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Kann man Tannenholz Ölen?

Gefragt von: Hedi Schreiber  |  Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2026
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Ja, man kann Tannenholz (eine Art Nadelholz/Fichte) sehr gut ölen, um es zu schützen und seinen natürlichen Charakter zu betonen, wobei sich besonders Hartöl oder Hartwachsöl für stark beanspuchte Flächen eignen, während spezielle Öle mit Pigmenten auch Farbnuancen ermöglichen, ohne dass das Holz sofort stark dunkler wird. Das Öl zieht tief ein, bildet keinen Film wie Lack und schützt von innen, erfordert aber regelmäßiges Nachölen.

Kann man Holz dunkel Ölen?

Wenn Du Deine Holzoberflächen in einem dunklen Farbton ölen möchtest, hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder kannst du ein fertig pigmentiertes Öl verwenden oder Du stellst dir deinen Wunschfarbton selbst zusammen. Fertige dunkle Öle gibt es vor allem von Leinos als Hartöl oder robusteres Hartwachsöl.

Welches Holz muss nicht geölt werden?

Die sogenannten Tropenhölzer wie Cumaru, Ipe und Garapa haben dagegen eine viel größere Dauerhaftigkeit gegen Wind und Wetter. Hier redet man je nach Holzart von 15-25-30 Jahren. Diese Terrassenhölzer müssen nicht zwangsläufig geölt werden es sei denn sie möchten der Vergrauung entgegen wirken.

Kann man Fichtenholz Ölen?

Sie können das Holz mit einem Öl imprägnieren. Jedes Öl ist transparent, aber es gibt sie in allen möglichen Farben. Das Öl dringt in das Holz ein und schützt Ihr Fichtenholz von innen. Der große Vorteil von Öl ist, dass es keinen Film bildet und dass der natürliche Charme des Holzes erhalten bleibt.

Welches Öl lässt Holz nicht dunkel werden?

H2-Rohoptik von Natural Naturfarben Die H2 Rohoptik ist ein Grundieröl das einen Rohholzeffekt ermöglicht. Die Holzoberfläche wirkt natürlich und ohne Farbveränderung. So bleibt die natürliche Schönheit des Holzes erhalten. Es wirkt wie frisch geschliffen und wird nicht dunkler.

Holz richtig ölen | Tipps vom Tischlermeister | Jonas Winkler

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Wie kriege ich helles Holz dunkel?

Beizen und Lasuren sind hervorragende Möglichkeiten, um das Holz dunkler zu machen, ohne dabei die natürliche Maserung zu verdecken. Nach der Behandlung empfiehlt es sich, das Holz mit einer Versiegelung zu schützen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Beizarten: Farbstoffbeizen oder chemische Holzbeizen.

Wird Holz durch Leinöl dunkler?

Färbt Leinöl das Holz? Ja. Beim Trocknen und Altern macht Leinöl das Holz dunkler. Es hat einen gelblichen Ton, bei rohem Öl dezent und bei gekochtem Öl stärker ausgeprägt.

Welche Nachteile hat das Ölen von Holz?

Nachteile des Ölens von Holz:

* Regelmäßige Pflege : Geölte Oberflächen müssen möglicherweise regelmäßig nachgeölt werden, um ihr Aussehen zu erhalten. * Eingeschränkter Oberflächenschutz: Öl schützt zwar vor Feuchtigkeit, bietet aber im Vergleich zu härteren Oberflächenbehandlungen weniger Schutz vor oberflächlichen Kratzern und Stößen.

Kann man Olivenöl als Holzöl verwenden?

Olivenöl ist die perfekte, umweltfreundliche Oberflächenbehandlung für Holz, wenn Sie es natürlich, umweltfreundlich und pflegeleicht erhalten möchten . Olivenöl verleiht dem Holz in der Regel eine dunkle, warme Farbe mit einem leichten Glanz und ist daher ideal, wenn Sie das Holz in der Küche verwenden möchten, wo es mit Lebensmitteln in Berührung kommt.

Welches Öl eignet sich am besten für Fichtenholz?

Teaköl oder Tungöl

Natürliche Öle wie Teaköl und Tungöl dringen tief in das Holz ein, intensivieren seine natürliche Farbe und schützen es vor Feuchtigkeit. Diese Öle enthalten oft UV-Inhibitoren für zusätzlichen Schutz. Empfohlene Marke: Liberon Reines Tungöl.

Warum sollte man Holz zweimal Ölen?

Das Holz hat kleine Poren, die es zu schließen gilt, damit dort kein Schmutz oder Wasser eindringen können. Je öfter Du also ölst desto mehr Öl härtet in den Poren aus, bis die Poren schließlich ganz dicht sind.

Was passiert, wenn man Fichtenholz nicht streicht?

Was passiert mit unbehandeltem Holz im Freien? Lassen Sie das Holz im Freien unbehandelt, hält es genau so lange wie behandeltes Holz. Aber es verliert sehr schnell seine bräunliche oder honiggelbe Farbe. Der warme vom gelb-orange geprägte Farbton wechselt bei allen im Freien sehr zügig in einen silbrig grauen.

Kann man Holz mit Hausmitteln Ölen?

Zum Holz ölen mit Hausmitteln eignen sich vor allem Leinöl (zieht tief ein) und Mischungen aus Olivenöl/Sonnenblumenöl mit Essig für eine Politur gegen Flecken, oder auch Kokosöl. Auch Bienenwachs kann in Kombination mit Öl geschmolzen werden, um eine schützende Schicht zu bilden. Für die Anwendung gilt: Öl dünn auftragen, einziehen lassen und nachpolieren, wobei bei Essig-Öl-Mischungen der richtige Essig (hell für helles Holz, dunkel für dunkles Holz) wichtig ist.
 

Welches Öl für Ahornholz?

Die Oberflächen werden mit lebensmittelechtem Leinöl mit Hartwachsanteil behandelt.

Was ist besser, Holz geölt oder lackiert?

Warum geöltes Holz die nachhaltigere Wahl ist

Weniger Abfall: Lackierte Möbel oder Böden müssen oft komplett abgeschliffen werden, wenn der Lack beschädigt ist. Geöltes Holz kann einfach nachbehandelt werden. Bessere Raumluft: Holzlacke dünsten oft schädliche Stoffe aus.

Wird Holz nach dem Ölen wieder heller?

Nein, geöltes Holz wird durch das Ölen in der Regel dunkler ("angefeuert"), da das Öl die Holzporen sättigt und die Maserung intensiviert; es wird nicht von selbst wieder heller, kann aber durch spezielle Weißpigment-Öle oder einen anschließenden Schliff und erneutes Ölen mit Pigmenten aufgehellt werden, um das Nachdunkeln zu minimieren oder dem ursprünglichen Ton näherzukommen. 

Welches öl nimmt man zum Holzölen?

Zum Holz ölen eignen sich je nach Anwendung Hartwachsöl (robust, innen), Leinölfirnis (natürlich, innen/außen), spezielle Holzöle (Außenbereich, wetterfest) oder natürliche Öle wie Lein-, Tung- oder Walnussöl (Küchen, naturbelassen). Die Wahl hängt von Holzart, Beanspruchung und gewünschter Optik ab: Für eine strapazierfähige Oberfläche sind Hartwachsöle ideal, für Lebensmittelkontakt eignen sich reine Naturöle besser.
 

Wie kann ich Holzöl selbst herstellen?

Holzöl kann man einfach selbst machen, indem man Öl (z.B. Lein- oder Rapsöl) mit Wachs (Bienen- oder Carnaubawachs) im Verhältnis 2:1 oder 3:1 im Wasserbad schmilzt und gut verrührt, um eine pflegende Holzpflege zu erhalten; alternativ entsteht aus Essig und Öl (1:1) eine schnelle Holzpolitur, oder man mischt Rapsöl mit Vanilleschote/ätherischen Ölen für Duft- und Pflegeöl. Wichtig ist, Wachs immer auf Öl anzuwenden, um eine Schutzschicht zu bilden. 

Kann man Leinöl statt Olivenöl verwenden?

Speiseöle haben je nach Sorte und Herstellungsverfahren unterschiedliche Eigenschaften. So passt ein kräftiges Olivenöl zu anderen Gerichten als ein mildes Walnussöl, und ein kaltgepresstes Leinöl ist im Gegensatz zum raffinierten Rapsöl überhaupt nicht zum Braten geeignet.

Bei welchem Wetter sollte man Holz Ölen?

Am besten sollte es schon einige Tage zuvor trocken und warm gewesen sein. Die ideale Temperaturen liegen zwischen +15 und +25 Grad Celsius. Auch nachts sollte es trocken und möglichst schon wärmer sein als +8 Grad Celsius. Denn je kälter es ist, umso schlechter härtet das Öl aus.

Kann ich Holzmöbel mit Speiseöl Ölen?

Zum Ölen Ihrer Möbel können Sie auch auf Hausmittel zurückgreifen, die Holzmöbel mit einfachen Speiseöl behandeln sollten Sie aber nicht! Speiseöle enthalten oft Zusatzstoffe, die zu einer Schimmelbildung führen können. Auch Sonnenblumenöl, Rapsöl und Olivenöl eignen sich nicht zum Ölen der Holzmöbel.

Ist es besser, Holz zu Ölen oder zu wachsen?

Es gibt aber auch synthetisch hergestellte Holzwachse. Wachse schützen nicht nur stärker vor Feuchtigkeit als Öle, die damit behandelten Flächen sind auch widerstandsfähiger gegen physischen Abrieb. Dafür reagieren sie allerdings empfindlicher auf Wärmeeinflüsse.

Kann man Leinöl aus dem Supermarkt für Holz verwenden?

Ja, Leinöl aus dem Supermarkt (kaltgepresst) kann man für Holz nutzen, es dringt tief ein und schützt, aber spezieller Leinölfirnis (gekocht) härtet oft schneller und besser, da er mit Trockenstoffen versetzt ist; für eine intensive Behandlung sind spezielle Holzöle besser, aber Supermarkt-Leinöl eignet sich für einfache Anwendungen, ist aber dünnflüssiger und braucht länger zum Trocknen, wobei das richtige Abschleifen und eine gute Belüftung wichtig sind, damit es nicht ranzig riecht.
 

Kann sich geöltes Holz selbst entzünden?

Bei einigen Holzölen, die ungesättigte Pflanzenöle wie z.B. Leinöl enthalten, besteht die Gefahr, dass sie sich unter bestimmten Voraussetzungen selbst entzünden. Daher ist es besonders wichtig Werkzeuge wie Pinsel, Rollen und Putzlappen gründlich zu reinigen und so die Gefahr einer Selbstentzündung zu eliminieren.

Gibt es eine Möglichkeit, Holz zu ölen, ohne die Oberfläche anzufeuern?

Gibt es eine Möglichkeit, Holz zu ölen, ohne die Oberfläche anzufeuern? Ja, es gibt spezielle Holzöle, die weniger anfeuern und ein natürlicheres, mattes Finish bewahren. Wasserbasierte Öle sind eine gute Wahl für diejenigen, die die Farbe des Holzes möglichst unverändert lassen möchten.