre werden für die Pension angerechnet?

Kindererziehungszeiten in der Pensionsversicherung

In der Pensionsversicherung werden dabei bis zu vier Jahre (48 Monate pro Kind, 60 Monate bei Mehrlingsgeburten) als Kindererziehungszeiten angerechnet.

Gesetzliche Pensionsversicherung: Höherversicherung & Nachkauf Versicherungszeiten

20 verwandte Fragen gefunden

Was bringt es, Versicherungszeiten nachkaufen?

Der Nachkauf von Schul- und Studienzeiten kann zwei Vorteile bringen: Sie könnten die notwendigen Versicherungszeiten erreichen, um vorzeitig in Pension zu gehen. Sie könnten eine höhere Pension bekommen.

Ist es möglich, mit 63 Jahren abschlagsfrei in Pension zu gehen?

Eine Pension mit 63 ist für Beamte prinzipiell möglich, aber meist nur mit dauerhaften Versorgungsabschlägen von 0,3 % pro Monat (maximal 14,4 %), es sei denn, es liegen besondere Voraussetzungen vor, wie z. B. eine schwere Behinderung oder spezifische Berufe (Polizei, Feuerwehr) mit anderen Altersgrenzen, oder man hat unmittelbar vorher eine Erwerbsminderungsrente bezogen. Für Arbeitnehmer in der Deutschen Rentenversicherung gilt die "Rente mit 63" für bestimmte Jahrgänge (z. B. 1962) mit langen Versicherungszeiten, ebenfalls oft mit Abschlägen, da die Regelaltersgrenze steigt. 

Wo kann ich einsehen, wann ich in Pension gehen kann?

Sie das neue Pensionskonto einsehen können.

Sie können auch über FinanzOnline in Ihr Pensionskonto einsteigen. Falls Sie diesen Service im Internet nicht nutzen wollen, sendet Ihnen Ihr Pensionsversicherungsträger gerne einen Kontoauszug per Post zu.

Werden Arbeitslosenzeiten auf die Rente angerechnet?

Ja, Arbeitslosigkeit zählt zur Rente, da die Agentur für Arbeit bei Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I) Beiträge zahlt, was die Rentenansprüche erhöht und oft die 35 Jahre Wartezeit erfüllt. Für die 45 Jahre Wartezeit (besonders langjährig Versicherte) zählen ALG I-Zeiten meist auch mit, aber nicht in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn. Arbeitslosengeld II (Bürgergeld) zählt nicht als Beitragszeit, sondern höchstens als Anrechnungszeit. 

Werden Lehrjahre zur Pension angerechnet?

Schul-, Studien- und Ausbildungszeiten werden – sowohl bei der Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen für eine Pension als auch für die Pensionsberechnung – grundsätzlich nur dann berücksichtigt, wenn dafür nachträglich Beiträge entrichtet werden. Sie gelten als Beitragszeiten der freiwilligen Versicherung.

Wie viele Jahre muss man arbeiten, um volle Pension zu bekommen?

Das Regelpensionsalter ist 65 Jahre. Die Mindestversicherungszeit beträgt 180 Versicherungsmonate (= 15 Jahre). Davon müssen Sie mindestens 84 Monate (= 7 Jahre) erwerbstätig gewesen sein. Um eine Alterspension zu bekommen, müssen Sie einen Pensionsantrag stellen.

Wie viele Dienstjahre werden zur Berechnung der Pension angerechnet?

Berechnung der Pension

Für jedes volle Dienstjahr, welches ein Beamter geleistet hat, bekommt dieser gemäß § 5 BeamtVG einen Wert von 1,79375 Prozentpunkten angerechnet. Dabei kann maximal ein Wert 71,75 Punkten erreicht werden. Das entspricht einer Dienstzeit von 40 vollen Dienstjahren.

Wie hoch ist die niedrigste Beamtenpension?

Die niedrigste Beamtenpension ist eine Mindestversorgung, die entweder 35 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge (amtsabhängig) oder 65 % der Endstufe der Besoldungsgruppe A 4 plus einem Fixbetrag (amtsunabhängig) beträgt – es wird immer der höhere Betrag gezahlt, oft rund 1.800 bis 2.000 € oder mehr nach etwa fünf Dienstjahren, abhängig von der Besoldungsgruppe und den genauen Umständen. Sie dient als Absicherung bei kurzen Dienstzeiten. 

Kann man mit 62 abschlagsfrei in Pension gehen?

Die Langzeitversichertenpension kann ab dem 62. Lebensjahr seit 1.7.2022 - aber abschlagsfrei - angetreten werden.

Wie viele Jahre sind es bis zur vollen Pension?

Für eine volle Pension (Ruhegehalt) müssen Sie in Deutschland in der Regel 40 Dienstjahre erreichen, um den Höchstsatz von 71,75 % Ihres letzten Gehalts zu erhalten; mit 45 Dienstjahren ist ein abschlagsfreier Ruhestand mit 65 Jahren möglich, während bei früheren Pensionierungen Abschläge anfallen können, aber 40 Jahre der Schlüssel zum vollen Satz sind. 

Wie viel Geld braucht man, um mit 45 Jahren in den Ruhestand treten zu können?

Wer also momentan pro Monat ungefähr 2.000 Euro verbraucht, gibt jährlich 24.000 Euro aus. Um mit 45 Jahren in Rente zu gehen, muss man also 600.000 Euro gespart haben.

Was passiert, wenn ich 2 Jahre vor Rentenbeginn arbeitslos werde?

Wenn Sie zwei Jahre vor der Rente arbeitslos werden, erhalten Sie Arbeitslosengeld 1 (ALG I) als Brücke zur Rente, was Ihre Rentenansprüche stabilisiert, aber bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Jahren Wartezeit (45-Jahre-Rente) zählt die Zeit des ALG-I-Bezugs in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn nicht zur Wartezeit hinzu – es sei denn, die Arbeitslosigkeit beruht auf einer Insolvenz oder Betriebsschließung des Arbeitgebers, wie betanet und rentenbescheid24.de darlegen. Es ist also wichtig zu prüfen, ob Sie die 45 Jahre Wartezeit anderweitig erfüllen oder eine Rente mit Abschlägen in Kauf nehmen müssen. 

Wird man mit 63 Jahren noch vom Arbeitsamt vermittelt?

Ja, auch mit 63 wird man vom Arbeitsamt vermittelt, denn die Pflicht, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen und sich zu bewerben, gilt grundsätzlich unabhängig vom Alter, solange man Arbeitslosengeld (ALG I) bezieht und das Rentenalter noch nicht erreicht ist. Obwohl die Vermittlungschancen für Ältere als geringer eingeschätzt werden und es in der Praxis oft weniger Vermittlungsvorschläge gibt, muss man sich bewerben, um Sanktionen zu vermeiden. Das Amt zahlt in dieser Zeit auch Rentenbeiträge, was die spätere Rente erhöht. 

Welche Jahre zählen nicht zur Rente?

Nicht berücksichtigt werden:

Zeiten aus einem Rentensplitting unter Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern. Anrechnungszeiten: Zeiten, in denen Sie aus persönlichen Gründen keine Rentenversicherungsbeiträge zahlen können, zum Beispiel wegen Krankheit, Schwangerschaft, Arbeitslosigkeit, Schulausbildung und Studium.

Was zählt als Versicherungsmonat?

Für Versicherungszeiten gemäß den Paragraphen 227 a und 228a (Zeiten der Kindererziehung): Der erste volle Kalendermonat nach der Erfüllung der Voraussetzungen gemäß den Paragraphen 227 a, oder 228a und die folgenden Kalendermonate sind Versicherungsmonate.

Was ist die Mindestpension?

Ratgeber. Wenn Sie mindestens 40 Beitragsjahre in der Pensionsversicherung erworben haben, beträgt der Richtsatz für Alleinstehende 1.700,76 € (maximaler Bonus 493,99 €) bzw. für Ehepaare bzw. eingetragene Partnerschaften 2.295,69 € (maximaler Bonus von 493,46 €) (Stand 2026).

In welchem Alter wird eine Frau pensioniert?

Referenzalter 65 für Frauen und Männer ab 1. Januar 2024: Neu gilt für Frauen und Männer Referenzalter 65. Für Frauen mit Jahrgang 1960 ändert sich nichts. Bei den Frauen ab Jahrgang 1961 steigt das Referenzalter schrittweise von 64 auf 65, um drei Monate pro Jahr.

Was passiert, wenn ich 45 Arbeitsjahre voll habe?

Wenn Sie 45 Arbeitsjahre (Beitragsjahre) voll haben, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen die "Rente für besonders langjährig Versicherte" abschlagsfrei vor der Regelaltersgrenze beantragen, wobei das genaue Alter vom Geburtsjahr abhängt (z. B. 65 Jahre für Geburtsjahrgang 1964 und später). Dies ermöglicht einen früheren Renteneintritt ohne Abschläge, führt aber oft zu einer niedrigeren monatlichen Rente als bei einem späteren Rentenbeginn bis zur Regelaltersgrenze, da Ihnen die Entgeltpunkte der letzten Jahre fehlen. 

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie Sonderzahlungen an die Rentenkasse, um Abschläge auszugleichen, die Nutzung von Altersteilzeitmodellen (Blockmodell) oder Arbeitszeitkonten, Hinzuverdienstmöglichkeiten in der Flexi-Rente, sowie spezielle Regelungen für langjährig Versicherte (45 Jahre) oder Schwerbehinderte (ab GdB 50). Der direkte Weg ist oft die Rente mit Abschlägen (0,3 % pro Monat), die man aber auch durch freiwillige Beiträge kompensieren kann, während man weiterarbeitet.
 

Für welche Frauen lohnt sich eine Frühpensionierung?

Die Frauen der Übergangsgeneration, also mit Jahrgängen 1961 bis 1969, können wählen, ob sie bis 65 arbeiten wollen und dafür eine höhere AHV-Rente erhalten oder ob sie bereits mit 64 aufhören zu arbeiten und dafür eine Rentenkürzung in Kauf nehmen.