Kann man sich einen neuen Nachnamen aussuchen?
Gefragt von: Josef Wolter B.Sc. | Letzte Aktualisierung: 7. Oktober 2026sternezahl: 4.9/5 (63 sternebewertungen)
Ja, man kann sich einen neuen Nachnamen aussuchen, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen und meistens nicht einfach so, sondern bei Heirat, Scheidung oder aufgrund eines wichtigen Grundes, der das Interesse an der Änderung überwiegt, wobei das neue Namensrecht ab 1. Mai 2025 mehr Freiheiten für die Namensänderung von Volljährigen bringt. Eine bloße Nicht-Gefallen des Namens reicht nicht aus.
Kann ich als Erwachsener meinen Nachnamen ändern?
Ein Erwachsener kann seinen Nachnamen in Deutschland ändern, aber nur unter strengen Voraussetzungen: Meistens ist ein "wichtiger Grund" nötig, der die Änderung rechtfertigt (z.B. Missbrauch des Namens, Verfolgung), da die Namenskontinuität wichtig ist. Seit Mai 2025 gibt es jedoch neue Regeln: Auch ohne Heirat oder Scheidung ist eine einmalige Änderung möglich, sowie nach einer Erwachsenenadoption, wo der bisherige Name beibehalten, angenommen oder kombiniert werden kann. Der Antrag wird beim zuständigen Standesamt gestellt.
Kann man einen neuen Nachnamen annehmen?
In der Bundesrepublik Deutschland ist das Namensrecht von dem Grundsatz der Namenskontinuität geprägt. Eine Änderung des Familiennamens und des Vornamens ist deshalb nur eingeschränkt möglich. Eine Beliebigkeit zur Namensänderung besteht nicht.
Wie bekomme ich einen neuen Nachnamen?
Liegen triftige Gründe oder eine grundsätzliche Berechtigung vor, den Nachnamen zu ändern, so können Sie stets bei dem örtlich zuständigen Standesamt die Namensänderung beantragen. Für den Antrag auf Namensänderung werden weder Vorlage noch Muster benötigt.
Wie viel kostet es, einen Nachnamen zu ändern?
Kosten. Für die Änderung oder Feststellung eines Familiennamens können Gebühren zwischen 50,00 und 1.500,00 EUR anfallen. Für die Änderung von Vornamen können Gebühren zwischen 25,00 und 500,00 EUR anfallen.
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Was ist ein wichtiger Grund für eine Nachnamensänderung?
Gründe für die Änderung des Familiennamens können sein: Familiennamen, die anstößig oder lächerlich klingen oder die zu unangemessenen oder frivolen Wortspielen Anlass geben. Schwierigkeiten in Schreibweise und Aussprache, die über das Normalmaß hinausgehend behindern.
Wie kann ich meinen Nachnamen am einfachsten ändern?
Die Namensänderung nach der Heirat ist wohl der einfachste der vier Hauptprozesse. Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass Sie und Ihr Partner von einer Person getraut werden, die in dem betreffenden Bundesland zur Durchführung von Eheschließungen berechtigt ist. Dies ist Voraussetzung für die Gültigkeit Ihrer Heiratsurkunde.
Kann ich ohne Grund meinen Nachnamen ändern?
Nach den Grundsätzen des deutschen Namensrechts steht der Name einer Person grundsätzlich nicht zur freien Verfügung des Namensträgers. Deshalb darf ein Familienname oder Vorname nur dann geändert werden, wenn hierfür ein wichtiger Grund vorliegt.
Was ändert sich 2025 nach dem Nachnamen?
Mai 2025 tritt das neue Namensrecht in Kraft. Es eröffnet neue Freiheiten bei der Namenswahl. Insbesondere haben Familien ab jetzt die Möglichkeit, einen echten Doppelnamen zu wählen. Außerdem wird es Stief- und Scheidungskindern in bestimmten Fällen erleichtert, ihren Namen zu ändern.
Wie ändere ich meinen Nachnamen in Deutschland?
Sie müssen die Namensänderung schriftlich bei der zuständigen Stelle beantragen. Für Minderjährige stellt der gesetzliche Vertreter oder die gesetzliche Vertreterin den Antrag. Für die Änderung des Namens einer ganzen Familie genügt ein Antrag, auf dem alle Betroffenen aufgeführt sind.
Kann man seinen Nachnamen ohne Hochzeit ändern?
Ja, man kann den Nachnamen auch ohne Heirat ändern, entweder durch eine öffentlich-rechtliche Namensänderung bei „wichtigen Gründen“ (z.B. Missbrauch, Diskriminierung) oder seit Mai 2025 durch einmalige Neufestlegung des Geburtsnamens als Erwachsener (z.B. vom Vater zum Namen der Mutter oder Annahme eines Doppelnamens). Der Prozess erfordert einen Antrag beim Standesamt und die Begründung eines wichtigen Grundes, wie Leidensdruck oder einen anstößigen Namen, da eine Beliebigkeit nicht besteht.
Wie lange Zeit braucht man, um Nachnamen zu ändern?
Die Namensänderung nach Hochzeit hat in Deutschland eine bestimmte Frist. Laut dem deutschen Personenstandsgesetz müssen Ehepaare innerhalb von drei Monaten nach der Hochzeit ihren Namen ändern lassen.
Kann ich meinen Geburtsnamen einmalig ändern?
Kann man den Geburtsnamen ändern? Ja, seit dem 01. Mai 2025 ist es Volljährigen nach § 1617i BGB erlaubt, ihren Geburtsnamen einmalig durch Erklärung gegenüber dem Standesamt neu zu bestimmen, auch ohne Eheschließung oder Scheidung.
Kann meine Lebensgefährtin meinen Nachnamen annehmen?
Ja. Eheleute können auf die Bestimmung eines gemeinsamen Familiennamens (Ehenamen) verzichten und stattdessen ihre jeweiligen Familiennamen behalten (§1355 Abs 1 BGB ). Eheleute „sollen“ (so der bis zum 1. Mai 2025 geltende Wortlaut) nicht mehr einen Ehenamen bestimmen, sie können dies aber weiterhin tun.
Kann man Nachnamen mischen?
Ja, seit dem neuen Namensrecht 2025 können Ehepartner in Deutschland ihre Nachnamen zu einem gemeinsamen Doppelnamen mischen (z.B. Müller-Schulz), aber keine völlig neuen Namen erfinden (wie "Mühlen" aus Müller und Lüdenscheid). Der Doppelname darf maximal aus zwei bestehenden Namen bestehen und wird mit oder ohne Bindestrich geführt; auch Kinder können diesen Namen von Geburt an tragen, und bestehende Ehen können angepasst werden.
Wie kann man sich auf einen Nachnamen einigen?
Beispiel: Er heißt Jan Müller, sie heißt Ella Schmidt. Möchten sie einen gemeinsamen Nachnamen führen, haben die beiden nun die Wahl, sich auf einen der beiden Familiennamen zu einigen oder einen zusammengesetzten Doppelnamen zu führen: Müller-Schmidt oder Schmidt-Müller. Der Bindestrich kann auch weggelassen werden.
Wie viel kostet eine Nachnamensänderung?
Eine Nachnamensänderung kostet in Deutschland je nach Aufwand und Bundesland zwischen ca. 30 € und über 1.000 €, wobei der Maximalbetrag für Familiennamen oft bei ca. 1.022 € liegt, aber auch für Vornamen Gebühren bis zu 255 € anfallen können. Die genauen Kosten hängen vom Einzelfall ab und werden von den Behörden festgelegt, wobei komplexere Fälle teurer sind, aber auch bei Ablehnung oder Rücknahme Kosten anfallen können.
Was ist der seltenste Nachname Deutschlands?
Den absolut seltensten Nachnamen gibt es nicht, da es viele Namen mit nur einer oder wenigen Trägern gibt (z. B. Ahlgrymm, Baltrusz, Prummbaum), die oft aus historischen Nischen stammen, aber es gibt keine offizielle Liste des "seltensten" Namens, da dies sich ständig ändert; oft sind es sehr spezifische Berufsbezeichnungen oder Ortsbezüge. Beispiele sind Namen wie Stippekohl (gesteppte Kapuze) oder Schuldenzucker, die nur sehr wenige Menschen tragen.
Ist es möglich, seinen Nachnamen zu ändern?
Ja, man kann seinen Nachnamen ändern, aber in Deutschland gilt der Grundsatz der Namenskontinuität, sodass dies nur in bestimmten Fällen (z.B. Heirat, Scheidung, Adoption) oder bei Vorliegen wichtiger Gründe möglich ist, oft über das Standesamt. Seit Mai 2025 gibt es durch das Selbstbestimmungsgesetz und das neue Namensrecht mehr Freiheit, insbesondere bei der Anpassung an die Geschlechtsidentität oder der Kombination/Wahl von Nachnamen nach der Geburt. Die Änderung erfordert einen Antrag bei der zuständigen Behörde und zieht neue Dokumente nach sich.
Kann ich als Erwachsener den Nachnamen meiner Mutter annehmen?
Eine Einwilligung Ihrer Eltern ist nicht erforderlich. Wenn Ihre Eltern erst einen Ehenamen bestimmt bzw. geändert haben, als Sie bereits volljährig waren, können Sie sich dieser Namensänderung anschließen und auch den neuen Ehenamen Ihrer Eltern führen. Eine Einwilligung Ihrer Eltern ist nicht erforderlich.
Welcher Doppelname muss zuerst erklärt werden?
Seit dem neuen Namensrecht ab Mai 2025 können Ehepartner einen gemeinsamen Doppelnamen bilden, wobei die Reihenfolge frei wählbar ist (z.B. Meier-Schulz oder Schulz Meier) und beide Partner diesen tragen können, entweder mit oder ohne Bindestrich; früher war dies nur für einen Partner möglich, der seinen Namen an den Ehenamen anhängte oder voranstellte. Bei der Namenswahl für Kinder gilt: Wenn ein Elternteil bereits einen Doppelnamen trägt, wird der alphabetisch erste Teil für die Bildung des Kindsnamens herangezogen, und der Doppelname für das Kind muss ebenfalls aus zwei Teilen bestehen.
Kann man seine Identität ändern?
Identität ändern – Namen ändern
Stattdessen genügt eine einfache Erklärung beim Standesamt, die eine selbstbestimmte Angabe zur Geschlechtsidentität und zu neuen Namen erlaubt. Das Verfahren ist somit diskreter und kommt ohne Gutachten oder medizinische Nachweise aus.
Was braucht man für eine Nachnamensänderung?
Man kann seinen Nachnamen in Deutschland bei Heirat oder Scheidung ändern, aber auch durch eine einmalige, öffentliche Namensänderung bei wichtigen Gründen (z.B. lächerlicher Name) oder seit Mai 2025 mit dem neuen Recht auch unabhängig von Heirat/Scheidung durch Erklärung beim Standesamt, um z.B. einen Doppelnamen zu bilden oder Namensteile zu kürzen, wobei dies oft nur für Kinder gilt, die den Namen eines Elternteils haben, und die Zustimmung des Kindes ab 5 Jahren erforderlich ist.
Wie lange dauert eine Nachnamensänderung?
Die Dauer des Verfahrens ist unterschiedlich, je nach Bundesland kann mit ca. sechs Monaten gerechnet werden. Für eine Namensänderung – egal ob Vor- oder Nachname – muss ein wichtiger Grund bestehen, der die Namensänderung rechtfertigt (vgl. § 3 Namensänderungsgesetz).
Wie aufwendig ist eine Namensänderung?
Ihr müsst euch nicht am Tag der Hochzeit entscheiden. Eine Namensänderung nach der Heirat wird beim Wohnsitzstandesamt beantragt und kostet euch zwischen 15 – 20€. Zusätzlich benötigt ihr eine beglaubigte Kopie der Heiratsurkunde sowie die Meldebescheinigungen und euren Personalausweis oder Reisepass.
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