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Kann man seine Tage bekommen trotz Stillen?

Gefragt von: Ingolf Förster  |  Letzte Aktualisierung: 3. März 2026
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Ja, man bekommt seine Tage (die Menstruation) wieder, aber das Stillen verzögert sie oft um Monate oder länger, da das Hormon Prolaktin den Eisprung unterdrückt. Bei voll stillenden Müttern setzt die Periode meist erst nach dem Abstillen ein, kann aber auch schon bei reduzierter Stillfrequenz zurückkehren, da der Hormonhaushalt sich normalisiert und die Eizellreifung wieder beginnt. Stillen ist keine sichere Verhütung, da ein Eisprung schon vor der ersten Blutung stattfinden kann.

Warum bekomme ich meine Periode, obwohl ich stille?

Denn beim Stillen schüttet der Körper zur Milchbildung unter anderem Prolaktin aus. Dieses Hormon hemmt, beziehungsweise verhindert das Reifen der Eizellen in den Eierstöcken und beeinflusst das Einsetzen des ersten Eisprungs und damit auch der ersten Periode nach der Geburt.

Wann bekommt man seine Periode, wenn man stillt?

Die Periode beim Stillen setzt sehr unterschiedlich ein: Bei vollständigem Stillen (auch nachts) kann es Monate bis über ein Jahr dauern, da das Hormon Prolaktin den Eisprung hemmt. Bei Teilstillen kehrt die Periode oft innerhalb der ersten Monate zurück. Wer nicht stillt, bekommt die Blutung meist schon nach 4 bis 10 Wochen wieder. 

Kann ich trotz Stillen die Periode haben?

Wichtig: Vor allem zu Beginn der Einnahme kann die Periode trotz Stillpille weiterhin eintreten. Auch Zwischenblutungen sind trotz Pille möglich – beispielsweise, wenn Frauen die Pille wechseln. Nehmen Sie die Minipille dennoch jeden Tag ohne Pause ein – auch während der Monatsblutung, falls diese auftritt.

Was tun, wenn beim Stillen Blut kommt?

Blut in der Milch zu sehen, kann zunächst beunruhigend sein, ist für Babys jedoch nicht schädlich. Wenn Sie Blut in Ihrer Milch bemerken, können Sie weiterstillen – in den meisten Fällen hört es innerhalb weniger Tage auf.

Pregnant again and still breastfeeding?

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Ist blutiger Ausfluss während der Stillzeit normal?

Ausfluss in der Stillzeit ist meist normal: Milchige Sekretion aus der Brust (Kolostrum/Muttermilch), oft milchig-weißlich, klar oder auch gelblich/grünlich/bräunlich, ist normal; Scheidenausfluss (Wochenfluss/Periode) ist hormonell bedingt und normal, solange er nicht stark riecht, stark juckt oder mit Fieber/Schmerzen einhergeht. Achten Sie auf Veränderungen, Farben (grün, gelb, braun), Gerüche oder Beschwerden (Jucken, Schmerzen), um eine Infektion oder andere Probleme frühzeitig zu erkennen, aber Milchausfluss aus der Brust ist während und auch manchmal kurz nach der Stillzeit normal (Galaktorrhoe).
 

Was bedeutet es, wenn Blut aus der Brust kommt?

Blutige Sekrete von hellrot bis braun können, vor allem, wenn sie spontan und einseitig auftreten, ein Symptom einer Brustkrebserkrankung (Frühwarnzeichen) sein und müssen medizinisch von anderen Ursachen, wie einem harmlosen Papillom oder den Folgen eines Traumas, abgegrenzt werden.

Hat man weniger Milch, wenn man seine Tage hat?

Ja, es ist normal, dass die Milchmenge während der Periode zurückgeht, weil hormonelle Schwankungen (besonders Östrogen) die Milchproduktion vorübergehend beeinflussen können; das Baby wird oft unruhiger, aber die Menge normalisiert sich meist nach ein paar Tagen wieder, durch häufigeres Stillen und Abpumpen kann man entgegenwirken. 

Bin ich schwanger oder kommt meine Periode?

Ob Sie Ihre Periode haben oder schwanger sind, lässt sich oft nur mit einem Schwangerschaftstest sicher sagen, besonders wenn Ihre Blutung ausbleibt, aber Symptome wie Brustspannen, Übelkeit oder Unterleibsziehen auftreten, die auch bei PMS vorkommen können, aber bei einer Schwangerschaft oft stärker und langanhaltender sind. Der Hauptunterschied ist das Ausbleiben der Periode bei einer Schwangerschaft, aber leichte „Einnistungsblutungen“ können vorkommen, sind aber meist kürzer und schwächer als die Menstruation. Bei Unsicherheit ist ein Schwangerschaftstest ab dem ersten Tag der ausbleibenden Periode der beste Weg, um Klarheit zu schaffen. 

Kann man trotz Stillen und Periode schwanger werden?

Ja, schwanger werden trotz Stillen mit Periode ist absolut möglich, denn das Einsetzen der Menstruation zeigt, dass der Körper wieder fruchtbar ist und Eizellen freigegeben werden, was den natürlichen Empfängnisschutz des Stillens (Laktationsamenorrhö-Methode) aufhebt; sobald die Periode einsetzt, sollten Sie definitiv verhüten, wenn Sie eine erneute Schwangerschaft vermeiden wollen. Auch wenn Sie noch keine Periode hatten, kann ein erster Eisprung stattfinden, der zu einer Schwangerschaft führt, aber das Einsetzen der Regelblutung ist das klare Zeichen für volle Fruchtbarkeit.
 

Wann stillt man in der Regel ab?

Aktuelle deutsche Empfehlung zum Stillen

Monats ausschließlich – also mindestens 4 Monate. Auch nach Einführung von Beikost – spätestens mit Beginn des 7. Monats – sollen Säuglinge weitergestillt werden. Wie lange insgesamt gestillt wird, bestimmen Mutter und Kind.

Ist es schwieriger, schwanger zu werden, wenn man stillt?

Kann ich während der Stillzeit schwanger werden? Die einfache Antwort ist, dass Sie während der Stillzeit schwanger werden können. Bei vielen kommt es jedoch während des Stillens zu einer Zeit verzögerter Fruchtbarkeit.

Welche Anzeichen einer Schwangerschaft gibt es während der Stillzeit?

Wenn Sie während des Stillens schwanger werden, bemerken Sie oft empfindlichere Brustwarzen, eine abnehmende Milchproduktion, Heißhunger und Müdigkeit; hinzu kommen klassische Schwangerschaftsanzeichen wie Übelkeit, häufiges Wasserlassen und Stimmungsschwankungen, aber das Stillen kann auch Übungswehen auslösen, weshalb bei Kontraktionen sofort ein Arzt kontaktiert werden sollte, um Risiken auszuschließen. 

Kann Stillen trotz Periode Schwangerschaft verhindern?

Du darfst noch keine Menstruation seit der Geburt gehabt haben. Sobald eine Periode einsetzt, ist von einer normalen Fruchtbarkeit auszugehen, auch ausschließliches Stillen hat dann keinen sicheren Empfängnisschutz. Die Methode kann bis sechs Monate nach der Geburt angewendet werden.

Wann ist Eisprung in der Stillzeit?

Generell können Stillende relativ schnell nach der Geburt wieder fruchtbar sein. Teilweise erfolgt der Eisprung schon kurz nach Ende des Wochenflusses. Bei anderen Frauen bleibt der Kinderwunsch in der Stillzeit lange unerfüllt.

Ist es möglich, seine Periode ohne Blutung zu bekommen?

Ja, es ist möglich, die Periode (Menstruation) zu haben, ohne stark zu bluten, was als Hypomenorrhoe bezeichnet wird – eine sehr schwache Blutung, oft nur wenige Stunden oder Tage anhaltend und eher wie Schmierblutungen. Die Gebärmutterschleimhaut wird dabei nur sehr dünn aufgebaut, was durch natürliche Zyklusschwankungen, Hormone, Stress, Gewichtsverlust oder bestimmte Verhütungsmittel verursacht werden kann. Auch eine vollständige Abwesenheit der Blutung bei gleichzeitig spürbaren Regelschmerzen kann auftreten (z.B. durch ein verschlossenes Jungfernhäutchen). 

Wie sieht meine Periode aus, wenn ich schwanger bin?

Trotz aller Behauptungen kannst Du während einer Schwangerschaft keine Periode oder Menstruation haben. Es kommt in der frühen Phase der Schwangerschaft allerdings häufiger zu leichten Schmierblutungen, die hellbraun oder hellrosa sind.

Wie kann ich ohne Test herausfinden, ob ich schwanger bin?

Man merkt eine Schwangerschaft oft durch das Ausbleiben der Periode und frühe Symptome wie Müdigkeit, Übelkeit (besonders morgens), empfindliche Brüste, häufigen Harndrang, Stimmungsschwankungen, Heißhunger und eine veränderte Geruchs-/Geschmacksempfindlichkeit, die durch hormonelle Umstellungen verursacht werden, aber auch unspezifisch sein können. Leichte Blutungen (Einnistungsblutung) oder Schmierblutungen können ebenfalls auftreten. 

Kann man ertasten, ob man schwanger ist?

Ja, man kann frühe Schwangerschaftszeichen wie ein weicheres Gefühl am Muttermund und eine veränderte Schleimhaut ertasten, aber dies ist nicht so zuverlässig wie ein Schwangerschaftstest oder eine ärztliche Untersuchung. Durch regelmäßiges Abtasten kann man die Veränderung des Muttermundes (weicher, höher liegend) und des Gebärmutterkörpers (wird tastbar und größer) feststellen, was auf eine Schwangerschaft hindeuten kann, aber eine definitive Bestätigung liefert nur ein Test. 

Wie merke ich, dass ich keine Muttermilch mehr habe?

Ob Sie nicht mehr genug Milch haben, erkennen Sie daran, wenn Ihr Baby nach dem Stillen unruhig ist und mehr Hunger zeigt, weniger nasse Windeln hat, schlechter zunimmt, dehydriert wirkt (trockener Mund, dunkler Urin) oder an der Brust schläfrig/frustriert wird, während Sie kaum Milch abpumpen können und die Brüste sich weich und leer anfühlen. Wichtig: Weiche Brüste, häufiges Stillen oder das Gefühl, nicht genug abpumpen zu können, sind oft falsche Alarmzeichen, solange das Baby gut zunimmt und genug Ausscheidet. 

Was reduziert Muttermilch?

Pfefferminz- oder Salbeitee reduziert die Milchmenge

Gerade mit Salbeitee kann man die Milchmenge wirklich deutlich reduzieren. Deshalb solltest Du Dich da am Besten auch mit Deiner Hebamme absprechen.

Wie oft soll man ein Baby mit 3 Monaten Stillen?

Ein 3 Monate altes Baby wird typischerweise 6 bis 12 Mal in 24 Stunden gestillt, oft alle 2 bis 4 Stunden, aber Stillen nach Bedarf ("on demand") bleibt die beste Methode, wobei sich der Rhythmus verändern kann: Es trinkt eventuell seltener, dafür aber effizienter und schläft nachts länger, oder es gibt immer noch Cluster-Feeding-Phasen, besonders abends. Wichtig sind nasse Windeln (ca. 6 pro Tag), Gewichtszunahme und Zufriedenheit des Babys, nicht ein starrer Zeitplan. 

Was ist Hexenmilch bei Babys?

Milchiger Ausfluss aus der kind- lichen Mamille (“Hexenmilch”), oft in Kombination mit der Brustdrüsenhypertrophie, ist ein potentielles Ereignis, dessen Inzidenz nicht genau angegeben werden kann (14). Der spontane Milchfluss ist extrem selten, ihn zu provozieren ist medizinisch kontraindiziert.

Was sind erste Anzeichen von Brustkrebs?

Frühe Anzeichen für Brustkrebs sind meist tastbare Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder Achselhöhle, Hautveränderungen wie Dellen ("Orangenhaut"), Rötungen, Ekzeme, Rückzug der Brustwarze (Einziehung) oder unnormaler Ausfluss (blutig, klar) sowie eine Veränderung der Brustform oder -größe, insbesondere wenn nur eine Brust betroffen ist. Bei Verdacht sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
 

Ist Flüssigkeit aus der Brustwarze ein Anzeichen einer Schwangerschaft?

Im zweiten Schwangerschaftsdrittel tritt bei einigen Frauen dann auch schon Vormilch aus den Brustwarzen aus, eine klare oder gelbliche Flüssigkeit. Aber so weit sind wir ja noch nicht, außerdem tritt Vormilch bei manchen Frauen sogar erst nach der Geburt aus.