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Kann man sich als Pflegeperson krankschreiben lassen?

Gefragt von: Patrick Klein  |  Letzte Aktualisierung: 30. September 2026
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Nein, man kann sich nicht direkt für die Pflege eines Angehörigen krankschreiben lassen, da eine Krankschreibung die eigene Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Allerdings gibt es das Recht auf kurzzeitige Arbeitsverhinderung (bis zu 10 Tage pro Jahr), um eine akute Pflegesituation zu überbrücken, bei der eine ärztliche Bescheinigung über die Pflegebedürftigkeit des Angehörigen nötig sein kann. Bei eigener Überlastung oder Krankheit, die durch die Pflege entsteht, ist eine reguläre Krankschreibung möglich, wenn der Arzt die eigene Arbeitsunfähigkeit feststellt.

Kann ich mich krankschreiben lassen, wenn ich einen Angehörigen Pflege?

Eine direkte Krankschreibung, nur weil jemand einen Angehörigen pflegt, gibt es nicht; stattdessen haben Berufstätige Anspruch auf kurzzeitige Arbeitsverhinderung (bis 10 Tage) für akute Fälle (mit ärztlichem Attest) oder eine längere Pflegezeit (bis 6 Monate), die aber meist unbezahlt ist und einen besonderen Kündigungsschutz bietet, um die Pflege zu organisieren oder zu übernehmen. Wenn Sie selbst durch die Pflege überlastet sind, kann ein Arzt Sie wegen eigener gesundheitlicher Probleme krankschreiben, dann benötigen Sie aber eine Pflegevertretung. 

Was passiert, wenn eine Pflegeperson krank wird?

Ist die Pflegeperson durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten für eine Verhinderungs- beziehungsweise eine Kurzzeitpflege. Diese beiden Leistungen der Pflegeversicherungskassen werden durch die Krankenkasse des Pflegebedürftigen verwaltet.

Kann ich mich von der Arbeit freistellen lassen, um einen Angehörigen zu pflegen?

Ja, man kann sich für die Pflege eines nahen Angehörigen freistellen lassen, entweder durch die Pflegezeit (bis zu 6 Monate) oder die Familienpflegezeit (bis zu 24 Monate), was eine teilweise oder vollständige Freistellung ermöglicht, mit Anspruch auf ein zinsloses Darlehen zur finanziellen Absicherung und besonderem Kündigungsschutz, wobei der Arbeitgeber bei mehr als 15 Beschäftigten zustimmen muss.
 

Kann man Pflegegeld bekommen, wenn man krankgeschrieben ist?

Wenn Sie die kurzzeitige Arbeitsverhinderung in Anspruch nehmen, erhalten Sie ein auf bis zu zehn Tage begrenztes Pflegeunterstützungsgeld.

Wann muss der Arzt krankschreiben? #mentalhealth #depression #anxiety #mobbing

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Wann wird Pflegegeld pausiert?

Das Pflegegeld wird nur weiterbezahlt, wenn VOR dem stationären Aufenthalt im Krankenhaus oder der Reha ein Pflegegeldanspruch bestand. Unser Tipp: Wenn Sie einen Pflegegrad haben, sind Sie prinzipiell verpflichtet, der Pflegekasse Änderungen der Pflegesituation mitzuteilen.

Welche Rechte haben pflegende Angehörige?

Pflegende Angehörige haben Rechte auf Unterstützung, insbesondere durch Freistellungen von der Arbeit (10 Tage bezahlter Sonderurlaub, bis zu 24 Monate Pflegezeit/Familienpflegezeit), finanzielle Hilfen wie das Pflegeunterstützungsgeld (90% des Nettoeinkommens) und den Entlastungsbetrag sowie durch Pflegeberatung und Schulungskurse. Wichtig sind auch die Rentenversicherungsbeiträge und steuerliche Vorteile wie der Pflegepauschbetrag. Diese Rechte dienen der Entlastung und der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. 

Kann nicht arbeiten wegen Pflege angehöriger.?

Wenn Sie wegen der Pflege eines Angehörigen nicht arbeiten können, haben Sie Anspruch auf kurzfristige Freistellung (bis zu 10 Tage mit Pflegeunterstützungsgeld bei akuter Situation) und langfristige Pflegezeit (bis zu 6 Monate, teilweise oder ganz), wobei Sie Arbeitgeber informieren und einen Antrag stellen müssen, um Lohnersatzleistungen und Kündigungsschutz zu erhalten. 

Welche Auszeiten gibt es für pflegende Angehörige?

Arbeitnehmer können sich für die Pflege naher Angehöriger kurzfristig (bis zu 10 Tage für Organisation), für bis zu 6 Monate (Pflegezeit) oder länger (Familienpflegezeit) bei ihrem Arbeitgeber freistellen lassen, wobei es für die ersten 10 Tage oft Pflegeunterstützungsgeld gibt, während längere Phasen meist unbezahlt sind, aber zinslose Darlehen möglich sind; wichtig sind das Pflegezeitgesetz (PflZg) und das Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) sowie die Unternehmensgröße. 

Wer zahlt das Gehalt bei Pflegefreistellung?

Den sogenannten "Pflegeurlaub" (kurzzeitige Arbeitsverhinderung) zahlt die Pflegekasse der pflegebedürftigen Person in Form von Pflegeunterstützungsgeld (ca. 90 % des Nettogehalts) für bis zu 10 Tage pro Jahr, da der Arbeitgeber für diese Zeit meist keinen Lohn zahlt. Für längere Phasen wie Pflegezeit gibt es ein zinsloses Darlehen vom Staat (BafzA). 

Welche Nachteile hat man als Pflegeperson?

Nachteile für Pflegepersonen sind vor allem die hohe körperliche und psychische Belastung (Stress, Burnout, Rückenschmerzen), soziale Isolation, finanzielle Einbußen (Einkommensverlust, höhere Kosten) und die Einschränkung der eigenen Lebensgestaltung (weniger Zeit für Beruf, Freunde, Hobbys). Hinzu kommen die ständige Verantwortung und die Notwendigkeit, Beruf, Familie und Pflege zu vereinbaren, was oft zu Überforderung führt. 

Was ändert sich 2025 für pflegende Angehörige?

Entlastungsbetrag 2025

Bis Ende 2024 lag der Entlastungsbetrag für alle Pflegegrade bei 125 Euro monatlich. Durch die Erhöhung von 4,5 Prozent liegt der Entlastungsbetrag ab 2025 bei 131 Euro monatlich, also um 6 Euro höher als das Jahr zuvor.

Was bedeutet es, als Pflegeperson eingetragen zu sein?

Als Pflegeperson eingetragen zu sein bedeutet, formal bei der Pflegekasse gemeldet zu sein, um die pflegebedürftige Person zu betreuen, ohne dafür direkt bezahlt zu werden (ehrenamtliche Pflege). Diese Eintragung ist ein wichtiger, meist formaler Schritt, um für die Pflegeperson selbst sozialversicherungsrechtliche Vorteile wie Renten- und Unfallversicherung zu sichern und steuerliche Entlastungen (Pflegepauschbetrag) zu erhalten, ohne dabei die formellen Pflichten einer professionellen Pflegekraft zu haben. 

Was ist, wenn die Pflegeperson krank ist?

Der selbst erkrankte Angehörige kann in jedem Kalenderjahr bis zu sechs Wochen eine Ersatzpflege zur Seite gestellt bekommen, um bei Bedarf entlastet zu werden. Gegebenenfalls kann die zuständige Pflegekasse die Verhinderungspflege auf ein Maximum von 150 Prozent des bisherigen Pflegegeldes ausweiten.

Wo beantrage ich Pflegefreistellung?

Wenn Sie eine Pflegefreistellung in Anspruch nehmen müssen, brauchen Sie dafür keine Vereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber treffen. Jedoch haben Sie eine Meldepflicht: Sie müssen Ihren Arbeitgeber unverzüglich über die geplante Pflegefreistellung informieren. Zudem müssen die Voraussetzungen nachweisbar sein.

Was bedeutet akute Pflegesituation?

Laut Gesetz liegt eine akute Pflegesituation vor, wenn sie unerwartet auftritt, zum Beispiel durch einen Unfall oder einen Schlaganfall, oder wenn eine bestehende Pflegebedürftigkeit sich plötzlich verschlechtert.

Kann man sich für die Pflege von Angehörigen krankschreiben lassen?

Nein, man kann sich nicht direkt für die Pflege eines Angehörigen krankschreiben lassen, da eine Krankschreibung die eigene Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Allerdings gibt es das Recht auf kurzzeitige Arbeitsverhinderung (bis zu 10 Tage pro Jahr), um eine akute Pflegesituation zu überbrücken, bei der eine ärztliche Bescheinigung über die Pflegebedürftigkeit des Angehörigen nötig sein kann. Bei eigener Überlastung oder Krankheit, die durch die Pflege entsteht, ist eine reguläre Krankschreibung möglich, wenn der Arzt die eigene Arbeitsunfähigkeit feststellt. 

Wie hoch ist der Angehörigenbonus 2025?

Höhe und Auszahlung des Angehörigenbonus

Im Kalenderjahr 2023 und 2024 beträgt der Angehörigenbonus monatlich € 125,00. Eine Anpassung des Angehörigenbonus erfolgt erstmals ab 1. Jänner 2025. Der Angehörigenbonus beträgt im Kalenderjahr 2025 monatlich € 134,30.

Kann man Pflegeperson sein, wenn man Vollzeit arbeitet?

Vollzeit arbeiten und Angehörige pflegen geht durch rechtliche Freistellungen wie die kurzzeitige Arbeitsverhinderung (10 Tage pro Jahr) oder die Pflegezeit (bis zu 6 Monate, teilbar), sowie durch betriebliche Vereinbarungen (Gleitzeit, Homeoffice). Finanziell gibt es das Pflegeunterstützungsgeld (für die 10 Tage), Pflegezeitgeld (für Pflegezeit) und den Pflegepauschbetrag (Steuererleichterung). Zudem können professionelle Entlastungsdienste wie 24-Stunden-Betreuung helfen, die Last zu teilen. 

Kann man sich von der Arbeit freistellen lassen, um einen Angehörigen zu pflegen?

Ja, man kann sich für die Pflege eines nahen Angehörigen freistellen lassen, entweder durch die Pflegezeit (bis zu 6 Monate) oder die Familienpflegezeit (bis zu 24 Monate), was eine teilweise oder vollständige Freistellung ermöglicht, mit Anspruch auf ein zinsloses Darlehen zur finanziellen Absicherung und besonderem Kündigungsschutz, wobei der Arbeitgeber bei mehr als 15 Beschäftigten zustimmen muss.
 

Was für Rechte habe ich als pflegender Angehöriger?

Pflegende Angehörige haben Rechte auf Unterstützung, insbesondere durch Freistellungen von der Arbeit (10 Tage bezahlter Sonderurlaub, bis zu 24 Monate Pflegezeit/Familienpflegezeit), finanzielle Hilfen wie das Pflegeunterstützungsgeld (90% des Nettoeinkommens) und den Entlastungsbetrag sowie durch Pflegeberatung und Schulungskurse. Wichtig sind auch die Rentenversicherungsbeiträge und steuerliche Vorteile wie der Pflegepauschbetrag. Diese Rechte dienen der Entlastung und der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. 

Welche Auszeit kann ich nehmen, um pflegende Angehörige zu pflegen?

Für pflegende Angehörige gibt es verschiedene Möglichkeiten für eine Auszeit, darunter die kurzzeitige Arbeitsverhinderung (bis zu 10 Tage bezuschusstes Fernbleiben) und die längere Pflegezeit (bis zu 6 Monate unbezahlte Freistellung mit Kündigungsschutz) nach dem Pflegezeitgesetz sowie die Verhinderungspflege (bis zu 8 Wochen pro Jahr, finanziert durch die Pflegekasse) für die professionelle Vertretung der Pflege. Ergänzend können Kuren und Rehas für die pflegende Person beantragt werden, während die Pflege durch Ersatz- oder Kurzzeitpflege sichergestellt wird.
 

Was ändert sich 2026 für pflegende Angehörige?

Für pflegende Angehörige bringt 2026 vor allem eine Entbürokratisierung und Flexibilisierung durch das BEEP-Gesetz mit sich (mehr Prävention, weniger Pflicht-Beratungen, vereinfachte Verhinderungspflege), aber keine sofortigen Erhöhungen der Pflegeleistungen oder Pflegegelder; stattdessen wird ein gemeinsames Budget für Kurzzeit- und Verhinderungspflege eingeführt und der Pflegemindestlohn steigt zum 1. Juli 2026 für professionelle Pflegekräfte, was indirekt die Qualität der Versorgung verbessert. 

Wie viel Sonderurlaub kann ich für die Pflege von Angehörigen bekommen?

Pflegende Angehörige können bis zu 56 Tage im Jahr Verhinderungspflege (wird auch als Ersatzpflege bezeichnet) oder Kurzzeitpflege von der Pflegekasse bekommen. Verhinderungspflege kann in Anspruch genommen werden, wenn die Pflegeperson für eine zeitlich begrenzte Zeit verhindert ist.

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