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Kann man sich aus dem Krankenhaus selbst entlassen?

Gefragt von: Herr Heinz-Peter Hummel  |  Letzte Aktualisierung: 2. Juli 2026
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Ja, man kann sich selbst aus dem Krankenhaus entlassen, denn Patienten haben das Recht auf Selbstbestimmung, müssen aber in der Regel ein Formular unterschreiben (ein sogenanntes "Revers"), das bestätigt, dass sie gegen den ärztlichen Rat und auf eigene Verantwortung handeln, wodurch sie auch die Risiken einer möglichen Verschlechterung der Genesung selbst tragen. Vorher muss eine umfassende Aufklärung über die Risiken erfolgen.

Was passiert, wenn man sich im Krankenhaus selbst entlassen?

Wenn Sie sich selbst aus dem Krankenhaus entlassen (gegen ärztlichen Rat), übernehmen Sie das volle Risiko für Ihre Gesundheit; Sie müssen meist ein Dokument (Revers) unterschreiben, bestätigen die Aufklärung des Arztes und können keine Ansprüche gegen das Krankenhaus geltend machen, falls es zu Komplikationen kommt. Sie müssen sich um die weitere medizinische Versorgung kümmern, beispielsweise durch sofortige Kontaktaufnahme mit Ihrem Hausarzt, um Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen und die Genesung zu überwachen, sonst drohen finanzielle Einbußen. 

Kann ich das Krankenhaus ohne Entlassungsbrief verlassen?

Ansonsten hat jeder Patient das Recht jederzeit auf eigenen Wunsch das Krankenhaus zu verlassen, ob mit oder ohne Unterschrift.

Ist man gezwungen, im Krankenhaus zu bleiben?

Ja, man kann gezwungen werden, im Krankenhaus zu bleiben, aber nur unter sehr strengen gesetzlichen Auflagen, hauptsächlich bei Selbst- oder Fremdgefährdung (z.B. durch psychische Erkrankung) oder bei hochansteckenden Krankheiten, wobei eine richterliche Anordnung erforderlich ist, wie die DGBS erklärt. Grundsätzlich darf man das Krankenhaus verlassen, muss dies aber schriftlich bestätigen und die Haftung für Folgen übernehmen, außer bei den genannten Ausnahmen, wo ein richterlicher Beschluss die Anwesenheit sichert.
 

Ist es möglich, das Krankenhaus kurz zu verlassen?

Wenn Sie das Gelände verlassen möchten, und dies im Rahmen Ihrer Erkrankung möglich ist und vom behandelnden Arzt erlaubt wird, müssen Sie ein Dokument unterschreiben, welches für die Dauer Ihres Fernbleibens Ihren Verzicht auf etwaige Versicherungsansprüche an das Krankenhaus bestätigt.

Selbst entlassen Krankenhaus lässt mich nicht gehen - behandelt aber auch nicht weiter.

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Wie lange darf man stationär im Krankenhaus bleiben?

Die Dauer eines Krankenhausaufenthalts variiert stark je nach Diagnose, aber üblich sind 8-12 Tage bei Operationen, während die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) eine Übergangspflege nach der Akutbehandlung für maximal 10 Tage übernimmt, falls eine Weiterversorgung zu Hause nicht möglich ist. Jeder Patient hat das Recht, das Krankenhaus jederzeit eigenständig zu verlassen, außer bei ansteckenden Krankheiten oder nach bestimmten Operationen, wobei der behandelnde Arzt die Entlassung koordiniert, um eine sichere Weiterbehandlung (z.B. Reha, ambulante Pflege) zu gewährleisten.
 

Wer entscheidet über die Entlassung im Krankenhaus?

Wann Sie das Krankenhaus verlassen dürfen, entscheidet der Stationsarzt. Wenn Sie das Krankenhaus entgegen ärztlichem Rat früher verlassen wollen, müssen Sie schriftlich erklären, das auf eigene Verantwortung zu tun.

Kann man das Krankenhaus am Wochenende verlassen?

Ja, eine Entlassung aus dem Krankenhaus am Wochenende ist grundsätzlich möglich, aber seltener als unter der Woche, da Freitag der häufigste Entlassungstag ist; dies hängt von der Klinik, dem Gesundheitszustand des Patienten und der Nachsorge ab, da eine Entlassung am Wochenende Risiken birgt und die Nachsorge geklärt sein muss, obwohl es in der Psychiatrie häufiger vorkommt, sagt Krankenhaus.de und der Deutschlandfunk.
 

Kann man gegen seinen Willen ins Krankenhaus gebracht werden?

Ja, eine Einweisung ins Krankenhaus gegen den eigenen Willen ist möglich, aber nur unter strengen Voraussetzungen: Es muss eine akute und erhebliche Gefahr für das eigene Leben/Gesundheit oder für andere bestehen (Selbst- oder Fremdgefährdung) und es darf keine mildere Maßnahme geben. Diese Maßnahme wird meist bei psychischen Erkrankungen veranlasst und ist gesetzlich geregelt, um die Rechte der Betroffenen zu schützen, oft durch unabhängige Gutachter und Patientenanwälte.
 

Ist es erlaubt, eine stationäre Behandlung abzulehnen?

Die Entscheidung liegt beim Aufnahmearzt. Schätzt dieser ein, dass kein Notfall gegeben ist, darf er die Aufnahme ablehnen. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Notwendigkeit der stationären Behandlung durch die gesetzliche Krankenversicherung und den Medizinischen Dienst der Krankenkassen überprüft wird.

Wie kann ich meinen Krankenhausaufenthalt abbrechen?

Der Krankenhausaufenthalt kann jederzeit beendet werden

Er darf nur dann gegen seinen Willen zurückgehalten werden, wenn besondere Bestimmungen angewendet werden müssen, die eine Beendigung unmöglich machen. Dazu zählen beispielsweise ansteckende Infektionskrankheiten oder auch eine gerade durchgeführte Operation.

Kann ich darauf bestehen, im Krankenhaus zu bleiben?

Krankenhäuser müssen ihren Patientinnen und Patienten Einsicht in die vollständige Patientenakte gewähren. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn erhebliche therapeutische Gründe oder erhebliche Rechte Dritter dagegensprechen.

Wie lange wartet man auf einen Entlassungsbrief?

Der Brief wird dem weiterbehandelnden Arzt zwar meist auch per Post zugestellt, allerdings kann das einige Wochen dauern. Deshalb sollte man den Entlassungsbrief, den man im Krankenhaus erhalten hat, unbedingt zum nächsten Termin beim weiterbehandelnden Arzt mitbringen.

Was kostet eine Nacht im Krankenhaus für Selbstzahler?

Eine Nacht im Krankenhaus als Selbstzahler kostet je nach Klinik, Bundesland und gewählter Leistung (z.B. Einzel-/Zweibettzimmer, Chefarzt) zwischen ca. 100 € (Zweibettzimmer/Basisleistung) und über 1.500 € (Privatklinik/Spezialbehandlung); die reinen Behandlungskosten können bei durchschnittlich 300 € bis 1.200 € pro Tag liegen, wobei Einzelzimmer oft 150 € bis 200 € extra kosten, aber auch 1000 €+ erreichen können. 

Wann wird man meistens aus dem Krankenhaus entlassen?

Man wird meistens morgens oder vormittags aus dem Krankenhaus entlassen, um das Bett für neue Patienten freizugeben; der genaue Zeitpunkt hängt aber von den ausstehenden Befunden, dem Arztgespräch und der Organisation der Weiterversorgung ab, oft fällt die Entlassung auch auf den Freitag vor dem Wochenende. Eine Entlassung ist erst dann möglich, wenn die Nachsorge gesichert ist und die Ärzte grünes Licht geben. 

Wer haftet, wenn ein Patient im Krankenhaus stürzt?

Wann haftet ein Krankenhaus für einen Sturz des Patienten und wann nicht? Ein Krankenhaus haftet für einen Sturz eines Patienten, wenn es seine Fürsorge- und Obhutspflichten verletzt hat. Dazu gehört, dass das Krankenhaus angemessene Maßnahmen ergreift, um Patienten vor Schäden zu bewahren.

Was passiert, wenn ich einfach aus dem Krankenhaus gehen?

Wenn man gegen ärztlichen Rat aus dem Krankenhaus „abhaut“, handelt man auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung; es drohen keine direkten strafrechtlichen Konsequenzen, aber gesundheitliche Gefahren, der Verlust von Ansprüchen (z.B. Krankengeld, wenn kein Arztbrief vom Krankenhaus vorliegt) und Probleme bei der Nachsorge, da der Versicherungsschutz erlöschen kann und der Sozialdienst die nahtlose Weiterversorgung nicht planen konnte. Im schlimmsten Fall kann dies zu gesundheitlichen Schäden führen, für die man selbst haftet, da das Krankenhaus seine Fürsorgepflicht durch die eigenmächtige Entlassung nicht mehr gewährleisten kann. 

Bin ich gezwungen, im Krankenhaus zu bleiben?

Freie Arztwahl und Rechte von Ärzt:innen

Patient:innen in Deutschland können sich ihre Ärzt:innen frei aussuchen. Auch Ärzt:innen haben Rechte: Es gibt keine generelle Pflicht, alle Patient:innen zu behandeln. Diese Behandlungspflicht steht nicht im Medizinrecht oder in einem eigenen Gesetz.

Kann ich mich selbst einweisen?

Ja, Sie können sich selbst in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen, oft direkt über die Klinik oder mit einer Überweisung eines Arztes, ohne den Umweg über den Hausarzt gehen zu müssen; dies wird als Selbst-Einweisung bezeichnet und die Krankenkassen müssen die Kosten übernehmen, wenn die Klinik zugelassen ist und die Behandlung notwendig war, auch ohne Einweisungsschein eines niedergelassenen Arztes, wobei bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung eine Einweisung auch ohne Ihre Zustimmung möglich ist. 

Kann man sich im KH selbst entlassen?

Ja, man kann sich selbst aus dem Krankenhaus entlassen, denn Patienten haben das Recht auf Selbstbestimmung, müssen aber in der Regel ein Formular unterschreiben (ein sogenanntes "Revers"), das bestätigt, dass sie gegen den ärztlichen Rat und auf eigene Verantwortung handeln, wodurch sie auch die Risiken einer möglichen Verschlechterung der Genesung selbst tragen. Vorher muss eine umfassende Aufklärung über die Risiken erfolgen. 

Welche Uhrzeit wird man aus dem Krankenhaus entlassen?

Ihre Entlassung findet meist am Vormittag statt.

Eine konkrete Uhrzeit lässt sich leider nicht vorab nennen, da die endgültige Entscheidung oft erst nach dem Vorliegen ausstehender Befunde (etwa Laborwerte) getroffen werden kann.

Wann darf ein Patient aus dem Krankenhaus entlassen werden?

Man kann aus dem Krankenhaus entlassen werden, wenn der Arzt den Gesundheitszustand als stabil ansieht und die Anschlussversorgung (z.B. häusliche Pflege, Reha) geklärt ist. Das Krankenhaus muss sicherstellen, dass die weitere Betreuung gewährleistet ist, bevor die Entlassung erfolgt. Auf eigenen Wunsch geht eine Entlassung auch vorzeitig, aber nur, wenn keine ansteckende Krankheit oder frische OP vorliegt und man eine Einverständniserklärung (Revers) unterschreibt, die Risiken des vorzeitigen Verlassens bestätigt.
 

Wie lange darf man maximal im Krankenhaus sein?

Die Dauer eines Krankenhausaufenthalts variiert stark je nach Diagnose, aber üblich sind 8-12 Tage bei Operationen, während die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) eine Übergangspflege nach der Akutbehandlung für maximal 10 Tage übernimmt, falls eine Weiterversorgung zu Hause nicht möglich ist. Jeder Patient hat das Recht, das Krankenhaus jederzeit eigenständig zu verlassen, außer bei ansteckenden Krankheiten oder nach bestimmten Operationen, wobei der behandelnde Arzt die Entlassung koordiniert, um eine sichere Weiterbehandlung (z.B. Reha, ambulante Pflege) zu gewährleisten.
 

Wie lange muss man auf die Entlassung aus dem Krankenhaus warten?

Am Tag Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus bespricht Ihr Behandlungsteam den Ablauf mit Ihnen und begleitet Sie in den Entlassungsbereich. Die meisten Patienten können dann innerhalb von zwei Stunden entlassen werden. Bei komplexeren Nachsorgebedürfnissen kann es jedoch länger dauern.

Kann man sonntags aus dem Krankenhaus entlassen werden?

Ja, eine Entlassung aus dem Krankenhaus sonntags oder an Feiertagen ist grundsätzlich möglich, aber mit Risiken verbunden, da niedergelassene Ärzte oft geschlossen haben; daher muss eine gute Nachsorgeplanung mit Anlaufstellen (Rettungsstelle) und Medikamenten sichergestellt werden, besonders bei Wochenenden, die als kritischer Tag für Entlassungen gelten, um Kosten zu sparen. Die Kliniken müssen laut Gesetz sicherstellen, dass die Nachsorge geklärt ist, bevor ein Patient entlassen wird.